14. Mai
Rating:3

Eine tolle Idee - jedoch mit etwas „lahmer“ Umsetzung. Die Idee der Geschichte war in meinen Augen grandios. Allerdings hatten die moralischen Fragen und Gedanken, die sich hierzu aufgetan haben, nicht viel Raum gehabt, immer mehr Spielfelder eröffnet wurden. Dies war sehr schade, da das Buch für mich nur so dahin gedröppelt ist, immer neue Themen hervor gebracht hat und keinen wirklichen Spannungsbogen mit sich brachte. Zum nachdenken hat es dennoch angeregt und der Schreibstil war angenehm zu lesen.

Game Changer – Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machen
Game Changer – Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machenby Neal ShustermanFischer Sauerländer
14. Dez.
Rating:5

Was machst du wenn du der Mittelpunkt des Universums wärst? Diese Frage muss sich Ash jetzt stellen, da er für eine kurze Zeit, genau das ist, mit allen Konsequenzen, positiv wie negativ. Wie weit reichen dann schon kleinste Entscheidung und Kurswechsel über dein Leben und das der ganz ganzen Welt.

Oh man, was für ein tolles Buch. Nicht nur der Schreibstil und die Idee dahinter einfach großartig, sondern die Umsetzung. Keine Minute langweilig oder zu viel. Es werden viele Trigger von angesprochen, aber nie angenehm für nicht betroffene, sondern eher zum überdecken der eigenen Perspektive und Handlungen. Haltet Taschentücher bereit.

Game Changer – Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machen
Game Changer – Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machenby Neal ShustermanFischer Sauerländer
6. Dez.
Rating:3

Starke Idee, aber zu viele Themen auf einmal. Unterhaltsam geschrieben, dennoch nicht so packend wie erwartet.

Inhalt: In Game Changer begleitet man den Highschool Footballspieler Ash, der nach einem heftigen Zusammenprall merkt, dass seine Welt nicht mehr dieselbe ist. Zunächst scheinen es winzige, fast unbedeutende Veränderungen zu sein, kleine Details, die aus dem gewohnten Leben herausfallen. Doch nach und nach wird klar, dass Ash in alternativen Realitäten landet, in denen einzelne gesellschaftliche Regeln verschoben sind. Mit jedem Sprung gerät er tiefer in Fragen rund um Privilegien, Diskriminierung und soziale Ungleichheit. Was für ihn zunächst wie ein irritierendes Phänomen wirkt, entwickelt sich zu einer Konfrontation mit Themen, die er sonst nie hinterfragt hätte. Ash muss lernen, dass jede Veränderung im System Auswirkungen hat und dass Verantwortung manchmal schwerer wiegt, als man denkt. Meine Meinung: Bisher konnten mich Neal Shustermans Werke immer begeistern, vor allem wegen seiner Fähigkeit, hoch aktuelle Themen in spannende, tiefgehende Geschichten einzubetten. Die Idee, über alternative Realitäten gesellschaftliche Missstände sichtbar zu machen, ist stark. Und der Einstieg ist tatsächlich fesselnd: Diese subtil beginnenden Veränderungen und das Gefühl, dass sich die Welt unmerklich verändert. Doch je weiter die Geschichte voranschreitet, desto deutlicher wird, dass das Buch sehr viel auf einmal möchte. Rassismus, Homophobie, soziale Ungerechtigkeit, Privilegien, Machtstrukturen – jedes Thema ist relevant, keine Frage. Aber in Game Changer bleiben viele dieser Aspekte eher angerissen als ausformuliert. Statt der sonst so scharfen, tiefgehenden Analyse bekommt man eher fragmentarische Einblicke. Für mich fühlte sich das an, als würden unzählige Fäden gleichzeitig in die Hand genommen, ohne dass einer davon wirklich straff gezogen wird. Dadurch wirkt die Geschichte stellenweise überladen, und manche Realitäten bleiben eher Beobachtung als Erfahrung. Ash als Protagonist ist bewusst so gewählt: ein Junge, der bisher in einer sehr privilegierten Welt gelebt hat und plötzlich mit Ungleichheiten konfrontiert wird, die für andere alltägliche Realität sind. Das funktioniert grundsätzlich gut, allerdings schafft es Shusterman diesmal nicht komplett, die emotionale Tiefe herzustellen, die seine Geschichten sonst so eindringlich macht. Trotzdem gibt es viel, was mir gefallen hat: Shustermans Schreibstil ist wie gewohnt stark, flüssig, bildhaft und zugänglich. Einzelne Szenen regen zum Nachdenken an, manche Zitate treffen mitten ins Schwarze. Fazit: Game Changer ist ein vielschichtiges, mutiges Buch, das einen Blick auf Themen wirft, die uns alle betreffen. Die Idee hat enormes Potenzial und die Grundstimmung ist eindringlich. Doch durch die Vielzahl an angeschnittenen Themen verliert das Buch für mich etwas an Tiefe und Fokus. Trotzdem bleibt es ein gut geschriebenes, relevantes Jugendbuch, das wichtige Denkanstöße liefert, nur eben nicht so kraftvoll und präzise wie Shustermans andere Werke. Von mir gibt es deshalb 3 Sterne.

Game Changer – Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machen
Game Changer – Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machenby Neal ShustermanFischer Sauerländer
28. Okt.
Rating:4.5

🌏"Du kannst nicht in jeder Welt der Gute sein. Aber du kannst versuchen, besser zu werden – in jeder einzelnen."🌍

„Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machen“ – dieser Satz hat mich nach dem Lesen noch lange beschäftigt. Ich wusste ehrlich gesagt nicht genau, worauf ich mich bei diesem Buch einlasse. Dachte erst: cool, Parallelwelten, bisschen Sci-Fi. Aber dann hat es mich richtig überrascht – im besten Sinne. Ash, der Protagonist, wird durch einen Unfall in alternative Versionen unserer Welt geschleudert. Anfangs sind es nur kleine Veränderungen, aber schnell merkt man: Hier geht’s um mehr. Rassismus, Homophobie, Privilegien – das alles trifft einen mit voller Wucht. Und plötzlich merkt man, wie viel man selbst übersieht oder für „normal“ hält. Mich hat das Buch echt mitgenommen. Nicht, weil es perfekt ist – manchmal war es etwas holprig erzählt – aber weil es ehrlich war. Weil es mir gezeigt hat, wie oft wir in unserer eigenen Komfortzone leben, ohne zu merken, wie sehr sich die Realität für andere Menschen unterscheidet.

Game Changer – Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machen
Game Changer – Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machenby Neal ShustermanFischer Sauerländer
13. Apr.
Rating:3.5

Hätte mehr Tiefe vertragen können.

