Die elfte Jungfrau hat mich wie die vorherigen Bände vollkommen überzeugt. Der Schreibstil von Andrea Schacht ist unglaublich fesselnd – einmal angefangen, möchte man das Buch kaum noch aus der Hand legen. Die Figuren, die man bereits aus den vorherigen Teilen kennt, wachsen einem weiterhin ans Herz und machen die Geschichte besonders lebendig. Die Handlung ist spannend, nachvollziehbar und bis zum Ende gut durchdacht. Für mich ein rundum gelungener Band und ganz klar 5 von 5 Sternen. Jetzt freue ich mich umso mehr auf den letzten Teil der Reihe.

Ich bin überraschend schnell in die Geschichte reingekommen, obwohl der Einstieg eher ruhig und behutsam gestaltet ist. Besonders die Atmosphäre im mittelalterlichen Köln hat mich überzeugt. Die Stadt wirkt lebendig und greifbar - für mich hatte das Ganze starke Ähnlichkeiten mit der Stimmung von Novigrad aus Witcher 3: dreckig, geschäftig und stellenweise gefährlich, aber gleichzeitig so dicht erzählt, dass man richtig darin eintauchen kann. Die Begine Almut ist eine interessante Hauptfigur. Durch die verschiedenen Perspektiven entsteht ein stimmiges Bild der damaligen Zeit. Der Kriminalfall um die ermordeten Jungfrauen ist gut konstruiert; er bleibt interessant, ohne auf reißerische Effekte zu setzen. Mein Verdacht bezüglich des Täters hat sich übrigens schon um Seite 175 gefestigt. Das Buch hat bei mir einen Nerv getroffen, weil es das Gefühl vermittelt, wirklich in dieser Welt zu sein, statt nur eine Handlung abzulaufen. Das hat mich so überzeugt, dass ich mir direkt die weiteren Bände bestellt habe, um die Reihe demnächst chronologisch von vorne zu lesen. Für Fans von atmosphärischen historischen Krimis ist das Buch definitiv einen Blick wert.
Mein Lieblingsbuch aus dieser Reihe
Die Geschichte um die Begine Almut spielt im mittelalterlichen Köln. Man könnte das Buch auch einzeln lesen, ich empfehle jedoch auch die vorherigen 3 Bände aus dieser Reihe zu lesen. Man kann sich dann viel mehr in die Charaktere hineinversetzen. In diesem Band gibt es zwischen Almut und "ihrem" Pater eine deutliche Wendung... Und natürlich werde ich auch den letzten Band noch verschlingen.Die Bücher von Andrea Schacht fesseln mich immer wieder.

Toller 4. Teil der Reihe mit besonderen Wendungen
Dieses Mal wird Almut nur bedingt von Ivo unterstützt, denn dieser wird von seinem Abt in anderer Angelegenheit abberufen. Dennoch unterstützt er Almut auf seine Weise bei ihren Nachforschungen. Ich mag die Atmosphäre, die Andrea Schacht in jedem Buch der Reihe kreiert. Sie schafft es auf unterhaltsame Weise Glaube und Verbrechen miteinander zu verbinden ohne dass es übertrieben ist. Vom Prinzip her verlaufen die Bücher der Reihe immer nach dem gleichen Schema ab und dennoch konnte mich dieser Band wieder begeistern. Es schwang eine besondere Spannung mit, nicht nur bezüglich des Kriminalfalls, auch im Hinblick auf die Beziehung zwischen Almut und Ivo. Meister Krudener fand ich wieder einmal sehr besonders und es hat mich sehr gefreut, endlich mehr von seiner und auch Ivos Geschichte zu erfahren. Jetzt bin ich sehr gespannt, was der letzte Teil noch für mich bereithält.



