Ein richtig guter Sommerschmöker, den man im Schatten an zwei Nachmittagen weglesen kann und sich wegträumen ins heiße Südfrankreich. Die Trägheit der Hitze und die Entschleunigung spiegeln sich auch in der Handlung wieder. Ein eher langsames, ruhiges Buch aber nicht weniger mitreißend. Die Geschichte über Alma und Théo fand ich sehr sympathisch, echt und rührend. Eine gefühlvolle Buch über eine junge Liebe und zwei Menschen die zwischen ihren großen Gefühlen und wichtigen Lebensentscheidungen stehen. An keiner Stelle zu kitschig und für mich immer nachvollziehbar. Mich hat die Geschichte der beiden sehr berührt. Mir hat nur am Ende gefehlt, wie Théos Weg weiter geht, mit ihm habe ich auch sehr mitgefiebert...
Zäher Start, aber das Ende hat mich kalt erwischt
Ich hatte ehrlicherweise Startschwierigkeiten mit Weißer Sommer. Der Einstieg war für mich ziemlich zäh und ich habe echt eine Weile gebraucht, um überhaupt einen Zugang zur Story und dem Schreibstil zu finden. Zwischenzeitlich war ich mir unschlüssig, wohin die Reise gehen soll, obwohl man die besondere, tiefgründige Atmosphäre im Buch die ganze Zeit spürt. Das Durchhalten hat sich aber gelohnt: Das Finale hat mich emotional total abgeholt und tief berührt. Das Ende hat für mich die anfänglichen Längen zwar nicht komplett weggewischt, aber das Buch auf jeden Fall gerettet.
Die erste große Liebe und ihre Stolpersteine
Unterhaltsam und lesenswert , positiv sind mir die Kontraste in der sozialen Herkunft aufgefallen, auch die Ansiedlung im künstlerischen Milieu hat mir gut gefallen. Herausragend ist die Sprache, malerisch-poetisch, zart und feinfühlig, alle Sinne ansprechend. Aus diesem Grund würde ich zukünftige Bücher der Autorin unbedingt auch lesen wollen. Der Aufbau und die Struktur des Romans kam mir bisweilen ein wenig ruckelig vor und es scheint doch eher ein Buch für junge Erwachsene zu sein. Nichtsdestotrotz lohnend und sprachlich ein Juwel ✨

Dieser Sommer hat eine andere Farbe. Vielleicht Weiß, die Abwesenheit von Farbe. 🤍
Zwei Menschen, die sich lieben, aber nicht mehr wissen, ob Liebe allein reicht: Alma und Théo verbringen einen letzten Sommer gemeinsam in Frankreich, um herauszufinden, ob ihre Beziehung noch eine Zukunft hat oder ob Loslassen der bessere Weg wäre. 💭 „Weißer Sommer“ ist kein dramatisches Buch, das von unerwarteten Wendungen lebt, sondern von Gefühlen, Stimmung, Gesprächen, Erinnerungen und einer einzigartigen Intensität. Es liest sich ruhig und gelassen, und dennoch trägt es eine besondere Schwere in sich. 🌫️ Die Geschichte wechselt häufig zwischen den Perspektiven der Protagonisten und den verschiedenen Zeitebenen, wodurch sich ihre Beziehung allmählich entfaltet und sie an diesem entscheidenden Punkt ankommen. Diese Erzählweise bietet zwar tiefere Einblicke, unterbricht aber auch den Lesefluss. Obwohl die Rückblicke für die Geschichte unerlässlich sind, hätte ich mir mehr Zeit mit Alma und Théo in ihrem letzten Sommer in Frankreich gewünscht. Diese unsichere und zerbrechliche Stimmung zwischen ihnen fand ich besonders fesselnd. 🙈 Besonders beeindruckt hat mich die Authentizität der Beziehung zwischen Alma und Théo. Ihre tiefe Zuneigung ist spürbar, doch gleichzeitig driftet das Paar immer weiter auseinander. Nicht durch ein dramatisches Ereignis, sondern durch die vielen kleinen Missverständnisse und Differenzen im Alltag. Sie entwickeln sich zwar beide weiter, doch ihre Wege trennen sich allmählich. 💔 Das Buch verdeutlicht eindrucksvoll, dass Liebe allein nicht immer ausreicht, wenn Menschen sich in unterschiedliche Richtungen entwickeln. Das Ende wirkte auf mich sehr passend und realistisch. Emotional, intensiv und von Zweifeln geprägt, erzählt der Roman von Nähe, Konflikten und der schwierigen Entscheidung zwischen Festhalten und Loslassen. 🫂

Mir hat die Sprache sehr gut gefallen und ich bin gerne eingetaucht in das Leben von Alma und Théo - Urlaubslektüre ☀️
Ich habe mich mit den Zeitsprüngen schwer getan und dadurch ist das Leseerlebnis für mich eher anstrengend gewesen. So richtig bin ich mit beiden auch nicht warm geworden. 🤷🏽♀️
Was für ein Debüt!