Was wäre, wenn sich die Realität verändern würde – nicht auf spektakuläre Weise wie in einem Science-Fiction-Blockbuster, sondern subtil, fast unbemerkt? Was, wenn du es plötzlich mit einer anderen Welt zu tun hättest, in der kleine Ungerechtigkeiten zu großen gesellschaftlichen Problemen anwachsen? In seinem provokanten Jugendroman „Game Changer“ lädt uns der US-amerikanische Autor Neal Shusterman zu genau dieser Reise ein – in eine Welt, die unserer ähnlich ist, aber in entscheidenden Details erschreckend anders. Der Protagonist Ash, ein typisch amerikanischer Highschool-Footballspieler, lebt ein eher gewöhnliches Leben – bis er bei einem Spiel einen besonders harten Tackle erlebt. Nach dem Zusammenprall merkt er, dass sich etwas verändert hat. Es beginnt mit Kleinigkeiten: Die Farbe der Stoppschilder ist plötzlich blau statt rot. Doch schnell wird klar – Ash ist in einer alternativen Realität gelandet. Mit jeder weiteren Kollision auf dem Spielfeld rutscht er in eine neue Version seiner Welt. Manche Änderungen sind harmlos, andere jedoch offenbaren tiefgreifende gesellschaftliche Ungleichheiten: In einer Realität ist Rassismus offen institutionalisiert, in einer anderen ist Homosexualität illegal. Ash wird so gezwungen, sich mit Themen auseinanderzusetzen, die er bislang ignorieren konnte. „Game Changer“ ist weit mehr als ein Science-Fiction-Roman – es ist ein intensives Gedankenexperiment über Privilegien, Ungleichheit und soziale Verantwortung. Neal Shusterman greift dabei zentrale gesellschaftliche Themen auf, darunter Rassismus, Homophobie, Gendergerechtigkeit, soziale Ungleichheit und Machtstrukturen. Er lässt den Leser all das aus der Perspektive eines weißen, privilegierten Jugendlichen erleben, der Schritt für Schritt begreift, wie tief verwurzelt und ungerecht eine Welt sein kann, die er bislang nie hinterfragt hat. Besonders spannend: Ash’ moralisches Dilemma. Sollte er versuchen, die Realitäten wieder „geradezurücken“ – auch wenn das bedeutet, dass andere Menschen ihr neues, besseres Leben verlieren? Es ist eine Auseinandersetzung mit Schuld, Verantwortung und der Frage, wie viel ein Einzelner verändern kann – oder sollte. Shusterman gelingt es, die Geschichte trotz der ernsten Themen packend und zugänglich zu erzählen. Der Stil ist flüssig, jugendgerecht, aber nicht banal. Die alternativen Realitäten wirken nie konstruiert, sondern immer als Spiegel unserer tatsächlichen Gesellschaft. Dabei bedient sich Shusterman eines intelligenten Mittels: Jede Verschiebung in Ash’ Welt ist nicht nur ein Handlungselement, sondern eine Metapher für gesellschaftliche Blindflecken. So beeindruckend und ambitioniert das Konzept von „Game Changer“ ist, bleibt der Roman nicht ohne Schwächen. Der Umgang mit den komplexen gesellschaftlichen Themen wirkt stellenweise zu didaktisch und oberflächlich. Die verschiedenen Formen von Diskriminierung – ob Rassismus, Homophobie oder soziale Ungleichheit – werden zwar sichtbar gemacht, doch oft nur in vereinfachter Form angerissen, ohne dass ihre tieferliegenden Strukturen umfassend beleuchtet werden. Ein zentrales Spannungsfeld entsteht durch die Wahl des Protagonisten: Ash, ein weißer, heterosexueller Junge, bewegt sich als Beobachter durch alternative Realitäten, in denen er kurzzeitig mit Ungerechtigkeiten konfrontiert wird. Seine Erfahrungen bleiben jedoch temporär und distanziert – er durchlebt sie nicht als jemand, der dauerhaft betroffen ist, sondern als jemand, der immer wieder in seine privilegierte Ausgangsposition zurückkehrt. Dadurch entsteht eine gewisse emotionale Distanz, und die Perspektiven derjenigen, die tatsächlich von Diskriminierung betroffen sind, rücken in den Hintergrund. Gerade das kann jedoch auch als erzählerisches Stilmittel verstanden werden: „Game Changer“ spricht ein Publikum an, das selbst Teil privilegierter Strukturen ist, und fordert es auf, über den eigenen gesellschaftlichen Standort nachzudenken. Der Roman bietet einen niederschwelligen Zugang zu wichtigen Fragen nach Gerechtigkeit, Verantwortung und Empathie – nicht als abschließende Analyse, sondern als Einladung zum Hinsehen, Hinterfragen und Weiterdenken. „Game Changer“ ist ein mutiger, kluger und relevanter Roman, der seinen Lesern eine unbequeme, aber notwendige Frage stellt: Was würdest du tun, wenn du die Macht hättest, Dinge zu verändern – aber auf Kosten anderer Menschen?

Game Changer – Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machen
Game Changer – Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machenby Neal ShustermanFischer Sauerländer
9. März
Rating:3

In der Story von Game Changer hat der Protagonist Ash eine Menge Kopfschmerzen... Und genau das beschreibt meine Gefühlslage bei diesem Buch. Es wird deutlich, dass es um uns herum so viel mehr gibt als wir begreifen können. So vieles könnte schlimmer sein, denn eine perfekte Welt ohne Unmenschlichkeit ist auch eine Welt ohne Menschlichkeit. Dies ist ein Zitat, das mir dabei im Kopf geblieben ist. Der Protagonist Ash landet durch einen Sportunfall plötzlich in einer anderen Welt, die zunächst nur kleine Unterschiede zu dem zeigt, was er bis dahin kannte. Doch als sich diese Unfälle häufen, findet er sich in kompletten Paralleluniversen wieder. Diese sind geprägt von Rassismus, Homophobie und dadurch Ausgrenzung. Nun versucht er alles, um dies wieder ins Lot zu bringen. Hilfe erhält er dabei von den Edwards, die ihn als Mittelpunkt des Universums beschreiben. Wer bis hierher noch nicht verwirrt ist, hat gute Chancen, das Buch zu mögen. Mir persönlich ist es zu wirr und teilweise einfach nicht spannend genug. Der Plot ist super vielversprechend und diesem gebühren auch 3 Sterne. Aber ansonsten fehlte mir einfach die Spannung der gesamten Story.

Game Changer – Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machen
Game Changer – Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machenby Neal ShustermanFischer Sauerländer
31. Dez.
Rating:5

Es gibt Bücher, die packen einen direkt. Fast schon ohne Vorwarnung. „Game Changer“ von Neal Shusterman ist so ein Buch. Ash ist ein Weißer heterose*ueller cis-Junge aus der Mittelschicht. Damit fängt der Klappentext an und eigentlich ist das nichts Besonderes. Doch plötzlich wird Ash zum Mittelpunkt des Universums und durch einen komischen Zufall gelangt Ash in eine andere Welt, im Grunde gleichzusetzen mit einer Parallelrealität. Und dann in eine weitere und noch eine. Bis er in einer Welt der Rassentrennung landet. Neal Shusterman hat dieses doch wirklich sehr brisante Thema super aufgegriffen – ohne gänzlich mit der Bratpfanne oder dem Vorschlaghammer draufzuhauen. Sondern er hat gezeigt, was es noch immer bedeutet – ja, man mag kaum glauben, aber (unbewusst) existiert sie leider noch immer viel zu oft in unserer Gesellschaft. Es ist ein so unfassbar tolles Buch, dass ich teilweise nicht mehr weiter lesen konnte, weil ich erst einmal über alles nachdenken musste. Game Changer könnte auch das eigene Leben oder das Denken verändern. Ash ist ein toller junger Mann, der sich auch mit seiner Se*uallität beschäftigen muss … denn in einer Realität steht er auf Männer. ** Sprachlich gesehen sehr toll! Unglaublich gute*r Übersetzer*in am Werke. @sfischerverlage Dieses Buch habe ich über @lovelybooks.de bekommen und bin so unglaublich happy darüber. Lange musste ich darüber nachdenken und ich bin mir sicher, wenn ich es erneut lese, werden mir weitere Dinge auffallen. Ash zeigt so viel von seinem Inneren, erzählt, was er denkt und fühlt und ich hoffe, dass er all diese Welten niemals vergessen wird. Das er die Gefühle verinnerlicht und auch weiterhin mit sich nimmt. Zu wissen, dass der beste Freund plötzlich nicht mehr in dieselbe Schule gehen darf, aufgrund seiner Hautfarbe, zum Beispiel. Dieses Werk ist eines jeder Bücher, die ins Herz treffen. Ash macht viele Fehler, keine Frage. Aber im Grunde ist er doch ein toller Junge und für seine Freunde stets da. Neal Shusterman geht in seinem Buch ehrlich und ausführlich mit all diesen Themen um. Themen wie Rassentrennung, Rassismus, Coming Out oder der Frage nach der se*uellen Orientierung. Wie es als Frau ist oder was eine toxische Beziehung sein kann. Es ist ein Buch zum Nachdenken und Innehalten. Eins, was man festhalten möchte und nicht mehr loslassen will. Ein Buch, was noch in vielen Jahren große Bedeutung haben wird. Vielleicht auch als Schullektüre …

