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Fesselnder Auftakt einer neuen Familiensaga
Der kurze Prolog spielt auf einer Landzunge in Schottland im Jahr 2800 v. Chr. wir als Leser erfahren die Hintergründe zu den dort stehenden vier großen Steinen, den Sisters of Skara. Dann landen wir im Jahr 1931 auf ebendieser schottischen Landzunge. Dort steht nun ein modernes Haus, Rubha Clachan, und die stehenden Steine wurden niedergerissen. Sie dienen nun vier Schwestern als Sitzgelegenheiten und jede von ihnen scheint eine besondere Beziehung zu einem der Steine zu haben. Iris, die älteste der Schwestern und eine der beiden Protagonistinnen der auf zwei Zeitebenen spielenden Geschichte ist grade im Begriff als Gesellschafterin einer Lady nach Ceylon aufzubrechen um dort ihren Onkel zu suchen. Denn die einstmals so reiche Familie ist fast ruiniert und sie will von ihm das Geld zurückfordern das ihre kürzlich verstorbene Mutter ihm einst geliehen hat. Im Gepäck hat sie viel Mut, ein paar Kleider und einen Opalring den ihre Mutter ihr schenkte. Ihre Reise führt sie ins exotische Ceylon und von dort weiter nach Australien, immer auf der Suche nach ihrem Onkel... Die zweite Zeitebene spielt in der Gegenwart. Hier erzählen Roz, eine junge Australierin und Finn, ein Rechtsanwalt aus Edinburgh die Geschichte. Roz hat von ihrer ermordeten Mutter einen Opalring geerbt. Auf der Suche nach Entspannung und auf der Flucht vor ihrem Stiefvater den sie ins Gefängnis gebracht hatte reist sie von Ridgewell (Südaustralien) nach London. Dort lernt sie den alten Antiquar Hugo kennen und entdeckt in seinem Laden ein Gemälde das vier stehende Steine zeigt und von dem sie fasziniert ist. Auch ihr Ring scheint auf das Bild zu reagieren, er erwärmt sich und beginnt zu prickeln. Zusammen mit Hugo reist sie nach Edinburgh um mehr über die Malerin des Bildes, Amelia Blackmore, zu erfahren und trifft dort auf Finn der sich im Auftrag seiner Kanzlei mit der Stiftung Blackmore Trust und dem Herrenhaus Rubha Clachan befasst... Die Geschichte ist wunderschön geschrieben, spannend und gefühlvoll zugleich. Sie führt dem Leser in verschiedene Länder und an unterschiedliche Orte. Diese werden so detailreich und bildhaft beschrieben das man sich alles wunderbar vorstellen kann. Man spürt die tropische Atmosphäre Ceylons ebenso wie die trockene Hitze Australiens oder die nebelverhangene und windige Landschaft Schottlands. Auch die Personen haben mit sehr gut gefallen. Sie sind lebendig beschrieben und man kann sich, grade in die beiden sehr sympathischen Hauptpersonen Iris und Roz sehr gut hineinversetzen. Ich mochte beide sehr gerne, es sind starke Frauen die ihren Weg gehen und sich auch von Zweifeln und äußeren Umständen nicht davon abhalten lassen, das für sie Richtige zu tun. Die Geschichte wirkt durch die drei verschiedenen Erzählperspektiven und den Zeitenwechsel sehr lebendig. Der Schreibstil ist lebhaft und gefühlvoll. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und wollte unbedingt wissen wie sich die Geschichte weiterentwickelt. Und auch das Ende fand ich sehr gelungen. Von mir bekommt das Buch eine dicke Leseempfehlung und ich freue mich schon sehr auf den nächsten Band.
Die Meerglas-Schwesternby Eleanor BuchananBlanvalet