Das Buch hat mir unglaublich gut gefallen. Der Schreibstil: so besonders, so berührend, so leicht und schwer zu gleich? Die Geschichte von Alma und Theo hat mich in gewisser Weise bedrückt, es waren die alltäglichen Situationen und Hürden, die eine Beziehung ins Wanken ziehen können. Kein großes Drama oder Schicksalsschläge. Eine Beziehung, wie wir sie vllt auch schon hatten. Gerade in den Zwanzigern, wo jeder seinen Weg und sich selbst finden möchte. Wo Beziehungen mitwachsen oder vielleicht daran zerbrechen können. So nah. Ich kann kaum glauben, dass das Buch ein Debüt war, man hat das Gefühl, die Autorin hat nie etwas anderes getan.
Eva hat so ein feines Geschick für Sprache, ich bin begeistert. Ich habe mich selber sowohl in Alma als auch in Theo wiedergefunden und kann als Person in meinen Midzwanzigern so sehr relaten, insbesondere die eigenen Entwicklung, in einer Beziehung zu sein und die Angst zu haben, sich nur alleine komplett entfalten zu können.

Schade, davon habe ich mir mehr erhofft
💭 M E I N U N G Bevor ich mit dem Lesen begonnen habe, habe ich gewartet bis der Sommer auch endlich bei uns angekommen ist, mir dann noch die Playlist zum Buch angemacht und mich auf meinem Liegestuhl in die Sonne gelegt, um wirklich voll „in der mood“ für dieses Buch zu sein. Doch leider kam ich, trotz der passenden äußeren Umstände, überhaupt nicht in die Geschichte rein. Das lag zum einen daran, dass die Geschichte aus einer Beobachter-Perspektive erzählt wird und man als Leser von außen zuschaut, wodurch für mich eine gewisse Distanz bestand. Zum anderen war die Sprache total poetisch und einfachste Dinge und Abläufe wurden dermaßen ausgeschmückt, dass es sich zwar gut lesen lässt und schön im Kopf nachhallt, aber wenig auf der inhaltlichen Perspektive hängen bleibt. Auch die Zeitsprünge sind nicht klar herausgestellt, sodass zwar einerseits die Kapitel den jeweiligen Tag erkennen lassen, andererseits jedoch immer wieder in die Vergangenheit gesprungen wird, wodurch mir nicht klar war, wo wir uns auf dem Zeitstrahl der vierjährigen Beziehung uns gerade befinden. Zudem hätte ich mir mehr im „Hier und Jetzt“, also im aktuellen Sommer gewünscht. Weiterhin wurden immer wieder französische Sätze eingeworfen, die nicht übersetzt wurden, was ich störend fand bzw. wo ich mir zumindest eine Übersetzung in der Fußnote gewünscht hätte. Zum Inhalt: Die Beziehung der beiden wird bruchstückhaft dargestellt, dabei werden einige Unstimmigkeiten deutlich, die mich haben fragen lassen: warum seid ihr überhaupt ein paar?! Anstatt diese Unstimmigkeiten jedoch anzugehen, wird viel mehr drumherum gelebt und jeder geht seinen eigenen Weg. So richtig glücklich wirken die beiden zu keinem Zeitpunkt. Auch wenn ihre unterschiedlichen Ausgangslagen und Prägungen gut herausgearbeitet wurden, hätte ich mir mehr Fokus auf den Konflikten zwischen ihnen gewünscht und vor allem mehr KOMMUNIKATION - die bleibt fast ganz aus. 🙉 Das Buch stellt zwar viele elementare Fragen über die Beziehung, gibt aber keine Antworten und lässt mich unberührt zurück. ⭐️ F A Z I T Ein leiser melancholischer Roman über eine junge Liebe, der sprachlich zwar total schön war, mich inhaltlich jedoch nicht erreichen konnte. Ich habe das Gefühl dass das Buch eher aufgrund der Person der Autorin einen gewissen Hype erlebt, anstatt aufgrund seines Inhalts. Ja, die Sprache war schön, die Geschichte hatte ein tolles, sommerliches Setting, aber die Figuren waren für mich distanziert und unnahbar. Schade, davon habe ich mir wirklich mehr erhofft!
