Verdammt war dieses Buch gut! Ich hatte ja wirklich so meine Zweifel, da es auch einige negative Bewertungen gibt. Für mich war die Geschichte überraschenderweise ein absolutes Highlight - spannend bis zur letzten Seite. Ich konnte es vor allem in der zweiten Hälfte gar nicht mehr aus der Hand legen. Eine genialer und fesselnder Jugendthriller.
Ich habe dieses Buch vom Verlag als Rezensionsexemplar erhalten. Nochmals vielen Dank dafür. Kate weiß genau was sie will: nach Yale. Und dafür ist sie bereit, einiges zu tun. So freundet sie sich mit der reichen Olivia an, welche nach einem Jahr Auszeit zurück an die Schule kommt. Aber Olivia hat Geheimnisse. Keiner weiß, warum sie ein Jahr lang nicht zur Schule gegangen ist. Kate versucht, an Informationen zu kommen, um Olivia auf ihre Seite zu ziehen. Dann taucht auch noch Mark Redkin an der Schule auf. Er ist der Leiter des Spendenkomitees und wickelt alle Frauen um den Finger. Auch Olivia fällt auf ihn rein. Und Kate ahnt, dass er weitaus gefährlicher ist, als sie zu Beginn dachte. Ich habe eine kleine Leserunde über Instagram ins Leben gerufen, um dieses Buch gemeinsam zu lesen. Und ich muss sagen, dass ich ohne diese Leserunde wahrscheinlich nicht weiter als Seite 100 gelesen hätte, denn der Anfang des Buches hat mir wirklich überhaupt nicht gefallen. Kates Sicht der Geschichte ist aus der Ich-Perspektive geschrieben, Olivias Sicht aus der Er/Sie-Perspektive. Dieser Wechsel hat es mir nicht leicht gemacht, bzw. hat mich absolut gestört. Außerdem konnte ich beide Mädchen zu Beginn überhaupt nicht leiden. Olivia war so unglaublich naiv und teilweise wirklich dumm. Kate hingegen war ein absolutes Miststück und einfach nur hinterhältig. Mit der Zeit kriegen wir aber ein wenig Einsicht hinter ihre Fassade, sodass ich sie zum Schluss hin sogar ein kleines bisschen mochte. Olivia hingegen mochte ich auch am Ende nicht. Ich hätte nicht gedacht, dass das Buch es noch auf 3 von 5 Sternen schafft, denn anfangs war ich echt am schwanken, ob ich überhaupt zwei Sterne geben sollte. Ab der Hälfte ungefähr wurde es dann aber ein kleines bisschen spannender und es sind wenigstens mal ein paar Dinge passiert. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass in diesem Buch psychische Erkrankungen thematisiert werden, auf diese aber so gut wie gar nicht eingegangen wird. Eine Aufklärung – grade in der heutigen Zeit – wäre hier absolut notwendig gewesen. Dafür, dass das Thema in diesem Buch so eine große Rolle gespielt hat, wurde es nämlich viel zu wenig erklärt und beim Namen genannt. Das Ende, muss ich sagen, war leider wieder ziemlich schwach für mich. Es war zwar unvorhersehbar – das auf jeden Fall – aber unglaublich unauthentisch und viel zu offen. Nach dem Showdown ist die Spannung und Handlung wieder total abgeflacht und man hatte das Gefühl, die Autorin wollte das Buch schnell zu Ende bringen und hat mal eben noch ein Ende hin geklatscht. Sehr schade. Fazit: Zu Beginn hat mir das Buch überhaupt nicht gefallen und ich war kurz davor, es abzubrechen. Im Nachhinein wurde es etwas besser, aber dennoch ist dies kein Must Read, was jeder unbedingt gelesen haben sollte. Die Perspektivwechsel von Ich auf Sie waren sehr anstrengend und nervig und haben mich während dem lesen ziemlich gestört. Das Ende war für mich leider auch ein wenig enttäuschend, aber da es zwischendrin mal ganz spannend war und ich mit der Zeit zumindest eine von zwei Charakteren ein bisschen leiden konnte, gebe ich ganz knappe 3 von 5 Punkten.
