Im ersten Band kam ich mit den vielen verschiedenen Personen und Orten noch etwas durcheinander , was im zweiten Teil kein Problem mehr war.
Die Handlung wurde spannend fortgesetzt und ich wollte durchgehend wissen, wie es weitergeht und ob verschiedene Personen mit ihren Plänen durchkommen oder diese durchkreuzt werde. Selbst die Handlungsstränge die eher ruhig waren, waren sehr spannend.
Mir hat die Entwicklung der beiden Haupt-Protagonisten sehr gut gefailen. Beide sind vor allem mental sehr stark geworden. Mir war nur etwas zu viel, dass wirklich jeder(!) die beiden begehrt hat. so attraktiv können die einfach nicht sein, dass jung und alt und Männlein und Weiblein fast vergehen vor Verlangen. 😅
Für Fans von Fantasy-Epen im Historischen Japan ❕
Band 2 knüpft unmittelbar an die Geschehnisse von Band 1 an und wir erleben Figuren, die mit ihrer inneren Zerrissenheit zu kämpfen haben, die sich klar werden müssen, welchen Weg sie gehen wollen und die zu ihren wahren Wurzeln und Stärken finden und neue Pfade beschreiten.
Kaede entwickelt sich als Frauenfigur enorm weiter, sie möchte Führung und Macht übernehmen, was eigentlich nur Männern vorbehalten ist, lernt Schriftzeichen und lässt sich in Kriegsstrategien und Politik unterwandern. Zwei tiefe Schicksalsschläge bringen sie zum Wanken, aber nicht zu Fall!
Takeo wird in seinen Fähigkeiten weiter ausgebildet, ist aber innerlich stark zerrissen zwischen seiner Loyalität seines Adoptivvaters Lord Shigeru gegenüber und seinen Verpflichtungen gegenüber des Kikuta-Stammes; hier muss und wird er zu seiner eigenen Überzeugung finden, diese wird aber schwerwiegende Folgen haben.
Die Welt und die Gesetzmäßigkeiten die mit ihr einhergehen, sind stark ans Historische Japan angelehnt, es geht viel um Ehre und Macht und darum, seine Pflichten zu erfüllen. Der knapp gehaltene Erzählstil hat mich diesmal nicht ganz so hineingezogen wie beim ersten Band und ich hatte das Gefühl, dass hier die Fäden für das große Finale in Band 3 gewoben werden.
Eine Prophezeiung und ein paar Andeutungen machen mir ein wenig Angst auf die bevorstehenden Ereignisse, die nun in „Der Clan der Otori -Der Glanz des Mondes“ anstehen und vorerst abgeschlossen werden, bevor es in Band 4 dann einen Zeitsprung von 16 Jahren geben wird. Ich bin gespannt!!
Schneesturm, Schwert und Schicksal – mein Herz liegt bei den Otori
Faszinierend, wie ein Buch es schafft, mich gleichzeitig mitzufrieren und innerlich zum Glühen zu bringen. Da stapft Takeo durch den Schnee, halb tot vor Kälte, halb zerrissen zwischen Clan, Stamm und der Liebe seines Lebens – und ich sitze daheim mit meiner Decke und denke: Bro, ich fühl dich. Dieses Hin- und Hergerissensein ist so intensiv, dass es fast schon wie ein epischer Schachzug von Lian Hearn wirkt. Jeder Zug, jede Entscheidung von Takeo ist ein riskanter Schritt über dünnes Eis.
Und dann Kaede. Diese Frau ist der absolute Hammer. Nicht einfach irgendeine „Damsel in Distress“, sondern klug, scharf wie ein Katana und viel zu selbstbewusst, um sich nur als Spielball von Männern behandeln zu lassen. Genau dieser Clash aus verletzlicher Lage und unerschütterlicher Stärke macht sie so spannend. Während Takeo in den Bergen gegen Natur, Feinde und sein eigenes Schicksal kämpft, spielt Kaede ihr eigenes Machtspiel in einer Welt voller Intrigen. Kein Wunder, dass das Buch sich liest wie eine perfekt inszenierte Netflix-Serie in Cinemascope – nur besser, weil mein Kopf die Spezialeffekte liefert.
Die Atmosphäre? Wie ein Samurai-Märchen, nur dass es viel härter ist. Schnee, Blut, kalte Schwerter, heiße Gefühle – diese Mischung brennt sich direkt ins Hirn. Kein Wunder, dass die Reihe als Megabestseller gilt. Wer einmal auf diesem Pfad im Schnee unterwegs war, kommt nicht mehr los. Ich jedenfalls habe jede Seite aufgesogen wie heißen Sake nach einer Nacht im Schneesturm.
Fazit: Asiatische Fantasy in Perfektion. Episch, tragisch, romantisch, voller Verrat und Leidenschaft. Und verdammt noch mal, genau das Richtige, wenn man mal wieder richtig Kopfkino braucht.
Takeo ist eigentlich Erbe des mächtigen Otori - Clans, hat sich jedoch dem geheimnisvollen Stamm angeschlossen. Diese besagt jedoch, dass seiner den Glauben an seine Kindheit, sein Recht auf Reichtum, Land und Macht und vorallem seine Liebe zu Kaede aufgeben muss.
Ansonsten wird er Stamm ihn töten. Takeo kann sich den Regel des Stammes nur schwer beugen und fällt schließlich eine Entscheidung, die nicht nur sein Leben verändert.
Er fliegt, um sich mitten im eisigen Winter auf die Suche nach Kaede zu begeben und um das Erbe seines Vaters antreten zu können. Zu stark ist seine Verbindung zu beiden, zu stark die Sehnsucht nach beiden.
Der Schreibstil hat mir hier zwar auch recht gut gefallen, aber ich fand es in diesem Band schon etwas schade, dass die Spannung aus dem ersten Teil etwas nachgelassen hat.