Der Beliebigkeit entfliehen
Leider ist es im Leben manchmal so, dass die Liebe nicht funktioniert. Besonders wenn man jung zusammen kommt ist das Risiko, dass man sich auseinander entwickelt ziemlich groß. Und wenn man dann eh noch ein Päckchen mit sich rum zu tragen hat, dass man sowieso mal aufarbeiten müsste, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass das mit dem „für immer“ nicht passieren wird. Alma und Théo sind so ein Paar. Alma, aus gutsituiertem Elternhaus. schlägt eine Karriere als Künstlerin ein. Sie wird „weich fallen“, wenn das alles nicht funktioniert, denn sie hat den finanziellen Background, sich das leisten zu können. Sie möchte das Leben in vollen Zügen genießen und dazu gehören verschiedene Auslandsaufenthalte. Théo der aus dem familiären Handwerksbetrieb aussteigt und sich an Almas Umgebung anpassen möchte, folgt ihrem Rat und versucht sich ebenfalls als Künstler. Doch man merkt sehr schnell, dass er Probleme hat. Er fühlt sich in ihrem Freundeskreis nicht wohl, trauert seiner Mutter nach, die irgendwann verschwand und hat eigentlich andere Ziele. Und dann ist da noch der Konsum von künstlichen Substanzen, für den er besonders empfänglich ist. In einem Sommer in Frankreich treffen die beiden nach einer räumlichen Trennung wieder aufeinander, um auszuloten, inwieweit sie eine gemeinsame Zukunft haben. Eva Pramschüfer erzählt uns eine Geschichte, die das Leben schreibt. Ich kenne viele Paare, die ähnliche Wege gegangen sind wie Alma und Théo. Um der Beliebigkeit zu entfliehen, haben wir hier ein paar interessante Details. Das Leben als Künstler, welches meinem Empfinden, nach aber doch eher intellektuell als realistisch konstruiert wurde, der französische Hintergrund, inklusive des Accents auf Théos Namen und die verschwundene Mutter die ihren Sohn ein psychisches Problem beschert, setzen kleine Lichtpunkte in das Beziehungsgemälde. Wäre ich anmaßend, so würde ich danach fragen, warum die beiden überhaupt zusammen sind und warum sie nicht offen miteinander reden, warum Théo sich nicht Hilfe holt und Alma das nicht sieht. Ich hab die tiefe Liebe, die im Buch häufig erwähnt wird nie gespürt. Mir kam es so vor, als ob sie irgendwie in diese Beziehung reingeschlittert sind, aus einer Laune heraus und es mehrere Jahre einfach ausgehalten haben. Von der Persönlichkeit her sind sie schon sehr unterschiedlich und machen es sich unnötig schwer. Alma wirkt auf mich leicht überheblich und bisweilen etwas naiv. Sie sieht Théo nicht wirklich, auch wenn sie das ein ums andere Mal beteuert. Ihre privilegierte Herkunft führt bei ihr zu einem Hauch von Arroganz, den sie bestimmt nicht mit Absicht raushängen lässt. Diese äußert sich in der Art der Kommunikation, der ihre mangelnde Erfahrung offen legt. Als ihr Vater ihr wohlwollend, aber doch mahnend offen legt, dass sie sich auf harte Zeiten einstellen muss, wenn sie den Weg einer Künstlerin gehen möchte und das finanziell eventuell nicht viel bringen wird, zumindest am Anfang, entgegnet sie, dass Gerhard Richter ja auch mal angefangen hat. Dass dieser aber erst eine Lehre gemacht hat und damit sein Geld verdiente, ist außerhalb ihrer Wahrnehmung. Théo piekst ihre Art und da er weiß, dass sie es nicht so meint, wie es bei ihm ankommt, schluckt er das lange runter oder lässt es dann plötzlich und unerwartet auf sehr pampige Art raus. Oder kompensiert es mit Drogen. Alles nicht so schön, oder? Doch: die Sprache! Eva Pramschüfer hat Talent. Man darf gespannt sein, was sie noch so zu Papier bringen wird. Es gibt ein paar Wiederholungen, die mich gestört haben (die Rillen der Lippen als Abdruck, der Duft nach Palo Santo), aber sie schafft es Bilder zu malen, die durch die Sprache lebendig werden. Damit transportiert sie die Stimmung perfekt, wenn diese auch meist sehr gedrückt und kein bisschen fröhlich ist. Am Ende bleibt mir ein Roman, der mit der Erkenntnis spielt, dass man Vieles haben möchte, aber nicht alles bekommen kann. Manchmal muss man sich entscheiden, und es ist immer wichtig, dies für sich selbst zu tun, um sich am Ende nicht zu verlieren. Ich glaube, für diese Art von Lektüre muss man im Stimmung sein und wenn es gerade passt, dann ist sie wahrscheinlich ein Augenöffner. Ist man aber so, wie ich gerade in einem ganz anderen Film oder sehr erfahren in Sachen Beziehung, dann kann es sein, dass einen das überhaupt nicht abholt. Eine Empfehlung ist er trotzdem, besonders für die, die das melancholische im Sommer mögen und vielleicht selber gerade in einer Beziehung nach Orientierung suchen

„Die Liebe, die zu eng geworden ist….“
in ruhiger melancholischer Roman über Alma und Théo, die sich lieben, aber nicht wissen, ob die Gefühle für ihre Beziehung reichen und die Beziehung zu ihrer beider Leben passt. Das Ende meiner Beziehung liegt noch nicht so weit zurück, deswegen treffen mich die Worte, Entscheidungen, Gespräche miteinander sehr.
