13. Sept.
Rating:1

Ein Thriller, der enttäuscht.

Wie unsympathisch willst du sein? Martin Benner: Ja. Eigentlich mag ich Kristina Ohlssons Bücher. Dieses nicht. Anwalt Martin Benner ist eine unsympathische Hauptfigur, die zentrale Figur Sara Tell ist schon vor Beginn der Geschichte tot. Da gibt es nicht viel womit man sich identifizieren kann. Die Story zwischen Stockholm und Texas platt und unglaubwürdig. Die andern Bände der Reihe werde ich mir lieber sparen.

Schwesterherz
Schwesterherzby Kristina OhlssonBlanvalet
22. Dez.
Rating:4

Richtig tolle Charaktere und ein angenehmer Schreibstill. Es ist richtig spannend mit Martin Benner heraus zu finden was passiert ist und wie hartnäckig er dabei ist. Alles ist herrlich verwoben miteinander und nichts so wie es scheint.

Schwesterherz
Schwesterherzby Kristina OhlssonBlanvalet
31. Okt.
Rating:4

Sehr gutes Buch zum miträseln!

Dieses Buch ist Teil 1 einer Reihe. Wenn ich richtig informiert bin, gibt es noch zwei weitere Teile. Es war und ist ein gelungener Auftakt. Man fiebert und rätselt mit was da dahinter stecken könnte und wie es weitergeht und dann kommt noch ein Dilemma nach dem anderen. Die Protagonisten um Martin und Lucy, sowie auch Belle sind mir mega sympathisch und das macht einfach viel aus. Hat mir mega viel Spaß gemacht. Freue mich hier weiter lesen zu können.

Schwesterherz
Schwesterherzby Kristina OhlssonBlanvalet
20. Okt.
Rating:3

Es hätte so ein schöner Tag werden können, wenn nicht plötzlich ein Mann in sein Büro marschiert wäre und Gerechtigkeit für seine tote Schwester fordern würde. Martin Benner hat eigentlich so gar keine Lust der Serienmörderin Sara Texas, die ohnehin Selbstmord begangen hat, zu helfen. Viel lieber würde er sich mit Frauen vergnügen und sich weiterhin um seine kleine Adoptivtochter kümmern. Doch etwas an dem Fall zieht ihn magisch an und je tiefer er eintaucht, desto mehr wird er in die Geschichte verwickelt. Hätte er geahnt, in welches Wespennetz er da sticht. Korrupte Cops, Prostitution und Auftragsmorde, sind nur die Spitze des Eisberges. Bald schon gerät er selbst ins Visier der Polizei und wird des Mordes bezichtigt und mehr als einmal verflucht Martin sich den Fall übernommen zu haben. „Schwesterherz“ ist gerade ziemlich weit oben in den Bestsellerlisten und ich kann nicht verstehen warum. Ich hatte das Glück an einer Leserunde teilzunehmen, bei der ich das Buch gewonnen habe, ansonsten hätte ich mich glaube ich ein bisschen geärgert. Die Story begann vielversprechend. Finde den, der die Morde wirklich begangen hat, die meiner toten Schwester angehangen wurden. So mal völlig neu, weil sonst leben die Personen immer noch, deren Unschuld zu beweisen wäre. Mit Martin Benner hatte ich zwar so meine Probleme, aber manchmal werden auch die unliebsamsten Charaktere meine Freunde, dieser jedoch nicht. Er ist recht selbstherrlich, mit einer eigenen Vorstellung von Kindererziehung. Hinzu kommt seine On-Off-Beziehung mit seiner Partnerin Lucy, die meiner Meinung nach eigentlich nervt, ohne etwas zur Handlung beizutragen. Mit jeder Seite, die man liest, werden immer mehr Baustellen eröffnet, am Anfang sitzt man noch spannungsgeladen und staunend vor dem Buch und fragt sie wie das alles zusammenhängt, am Ende zweifelt man dann das die Autorin einen halbwegs realistischen Weg findet, dass Ganze zu einer Einheit zu verknüpfen. Leider gelingt ihr das nur sehr schlecht und am Ende, stand ich da und wusste nicht wie mir geschieht. Die Geschichte um Sara Texas war so unspektakulär, so konstruiert und über allem schwebt das allmächtige Phantom Lucifer. Der Superschurke. Noch blieb die Hoffnung, das „Bruderlüge“ mich für alles entschädigen würde. „Schwesterherz“ ließ mich ratlos zurück. Die Charaktere waren unsympathisch, die Handlung unglaubwürdig und die Auflösung unbefriedigend. Aber dennoch möchte ich mich bedanken, dass ich an der Leserunde teilnehmen durfte.

