
Mein Turm ist höher als Deiner!
Die Suche nach dem Auge Aldurs treibt die Gefährten immer weiter durch die westlichen Reiche. Der dritte Band beginnt, wo der zweite endete: im nordöstlichen Nyissa. Doch das Ziel der Reise hat sich kurzfristig geändert. Die Gefährten müssen zuallerst einen Abstecher ins südliche Algarien unternehmen. Und so machen sie sich auf den Weg durchs verwaiste und verfluchte Maragor nach Algarien, wo sie in dem nach ihm benannten Tal, den großen Gott Aldur treffen, erst danach können sie durch Prolgu nach Cthlol Murgos weiterreisen. Wir erfahren mehr über die Vergangenheit der Reiche und wie Religion und Politik funktionieren und vertiefen die Einblicke in die einzelnen Charaktere. So erleben wir zum Beispiel mit, wie Mandorallen zu Ce'Nedras Ritter wird, weil er sie vor einem wilden Löwen rettet. Wir lernen Relg kennen, einen jungen, sehr fanatischen Ulgoner, der die besondere Fähigkeit hat, durch Stein zu gehen. Und wie Fürst Kheldar (Silk) die Gruppe immer wieder aus Probleme herausredet und später dann von Relg aus einer Felsenhöhle gerettet werden muss. Wir leiden mit Garion unter den Launen der verwöhnten kaiserlichen Prinzessin Ce'Nedra und trauern mit ihr, weil sie in Prolgu zurückbleiben muss. Und wir lernen das letzte Mitglied der Reisegruppe kennen: Taiba, die letzte Überlebende der Marag, die aus den Sklavenquartieren unter Rak Chtol fliehen konnte. Das Buch endet damit, dass Belgarath sich beim Kampf gegen den bösen Zauberer Chtuchik völlig verausgabt, ihn aber besiegen kann, während sie dabei Chtuchiks hängenden Erkerturm so sehr zerstören, dass er abzustürzen droht und sie schnell fliehen müssen. Der dritte Teil zieht sich an manchen Stellen ein wenig, weil wenig spannendes passiert. Was nichts daran ändert, dass man den Band, wie die vorherigen ruckzuck verschlingt, allerdings hätte David Eddings die Handlung an der einen oder anderen Stelle ein wenig straffen können. Gerade die inneren Monologe von Garion sind mit der Dauer ein wenig ermüdend, weil es sich dabei hauptsächlich in aller Ausführlichkeit um die Beantwortung der Frage "Warum ich" handelt.