Game Changer – Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machen
Game Changer – Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machenby Neal ShustermanFischer Sauerländer
22. Dez.
Rating:3.5

Game changer stellt eine ganze Welt in Frage

Neal Shusterman ist mit seinen Jugendbüchern bekannt dafür, mit einfachen Erklärungen komplexe Themen zu behandeln, die den Leser zum nachdenken anzuregen. Die strategische Einführung in dieses Buch fiel mir dieses mal etwas schwerer. Etwas verwirrend zu Anfang und auch ein wenig zu komplex. Wenn sich die Figuren und Situationen jedoch geordnet haben, ist es völlig einnehmend. Shusterman hat es es wieder einmal geschafft mit seinen Science Fiction implementierter Handlung, kritische Themen wie anfangs die Rassentrennung den Leser zu Grundsatzüberlegungen anzuregen. Als Science Fiction Thriller würde ich es allerdings nicht bezeichnen, da für mich die thrillertypischen Aspekte komplett gefehlt haben. Ashley ist eine wundervolle Figur, die wir in all seinen Empfindungen, Begegnungen und Entscheidungen begleiten dürfen. Diese innige Perspektive macht es für mich um so ansprechender. Was mich jedoch in diesem Buch etwas störte, waren die häufig verwendeten Füllthemen mit Szenen, die nur unnötig waren und den eigentlichen Themen keinen Mehrwert brachten. Wer aber grundsätzlich Bücher von Shusterman mag sollte dieses versuchen.

Game Changer – Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machen
Game Changer – Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machenby Neal ShustermanFischer Sauerländer
14. Okt.
Welt in meinen Händen
Rating:3.5

Welt in meinen Händen

Was, wenn wir plötzlich die Macht hätten, alles zu verändern – und doch jedes Mal was falsch machen? "Game Changer" hat mich mitgerissen, aber auch erschöpft. Ash, ein ganz normaler Typ, plötzlich mit der Macht, Realitäten zu verschieben, landet mitten in einer Welt voller Konsequenzen. Ein Footballspiel, ein Schlag, und alles ändert sich - er bringt die Rassentrennung zurück! Klingt spannend, oder? Es war definitiv spannend - bis es ein wenig zu viel wurde. Ash als Protagonist hat mir wirklich gefallen, gerade weil er so normal ist. Er stolpert von einer Dimension in die nächste, jede mit ihren eigenen Regeln. Mal ist er der Held, dann plötzlich der Böse. Seine Entwicklung im Verlauf der Geschichte - er stolpert, reflektiert und lernt. Es ist seine Reise, seine Entwicklung, die mir am meisten in Erinnerung geblieben ist. Die Themen, die hier behandelt werden – Rassismus, Homophobie, weiße Privilegien - sind alles andere als leichte Kost. Und ich finde es bewundernswert, wie Shusterman es schafft, diese Themen so in eine Story zu verpacken. Aber manchmal war es einfach zu viel - zu viele Ideen, zu viele Welten, zu viele Gedanken. Am Ende war ich fast schon erschöpft. Trotzdem - es hat mich berührt. Die parallelen Welten sind nicht nur Spielereien, sondern Spiegel unserer eigenen. Es regt wirklich dazu an, mal über die eigenen Entscheidungen und Werte nachzudenken. Und auch wenn ich am Ende das Gefühl hatte, dass die Geschichte etwas konstruiert war, bleibt die Botschaft klar: Jeder hat die Macht, Dinge zu verändern, aber die Verantwortung, das Richtige zu tun - ist der wahre Game Changer. Es ist zwar vielleicht nicht ganz das, was ich mir nach "Scythe" erhofft hatte, aber ja - das Leben ist auch nicht perfekt, oder?

Game Changer – Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machen
Game Changer – Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machenby Neal ShustermanFischer Sauerländer
29. Sept.
Super gute Idee, Umsetzung leider nicht ganz überzeugend
Rating:3.5

Super gute Idee, Umsetzung leider nicht ganz überzeugend

"Game Changer" von Neal Shusterman war mein erstes Buch des Autors, und ich hatte hohe Erwartungen. Ich habe schon einige seiner Bücher auf meinem SUB, von denen ich hoffe, dass sie mich mehr begeistern werden, denn von "Game Changer" bin ich ehrlich gesagt nicht komplett überzeugt. Die Grundidee der Geschichte hat mich sofort angesprochen – sie war wirklich genial und hatte so viel Potenzial. Doch bei der Umsetzung hakte es für mich an einigen Stellen. Was mir allerdings gefallen hat, war die Vielfalt an wichtigen Themen, die Neal Shusterman in das Buch eingebracht hat: Rassismus, Homosexualität, Drogenkonsum, gesellschaftliche Strukturen, Gewalt in Partnerschaften – all das findet seinen Platz in der Geschichte. Leider wurden diese Themen für meinen Geschmack zu oberflächlich behandelt, da hätte ich mir einfach mehr Tiefe gewünscht. Auch die Spannung blieb für mich über weite Strecken auf der Strecke. Es fehlte dieser gewisse Sog, der mich sonst beim Lesen packt und nicht loslässt. Das Ende hat dann aber wieder einiges rausgerissen, es hat mir wirklich gut gefallen und hat der Geschichte noch einmal einen gelungenen Abschluss gegeben. Alles in allem würde ich sagen, dass "Game Changer" kein schlechtes Buch ist, aber es hat nicht ganz das erfüllt, was ich mir erhofft hatte. Vielleicht lag es einfach daran, dass meine Erwartungen nach all dem Hype zu hoch waren. Ich bin trotzdem gespannt auf die anderen Bücher von Shusterman, die auf mich warten, und hoffe, dass sie mich noch mehr begeistern können.

Game Changer – Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machen
Game Changer – Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machenby Neal ShustermanFischer Sauerländer
12. Sept.
Rating:3

Eigentlich ist Ashley Bowman ein gewöhnlicher Schüler mit Interesse an American Football. Als er jedoch bei einem Spiel hart getacklet wird, erfährt er, dass er der Mittelpunkt des Universums ist und zwischen verschiedenen Universen reisen kann – was ihn mit verschiedenen Erfahrungen konfrontiert. „Game Changer“ ist meiner Meinung nach ein ganz schwer zu bewertendes Buch. Denn es baut, kurz gesagt, sehr viel Potential auf, um dieses dann leider zu verschwenden. Sehr gefallen hat mir der Schreibstil. Neal Shusterman schreibt klare, verständliche Sätze in einer flapsigen, jugendlichen Sprache ohne auf Biegen und Brechen cool wirken zu wollen. Und auch wenn ich mit Ich-Erzählern manchmal so meine Probleme habe, hier hat es fast schon selbstverständlich gewirkt. Die Einordnung als Jugendbuch geht hier also vollkommen in Ordnung. Was das Buch aber ausmacht, ist das Befassen mit vielen verschiedenen Problempunkten in der Welt. So werden hier Rassismus, Homosexualität bzw. Homophobie und Sexismus aufgegriffen. „Game Changer“ vermittelt dabei auch Werte und macht in Romanform auf diese Punkte aufmerksam. Gute Schullektüre also? Jein. Denn jetzt kommt mein größtes Problem, dass ich mit dem Roman hatte: Der Umgang mit diesen Themen. Sie sind einfach nur da, werden grob angerissen und das war’s dann. Sofort geht es dann weiter zur nächsten Version der Realität und damit zum nächsten Problemherd. Die ganzen brisanten Themen haben so keine Möglichkeit, sich zu entfalten, bis auf einen Punkt habe ich nichts erfahren, was ich nicht schon wusste. Es wirkt so, als wollte man alles oder zumindest vieles mitnehmen, worüber aktuell so diskutiert wird, ohne wirklich darüber zu diskutieren. Und das führt dann mehr oder weniger zu einem „Ja, das gibt es. Weiter zum nächsten Punkt.“. Das Ende lässt mich auch unzufrieden zurück. Ash erlebt all das – und geht mehr oder weniger freiwillig wieder in die eigentliche Welt zurück. Auch hierdurch wird in meinen Augen keine wirkliche Auseinandersetzung mit den ganzen angesprochenen Themen geschaffen, im Gegenteil, es wirkt auf mich fast wie eine Distanz davon. „Game Changer“ ist so ein Buch, das will man eigentlich mögen. Es spricht in der jetzigen Zeit so viele wichtige Themen an, dass man sagen muss, dass es gut tut, so einen Roman zu haben. Und gleichzeitig wird mehr als Ansprechen auch nicht getan. Das erscheint mir viel zu wenig. Dennoch ein sozusagen „guter guter Durchschnitt“.