Schöne Urlaubslektüre
2,5 ⭐️ Schöner Schreibstil, aber habe Alma und Théo leider gar nicht gefühlt 😞
Was für ein Debüt.. "Weißer Sommer" ist so melancholisch, schmerzhaft, ruhig, irgendwie traurig aber auch bittersüß. Théo und Alma lieben sich. Und das seit vier Jahren. Nun sind sie zurück. Zurück in Südfrankreich, wo alles seinen Anfang nahm. Und sie möchten hier herausfinden, ob ihre Liebe zu retten ist. Von Anfang an spürt man, da ist etwas. Alma und Théo sind beide getrieben. Beide wollen mehr und mehr und mehr und eigentlich wollen sie das genaue Gegenteil. Sie wollen zusammen sein, alles erleben, alles fühlen und doch ihre Freiheit. Ungebunden sein. Sich ausleben. Kunst erschaffen. Kunst betrachten. Sich selbst besser kennenlernen. Die Welt sehen. Aber geht das nicht gemeinsam? Sie stellen sich, jeder auf seine Weise, letztlich dieselben Fragen. Und die Antworten liegen auf der Hand. Sie lieben sich aber diese Liebe reicht nicht aus, um alles füreinander zu sein. Jede Seite dieser Geschichte zeigt, was unausweichlich auf die beiden zukommt. Alles was sie denken, fühlen, tun, führt genau dort hin. Zu diesem einen Sommer, der kitten soll, was nie zu kitten war. Das Buch zeigt auf einfühlsame Weise wie man sich, trotz der Liebe, die man füreinander empfindet, entfremden kann. Eva Pramschüfer schreibt so wunderschön. Voller Poesie. Sie trifft mitten ins Herz. Klar, deutlich und doch so voller kluger Gedanken, die etwas mehr verlangen, als nur gelesen zu werden. Ich habe es genossen. Ich habe es genossen dieses Buch zu lesen, an einem so warmen Tag im Mai. Ich glaube "Weißer Sommer" ist nicht für jeden etwas. Man muss sich klar sein, wie melancholisch, wie schwer, es ist. Man muss sich auch bewusst sein, dass kein happy end auch ein happy end sein kann. Und bitte: hört beim Lesen die passende Playlist zum Buch. Es ist einfach perfekt.

»Im Sommer glaubt man, die Wärme würde ewig halten. Und dann kommt der Herbst. Unter welcher Last bricht bedingungslose Liebe?« (265) Was, wenn die Liebe nicht mehr reicht? </3 Was, wenn man mehr vom Leben will und es sich gerade einfach nicht passend anfühlt? Davon erzählt Eva Pramschüfer in ihrem Debütroman »WEISSER SOMMER«. Alma und Theo befinden sich im französischen Sommerhaus von Almas Familie, um gemeinsam herauszufinden, wie es mit ihrer Beziehung weitergehen soll. Es ist die erste große Liebe, all the feels, all the Struggles, die zur Liebe und zu den aufregenden Zwanzigern gehören. In alternierenden Erzählpassagen durchleben wir gemeinsam mit den beiden Protagonist*innen die erste Verliebtheit, das Zusammenziehen, ihre gemeinsame Vergangenheit & Erinnerungen. »Wenn er sie nicht mehr hätte, dann ist da niemand mehr, der ihn ansieht und nach einer Sekunde fragt: Was ist los? Weil sie immer merkt, auch ohne ein Wort, wenn ihm etwas auf dem Herzen liegt. Egoistisch ist das, ja, aber wie dumm wäre er, das aufzugeben.« (139) Eva beschreibt ihre Charaktere so authentisch und echt mit all ihren Sehnsüchten, Gefühlen, Verfehlungen, Wünschen, Träumen und Stärken, dass es direkt ins Herz geht 💘 und sich jede*r in diesen so realen Beschreibungen von Liebe, Gefühlen, Situationen wiederfinden kann. Was neben dieser so authentischen Story den Roman für mich zu einem Highlight gemacht hat: so viele feine, treffende Beobachtungen und wunderschöne Sätze und Sprache, die diese melancholische Story immer leicht, echt und emphatisch gemacht haben 🤍 Ein Roman, der mich sehr berührt hat. Liebe Eva, Du hast ein grandioses Debüt geschrieben. 🩵 Große Leseempfehlung 🌞 (be aware: you’ll need a pen and/or sticky notes.) »Bis zur Mitte der Woche war sie müde davon, ein Mensch zu sein.« (212)
Ich habe überhaupt nicht in das Buch finden können und dann beschlossen, es nicht weiterzulesen. Die Sprache fand ich völlig überfrachtet. Alles wurde künstlich in die Länge gezogen und ich habe dadurch keinen Handlungsstrang gefunden, den ich gern weiterverfolgt hätte. Die 2 Sterne vergebe ich für das Cover und die generelle Idee der Geschichte.

Schöne Sprache, leere Gefühle
Weißer Sommer ist für mich leider ein klassischer Fall von: Not worth the hype. Ich wollte dieses Buch wirklich mögen – Frankreich-Setting, melancholische Stimmung, poetische Sprache, schwierige Beziehungskiste? Eigentlich komplett mein Ding. Aber Alma und Theo haben es geschafft, mich emotional ungefähr so sehr zu berühren wie die flirrende Sommerhitze auf einer verlassenen französischen Landstraße: irgendwie hübsch anzusehen, aber am Ende bleibt vor allem Leere. Die große Frage des Romans ist ja: Gehen oder bleiben? Nur habe ich mich die ganze Zeit eher gefragt: Warum seid ihr überhaupt zusammen? Zwischen den beiden wirkt einfach nichts echt oder tief genug, um diese Beziehung irgendwie nachvollziehbar zu machen. Kommunikation? Praktisch nicht vorhanden. Reflexion? Eher sporadisch. Statt emotionaler Spannung bekommt man vor allem zwei Menschen, die sehr literarisch aneinander vorbeileben. Und das soll die große Liebe sein? Dabei schreibt Eva Pramschüfer wirklich wunderschön – ruhig, poetisch und atmosphärisch. Aber schöne Sätze allein reichen mir halt nicht, wenn die Figuren mich komplett kalt lassen. Am Ende war das für mich leider mehr Stimmung als Substanz.
