Schön!
EIne schöne Geschichte mit vielen "Anekdoten" über die man nachdenken kann. Sympathische Charaktere, auch wenn Michele (der Hauptcharakter welcher auf die Suche nach seiner Mutter geht) manchmal nicht nachvollziehbar reagiert und ich ihn nicht immer mochte. Aber das mag an seiner "Vergangenheit" liegem, die er ja im Buch sozusagen aufarbeitet. Ich hätte mir noch mehr Elena-Momente gewünscht. Das sind aber die Kritikpunkte welche mich dazu veranlasst haben einen Stern abzuziehen. Ich bin schnell durch das Buch hindurchgekommen, da auch immer etwas passiert und man einfach super neugierig ist wie alles ausgeht und was Michele auf seiner Reise erlebt.
EIne schöne Geschichte mit vielen "Anekdoten" über die man nachdenken kann. Sympathische Charaktere, auch wenn Michele (der Hauptcharakter welcher auf die Suche nach seiner Mutter geht) manchmal nicht nachvollziehbar reagiert und ich ihn nicht immer mochte. Aber das mag an seiner "Vergangenheit" liegem, die er ja im Buch sozusagen aufarbeitet. Ich hätte mir noch mehr Elena-Momente gewünscht. Das sind aber die Kritikpunkte welche mich dazu veranlasst haben einen Stern abzuziehen. Ich bin schnell durch das Buch hindurchgekommen, da auch immer etwas passiert und man einfach super neugierig ist wie alles ausgeht und was Michele auf seiner Reise erlebt.
Bewertet mit 3.5 Sternen Zum Buch: Michele lebt alleine in einem Bahnhof am Meer. Nur ein Zug verlässt jeden Morgen den Bahnhof um am Abend zurückzukehren. Michele ist dafür verantwortlich, diesen Zug sauber zu halten und so sammelt er liegengebliebene Gegenstände ein, die dann bei ihm auf seine Besitzer warten. So lernt er die lebensfrohe Elena kennen und vertraut ihr seine Lebensgeschichte an. Die, in der seine Mutter genau mit diesem Zug aus seinem Leben verschwand... Meine Meinung: Das Cover zeigt die gefundenen Dinge und ist ganz nett anzuschauen. Von der Geschichte hätte ich mir wirklich viel versprochen und es fing auch ganz gut an. Die Worte sind wohlgewählt, die Story nimmt langsam an Fahrt auf und dann... passiert über viele Seite irgendwie nichts mehr und doch zu viel. Zu viel Dinge, die die Geschichte verworren machen und auch unglaubwürdig. Aber dann kommen die letzten siebzig Seiten, die ich geradezu verschlungen habe. Endlich passiert etwas, das Buch wird spannend. Das Ende hat mich dann auch etwas versöhnt mit dem Buch. Michele fand ich zu Beginn ganz liebenswert, zwischendurch nervte er dann doch. Elena hingegen war von Beginn an bezaubernd. Fazit: Eine ruhige Geschichte über besondere Menschen, die ihre Höhen und Tiefen hatte. Für LeserInnen von ernsthafterer Literatur ist das Buch durchaus zu empfehlen. Mir hat es erst zum Ende hin wieder richtig gut gefallen. Es lohnt sich durchzuhalten.
Eine sehr schöne Geschichte, mit einem an manchen Stellen für meinen Geschmack ein wenig zu detailiertem Schreibstil.