Game Changer – Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machen
Game Changer – Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machenby Neal ShustermanFischer Sauerländer
10. Aug.
Rating:3.5

Wieder ein Jugendbuch aus der Feder von Neal Shusterman, das ich gerne gelesen habe. Es gibt vieles, das wie in unserer Welt verbessern sollten und es gäbe viele Schräubchen, an denen wir drehen müssten. Aber man darf die Dinge, die bereits gut laufen, nicht vergessen und darf sich ruhig über alles, was viel schlimmer laufen könnte, freuen. Wichtig ist nur, dass wir das alles wahrnehmen und entscheiden, ob und wie wir agieren. So in etwa würde ich die Message des Buches zusammenfassen.

Game Changer – Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machen
Game Changer – Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machenby Neal ShustermanFischer Sauerländer
22. Mai
Rating:3

In „Game Changer“ erzählt Neal Shusterman die Geschichte von Ash, einen weißen, heterosexuellen Jungen aus der Mittelschicht. Er ist eher durchschnittlich und stand bissher nie im Mittelpunkt. Doch als er während eines Footballspieles härter getroffen wird, findet er sich plötzlich in einer anderen Dimension wieder. Die Veränderungen sind erst klein, doch dann führt Ash aus Versehen die Rassentrennung wieder ein. Er setzt alles daran, die Dinge wieder herzustellen und in seine Welt zurückzukehren. Aber es gibt auch viele Möglichkeiten Dinge falsch zu machen.Auf das Erscheinen von „Game Changer“ hatte ich mich sehr gefreut, weil mir der Schreibstil und der Umgang mit gesellschaftlich relevanten Themen von Neal Shusterman gefällt. Aber irgendwie konnte ich mit dem Buch nicht warm werden und habe auch ziemlich lange zum Lesen gebraucht. Shusterman greift auch in „Game Changer“ Themen wie Rassismus, Klassenzugehörigkeit, Sexualität, Geschlecht, toxische Partnerschaften, Drogenmissbrauch auf, aber diese werden schnell abgehandelt bzw. verschwinden sobald Ash in eine neue Welt springt. Dabei ist das Konzept von parallelen Universen und dass man zwischen diesen hin und her springt, äußerst interessant. Ich habe schön früher gerne Science Fiction Geschichten gelesen, die sich damit befassen. Andererseits ist es schon etwas beklemmend, dass Ash sich immer verletzen muss, um in ein neues Universum zu springen.Ash ist nicht nur die Hauptfigur in „Game Changer“, sondern auch der Erzähler. Es wirkt oft so, als er ob er den Leser direkt anspricht. Durch entsteht leider auch der Eindruck, dass viele soziale Themen erst interessieren, wenn er selber betroffen ist.

Game Changer – Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machen
Game Changer – Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machenby Neal ShustermanFischer Sauerländer
8. Mai
Ein wirklich spannender Jugendroman!
Rating:5

Ein wirklich spannender Jugendroman!

Ash, ein weißer Junge aus der Mittelschicht, wird durch einen Zufall zum Mittelpunkt im Universum und führt versehentlich die Rassentrennung wieder ein. Natürlich möchte er das wieder ändern, aber... Generell werden sehr viele Themen behandelt wie Rassismus, Sexismus oder auch Sexuelle Orientierung. Mich hat das Buch wirklich zum Nachdenken gebracht und dabei war es locker, leicht geschrieben. Für mich ein absolut gelungenes Werk.

Game Changer – Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machen
Game Changer – Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machenby Neal ShustermanFischer Sauerländer
3. Mai
Rating:4

Wieder einmal ein Shusterman, irgendwie gehen seine Bücher immer. :D Dieses mal spielt er mit verschiedenen Realitäten, in die Sah immer wieder weiter springt, wenn er sich stark den Kopf anschlägt (er ist Football Spieler). Dabei ist eigentlich er der einzige, der sich an die alternativen Realitäten erinnern kann. Und zu Beginn wirkt es so, als würde es sich zum Besseren für ihn ändern mit größeren Haus, einem BMW statt seiner Schrottkarre. Aber es ist nicht alles Gold was glänzt. Als er das ändern will, macht er beim nächsten Sprung für alle alles schlimmer. Hier kommt plötzlich die Rassentrennung zurück, eine Freundin stirbt, die in seinem Leben eine Erkrankung eigentlich überlebt hat. In weiteren Realitäten durchlebt er noch so einiges und obwohl das alles spannend klingt, hat hier Shusterman sehr viele Fragen herausgepickt, die gesellschaftskritische unsere Welt beleuchtet. Wie sie ist, wie sie sein sollte oder wie sie noch schlimmer sein könnte. Es gibt viele Zitate, die zum Nachdenken anregen, aber dabei nicht schulmeisterisch daherkommen, sondern in einer saloppen Jugensprache vermittelt und direkt und leicht verständlich beim Leser ankommen. Mit hat das Buch sehr gut gefallen, leider fand ich das Ende dann etwas zu schnell. Es war weniger erklärt, als ich mir erhofft hatte. Und ich hätte mir vielleicht ein größeres Happy End für Aah gewünscht. Am meisten schade finde ich das mit Paul. Hab die Zeit mit ihm toll gefunden. Dennoch gut, wenn auch nicht der letzte Funke übergesprungen ist.

Game Changer – Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machen
Game Changer – Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machenby Neal ShustermanFischer Sauerländer
23. Feb.
Rating:4

Ein echter Shusterman. Mir hat er sehr gut gefallen und er passt super im unsere unsichere und kaputte Welt. Ich ziehe einen Stern ab, weil ich gerne gehabt hätte, dass die Geschichte zu etwas führt. Ich kann es schlecht beschreiben, mir hat am Ende etwas gefehlt und ich war ein klein bisschen enttäuscht, ohne genau benennen zu können, was es ist. Trotzdem ein sehr gutes Buch.

Game Changer – Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machen
Game Changer – Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machenby Neal ShustermanFischer Sauerländer
31. Dez.
Rating:5

Magische Eierschalen Nach einigen Thrillern und New Adult Büchern wurde es wirklich mal wieder Zeit für einen Jugendroman. Allein schon das Cover von Game Changer ist ein absoluter Eye-Catcher und der Klappentext macht wirklich neugierig auf die Story. Doch um was geht es denn hier eigentlich genau? Der Leser lernt Ash kennen, ein weißer, heterosexueller Teenager, dessen bester Freund ein schwarzer Junge ist. Generell keine besondere Situation, obwohl unterschwellig Rassismus leider noch lange nicht aus dieser Welt verbannt wurde. Da geschieht beim Sport plötzlich das schier Unglaubliche: Er wird in eine andere Realität katapultiert und schlimmer noch: Plötzlich ist er der Mittelpunkt des Universums. Und in dieser neuen Wirklichkeit führt Ash aus Versehen die Rassentrennung wieder ein. Geschockt versucht er alles, um wieder den Ursprung herzustellen, doch es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machen... Mein Eindruck vom Buch: Schon bei den ersten Zeilen musste ich einfach lächeln! Der Leser hat die Ehre, Ash in einer Ich-Erzählung zu begleiten und seine direkte, offene Art ist einfach entwaffnend! Und nicht nur das, Ash spricht mit dem Leser und allein das erfrischt alles ungemein! Wer aber jetzt denkt, das Buch ist flapsig und lockerleicht, der irrt. Ja, die Story ist sehr skurril und abgedreht, dennoch wird schon im ersten Kapitel klar, dass die Geschichte eine besondere Tiefgründigkeit besitzt und zum Nachdenken anregt. So ein bisschen erinnert dieses Werk an Butterfly Effect und es hat mich schon immer fasziniert, welche Auswirkungen eine einzig winzig kleine Entscheidung haben kann und wieviele Leben ganz anders verlaufen wären, hätte man anders gehandelt. Und genau dies wird in diesem Roman extrem gut veranschaulicht. Mit Ash hat Neal Shusterman einen ganz besonderen Charakter erschaffen und gleichzeitig könnte Ash einfach „nur“ der Junge von nebenan sein. Ich war immer wieder überrascht, welche Wendungen plötzlich geschahen und wurde von der ganzen Thematik so gepackt, dass ich das Buch kaum noch aus der Hand legen konnte. Herzerfrischend ist aber nicht nur Ash, nein, da gibt es auch die Edwards und auch der Freundeskreis von Ash ist mega interessant in sämtliche Geschehnisse eingeflochten. Fazit: Mit Game Changer hat Neal Shusterman eine Geschichte erschaffen, die meiner Meinung nach wertvoll für alle Altersgruppen ist. Sie lässt einen lachen, aber auch hinterfragen und das auf eine Art, die schlichtweg faszinierend ist. Dieses Werk vereint alles, was ein Bestseller braucht: Witz, Charme, interessante Charaktere, Leichtigkeit, Spannung, Tiefe und so manche Weisheiten. Ich kann Ash und seine Welt jedem einfach nur ans Herz legen und hoffe sehr, viele werden ihn ein Stück auf seinem unglaublichen Weg begleiten.