Ein sehr atmosphärische und gefühlvoller Roman
Die einundzwanzigjährige Alma lernt bei der Bestellung eines Grabsteins für ihren Großvater den jungen Steinmetz Theo kennen. Dies ist der Beginn einer großen Liebe. Sie wohnt in München und er in der Nähe von Marseille, wo Almas Großeltern ein Ferienhaus besitzen. Ein paar Jahre später stehen sie vor der Frage: Hat diese Liebe Bestand? Wie kann man lieben, ohne sich selbst zu verlieren? Jedes Kapitel beginnt mit der Jetztzeit und erzählt im weiteren Verlauf eine Episode aus der Vergangenheit, jeweils aus der Sicht Almas und Theos. Dies lässt einen noch tiefer, die Beweggründe der beiden verstehen. Ich habe das Buch unglaublich gern gelesen, bin tief in die Charaktere der beiden eingetaucht. Alma war mir nicht immer sympathisch, doch das hat keinen Einfluss auf die Qualität des Buches. Ich finde, es ist Eva Pramschüfer ausgezeichnet gut gelungen, eine junge Liebe und ihre Probleme zu beschreiben. Auch das Ende hat perfekt gepasst. Dazu kommt, dass es in einem wunderschönen atmosphärischen und poetischen Stil geschrieben ist. Ich kann den Roman allen empfehlen, die gerne in die Gefühlswelt der Protagonisten eintauchen und spreche eine große Leseempfehlung aus.
Packend, schöne Sprache und trotzdem verwirrend…
Konnte mich leider nicht abholen
Der Schreibstil war mir zu Poetry-Slam-Mäßig und ich hatte keine Connection zu den Charakteren. Ansich aber eine schöne Geschichte

„Sie dachte daran, wie merkwürdig es war, jemandem zu erzählen, warum man eine Person liebte. Wie einsam es ist, jemanden zu lieben, weil niemand den Menschen genau so sieht wie du.“ Acht Tage. Acht Tage, um zu entscheiden, wie lange es sich lohnt, für eine Beziehung zu kämpfen und wann Loslassen vielleicht der ehrlichere Weg ist. Ehrlicherweise habe ich Weißer Sommer nur gelesen, weil meine Mutter meinte, das wäre genau mein Geschmack und sie hatte mehr als recht. Sprachlich hat mich das Buch sofort begeistert, weil es so ruhig, poetisch und gleichzeitig nah wirkt. Und als Kunststudentin kann ich auch nicht ganz unparteiisch sein, ich hätte den Gesprächen von Théo und Alma über Kunst noch ewig folgen können. Für mich ein sprachlich wunderschönes Buch und ganz klar eine große Empfehlung!
Sommer. Frankreich. Alma. Theo. Kunst. Viele Gefühle. Kein Happy End.
Poetisch, Kunst und coming of age
Habe das Buch in der Buchhaltung gesehen und irgdwie hat es mich angesprochen, obwohl ich mir unter dem Klappentext etwas anderes vorgestellt habe. Ich mochte das Spiel mit der Sprache, die Kunst und den Weg der Charakteren. Das man sie kurz ganz intensiv kennenlernen konnte. Mich hat es fasziniert, wie Nähe und Distanz durch die Sprache nicht nur die Beziehung der Charaktere beschrieben hat, sondern auch dem Leser zum Text. Mich haben die Welten der Charaktere, welche sozialen und kulturellen Unterschiede sie durch die Welt zieht, irgdwie motiviert die Geschichte weiter zu verfolgen. Der Blick von außen auf bestehende Strukturen, auf das intimste, was ein Mensch hat, wird irgdwie so respektvoll und ungeschönt beschrieben. Es hat sich so ehrlich angefühlt, weil diese kleinen Momente viele Menschen selbst erlebt haben und fragen welche gestellt werden, welche sind mit dem ich zumindest auch konfrontiert bin. Also ein richtig gutes Buch für den Sommer :)
3,75-4 ⭐️
Ich hätte mir noch mehr Tiefe bei den Charakteren und deren Beziehung gewünscht. Der Schreibstil war sehr schön, ich habe mich in vielen Momenten gesehen gefühlt. Trotzdem konnte ich mich nicht zu 100% in die Charaktere hineinfühlen. Als Audiobuch sehr zu empfehlen. Das Ende fand ich stärker als den Anfang, ich war mittendrin nicht ganz aufmerksam.
Ruhig. Poetisch. Kraftvoll & Schwer.