Dieser Teil des der Reihe beschreibt lediglich die Reise der beiden Liebenden aufeinander zu und die Hindernisse, die sie zu überstehen haben.
Es gab zwar auch einen gewissen Spannungsbogen auf dieser teils sehr erschwerlichen Reise, aber manchmal hat es sich einfach nur total hingezogen und einige Textpassagen fand ich sogar gänzlich überflüssig.
Kaede fand ich schon eine recht starke Persönlichkeit, auch wenn mich ein Schicksalschlag, welcher sie getroffen hat doch etwas irritiert hat.
Ich möchte jetzt nicht erwähnen, welchen Part ich meine, aber ich denke, jeder der das Buch gelesen hat oder lesen wird, kann vielleicht erahnen, was ich meine.
Auf der anderen Seite muss ich aber auch sagen, dass man durch diesen fehlenden Spannungsbogen die Möglichkeit hatte, Keade und auch gerade Takeo etwas näher kennenzulernen. Oftmals schweift die Autorin in die Vergangenheit ab, in die Gedanken der beiden Hauptprotagonisten.
Ich werde den dritten Teil in jedem Fall auch lesen, denn empfehlenswert sind sie in jedem Fall und ich bin der Meinung - obwohl ich den dritten noch nicht gelesen habe - dass sie einfach in jedes Regal derer gehören, die sich für diese Thematik interessieren und daran ändert auch der ein wenig fehlende Spannungsbogen nichts.
Zwiespalt und Machtspiele: Können sich starke Frauen in der Männerwelt durchsetzen?
Es ist keinesfalls schlechter geschrieben als der erste Teil, aber die Thematik hier ist es, wie in der Kurzbeschreibung angeschnitten, die mich dieses Mal einfach weniger
anspricht. Und dennoch:
Der Zwist innerhalb unseres Protagonisten Takeo ist herzzerreißend, die Entwicklung der starken Frau Kaede hart, aber bemerkenswert, die Erlebnisse auf beider Reisen bleiben spannend. Das Ende lässt einen mit Heißhunger auf den dritten Band zurück mit Ausblicken, die erneut ein Vielfaches an Spannung versprechen und den Fortgang von Liebe erhoffen lassen, der sicherlich mit nicht wenigen Hürden bespickt sein wird.
Sehr spannende und tiefer verflechtende Fortsetzung des ersten Bandes.
Das Buch steigt tiefer in die Story um Takeo, Kaede und den Clan der Otori ein, als im ersten Band.
Die Geschichte vertieft sich und verflechtet sich immer weiter. Mehrmals habe ich mich gefragt, wohin das alles führen soll. Allerdings im positiven Sinne.
Die Autorin macht es total spannend durch ihren Charaktersichtwechsel, der auch in diesem Band wieder existent ist.
So weiß man zB lange nicht, ob Kaede und ihr Kind die Geburt überleben, bis Takeo davon erfährt.
Den ganzen Band fieberte ich total mit... So war ich total erleichtert, als Takeo sich endlich aus den Klauen des Stammes befreien konnte... Und ich war auch verdammt froh, als Kaede endlich eigenständig agieren konnte.
In gewisser Weise haben sowohl Kaede als auch Takeo endlich ihre Fesseln ablegen können.
Takeo plant nun, sein Erbe anzutreten und sie mit Arai zu verbünden - und außerdem Kaede zu heiraten...
Doch ich denke, so einfach wie sich das anhört, wird das bestimmt nicht vonstatten gehen... Irgendeine Katastrophe wird bestimmt noch passieren..
Ich bleibe gespannt auf den nächsten Band. :)
Ähnlich wie der erste Teil schafft es dieses Buch, die Atmosphäre eines feudalen Japans (zumindest wie ich es mir vorstelle) zu erwecken. Häufig zeichnet sich das Buch durch eine dunkle, trostlose und sogar hoffnungslose Atmosphäre aus. Diese Atmosphäre liebe ich in Büchern und auch dieses Mal stellt es keine Ausnahme dar.
Die Mischung aus diesem tristen und dem japanischen Setting ist für mich tatsächlich auch der Hauptgrund für meine Bewertung. Ich mag die Geschichte und das drumherum, aber insgesamt muss man schon sagen, dass es unter vielen anderen Aspekten hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt und mittelmäßig ist. Dazu gehören für mich: Motivationen der Protagonisten, Ausarbeitung von Nebenerzählsträngen, Ausarbeitung von Nebencharakteren
Der zweite Teil las sich so, als wäre paradoxerweise gleichzeitig überhaupt nichts und so vieles passiert. Insgesamt hätte die Erzählung deutlich mehr Tiefgang vertragen können.
Trotzdem muss man sagen, dass das Buch für den mittleren Teil einer Trilogie seinen Job dann doch ganz gut macht. Die Charaktere werden mehr oder weniger vertieft, die Story zumindest weitergesponnen und die Voraussetzungen für den finalen Teil geschaffen, wenn ich mir hier auch etwas mehr Ausführlichkeit gewünscht hätte.
Da das Buch mir aber durch die Schwermütigkeit und die oben beschriebene spezielle Atmosphäre definitiv trotzdem in Erinnerung bleiben wird und mich auf den letzten Teil freue: ⭐⭐⭐⭐
Takeos und Keades Geschichte hat mich wieder gefesselt!
Zu Beginn war ich etwas verwirrt welches Kapitel aus wessen Sicht ist, weil ich den 1. Teil lange vorher gelesen hatte. Bin dann aber gut rein gekommen.
Das setting war wieder traumhaft beschrieben und hat mich in den Bann gezogen.
Auch emotional hat es mich gepackt!
Ich freue mich auf den dritten.