Game Changer – Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machen
Game Changer – Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machenby Neal ShustermanFischer Sauerländer
31. Dez.
Rating:5

Magische Eierschalen Nach einigen Thrillern und New Adult Büchern wurde es wirklich mal wieder Zeit für einen Jugendroman. Allein schon das Cover von Game Changer ist ein absoluter Eye-Catcher und der Klappentext macht wirklich neugierig auf die Story. Doch um was geht es denn hier eigentlich genau? Der Leser lernt Ash kennen, ein weißer, heterosexueller Teenager, dessen bester Freund ein schwarzer Junge ist. Generell keine besondere Situation, obwohl unterschwellig Rassismus leider noch lange nicht aus dieser Welt verbannt wurde. Da geschieht beim Sport plötzlich das schier Unglaubliche: Er wird in eine andere Realität katapultiert und schlimmer noch: Plötzlich ist er der Mittelpunkt des Universums. Und in dieser neuen Wirklichkeit führt Ash aus Versehen die Rassentrennung wieder ein. Geschockt versucht er alles, um wieder den Ursprung herzustellen, doch es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machen... Mein Eindruck vom Buch: Schon bei den ersten Zeilen musste ich einfach lächeln! Der Leser hat die Ehre, Ash in einer Ich-Erzählung zu begleiten und seine direkte, offene Art ist einfach entwaffnend! Und nicht nur das, Ash spricht mit dem Leser und allein das erfrischt alles ungemein! Wer aber jetzt denkt, das Buch ist flapsig und lockerleicht, der irrt. Ja, die Story ist sehr skurril und abgedreht, dennoch wird schon im ersten Kapitel klar, dass die Geschichte eine besondere Tiefgründigkeit besitzt und zum Nachdenken anregt. So ein bisschen erinnert dieses Werk an Butterfly Effect und es hat mich schon immer fasziniert, welche Auswirkungen eine einzig winzig kleine Entscheidung haben kann und wieviele Leben ganz anders verlaufen wären, hätte man anders gehandelt. Und genau dies wird in diesem Roman extrem gut veranschaulicht. Mit Ash hat Neal Shusterman einen ganz besonderen Charakter erschaffen und gleichzeitig könnte Ash einfach „nur“ der Junge von nebenan sein. Ich war immer wieder überrascht, welche Wendungen plötzlich geschahen und wurde von der ganzen Thematik so gepackt, dass ich das Buch kaum noch aus der Hand legen konnte. Herzerfrischend ist aber nicht nur Ash, nein, da gibt es auch die Edwards und auch der Freundeskreis von Ash ist mega interessant in sämtliche Geschehnisse eingeflochten. Fazit: Mit Game Changer hat Neal Shusterman eine Geschichte erschaffen, die meiner Meinung nach wertvoll für alle Altersgruppen ist. Sie lässt einen lachen, aber auch hinterfragen und das auf eine Art, die schlichtweg faszinierend ist. Dieses Werk vereint alles, was ein Bestseller braucht: Witz, Charme, interessante Charaktere, Leichtigkeit, Spannung, Tiefe und so manche Weisheiten. Ich kann Ash und seine Welt jedem einfach nur ans Herz legen und hoffe sehr, viele werden ihn ein Stück auf seinem unglaublichen Weg begleiten.

Game Changer – Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machen
Game Changer – Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machenby Neal ShustermanFischer Sauerländer
27. Dez.
Rating:4

Ich bin ein großer Fan von Neal Shustermans Büchern. "Scythe" hat mich total gefesselt und die "Vollendet"-Reihe erst recht. Deswegen war für mich auch klar, dass ich auch sein neues Buch "Game Changer" lesen will. In welcher Welt würdet ihr Leben wollen, wenn ihr zwischen allen möglichen Paralleluniversen wählen könntet? Ich hätte da schon so ein paar Wünsche, die ich mir gerne erfüllen würde... Blöd nur, dass das in diesem Buch nicht so funktioniert. Ash landet nämlich völlig unvorbereitet in dieser schrägen Position als Mittelpunkt des Universums. Das bedeutet konkret: Er kann zwischen den Paralleluniversen wechseln. Was zu Beginn für ihn zwar eine verwirrende Situation ist, aber keine Katastrophe für die Welt bedeutet, führt bald zur Wiedereinführung der Rassentrennung. Ihr seht: Die Situation ist recht schnell eskaliert. Und irgendwie muss er jetzt dafür sorgen, dass er wieder zurück in seine Welt kommt oder vielleicht sogar in eine bessere. Blöd nur, dass ihm keiner erklären kann, was genau er dafür machen muss... Bis jetzt hört sich das einfach an wie ein normaler Fantasy-Thriller, oder? Allerdings wäre das kein Buch von Neal Shusterman, wenn es nicht gleichzeitig um sehr ernste Themen ginge. Es geht hier um Privilegien, die man sich oft gar nicht bewusst ist, wenn man sie hat. Ich meine: Ich denke kaum darüber nach, dass ich weiß bin. Meine Hautfarbe spielt in meinem Leben keine Rolle. Gleichzeitig aber doch, denn sie bewahrt mich vor Problemen und Diskriminierung. Und Ash ist da ziemlich ähnlich. In der Theorie weiß er, dass er privilegiert ist. Aber so richtig bewusst wird ihm das erst im Laufe der Handlung. Ich muss euch leider sagen, dass ich den Schreibstil in diesem Buch schwächer fand als in den anderen Büchern von Neal Shusterman. Bei den anderen Büchern war ich absolut begeistert vom Stil und konnte das sie gar nicht mehr aus der Hand legen. Hier war der Stil schon okay, aber halt nicht mehr. Vielleicht liegt das an der Übersetzung, ich hab bis jetzt aber keines der Bücher im Original gelesen und kann das deswegen auch nicht wirklich beurteilen. Mein Fazit? Spannend, aber leider etwas schwächer als die anderen Bücher Shustermanns.

Game Changer – Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machen
Game Changer – Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machenby Neal ShustermanFischer Sauerländer
22. Nov.
Rating:3

This book was a wild ride for me tbh. I had a lot of troubles to get into the story. I only understood how the shifting worked, when the Edwards explained everything to Ash, which took quite a lot of pages to get to. I also did not quite get why all of this happened to Ash in the first place. Apart from the plot, I also had an issue with how the author tackled all the important topics, that came up while the main character made their journey. I kinda get what Neal Shusterman was trying to do, but I also wished that he would have gone into more details while tackling these topics. On a more positive note, I really liked the youthful writing Neal Shusterman used here, as it really fits the character Of Ash. In conclussion, I can say that I got most ideas of the author, but they could have been implemented much more detailed and structured.