“Weisser Sommer” ist ein Roman, der sich ruhig liest und gleichzeitig eine besondere Schwere und Intensität in sich trägt. Das Debüt von Eva Pramschüfer hat mir sehr gut gefallen, auch wenn mich die Geschichte zu Beginn noch nicht ganz erreicht hat. Mit der Zeit hatte ich jedoch das Gefühl, dass genau darin die Stärke des Romans liegt: sich auf die Schwere, die Unsicherheit und die Dynamik einer Beziehung einzulassen, ohne sofort zu wissen, wohin die Geschichte führen wird. Besonders gefallen haben mir die verschiedenen Schauplätze zwischen Paris, München und Berlin sowie die Einbindung von Kunst und Architektur, die der Geschichte eine besondere Atmosphäre verleihen. Ein stiller, nachdenklicher Roman, der weniger von großen Wendungen lebt, sondern vielmehr von Stimmung und Gefühl.
Eine Liebeserklärung … an die Kunst!
Auch wenn ich mich zu Anfang an die wechselnde Perspektive und Zeitebene gewöhnen musste, bin ich schnell in die Geschichte reingekommen und wollte unbedingt wissen, wie Alma und Théo zueinander finden und was für Probleme sie in ihrer Beziehung bewältigen müssen. Es war spannend den Wechsel der Dynamik zu beobachten und sich immer wieder in beiden Charakteren wiederzufinden, die bei der Suche nach der großen Liebe und dem Sinn ihres eigenen Lebens sich selbst verlieren, wiederfinden und neu entdecken müssen. Unglaublich schön geschrieben. So viele nachvollziehbare Wahrheiten und Gefühle. Ich liebe besonders, wie Eva über Kunst schreibt. Théo macht Skulpturen und Alma malt. Darüber haben die zwei eine ganz besondere Verbindung. Ich fand es so schön mitzuerleben, was sie für unterschiedliche Ansichten haben, wie sie sich durch ihre Kunst annähern und mitteilen. Trotzdem ist Kunst für beide auch etwas ganz persönliches, was ihre Entwicklung als Charaktere unterstreicht, besonders, als Alma nach Paris zu ihrer Cousine geht. Diesen Story-Arch fand ich besonders spannend. Ich wünschte, es gäbe ein eigenes Buch über ihre Erlebnisse dort! Man muss ein bisschen damit leben, dass man am Ende des Buches nicht jede Frage beantwortet bekommt. Aber anders als bei anderen Büchern hat mich das hier nicht ratlos und frustriert zurückgelassen, sondern positiv zum Nachdenken gebracht und irgendwo hat es auch etwas schönes, dass man nur einen Ausschnitt aus Théos und Almas Leben bekommt und es nicht um ein Happy End geht, sondern um die gemeinsame Reise mit all ihren Auf und Abs. Ein sehr beeindruckendes, starkes Debüt, eine bewegende Geschichte über die große Liebe und das verfolgen von Träumen. Darüber, dass nichts für immer ist.
War leider nichts für mich
Zuallererst muss ich sagen, dass ich sehr schwer reingekommen bin. Es ist ein sehr ruhiger Roman, fand es eigentlich eher langweilig und mit den Zeitsprüngen bin ich auch nicht zurecht gekommen. Es gab mehr Vergangenheit und zu wenig Gegenwart. Das Ende mochte ich leider auch nicht. Für mich war der Roman leider nichts, Schade!
⭐️ Schreibstil: 5/5 ⭐️ Figuren: 5/5 ⭐️ Handlung: 5/5 ⭐️ Spannung: 5/5 ⭐️ Emotionale Wirkung: 5/5 Fazit - 5 ⭐️ Ich habe mich komplett in den bildlichen, poetischen Schreibstil verloren. Manche Sätze musste ich mehrfach lesen, einfach weil sie so schön geschrieben waren und so viel Stimmung transportiert haben. Besonders geliebt habe ich auch, dass man nicht nur Alma und Théo in der Gegenwart begleitet, sondern zwischendurch immer wieder ihre Kennenlerngeschichte erfährt. Dadurch hat sich ihre Beziehung nochmal viel greifbarer angefühlt und mich emotional komplett abgeholt. Dieses Buch fühlt sich an wie Sommermelancholie, Sehnsucht und dieses leise Wissen, dass manche Menschen einen für immer prägen werden. Ein absolutes Highlight, dass mich mit einem Gefühl zurücklässt, dass nur wenige Bücher in mir auslösen. 🌊 🩵
Anatomie einer Beziehung - Zwischen Liebe und Selbstfindung
Das Buch ist nichts, was ich mir normalerweise ausgesucht hätte. Es war die Auswahl für unseren Buchclub im Mai. Am Ende hat es mir deutlich besser gefallen, als erwartet. Der Schreibstil - flüssig, metaphorisch eindrücklich. Die Stimmung - melancholisch, nachdenklich. Die zwei Zeitebenen brachten der Geschichte zusätzliche Tiefe. Im Jetzt - die Differenzen zwischen den beiden, das Ungesagte. In der Vergangenheit erlebten wir, wie sie sich kennenlernten und was sie an den Punkt führte, an dem sie jetzt sind. Ich hatte zu Beginn mehr Sympathie für Alma. Im Verlauf der Geschichte habe ich sie nach und nach weniger gemocht. Ich fand sie an mehreren Stellen doch recht egoistisch. Theo hingegen wurde mir immer sympathischer und am Ende hat mein Herz auch für ihn geblutet. Wahrscheinlich fand ich seine Perspektive auch nachvollziehbarer, bekannter. Mir gefiel es, dass sich ihre Geschichten in gewisser Weise in gegensätzliche Richtungen entwickelten, während Alma sich immer mehr fand, verlor Theo sich selbst. Bei den Nebencharakteren möchte ich lediglich die Väter der beiden benennen. Theos Vater habe ich ehrlich gemocht. Warmherzig, unterstützend, liebevoll. Almas Vater hingegen fand zwar nicht überaus sympathisch (insgesamt kam ihre Familie nicht gut weg), aber auf eine Art brutal ehrlich. Aus meiner Sicht, musste sie auch hören, was er in Paris zu ihr gesagt hat. Kleiner Kritikpunkt: mir persönlich waren die Kapitel an vielen Stellen zu lang. Das spiegelt einfach eine persönliche Vorliebe. Wenn ich im Kindle bereits sehe, dass ich 45 Minuten für ein Kapitel brauche, habe ich häufig schon gar keine Lust mehr, damit anzufangen. Das hat weder etwas mit der Handlung an sich, noch mit dem Schreibstil zu tun.