"Die wundersame Reise eines verlorenen Gegenstands" von Salvatore Basil ist 2017 bei Blanvalet erschienen. Zum Inhalt: Der dreißigjährige Michele lebt, seitdem ihn seine Mutter als Kind verlassen hat, abgeschottet von der Außenwelt in einem Bahnhofshäuschen eines kleinen Dörfchen in Italien. Seine Einsamkeit kompensiert er mit Gegenständen, die in den Zügen liegen bleiben und die er aufsammelt und verwahrt. Eines Tages begegnet ihm jedoch Elena, die ihre eigenen Geister mit sich herum schleppt, die es aber trotzdem schafft, ihn aus seiner Melancholie zu reißen. Und als dann plötzlich genau das Tagebuch von Michele in einem der Züge auftaucht, das seine Mutter damals bei ihrem Verschwinden mitnahm, bricht Michele zu einer Reise durch Italien auf, die ihn komplett verändern wird.... Was für ein schönes Buch! Der Drehbuchautor und Regisseur Salvatore Basil, geboren in Neapel, nimmt uns hier in seinem ersten Roman mit auf eine wundersame Reise. Von Beginn an ist man als Leser ganz bei Michele, der in seiner Einsamkeit und Verlassenheit die Mauern hoch gebaut hat und sich mit Fundsachen umgibt, bei denen er weiß, dass diese ihn nicht verlassen oder enttäuschen können. Als die quirlige Elena auftaucht, gibt es jedoch einen Riß in seiner vermeintlichen Sicherheit und er beginnt sein Leben zu hinterfragen. "Das war fast elf Jahre her (die Beerdigung seines Vaters), und jetzt wurde ihm bewusst, dass er keine Übung mehr hatte im Umgang mit Menschen...... Wie hatte das nur geschehen können, und wann hatte die Einsamkeit die Oberhand in seinem Leben gewonnen? Wann war die Stille hier eingezogen, wann waren die täglichen Verrichtungen und die Abwesenheit anderer zur Essenz seines Lebens, oder vielleicht besser, Überlebens geworden?" Das Tagebuch, das plötzlich in dem Zug auftaucht, überzeugt ihn davon, dass seine Mutter dort gewesen sein muss. Da dieser Zug nur drei Stationen anfährt, macht er sich auf, die Strecke abzufahren und die damit verbundenen Dörfer aufzusuchen und nach seiner Mutter zu suchen. Dabei begegnen ihm einige Menschen - manche sind ihm wohl gesonnen, andere nicht. Von jedem dieser Menschen lernt er etwas. Für mich scheint es fast so, als würde er alles, was er vorher in seiner Isolation nicht erleben konnte oder wollte, in wenigen Tagen nachholen. Das ist auch für mich als Leser zwischendurch anstrengend und scheint leider manchmal auch ein wenig überhastet und somit leicht unglaubwürdig. Dies nimmt dem Buch aber nicht die Faszination. Sprachlich und auch vom Aufbau erinnert es mich tatsächlich ein wenig an den "Kleinen Prinzen", mit wunderschönen Sprüchen und Aussagen, die ich noch lange in mir hin und her bewegt habe. "Hör ihr zu. Erst dann kannst du dich entscheiden, ob du dich wirklich rächen willst für das, was sie dir angetan hat, und ihr im Gegenzug auch wehtun willst, oder ob du ihr einfach verzeihst. Denn nur, wenn du das tust, kann sich die Wunde wirklich schließen." Am Ende steht das Verzeihen und Michele ist ein anderer Mensch, als zu Beginn seiner Reise und damit auch bereit, in seinem Leben neue Wege zu gehen. "Michele hatte erkannt: Es gab nicht nur die Erklärung für eine Tat oder ein Geschehnis, die zählte. Und es kam nicht immer bloß darauf an, ob etwas richtig oder falsch war. Entscheidend war das Ergebnis, das am Ende dabei heraus kam. Er hatte verstanden, dass selbst dieses Ergebnis immer ambivalent sein würde, bis ganz zum Schluss, dass es aber unsere eigenen Handlungen waren, die über unser Leben entschieden, und nicht die der anderen, auch wenn es manchmal so aussah." Dies ist ein ganz wunderbares, berührendes Buch, das leicht daher kommt, ohne seicht zu sein und das mich wieder einmal erfahren lässt: "Der Weg ist das Ziel ..."
was für eine schöne geschichte <3