"Beware that Girl" soll laut der Rückseite des Buches das "Gossip-Girl"-Milieu mit dem verunsichernden psychologischen Terrain von "Gone Girl" kombinieren. Beide Titel sind sehr bekannt, gelesen habe ich jedoch keinen von beiden. Trotzdem reizte mich die Geschichte sofort, denn Teresa Toten hat diese zum einen in einer reichen Privatschule und zum anderen im Szenemilieu von New York angesiedelt. Das Buch startet mit einem kurzen ersten Kapitel, in dem wir von aussen her einen Blick auf die beiden Protagonistinnen Kate und Olivia werfen können. Dieses macht sofort neugierig und wirft Fragen auf. Danach geht es ein halbes Jahr in die Vergangenheit und wir erfahren Schritt für Schritt, wie es zur Situation am Anfang kam. Die Autorin hat die Story seht geschickt aufgebaut und die Spannung geschürt, so dass man unbedingt dem Geheimnissen auf den Grund gehen muss und das so schnell wie möglich. "Beware that Girl" ..... wie der Titel schon sagt, sollte man sich wirklich vor Kate in Acht nehmen. Sie wirkt nämlich völlig kühl und egoistisch und ist sehr intelligent und durchtrieben. Ihr Ziel ist es, an der Elite-Uni Yale angenommen zu werden und dafür braucht sie ein privilegiertes und reiches Leben. Dies soll ihr ihre neue 'Freundin' Olivia ermöglichen, denn diese stammt nicht nur aus sehr betuchtem Hause, sie hat auch einige Probleme, so dass Kate sie einfach manipulieren kann - so hat es zu Beginn zumindest den Anschein. Doch nicht nur Kate treibt mit Olivia ihre Spielchen. Recht schnell bekommt man das Gefühl, dass die Autorin auch gerne mit ihren Lesern spielt und bald weiss man nicht mehr so genau, welches Mädchen nun das gute und welches das schlechte ist. Je weiter die Geschichte fortschreitet, umso schwieriger wird es, Kate und Olivia einzuschätzen. Man beginnt zu spekulieren und versucht die Lügen und Beweggründe aufzudecken. Und auch wenn man viele Ideen und Möglichkeiten hat, bleibt das Buch unvorhersehbar und weiss zu überraschen. Gegen Ende weicht die psychologisch dichte Spannung leider einem actionreicheren Teil. Kate und Olivia verlieren plötzlich ihre clevere Überlegenheit und handeln impulsiv, ja sogar töricht. Nur gut, dass Teresa Toten den Rank wieder findet und die Geschichte endet in der Anfangsszene, was sehr gelungen ist. Nun wurde endlich Licht ins Dunkle gebracht - oder etwa doch nicht? "Beware that Girl" besteht aus vielen kurzen, knackigen Kapiteln, welche den Spannungsbogen noch mehr anziehen und eine tolle Dynamik entwickeln. Erzählt wird aus den Perspektiven der beiden Protagonistinnen und zwar im personalen Stil. Jedes Kapitel enthält in der Überschrift das Datum und den Namen, was einen guten Überblick ermöglicht. Fazit: psychologisch, spannend, aufwühlend "Beware that Girl. Sie weiss alles über dich" strotzt nur so vor Lügen, Geheimnissen und Intrigen. Geschickt zieht Teresa Toten den Leser mit in ihr Verwirrspiel und weiss zu überraschen. Das Buch entwickelt einen enormen Lesesog, so dass man es kaum noch aus der Hand legen kann und gerne über den einen oder anderen Kritikpunkt hinwegsieht. (4.5 Sterne)

