Ein prickelndes Finale über Zusammenhalt und das Überwinden von sozialen Grenzen. Mit einem Protagonisten, der Lucas fast den Rang abläuft.
Dieser Band funktioniert wunderbar eigenständig, da er neue Protagonisten einführt: Pearl und Boyce. Der Schreibstil ist gewohnt vielseitig: prickelnd, fesselnd und nicht mit Drama überladen. Pearl ist klug und zielstrebig, mir war sie allerdings fast ein bisschen zu perfekt. Ich hätte mir bei ihr mehr Ecken und Kanten gewünscht. Aber Boyce Wynn! Ich dachte, ich liebe Lucas, aber Boyce ist grandios. Er ist heiß, fürsorglich und unabhängig, hat aber leider unnötige Selbstzweifel. Die Chemie zwischen den beiden passt ab der ersten Seite. Es ist schön zu sehen, wie sie sich ergänzen: Die behütete Pearl lernt von Boyce Unabhängigkeit, während er durch sie wieder Vertrauen findet. Sie landen zwar deutlich öfter im Bett als die Paare in den Vorgängern, aber man spürt dennoch das tiefe Band zwischen ihnen. Besonders toll fand ich das Wiedersehen mit bekannten Charakteren aus der Reihe. Auch wenn sich manche Stellen zogen und das Ende etwas kitschig und vorhersehbar war, bietet das Buch alles: Liebe, Familie und Zusammenhalt. Wissenswertes In "Einfach.Wir zwei." (Sweet) thematisiert Webber die "Class Difference": den Kontrast zwischen einer privilegierten akademischen Welt und der Arbeiterklasse. Die Autorin legt hier großen Wert darauf, dass beide Charaktere trotz ihrer Liebesbeziehung ein eigenständiges Leben mit eigenen Zielen führen, was dem Buch eine moderne Note verleiht.




