Ein wichtiges Thema im Fokus
Noch einmal entführt uns Liz Tomforde in die Windy City, noch einmal dürfen wir einer Liebe beim wachsen zuschauen. Dieses Mal geht es um Monty und Reese, er der Fieldcoach, sie sein Boss und die neue Teambesitzerin. Aus anfänglicher Abneigung wird Annäherung und dann verzweifelte Sehnsucht. Denn Reese steht als erste Frau in einer Männerdomaine unter ganz besonders großer öffentlicher Aufmerksamkeit, negativer Art. Sie wird zerrissen, degradiert, missachtet und von der Presse durch den Dreck gezogen. Weil sie eine Frau ist. Eine junge Frau in einer von alten weißen Männern dominierten Sportart. Trotz Können, Kompetenz, langjähriger Ausbildung und hervorragenden Gespür für Baseball wird Reese von fast allen nicht ernst genommen und muss sich ihren Respekt hart erkämpfen. Als dann auch noch eine Anziehung zwischen ihr und ihrem Fieldcoach wächst, droht alles wofür sie hart gearbeitet hat durch eine Medienschlacht zu zerbrechen. Monty, alias Emmet versucht sie nach Kräften zu unterstützen ohne sie seinerseits klein zu machen. Doch auch er stößt an seine Grenzen. Kann er alles aufgeben, um im Schatten einer erfolgreichen Frau zu leben? Hier zeigt sich die besondere Stärke der Geschichte. Sie thematisiert eine bis heute bestehende Ungleichbehandlung von Frauen und Männern im Profisport. Und dass die Leistung von Frauen in männlichen dominierten Sportarten schnell herabgesetzt wird und stattdessen über das „unpassende“ Geschlecht diskutiert wird, statt über die erbrachten Leistungen. Aktuellstes Beispiel dafür ist Marie-Louisa Eta, die Cheftrainerin von Union Berlin und erste Trainerin in der deutschen Profi-Männerfußball-Bundesliga. Und welche Schlammschlacht die Medien um sie veranstaltet haben. Das Thema ist also hochaktuell und gut aufgearbeitet. Mir gefällt auch die Dynamik zwischen Reese und Emmet, das hin und her zwischen Anziehung und Wegstoßen, weil es nicht sein darf. Und der Frage wie eine gleichberechtigte Partnerschaft wirklich funktioniert, wenn die Frau den Mann finanziell nicht braucht und auch sonst nicht schutzbedürftig und schwach ist. Wobei mir die Veränderung der Beziehung der beiden zueinander nach dem „Kipppunkt“ etwas zu schnell in eine Richtung ging. Bei den Sex-Scenen hätte ich mir ab und an mal ein anderes Wort als Schwanz gewünscht, hier hätte etwas mehr Kreativität sein dürfen. Leider gefiel mir auch der Hörbuch-Sprecher von Emmet nicht ganz so gut, er klang mir an der ein oder anderen Stelle etwas zu überzogen/überheblich, was nicht so gut zum beschriebenen Charakter passt. Daher 3,5 von 5. Insgesamt aber eine schöne Geschichte 😊




























