Schwesterherz
Schwesterherzby Kristina OhlssonBlanvalet
23. Sept.
Rating:3

Die interessante Grundidee lässt den routinierten Thriller-Fan aufhorchen: Anwalt Martin Brenner soll nachweisen, dass eine geständige Mörderin die Morde gar nicht begangen hat – und zwar posthum, hat sie sich doch vor der Urteilsverkündung umgebracht. Aber damit sticht Brenner in ein Wespennest, denn es gibt direkt mehrere Menschen, die kein Interesse daran haben, dass die Wahrheit ans Licht kommt... Eine posthume Neuaufwicklung eines Falles, der schon als gelöst zu den Akten gelegt wurde, ist meines Erachtens eine unverbrauchte, interessante Idee! Damit hatte das Buch schon mal ein paar Pluspunkte gut – die es aber relativ schnell wieder abgeben musste, da sich meine Begeisterung leider in Grenzen hielt. Die Spannung kommt und geht: streckenweise zieht sich die Geschichte etwas, dann galoppiert sie wieder in rasantem Tempo davon und die Ereignisse überschlagen sich. Besonders in der zweiten Hälfte gibt es immer wieder unerwartete Wendungen, und ich rechne der Autorin hoch an, dass der Kriminalfall sowohl komplex als auch solide konstruiert ist. So richtig bei der Stange halten konnte mich die Geschichte dennoch nicht; ich fand nicht alles glaubhaft und manche Entwicklungen wirkten auf mich sogar ein wenig konstruiert. Die größten Probleme hatte ich allerdings mit dem Protagonisten. Martin Brenner ist in meinen Augen vieles: selbstverliebt, sexistisch, egoistisch. Er kommt sich unglaublich toll dabei vor, jede Frau, die er haben will, mühelos ins Bett zu kriegen, und man hat den Eindruck, für ihn gibt es nur drei Arten von Frauen: will ich – will ich nicht – nehm' ich, wenn es gerade nichts Besseres gibt... Einteilung nach Beuteschema. Obwohl er durchaus auch die ein oder andere gute Eigenschaft hat, war er mir dermaßen unsympathisch, dass es mir das Buch etwas verleidet hat. Dabei kann ein schwieriger Protagonist durchaus interessant sein und einem Thriller zusätzliche Würze geben! Dann muss er jedoch etwas an sich haben, was ihn darüber hinaus besonders macht, und das geht Martin Brenner meiner Meinung nach ab. Er pflegt eine sehr oberflächliche Lebensweise: alles muss schick, edel und teuer sein, da ist eine Armbanduhr für umgerechnet etwa 8500 Euro ein echtes Schnäppchen. Diese Einstellung gibt er schon an seine kleine Ziehtochter Belle weiter (eigentlich seine Nichte, die er nach dem Tod seiner Schwester zu sich genommen hat), die öfter schick gekleidet im Nobelrestaurant mit ihm brunchen geht. Die Kleine kam mir manchmal vor wie ein Accessoire; er betont zwar öfter, wie wichtig sie ihm geworden ist, die Verantwortung und Betreuung delegiert er dann aber doch lieber an andere. Mit seiner Geschäftspartnerin Lucy verbindet ihn eine unverbindliche sexuelle Beziehung, wobei jedoch ein deutliches Ungleichgewicht besteht. Lucy tut alles für ihn, auch wenn sie nicht seiner Meinung ist, und ich fand sehr schade, dass sie sich ihm so unterordnet, denn eigentlich war sie für mich der interessantere, sympathischere Charakter! Mein Liebling ist auf jeden Fall der Ganove Boris, und der ist im Kontrast zu Martin das beste Beispiel dafür, dass auch ein schwieriger, zwiespältiger Charakter mit fragwürdiger Moral ein großartiger Charakter sein kann! Schade, dass der Autorin dieses Kunststück aus meiner Sicht bei ihrem Protagonisten nicht gelungen ist... Der Schreibstil ist für meinen Geschmack etwas zu anspruchslos für einen intelligent geschriebenen Thriller, mit einfach strukturierten Sätzen und schlichter Wortwahl. Das Buch liest sich vom Tonfall her sehr 'männlich', was natürlich gut dazu passt, dass Martin Brenner als Alphamännchen im Mittelpunkt steht. Von Krimi-Reihen oder -Mehrteilern bin ich es gewohnt, dass jedes Buch zumindest teilweise in sich abgeschlossen ist, hier wird indes tatsächlich nur sehr wenig aufgelöst, so dass die Geschichte wirklich nicht ohne den zweiten Band stehenbleiben kann. Schade, denn der erste Band hat mich nicht genug überzeugt, um auch den zweiten lesen zu wollen. Fazit: Die Geschichte klingt sehr ansprechend: Eine junge Frau, die fünf Morde gestanden hat, bringt sich vor der Verhandlung um. Ihr Bruder ist jedoch überzeugt von ihrer Unschuld und wendet sich an Staranwalt Martin Brenner, um zu beweisen, dass sie ein falsches Geständnis abgegeben hat. Der will erst ablehnen, lässt sich aber dann doch hineinziehen in einen Fall, der für ihn zunehmend brisant wird. Ich wollte das Buch wirklich mögen, und der Kriminalfall ist eigentlich auch spannend und originell – leider fand ich Martin Brenner als Protagonisten jedoch furchtbar unsympathisch, und das nicht mal auf interessante Art. Auch die Spannung blieb für mich nicht durchgehend aufrecht erhalten, und dazu kommt noch ein eher einfacher Schreibstil.