Game Changer – Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machen
Game Changer – Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machenby Neal ShustermanFischer Sauerländer
4. Nov.
Rating:4

Übersetzt von Andreas Helge, Pauline Kurbasik & Kristian Lutzke "Ihr werdet mir nicht glauben. Ihr werdet sagen, ich hätte den Verstand verloren oder zu viele Gehirnerschütterungen erlitten. Vielleicht denkt ihr auch, dass ich Euch hochnehmen will und ihr das Opfer eines ausgefuchsten Streiches seid. Das ist okay. Glaubt, was ihr wollt, wenn es euch beim Einschlafen hilft. Denn so machen wir das doch, oder? Wir bauen uns wie kleine Spinnen ein Netz aus bequemer Realität, an das wir uns klammern, um durch die schlimmsten Tage zu kommen."   Für mich (neben Bd. 3 der Vollendet-Reihe) der schwächste Neal Shusterman, aber alle anderen 7 gelesenen Bücher haben schließlich auch 5* von mir bekommen. Wie in allen seinen Büchern bin ich auch hier wieder fasziniert von seinen Ideen. Paralleluniversen sind ja im Sci-Fi-Genre nichts Neues, aber damit die aktuellen gesellschaftlichen Probleme anzusprechen (vor allem, da man im Nachwort erfährt, dass er schon seit 10 Jahren an diesem Buch schreibt) fand ich genial. Eine klassische „Was-wäre-wenn-Geschichte“, das allerdings auch mehrfach, da Ach verschiedene Realitäten unserer Welt durchlebt. Alle Themen möchte ich hier gar nicht nennen, da dies spoilern würde. Rassismus wird auf dem Buchrückentext ja schon angedeutet, aber auch queere Themen sind eingewoben. Ash muss sich auf recht harte und extrem nahbare entwickeln und hält das Schicksal der Welt quasi in seinen Händen. Mit jeder neuen Dimension wird er mit anderen gesellschaftlichen Themen auf besondere Art und Weise konfrontiert, wodurch auch der Lesende über vieles nachdenken und reflektieren kann. Das Buch hat ganz klar - auch durch den lockeren Schreibstil, mit trotzdem tiefgründigen Passagen - Sogwirkung und lies sich kaum aus der Hand legen. Schwierig waren für mich die überraschend weitreichenden Erklärungen, wie es zu den Sprüngen kommt und was dahinter steckt. Da konnte ich ehrlich gesagt nicht gut folgen. Für mich hätte es eine so umfassende Erklärung (oder der Versuch dessen) nicht gebraucht und ich hätte gern mehr Inhalt zu den einzelnen Veränderungen bei Ast & den Dimensionen gehabt. Daher der Stern Abzug. PS: Für Football-Fans sind übrigens auch einige passende Passagen dabei ;)

Game Changer – Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machen
Game Changer – Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machenby Neal ShustermanFischer Sauerländer
22. Sept.
Rating:2

Ich gebe auf. DNF @48%. Ich bin ein grosser Fan von Neil Shustermans Büchern, insbesondere von seinen Dystopien. Mit diesem Buch hier konnte ich aber leider gar nichts anfangen. Ich fand den Schreibstil ungewöhnlich schlecht und fast schon amateurhaft und habe dadurch nur schwer in die Geschichte hineingefunden. Auch die Handlung habe ich ehrlich gesagt, nicht so richtig verstanden, und es wurde mit Charakternamen um sich geworfen, ohne dass ich wirklich wusste, wer eigentlich wer ist. Als ich bis zur Hälfte des Buches immer noch keinen Zugang zur Geschichte gefunden habe, habe ich aufgegeben. Und wenn ich den anderen, eher durchwachsenen Reviews Glauben schenken kann, dann ist der Plot ohnehin problematisch, da ein weisser cis Mann als Protagonist, scheinbar seinem Umfeld erklären will, wie man mit Sexismus und Rassimus umgeht bzw. es lösen kann. Nein, danke. ;)

Game Changer – Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machen
Game Changer – Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machenby Neal ShustermanFischer Sauerländer
1. Juni
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Rating:4

Ich neige so gern dazu, das ein Buch Schullektüre sein sollte. Darunter zähle ich eindeutig auch Game Changer von Neal Shusterman. Wichtige Themen wie Rassismus, Homosexualität, Gleichberechtigung in jeglicher Hinsicht werden hier verständlich, und ohne Verschönerung durch die Augen eines Jugendlichen erzählt. Und Protagonist Ash macht dabei einen super Job! Leider empfand ich es als ein wenig viel an wirklich starken Themen, die der Autor in 400 Seiten Buch pressen wollte, weswegen manche Dinge mir eher nur “angerissen” erschienen. Nichts desto trotz hat mich das Buch zum nachdenken angeregt. Es hat mir schmerzlich vor Augen geführt, wie wahr manche der Dinge eben immer noch sind in Game Changer und das sicherlich vieles eine Erzählung, aber leider genauso viel Realtität war oder noch schlimmer, teilweise ist. Ich wünschte wir könnten uns alle ein wenig mehr auf das beziehen was wir alle gemeinsam haben: dieses  “Mensch sein”- Ding.

Game Changer – Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machen
Game Changer – Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machenby Neal ShustermanFischer Sauerländer
18. Mai
Rating:4

Walking a mile in parallel universe shoes Ash ist eigentlich nur ein durchschnittlicher Schüler, bis er plötzlich zum Mittelpunkt des Universums wird und seine Entscheidungen die Welt verändern können. Zuerst versteht er gar nicht, warum Stoppschilder plötzlich blau sind, und auch später hat er kaum Kontrolle über diese unheimliche Macht, die das Leben der gesamten Menschheit beeinflussen kann, und die Auswirkungen werden immer größer. Ich möchte gar nicht zu viel darüber verraten, welche Veränderungen Ash im Laufe des Buches auslöst, aber ich habe diese Geschichte als Allegorie dafür verstanden, wie viel auch kleine Entscheidungen und Taten bewirken können. Es geht hier immer wieder darum, sich buchstäblich auch mal in eine andere Lage hineinzuversetzen, damit man endlich versteht, wie es Menschen geht, die ein anderes Leben führen. Hier werden verschiedene Arten der Diskriminierung thematisiert und es geht immer darum, Empathie zu zeigen, andere Lebensweisen anzuerkennen und Vorurteile abzulegen. Ash gehört keiner Minderheit ein und glaubt, er weiß, was Diskriminierung ist. Dabei ist er nicht absichtlich ignorant, es betrifft ihn einfach nicht und darum setzt er sich nicht weiter damit auseinander. Zwischendurch merkt er schon mal, wie unwissend er ist und fühlt sich schlecht, weil er eigentlich ein besserer Mensch sein will. Ich fand sein Abenteuer als Mittelpunkt des Universums schon spannend, aber wichtiger waren seine Erkenntnisse und Entwicklung mit all diesen neuen Erfahrungen. Ich fand die ganze paranormale Ebene ziemlich verrückt, aber trotzdem gelungen und auch verständlich erklärt. Ashs Umgang mit dieser Verantwortung, seine Angst und die riesige Last, weltbewegende Veränderungen auslösen zu können, konnte man gut spüren. Natürlich war es auch spannend zu verfolgen, wie Ash reagiert und man fragt sich, was er wohl als nächstes anstellen wird, dabei waren die Ausgänge sowohl bedeutungsvoll als auch unterhaltsam. Fazit Insgesamt hat mir "Game Changer" wirklich gut gefallen. Ash ist ein sympathischer Protagonist, der sich angesichts all dieser Lektionen in Empathie und Akzeptanz wirklich gut weiterentwickelt und lernt, Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Sein Abenteuer als Mittelpunkt des Universums ist spannend, unterhaltsam und lehrreich.

