Eine intensive Charakterstudie, die den schmerzhaften Weg von Landon zu Lucas beleuchtet. Perfekt als ergänzendes Begleitbuch.
Dieser Teil ist weniger eine klassische Romanze als vielmehr eine Charakterstudie. Während der erste Band aus Jacquelines Sicht geschrieben war, erfahren wir hier nun Landons bzw. Lucas' Hintergrundgeschichte. Die Zeitsprünge zwischen Vergangenheit und Gegenwart sind durch Überschriften gut gelöst. Man versteht nun endlich seine Abwärtsspirale aus Drogen und Schuldgefühlen nach dem brutalen Verlust seiner Mutter. Was mich jedoch massiv gestört hat, waren die endlosen Beschreibungen von Jacquelines Aussehen. Es kann sein, dass er Künstler ist, aber irgendwann war es einfach zu viel des Guten. Zudem werden viele Szenen aus dem ersten Band wiederholt, nur eben aus seiner Sicht, was sich phasenweise langatmig anfühlte. Dennoch ist Lucas als Charakter sehr gelungen: Er ist kein aalglatter Held, sondern hat Ecken, Kanten und einen „kleinen Dachschaden“, was ihn unwiderstehlich macht. Als Ergänzung zu Teil 1 gelungen, aber als eigenständige Geschichte etwas schwach. Man sollte "Einfach.Liebe." unbedingt vorher gelesen haben. Wissenswertes In diesem Band (Breakable) nutzt Webber die männliche Perspektive, um die psychologischen Folgen von Traumata bei jungen Männern zu untersuchen. Es ist ein typisches Beispiel für ein "Companion Novel", das die Ereignisse des ersten Bandes spiegelt, um die Motivationen des männlichen Protagonisten zu vertiefen.