Schwesterherz
Schwesterherzby Kristina OhlssonBlanvalet
22. Sept.
Rating:3

“Schwesterherz” von Kristina Ohlsson ist mein erster Krimi von ihr. Dementsprechend habe ich keinen Vergleich zu ihren anderen Werken, ging dennoch durch viele Hinweise auf ihren Schreib- und Plotstil mit großen Erwartungen an das Buch heran. Vielleicht waren meine Erwartungen zu hoch. Denn es war anders als ich erwartet habe. Es begann vielversprechend mit dem Auftritt von Bobby in der Kanzlei von Martin Benner und der Fall verspricht auch einiges an Hochspannung. Denn die Unschuld einer Toten zu beweisen habe ich noch nie als Krimimotiv gehabt. Das hat mir dann dementsprechend gut gefallen und die Hoffnung auf eine spannende Ermittlung. Bei der ich von vorneherein wusste, dass es eine Duologie ist und davon ausging, dass es einen Cliffhanger geben wird. Darauf war ich vorbereitet. Hingegen war ich nicht auf den sprachlichen Stil vorbereitet. Kurze, knappe und abgehackte Sätze, die nicht von Tiefe zeigen und mich sehr irritiert haben waren das eine. Irritiert hat mich außerdem, ich kenne es nicht so von einem Thriller, dass unheimlich viel Dialog vorkommt. Das lässt einen zwar gut voran kommen, aber es nicht das, was ich mir unter einem Thriller vorstelle. Etwas mehr Text dazwischen hätte mir besser gefallen und hätte dem Buch auch gut getan. Das zweite war dann desöfteren Martin Benners Wortwahl, die nicht viel von einem Anwalt, sondern eher etwas von den Jungs auf der Straße hatte. Sehr derb und laut. Okay, damit habe ich versucht zu leben und habe es weiter gelesen. So etwas hält mich nicht vom Lesen ab und habe es als Stilmittel angesehen. Nicht jeder Protagonist muss mir sympathisch sein, klar ist es für den Lesefluss angenehmer, wenn man mit dem Protagonisten mit fühlen kann, aber nicht immer ist dies möglich. Martin Benner gehört zu dieser Kategorie von Protagonisten. Er ist überheblich, laut, sexistisch, selbstherrlich auf der einen Seite und das ist die Seite, die ich überhaupt nicht mag. Dann ist da die andere Seite: Er kümmert sich um seine Nichte, die Tochter seiner verstorbenen Schwester. Da ist er dann einfühlsam und ja, er hat eine eigene Art von Kindererziehung. Vor allem seine Art mit Menschen umzugehen, sei es Lucy, seine On-Off-Beziehung und Partnerin in der Kanzlei, kann ich nicht abhaben. Wobei ich mir gewünscht hätte, dass sie sich öfters mal durchsetzt und nicht zu allem Ja und Amen sagt. Sie war für mich etwas blass und einfach dargestellt. Als ob