Unbeschreiblich.
Es hat mich absolut beeindruckt! Ich habe das erste Mal bei einem Buch wirklich weinen müssen, weil es so schön und traurig zugleich war. Ich konnte mich sowohl in Alma als auch Théo rein versetzen, das habe ich noch nie erlebt. Großes Lob an die Autorin zu ihrem Debütroman! 🤍
Melancholie
Ein Coming-of-Age Roman mit anspruchsvoller Sprache, aber sehr poetisch. Anfangs musste ich mich an die Zeitsprünge gewöhnen, aber ich hab die Hürden der Beiden und ihrer jungen Liebe und die Zweifel wegen dieser etwas zu verpassen, so gut nachvollziehen können. Es war stellenweise sehr melancholisch, aber gleichzeitig auch so einfühlsam. Der Roman spielt im Sommer; aber zeigt sehr gut auf, wie es auch dort kalt sein kann.

Erwachsen werden und die Jugendliebe
„Weisser Sommer“ erzählt die Geschichte von Alma und Theo, die sich jung kennenlernen und eine intensive Liebe miteinander erleben. Dabei geht es nicht nur um Beziehung, sondern auch um all die Fragen, die die Zwanziger oft mit sich bringen: Wer möchte man sein? Wo will man hin? Welche Kompromisse ist man bereit einzugehen – und welche eben nicht? Besonders gefallen hat mir die Schreibweise. Trotz der Zeitsprünge und Perspektivwechsel lässt sich das Buch sehr angenehm lesen und man kann sich unglaublich gut in Alma und Theo hineinversetzen. Beide wirken sehr authentisch und greifbar. Man merkt beim Lesen richtig, wie sich Gefühle, Unsicherheiten und Veränderungen entwickeln – genau das macht die Geschichte so besonders. 🌿 An manchen Stellen wurde mir allerdings etwas zu detailliert auf eher irrelevante Dinge eingegangen. Natürlich sorgt das dafür, dass man noch stärker in die Gedanken und Momente eintaucht, aber manche Passagen wirkten auf mich etwas unnötig ausgeschmückt. Das ist aber wahrscheinlich einfach Geschmackssache. Das Ende fand ich wiederum wirklich schön – nicht unbedingt, weil es klassisch „gut“ oder „schlecht“ ausgeht, sondern weil es einfach gut zur Geschichte gepasst hat. Und mehr möchte ich dazu natürlich nicht spoilern. 🤍 Insgesamt ein emotionales, ruhiges und gleichzeitig sehr intensives Buch über Liebe, Veränderung und das Erwachsenwerden.
„Weißer Sommer“ verbindet Frankreich mit München in einer sprachlich sehr schönen, ruhigen Liebesgeschichte. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob Liebe wirklich für die Ewigkeit bestimmt ist. Die Perspektivwechsel und Zeitsprünge waren im Hörbuch anfangs etwas schwer zu verfolgen, fügten sich aber ab der Mitte deutlich besser zusammen
Weißer Sommer – Eva Pramschüfer Satz-Gold: „Sie dachte daran, wie man aus Menschen diejenigen machte, die man haben wollte. Und sie konnte nicht trennen – sah er etwas in ihr, was sie nicht wahrnahm, oder machte er etwas aus ihr, was sie nicht war? Sie dachte daran, wie merkwürdig es war, jemandem zu erzählen, warum man eine Person liebte. Wie einsam es ist, jemanden zu lieben, weil niemanden den Menschen genau so sieht wie du.“ (S. 95) Im Kern: Ein feinfühliges Debüt über Alma und Théo – zwei Individualisten, deren Beziehung von Liebe, Gewohnheit und leisen Zweifeln geprägt ist. Im Sommerhaus von Almas Eltern treffen sie ein letztes Mal aufeinander, um herauszufinden, ob das gemeinsame Fundament noch trägt oder die Risse bereits zu tief sind. Die Sprache: Von beeindruckender Feinheit, poetisch und tastend. Pramschüfer blickt beinahe zärtlich auf die Details, sodass sich die einzelnen Szenen vielschichtig und still wie ein Gemälde entfalten. Was bleibt: Ein flüchtiger Eindruck – sprachlich schön, in seinen Bildern und in der Zurückhaltung überzeugend, aber ohne nachhaltige Wirkung. Ich wäre gern tiefer in das Beziehungsdrama eingetaucht, statt über weite Strecken an der Oberfläche zu bleiben. Mir fehlte das unmittelbare Erleben in der Gegenwart; die vielen erinnerten Momente und detailreichen Szenen nehmen leider den Fokus vom zentralen Konflikt und schwächen die emotionale Bindung zum Text. Trotzdem habe ich das Buch gern gelesen.