Game Changer – Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machen
Game Changer – Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machenby Neal ShustermanFischer Sauerländer
18. Apr.
Rating:3

Ich mag die Bücher von Neal Shusterman sehr gerne und habe mich deswegen auf dieses hier sehr gefreut. Mein 13 jähriger Sohn hat es mit mir zusammen gelesen, ich gebe hier also unser beider Meinung wieder. Die Idee des Buches finden wir interessant: Ein weißer, heterosexueller Junge aus der Mittelschicht in Amerika, der zuerst ungewollt, später aber gezielt, in parallele Welten springen kann und erfahren muss, dass es nicht leicht ist, eine perfekte Welt zu schaffen und es jedem Recht zu machen. Leider konnte uns das Buch aber nicht wirklich überzeugen. Der Schreibstil ist super, wie wir es vom Autor gewohnt sind. Aber irgendwie schneidet er in diesem Buch unheimlich viele Themen an. Themen, die alle wichtig sind - gar keine Frage! Aber dadurch, dass er so viele in seine Geschichte hineingepackt hat, kratzt die Story immer nur an der Oberfläche und es kommt keine richtige Tiefe auf. Da wäre weniger mehr gewesen. Das ist ein Phänomen, das ich in letzter Zeit gerade bei Jugendbüchern oft beobachte. Man will anscheinend niemanden übersehen oder vergessen und versucht deshalb krampfhaft, alles in eine Geschichte zu packen. So ganz kann ich das nicht nachvollziehen. Und ich habe bisher auch noch kein Buch gelesen, bei dem das wirklich gut geklappt hat! Aber zurück zu "Game Changer": Für meinem Sohn und mich blieb der Hintergrund, was eigentlich genau mit Ash passiert und warum gerade eher in diese Parallelwelten springt, völlig unklar. Warum wird ausgerechnet er der Mittelpunkt der Welt und erschafft sie neu? Ja, der Autor versucht, die ganzen Hintergründe zu erklären, aber so richtig zufrieden waren wir damit nicht, es bleiben zu viele Fragen offen. Durch die häufigen Veränderungen der Welt ändern sich auch immer die Charaktere, so dass alle außer Ash selbst zu oberflächlich bleiben. Bei Ash bekommt man einfach mehr seiner Gedanken und Gefühle mit, die aber auch nicht immer so ganz stimmig waren. Er macht sich zwar viele Gedanken, aber für uns waren seine Gefühle nicht so recht nachzuempfinden. Ich habe das Buch auch als Hörbuch gehört und muss sagen, dass es mir beim Lesen deutlich leichter gefallen ist, der Story zu folgen. beim Hören habe ich leider immer wieder den Faden verloren. Aber den Sprecher finde ich wirklich klasse! Meinem Sohn hat das Buch nicht gefallen, er fand es sehr anstrengend zu lesen und hatte das Gefühl, er würde eine Schullektüre lesen. (O-Ton: "Ich mag es nicht, wenn ich ein Buch lese, das mir unbedingt etwas beibringen will!") Vielleicht hatte ich von der Story zu viel erwartet, aber für mich ist es leider nur Durchschnitt.

Game Changer – Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machen
Game Changer – Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machenby Neal ShustermanFischer Sauerländer
28. März
Rating:1

An sich eine interessante Thematik. Würde nicht immer dieser Gesankensprung von wichtig zu unwichtig und wären nicht immer zu viele Themen einfach nur angeschnitten, sondern würde man sich einfach mal auf ein, zwei Themen wirklich konzentrieren… dann wäre es ein gutes Buch. Stattdessen ist es einfach null interessant oder spannend. Nicht mal den Sinn dahinter kann ich erkennen.

Game Changer – Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machen
Game Changer – Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machenby Neal ShustermanFischer Sauerländer
28. Feb.
Rating:4

"Da draußen sind immer noch viele Hexenjäger unterwegs - und manche sitzen direkt in unserem eigenen Kopf." - S.206 Inhalt: Stell Dir vor, du könntest die Welt verändern ... Welche Entscheidung triffst Du? Ash ist ein weißer, heterosexueller cis-Junge aus der Mittelschicht. Er hält sich selbst für einen guten Kerl, aber nicht gerade für den Mittelpunkt des Universums. Bis er eines Freitags in eine andere Dimension katapultiert wird, in der er genau das ist – der Mittelpunkt des Universums! Damit verfügt ausgerechnet Ash nun über die Macht, die Welt zu verändern. Doch irgendetwas geht schief, und Ash führt - aus Versehen - die Rassentrennung wieder ein. Natürlich will er das wieder geradebiegen, aber: Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machen. Meinung: Mache Menschen wünschen sich der Mittelpunkt der Welt zu sein. Doch Ash kann denen erklären, dass das gar nicht so toll ist. Denn Ash schafft es in eine andere Dimension zu geraten. Ungewollt, denn eigentlich ist er ein ganz normaler Junge in einer ganz normalen Welt. Doch plötzlich hat sich was geändert. Zu genau gehe ich nicht drauf ein, um nicht zu spoilern, doch Neal Shusterman geht auf viele Vorurteile und Probleme ein, die es auf der Welt gibt oder eben auch im Inneren des Menschen da sind. Wie im Klappentext schon zu lesen zum Beispiel die Rassentrennung. Und ich dachte, dass wäre das Hauptthema, aber schnell merkt man, das Neal Shusterman nach der Rassentrennung nicht Schluss macht. Was genau werde ich hier aus Spoilergründen nicht nennen. Zu einem zeigt Neal damit, dass man die Welt nicht retten kann in dem man nur ein Thema bearbeitet, sondern, dass es Überall Vorurteile gibt. Zum anderen ist das leider ein Kritikpunkt für mich, denn man hat schnell das Gefühl, dass er eine Liste abarbeitet. Hinzu kommt, dass bis auf Ash mir die Charaktere drumherum zu blass bleiben. Ok , in der Geschichte ist Ash der Mittelpunkt des Universums, aber er hat Gefährten, die im helfen. Doch diese bleiben eben sehr blass und austauschbar. Zudem kommen noch mehr Charaktere hinzu, die immer wieder auftauchen, die ich aber lange nicht einsortieren konnte. Zu viele Namen. Die Spannungskurve lässt im Mittelpunkt etwas nach. Zudem wird es sehr wissenschaftlich als die Eds auftauchen, was doch sehr viel Konzentration erfordert und vielleicht auch ein Verständnis für die Wissenschaft. Es klingt aber alles recht schlüßig (aus meiner Noobsicht) Die Idee war wirklich gut und interessant zu lesen. Kein Wunder, dass Netflix direkt zugeschlagen hat. Leider hat es für mich im Mittelteil etwas den Sog verloren und auch die Charaktere blieben bis auf Ash recht blass. Daher gebe ich gerade noch 4 Sterne.

Game Changer – Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machen
Game Changer – Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machenby Neal ShustermanFischer Sauerländer
22. Jan.
Rating:4

