Das Buch gefiel mir alles in allem sehr gut. Vor allen der erste Teil. Punktabzug gab's dann für die zweite Hälfte: das hätte man an einigen Stellen kürzen können . Es zog sich schon ganz schön. Und dann war plötzlich alles vorbei....
PERFIDE UND UNBERECHENBAR!
Schon der Einstieg in Während du stirbst von Tammy Cohan sorgt für Gänsehaut und weckt sofort die Neugier auf das düstere Spiel, das sich im Laufe der Geschichte entfaltet.
Jessica Gold ist 29 Jahre alt, leidet unter einer ungewöhnlichen Phobie und wurde entführt. Zwölf Tage hält ein Fremder sie in der Wohnung gefangen und zwingt sie zu einem grausamen Spiel. Jeden Tag bekommt sie ein neues Geschenk, doch schnell wird klar, dieses Spiel könnte tödlich enden. Während die Zeit gegen sie läuft, verbirgt Jessica ein Geheimnis, von dem niemand etwas ahnt.
Schon die ersten Seiten ziehen sofort in die Geschichte hinein. Jessica meldet sich selbst zu Wort und lässt früh erahnen, dass ihre Geschichte möglicherweise tödlich enden könnte. Dieser ungewöhnliche Einstieg schafft direkt eine düstere und beklemmende Atmosphäre und macht neugierig darauf, wie sich alles entwickeln wird.
Was zunächst wie eine gewöhnliche Begegnung beginnt, wird schnell zu einem Albtraum. Jessica gerät in die Fänge eines Psychopathen und muss ein grausames Spiel über sich ergehen lassen. Besonders die Zeit um die zwölf Tage in denen sie immer neue Geschenke erhält, sorgen für eine beklemmende und intensive Stimmung. Die Entführung und Gefangenschaft sind zwar nicht übermäßig brutal beschrieben, gehen aber dennoch stark unter die Haut.
Die Figuren wirken vielschichtig und nicht immer leicht zu durchschauen. Gerade diese Undurchsichtigkeit macht sie spannend und treiben die Handlung voran. Auch wenn die Charaktere nicht sofort sympathisch erscheinen, bleiben ihre Gedanken und Handlungen nachvollziehbar. Auch Polizisten Kim spielt eine wichtige Rolle, als Ermittlerin mit Ecken und Kanten bringt sie zusätzlich Dynamik in die Handlung.
Der Schreibstil ist fesselnd und sorgt für einen starken Lesesog, auch wenn es stellenweise kleinere Längen gibt. Das Ende hinterlässt einige offene Fragen und sorgt für gemischte Gefühle.
Insgesamt ein spannender Psychothriller mit überraschenden Wendungen, der trotz kleiner Längen ein intensives Leseerlebnis bietet.
Den ersten Teil fand ich ja noch ganz ok, aber der zweite hat mir nicht gefallen
Die ganze Zeit hatte ich beim lesen das Gefühl das es zu Distanziert geschrieben ist. Ich kam nicht gut rein und hatte auch nicht so richtig Mitgefühl. Ich weiß jetzt auch warum, aber trotzdem
„Sehr wahrscheinlich werde ich tot sein, bevor Sie das hier zu Ende gelesen haben“
Die Geschichte ist packend: Man landet direkt in der Story und erfährt, dass Jessica Gold von einem ihr fremden Mann festgehalten und gequält wird.
Zwölf Tage soll sie in seiner Wohnung bleiben, schutzlos ihm ausgeliefert.
Die Geschichte war wirklich sehr spannend, ich konnte das Buch kaum beiseite legen. Ich empfand Jessica – anders als ihre Familie – kaum als „abnormal“ oder seltsam.
Den gesamten Plot und vor allem das Ende fand ich wirklich völlig unerwartet. Eigentlich empfand ich sie sogar als sehr stark und deutlich normaler als ihre Familie 😅
Den gesamten Plot und vor allem das Ende fand ich wirklich völlig unerwartet. Aber auf Jedenfall passend. Zu keiner Zeit habe ich damit gerechnet was wie passiert.
Die Seiten flogen bei mir nur so dahin, und ich konnte das Buch tatsächlich kaum aus der Hand legen. Ich habe es innerhalb von 24 Stunden zu Ende gelesen.
Eine klare Empfehlung für dieses Buch.
Spannender Psychothriller mit unerwarteter Wendung
Vom Opfer zur Mörderin
Jessica Gold wird kurz vor Weihnachten entführt. Der Fremde hält sie in seiner Wohnung gefangen und überreicht ihr jeden Tag ein Geschenk, welches mehr Informationen über seine eigene erschreckende Vergangenheit liefert.
Je weniger Geschenke es werden, desto näher ist Jessica ihrem eigenen Tod.
"Während du stirbst" von Tammy Cohen ist ein spannender Psychothriller, welcher in zwei Teile gegliedert ist. Anfangs die spannende Entführung und darauf folgt die zweite Hälfte, die einem als Leser zeigt, dass man die Charaktere vorher überhaupt nicht kannte.
