Als der große Hype um diese Geschichte los ging war ich Feuer und Flamme. Damals wusste ich aber nicht ob ein Psychothriller einer Frau was für mich ist. Dann kamen die ersten Meinungen und alle waren so eigentlich total begeistert. Na es dauerte dann noch ein Jahr bis ich es gekauft habe und dann ein weiteres bis ich endlich dazu geschriffen habe. Ja was soll ich sagen mein erster Eindruck das ich zwar vollkommen für die Gleichstellung bin aber einfach keine Thriller von Frauen mag stimmt. Es war weich und durchsichtig geschrieben. Schnell war klar wie es ausgeht und der Weg zur Lösung war klar spannend aber irgendwie nicht packend. Laso ich fand die handlung etwas zu verhoersehbar und dann doch auch stumpf. Schade, wirklich sehr schade aber ich habe ein weiteres Buch der Autorin gekauft um ihr eine zweite Chance zu geben.
Ab einem bestimmten Punkt hat mir einfach der weitere Verlauf nicht mehr so gut gefallen. Das liegt aber, in diesem Fall, komplett an meinem persönlichen Geschmack. Im Gegensatz dazu, fand ich anderes sehr eindringlich beschrieben. Ich habe selbst keine Kinder, aber natürlich kann ich trotzdem versuchen mich in die Situation hinein zu versetzen. Wie wäre es z.B. wenn meiner Nichte etwas zustoßen würde? Perks gelingt es meiner Meinung nach hier sehr einfühlsam, beide Blickwinkel zu beschreiben und auch Charlottes Schuldgefühle eindrücklich zu schildern. Es ist von außen so leicht, irgendeine schuldige Person zu identifizieren. Man denke da an Fälle die auch sehr prominent durch die Medien gingen. Die mediale Berichterstattung hat einen großen Anteil daran, wie z.B. Eltern behandelt werden, welche Vorverurteilungen ausgesprochen werden. Charlottes Situation konnte ich persönlich etwas besser nachempfinden, was aber denke ich mal auch daran liegt, das ich Harriet nicht so unbedingt mochte. Ihre Situation ist noch einmal eine speziellere und im weiteren Verlauf der Handlung, hat sich da vieles auch noch mal gewandelt. Ich fand sie immer glaubwürdig, aber nicht unbedingt sympathisch. Das muss eine Figur für mich auch nicht sein. Ich konnte mich nur einfach mehr mit Charlotte identifizieren.^^ Was mir auch gut gefallen hat, war wie nach und nach immer mehr Geheimnisse ans Licht kommen, die aber nur für die Leser*innen gänzlich bekannt sind. Man weiß nie, was hinter der Fassade so lauert. Welche Abgründe und Geheimnisse jemand verbirgt um sich selbst zu schützen. Vieles ist nicht so wie es scheint. Was erzählt man unter Freundinnen und was lieber nicht? Warum erzählt man manche Geheimnisse nicht einmal der besten Freundin? Obwohl man ihr eigentlich vertrauen könnte. Wie gesagt, letztendlich hat mir aber irgendwie etwas gefehlt. Der große Knall blieb für mich auch eher flach, weil es meiner Meinung nach viele Anzeichen gab die darauf hindeuteten. Wie gesagt kein schlechtes Buch, aber auch keins, das mir jetzt ewig im Gedächtnis bleiben wird.