Beware that girl 💔 Ein spannender Jugengthriller über scheinbares Grooming (sehr hart an der Grenze), Ausbeutung von Schutzbefohlen, Soziopathie und Traumatabewähltigung 🙂 Die beiden Protagonistin Kate und Olivia sindmir sehr ans Herzgewachsen. Toller Spannungsbogen und ein ausgezeichneter Schreibstil. Bin begeistert! 😍5+⭐
Meine Meinung https://tintenhain.de/2017/11/20/teresa-toten-beware-that-girl-rezension/
Kate ist die neue Stipendatin an der privaten High School in Manhattan. Sie ist clever und kalkuliert, sie versucht mit allen Mittel ihr Ziel zu erreichen. Und das Ziel ist klar: Yale. Dafür nimmt sie alles auf sich, sogar das "wohnen" in einem feuchten Zimmer in Chinatown. Da kommt Olivia wie gerufen, sie scheint perfekt als Einstieg in die Upper Class der Schule. Und tatsächlich scheint ihr Plan aufzugehen, aber dann entwickelt sich alles irgendwie ganz anders. Das Buch wird laut Klappentext als Mischung zwischen "Gossip Girl" und "Gone Girl" beschrieben, und tatsächlich enthält es Elemente von beiden Geschichten und ist dennoch etwas Neues. Teresa Toten nimmt uns mit in die teilweise wirklich verrückte und krankhafte Welt der privaten High Schools in New York. Dabei ist sie natürlich überspitzt an bestimmten Stellen, was aber für eine gewisse Spannung sorgt. Zu Beginn sind wir in einem Krankenhauszimmer, und ein bewusstloses Mädchen liegt an Geräte angeschlossen im Bett, während ein zweites Mädchen Wache hält. Man erfährt nicht zu viel und eigentlich nur ein Namen "Marcus Redkin" und springt dann ein halbes Jahr zurück und beginnt die Geschichte irgendwie zusammen zusetzen. Kate ist sehr speziell, und vor allem am Anfang wirkt sie dadurch kalt und egoistisch. Aber je länger man sich mit ihr und ihrer Geschichte auseinander setzt, sich in sie hinein versetzt, desto mehr versteht man sie, oder kann zumindest nachvollziehen, wieso sie ist, wie sie ist. Das finde ich immer besonders spannend, wenn die Protagonistin nicht sympathisch ist, und es dennoch schafft, uns an sich zu binden. Olivia scheint ganz anders zu sein. Sie ist darauf angewiesen, dass man sie sieht und sie sich dadurch bestätigt sieht. Dadurch erfüllt sie am Anfang alle Klischees des typischen High School Mädchens aus reichem Haus. Und genau da setzt die Autorin an und schafft viele Ecken und Kanten, in Form von einer wirklich schockierenden Vergangenheit. Die Freundschaft der beiden Mädchen ist das Kernelement der Geschichte und der Dreh- und Angelpunkt der für Spannung sorgt. Allerdings gibt es, vor allem in der Mitte der Geschichte immer mal wieder Stellen die nicht so spannungsgeladen sind wie sie sein sollten oder sein könnten. Dadurch kommt man beim Lesen leicht ins Stocken, dennoch will man unbedingt wissen wie es weiter geht, der rote Faden bleibt also dennoch bestehen. Und ich muss sagen, vor allem das Ende hat mich gepackt und bis zur letzten Seite gab es Ereignisse und Wendungen mit denen ich nicht gerechnet hätte. Fazit: Spannungsgeladen und mittels zwei Sichten erzählt schafft es Teresa Toten mit "Beware that Girl" den Leser zu fesseln und buchstäblich bis zur letzten Seite gefangen zu nehmen. Trotz kleiner langatmigen Stellen, vor allem in der Mitte des Buches, bin ich begeistert und bleibe sprachlos zurück und werde wohl noch eine Weile über "Beware that Girl" nachdenken müssen.