Tammy Cohen gelingt es wunderbar, die eigentliche Handlung aus zwei unterschiedlichen Blickwinkeln zu beschreiben und den Leser an seinem eigenen Verstand zweifeln zu lassen.
Das Buch ist durchweg spannend, manchmal etwas oberflächlich geschrieben und das Ende war selbst mir zu offen.
Aber der Thriller bleibt dennoch positiv in Erinnerung und zeigt, wie viel manchmal hinter einem einzigen Verbrechen steckt, was man vorher niemals erwartet.
Ein toller Ausflug in die Abgründe der menschlichen Psyche und der Beweis dafür, wie weit manche Menschen gehen, um ihre eigenen egoistischen Ziele zu erreichen.
Das Buch ist in zwei Teilen aufgeteilt. Wenn es nach dem ersten Teil geendet hätte, hätte ich es definitiv mit 5 Sternen bewertet. Es war krank, verstörend und ekelhaft. Der zweite Teil hat mir dann garnicht mehr gefallen. Die „Auflösung“ des Falls war mir zu weit hergeholt und viel zu verwirrend. Sehr schade.
Ich fand den Roman einerseits geballt spannend, andererseits geballt langweilig.
Das, was den Roman meiner Meinung nach kaputt macht, ist die Perspektive von Kim. Erstens find ich den personalen Schreibstil im Gegensatz zur Ich-Perspektive von Jessica sehr schlecht, zweitens fand ich Kims Perspektive extrem langweilig, denn ihr Familienleben interessierte mich keine Spur. Aber was mir dann den ganzen Roman versaut hatte, war, dass Kim nur nach ihrem Gefühl geht. Sie glaubt dies und jenes nicht, sie hat dieses und jenes Gefühl, sie nimmt alles nur an, ohne es mit Fakten untermauern zu können. In kleinste Details, die für einen realistisch denken Mensch eigentlich kein Indiz darstellen, interpertiert sie alles mögliche rein. Sie stellt die Thesen nur nach ihrem Gefühl auf und deckt dadurch die Wahrheit auf – sehr unglaubwürdig. Denn komischerweise liegt sie mit ihrem Gefühl immer richtig, was dazu führt, dass sie weiß, wo sie suchen muss. Was ist das bitte für einer Ermittlerin, die nicht nach Fakten geht, sondern einzig nach ihrem Gefühl. Man könnte auch sagen, sie hat hellseherische Fähigkeiten. Ich würde sagen, da hat es sich die Autorin sehr, sehr leicht gemacht.
Jessicas Perspektive hingegen fand ich sehr gelungen, auch was den Schreibstil betrifft. Wäre der Roman einzig aus ihrer Perspektive geschrieben worden, wäre er vermutlich durchweg spannend gewesen. Denn dadurch, dass im zweiten Teil Kim zur Hauptprotagonistin wurde, die jetzt mit ihren Gefühlen, der Wahrheit auf die Spur kommt, "vegetierte" Jessica nur noch so dahin und gestattete uns ein paar Rückblenden, die aber keine Spannung sondern nur Aufklärung schafften.
Das Ende war enttäuschend. Von Kims plötzlichen Sinneswandel will ich gar nicht sprechen, der war vorhersehbar und einfach nur lächerlich.
relativ gute Story mit Höhen und Tiefen, durchdachte Verstrickungen
Dieses Buch war für mich eher ein Krimi als, wie gekennzeichnet, ein Psychothriller. Die verschiedenen Verstrickungen waren ganz gut durchdacht, allerdings gab es hier, wieder Erwarten, keinen wirklichen Nervenkitzel. Die Familiengeschichte der Kommissarin fand ich äußerst langatmig, sie selbst empfand ich als erfolgsgierige und nervige Persönlichkeit, demnach war dieser Nebenstrang für mich persönlich unnötig. Die Erzählsicht der Hauptprotagonistin fand ich dagegen relativ gelungen. Auch die Idee mit den Geschenken und die damit verbundene Vergangenheitsgeschichte des "Täters" fand ich gut. Die gesamte Story hatte immer wieder Höhen und Tiefen, doch mit keinem der Charaktere konnte ich auch nur ansatzweise mitfühlen. Das rätselhafte Ende ließ mich letztendlich doch etwas verwirrt zurück. An sich eine solide Geschichte, hinter der eine gute Idee steckt, der aber einfach das gewisse Etwas fehlt.
Ein perfekter erster Teil, in einem Stil, den ich so noch nicht gelesen habe.
Leider schwächelt der zweite Teil dann etwas und zerrt die Gesamtpunktzahl nach unten.
Starker Anfang, danach zog es sich etwas in die Lnge. Nach der Hlfte schien die Geschichte fast auserzhlt, es lohnt sich aber definitiv am Ball zu bleiben. Ich wrde 3.5 Sterne geben.