
Dieser Band hat sich für mich nicht ganz so stimmig angefühlt wie die anderen Teile, weshalb es nur 3 1/2 Sterne gibt.
Im vorletzten Band der „Die Legende von Richard und Kahlan“ Reihe hat mich das Gefühl verfolgt, dem Autor läuft die Zeit davon. Hier wurde die Geschichte in viel zu kurzer Zeit mit zu vielen Ideen, Wendungen und für die Handlung grundlegenden Ereignissen vollgestopft, was mich persönlich maßlos überfordert hat. Die Geschichte selbst war großartig gestaltet, der Handlungsverlauf mitreißen und der aufgebaute Spannungsbogen phasenweise unerträglich. Zum Verarbeiten der Ereignisse, gerade auch auf emotionaler Ebene, blieb dem Leser allerdings keine Zeit. Hier jagt nicht nur ein markerschütterndes Ereignis das nächste, sondern man bekommt als Leser auch den Eindruck, dass der Autor im letzten Drittel des Buches beließt Charaktere aus dem innersten Kreis der Hauptakteure wie die Fliegen sterben zu lassen. Der erste Todesfall hat mich eiskalt erwischt. Der Tod dieses essenziell wichtigen Charakters hat sich für mich ohne Vorwarnung in einem so vollkommen unscheinbaren Moment angeschlichen und wurde von dem Autor dann so emotionslos und kühl auf ein paar wenigen Seiten abgehandelt, dass ich total erschüttert war. Dies war allerdings nur der Anfang einer Reihe von Todesfällen. Keine Frage, die Grundidee dahinter mag grundsätzlich gut und in der Auflösung schlüssig gewesen sein, aber wenn ich einen Charakter sterben lassen, dann auch weil er tot bleiben soll. Der Autor hat den Leser zwar wirklich gut durch diese Geschehnisse geführt, der Teil mit der Wiederauferstehung war mir persönlich dann aber doch etwas zu viel, selbst für High Fantasy. Auch wenn ich die Geschichte selbst immer noch liebe und auf jeder Seite dieses Abenteuers mit gelebt habe, hat sich dieser Band einfach nicht so stimmig und rund für mich angefühlt wie die anderen, weshalb es hier nur 3 1/2 Sterne von mir gibt.