es zu viel Mühe gewesen wäre, neben diesem Charakter von Martin Benner etwas positives und kämpferisches zu setzen. Schade um den Charakter. Vor allen Dingen hat es Ohlsson geschafft ihre Charaktere nicht schwarz-weiß zu gestalten, jeder hat gute und weniger gute Seiten, so auch Lucy. Die sich immer wieder um Belle, Benners Ziehtochter kümmert. Dennoch wurde ich mit keinen der Charaktere richtig warm. Hingegen hat zu Beginn mich die Handlung überzeugt. Sie ist spannend, da ich gerne mehr über Sara Texas und Bobby erfahren hätte. Es kommen auch immer wieder neue Aspekte hinzu. Teilweise zu viele und ich musste versuchen den Überblick zu behalten. Denn ich wollte unbedingt wissen, was es mit Sara Texas und den Morden auf sich hat. Je mehr Martin Benner ermittelt und je mehr er sich in die Sache vestrickt, desto gefährlicher wird es. Nicht nur für ihn, sondern auch für seine Familie und Lucy. Eine Szene verdeutlicht dies besonders und ich fand sie einfach nur heftig und grausam. Aber sie zeigt auch wie sehr Benner schon im Teufeskreis des Superschurken steckt. Wenn man gerade denkt, man hat eine Spur unterbricht Ohlsson dies durch die Einschübe mit den Interviews. Diese spielen in der Gegenwart und verraten schon etwas von dem Geschehen in den nächsten Kapiteln, was wiederum nicht so glücklich ist, aber es wird auch etwas an der Spannungsfahrt herausgenommen und man konnte mal wieder durchatmen. Um dann direkt wie bei einer Achterbahn wieder auf den nächsten Spannungshöhepunkt hin zu rasen. Nicht gerade angenehm, denn sobald man ihn erreicht hatte, gab es wieder den Einschub. Hinzu kamen immer mehr Baustellen und ich frage mich auch jetzt noch, ob es Ohlsson gelingen wird mit dem zweiten Teil “Bruderlüge” alle losen Ende zu verknüpfen, so dass es noch ein Ende findet, das nicht völlig an den Haaren herbeigezogen ist, wie die Story um Sara Texas. Sie scheint nur ein Aufgallopp für den zweiten Teil zu sein, denn plötzlich taucht der Superschurke “Lucifer” auf und Martin Benner hat es mit ihm zu tun. Genau, da fragte ich mich, was will Ohlsson? Ich bin bis jetzt auch nach dem Ende des ersten Teils der Duologie nicht dahinter gekommen. Dennoch werde ich den zweiten Teil lesen, da ich doch wissen möchte, wie es mit Benner weitergeht und wer in aller Welt Lucifer ist. Fazit Ein temporeicher erster Thrillerband der Duologie, mit Ecken und Kanten wie sein Protagonist. Sprachlich nicht immer mein Fall.

Schwesterherz
Schwesterherzby Kristina OhlssonBlanvalet