Joah. Ich bin durch und unsicher, was ich von diesem Buch halten soll. Es war gut und ist mit wichtigen Themen gespickt, aber es war auch wirr und mir fehlt der Sinn, was ich aus so diesem Buch mitnehme. Aber der Reihe nach. Wir begegnen Ash, der als Linebacker für seine Schule Football spielt. Er hat Freunde verschiedener Herkunft und lebt in der heutigen "realen" Welt. Bei einem Footballspiel geht es nun mal etwas rau zu und als Linebacker ist es Ashs Pflicht zu tackeln. Also harte Stöße gegen den Gegner zu führen um die eigene Mannschaft voran zu bringen. Bei diesem Körperkontakt, wird nicht selten das Hirn in Mitleidenschaft gezogen. So scheint es auch bei Ash der Fall zu sein. Bei einem Spiel bekommt er nach einem Tackle nicht nur Kopfschmerzen, sondern etwas hat sich auch verändert. Und zwar ist das, was vorher rot war, jetzt blau. Stoppschilder zum Beispiel. Und mit jedem weiteren Spiel, verändert sich mehr. Unter anderem findet sich Ash in verschiedenen Realitäten wieder. Doch was steckt dahinter und was hat das Ganze mit Ash zu tun? Okay. Kommen wir erstmal zu den Realitäten. Dort werden, außer dem blauen Stoppschild, noch wesentlich wichtigere Sachen aufgezeigt. Zum Beispiel werden Rassentrennung, äußerer Schein und Homosexualität thematisiert. Wie ich finde Alles wichtige Themen und gut aufgearbeitet, aber mir fehlte es irgendwie am Sinn dahinter. Außer es ging nur darum darauf aufmerksam zu machen, wo wir wieder landen könnten und somit zum Nachdenken anzuregen, dann ist das durchaus gelungen. Ansonsten kein Plan, was mir der Autor sagen will. Gut gewählt war, die Art, wie sich die Realität verschoben hat. Also der Tackle oder aber eine "harte" Konfrontation führt die Wendung herbei. Interessant war auch, wie Ash in den jeweiligen Situationen reagiert hat. Allerdings muss ich sagen, dass ich an seiner Stelle vermutlich ausgetickt wäre. Was kann man zu Ash sagen? Ich glaube, dass Ash um Großen und Ganzen ein Typ ist, wie es jeder von uns sein könnte. Er ist als Charakter okay, sticht aber jetzt auch nicht großartig heraus. Sein sich schnell an die jeweilige Situation eingliederndes verhalten lässt sich vielleicht damit erklären, dass er aus der vorherigen und der aktuellen Realität die Erinnerungen besitzt und somit keine Angst haben muss, etwas großartig falsch zu machen oder sich nicht so richtig zurecht zu finden. Fazit Ein Buch, welches aktuelle und wichtige Themen aufgreift und aufzeigt, aber irgendwie auch nicht wirklich mehr. Es regt mich zumindest zum Nachdenken an, wie ich in gewissen Situationen handeln würde. Auf jeden Fall wäre Ich deutlich überforderter als Ash. Absolute Geschmackssache und definitiv ein Buch, das man mögen muss. Ich fand es gut, aber nehme ja auf die aufgegriffen Themen jetzt nicht so viel mit, außer vielleicht, dass es an uns liegt, wie auch die Zukunft gestaltet. Am Ende 4 Sterne und eine bedingte Leseempfehlung.

Game Changer – Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machen
Game Changer – Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machenby Neal ShustermanFischer Sauerländer
27. Nov.
Rating:4

Zitate: “Hautfarbe sollte keine Rolle spielen” – hat man mich immer gelehrt – und ich habe es immer geglaubt. Aber es gibt einen großen Unterschied zwischen dem, was SEIN SOLLTE und dem was IST. (bei 3%) Wir sind so begrenzt. Als Spezies. Als Individuen. Wir können nicht nur nicht in die Zukunft sehen, wir sehen auch die Gegenwart nicht so, wie sie ist. Zu sehr ist unser Blick getrübt von den Dingen, die wir uns wünschen und den Dingen die wir fürchten. Aber was noch schlimmer als jede andere Blindheit ist: Wir können die Konsequenzen unserer Handlungen nicht erkennen. (bei 29%) Wieso ich dieses Buch lesen wollte: Weil ich zuvor gerade die Scythe Reihe von Shusterman begonnen habe und die Super finde. Außerdem sprach mich der ungewöhnliche Inhalt an. Story: Ash ist ein normaler weißer Junge der Mittelschicht. Er spielt Football trifft sich mit seinen Freunden. Eines Tages bei einem Football Spiel passierte etwas völlig unerwartetes. Ash ringt einen gegnerischen Spieler nieder und spürt sofort eine Veränderung der Asthmosphäre es ist kalt geworden und er bekommt rasende Kopfschmerzen. Da sowas aber beim Football durchaus normal ist, macht er sich keine weiteren Gedanken und steht auf und spielt weiter. Schon bald fallen ihm merkwürdige Veränderungen seines Lebens auf. Seine Eltern sind auf einmal reich und er lebt in einem großen Haus. Stopschilder sind auf einmal blau. Er fährt ein dickes Auto, seine Freunde gibt es teilweise nicht mehr und es sind andere fremde dazugekommen. Schreibstil: Der Schreibstil war locker und leicht. Ich konnte der Story gut folgen. Einzig am Anfang hatte ich Probleme zu erkennen wo die Geschichte mich hinbringen will, es war alles ein wenig verworren, aber das gibt sich schnell. Charaktere: Das Buch dreht sich vorallem um Ash. Hier habe ich vermisst, dass er sich mal wundert warum das passiert ist und WAS da überhaupt mit ihm passiert ist. Wenn MIR das geschehen wäre, wäre ich verunsichert und total verängstigt gewesen und hätte alles hinterfragt. Er hat alles einfach so akzeptiert. Das fand ich ziemlich unrealistisch. Die Charaktere haben mir ansonsten aber ausnahmslos gut gefallen. Idee und Umsetzung: Die Idee ist sehr außergewöhnlich und auch sehr gut umgesetzt. Es ist wie so ein Spiel “Was wäre wenn…?” gewesen. Ash erlebt in jeder neuen Dimension andere Probleme die er im Grunde aufgrund seiner Wünsche selbst verursacht hat. Und so kann der Leser sehen, welche Auswirkungen dann am Ende herauskommen. Das war wirklich spannend! Shusterman hat viele sozialkritischen Themen aufgegriffen wie Rassenhass, Homophobie, Gleichstellung der Frau. Fazit: Game Changer hat mir sehr gut gefallen. Shusterman hat ein einzigartiges Konzept geschaffen und die Botschaft hinter den Zeilen kam sehr deutlich heraus. Es hat mich sehr gut unterhalten – einzig das Verhalten von Ash, dass er alles einfach so akzeptiert hat, als würde es das normalste der Welt sein, hat mich doch sehr gestört. (deshalb 4 statt 5 Sterne) weil ich das doch sehr unrealistisch finde.

Game Changer – Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machen
Game Changer – Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machenby Neal ShustermanFischer Sauerländer
13. Nov.
Rating:3

"Ash ist ein weißer, heterosexueller cis-Junge aus der Mittelschicht. Er hält sich selbst für einen guten Kerl, aber nicht gerade für den Mittelpunkt des Universums. Bis er eines Freitags in eine andere Dimension katapultiert wird, in der er genau das ist – der Mittelpunkt des Universums! Damit verfügt ausgerechnet Ash nun über die Macht, die Welt zu verändern. Doch irgendetwas geht schief, und Ash führt - aus Versehen - die Rassentrennung wieder ein. Natürlich will er das wieder geradebiegen, aber: Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machen." Anfangs dachte ich mir, dass dieses Buch ein totaler Flop sein würde, weil ich mich einfach in die Geschichte reingeworfen gefühlt habe und mir der Einstieg überhaupt nicht gefallen hat. Dennoch gebe ich ja nicht so schnell auf und ich bin wirklich sehr froh gewesen, dass ich dieses Buch beendet habe. Denn es ist gar nicht mal so schlecht. In der Geschichte werden Themen wie Missbrauch, Rassismus, Homosexualität, toxische Beziehungen etc angesprochen, die für mich alle sehr wichtig sind und auch im Vordergrund standen. Das Problem ist aber für mich gewesen, dass es erstmal zu viele Themen gewesen sind, sodass nur an der Oberfläche gekratzt wurde und zum anderen wurden die Themen nicht so gut in die Geschichte eingewebt. Das ist wirklich sehr schade, denn die Idee und die Message sind großartig und wichtig. Ich kann mir jedoch gut vorstellen, dass diese Geschichte junge Menschen zum Nachdenken anregt, denn auch ich hatte verschiedene Gedanken in meinen Kopf. Die Charaktere sind leider auch sehr oberflächlich und spielen eigentlich keine große Rolle, außer Ash. Da hat es mir sehr gut gefallen, wie er verschiedene Situationen und Gegebenheiten selbst reflexiert und daraus auch lernt. Insgesamt ist ein solides und interessantes Jugendbuch, was leider Schwächen hat, aber auch seine Stärken hat. 3,5 von 5 Ottis

Game Changer – Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machen
Game Changer – Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machenby Neal ShustermanFischer Sauerländer