Weisser Sommer, alles andere als ein Sommerbuch.
Auch wenn wir uns im Sommer in Frankreich befinden, hat sich Theos und Almas Sommer so kalt angefühlt stellenweise. Wo fang ich an ? Evas Schreibstil ist anspruchsvoll. Hier ist Aufmerksamkeit gefordert sonst kommt man nicht mit. Ich liebe die Sprache es ist sehr literarisch, an manchen Stellen schön poetisch und an den richtigen Stellen präzise. Ich hatte alles direkt vor Augen: München, Berlin, Paris. Die Story hat mich mehr mitgenommen als erwartet. Am Anfang war ich skeptisch. Mein Gedanke war : Naja, halt ne Love Story. Mit Höhen und Tiefen. Wird mich warsch nicht so doll emotional catchen. PUSTEKUCHEN! Vorallem Theo hat es mir an getan. Es gab Stellen in denen mir Theo so leid tat. Ich hab gespürt wie er leidet. Hatte sogar mitten im Buch Trãnen in den Augen. BERLIN war hart für mich. Ihm dabei zu zusehen, wie er sich verwandelt ...das Telefonat mit Arthur ich könnt grad wieder heulen. Alma hingegen ist für mich ein schwieriger Charakter. Es gab Stellen im Buch, da hab ich sie verstanden, aber unterm Strich ist sie mir hart unsympathisch. Ich hab während dem Buch immer wieder gedacht, was hält die zwei eigentlich zusammen? Dann gabs wieder Momente wo ich es verstanden habe. Liebe Eva, das Ende hat mir weh getan. Ich hab geweint. Was komisch ist den irgendwie hab ich damit gerechnet und doch hat ein kleiner Teil von mir gehofft es kommt anders.
2 Sterne. Ich glaube das Buch kann ganz schön sein, aber mich hat es einfach nicht packen können. Ich fand ihre Gedankengänge zu gewollt und irgendwie haben sie mich nicht so interessiert. Das Ende fand ich allerdings ganz schön und auch die Idee mochte ich.
Der letzte gemeinsame Sommer? Ich hatte grosse Mühe in die Geschichte reinzufinden. Einerseits konnte ich keine emotionale Verbindung zu Alma und/oder Théo aufbauen. Andererseits hatte ich Schwierigkeiten mit den vielen Zeitsprüngen. Die bildhafte und beschreibende Sprache der Autorin hat mir ebenfalls nicht so zugesagt. Es wirkt teilweise zu konstruiert und überladen. Als Alma sich entscheidet für ein halbes Jahr nach Paris zu gehen, wird es interessant. Die junge Liebe wird auf die Probe gestellt. Théo, der für Alma nach München gezogen ist, bleibt zurück. Es bleibt so viel Unausgesprochenes zwischen den beiden. Und genau dieser Einblick in Théo’s Gedankenwelt hat mir sehr gut gefallen. Mehrmals habe ich mich gefragt: aus welchem Grund ist er Alma gegenüber nicht ehrlich? Mit der Zeit werden seine Beweggründe dann klarer. Gut gefallen hat mir auch das überraschende Ende der Geschichte. Aber ist das wirklich Théo? Das habe ich mich jetzt im Nachhinein nochmals gefragt. Sprachlich sehr gelungen finde ich den Ein- und Ausstieg in die Geschichte. „Das Haus ist das letzte am Ende der Straße. Es kennt sie, denn das Haus ist Schauplatz ihrer ersten wackeligen Schritte gewesen. Auf der Haut des Hauses wurde ihr Wachstum festgehalten, markiert in seinen Türrahmen. Ihre Geschichte war seine Geschichte.“ Alles in allem eine feine Erzählung über die Suche nach der eigenen Identität sowie über die erste grosse Liebe!
„Kann sein, vielleicht habe ich Angst. Aber ... Wenn ich es gar nicht erst probiere, kann ich auch nicht scheitern.“
————————————————————— In „Weißer Sommer“ geht es um Alma und Théo und wie unterschiedliches Aufwachsen ihr Denken und Fühlen geprägt hat. Es geht um ihre erste Begegnung, um ihre Anziehung, um ihre Liebe, um ihr gemeinsames Zusammenleben und Auseinanderleben. „In Almas Kopf ist Dienstag ein blasses Blau, Oktober pflaumenfarben, 12 Uhr mittags karmesinrot. Der Sommer ist für sie immer orange gewesen - summend und satt, warmes Leder und Pfirsichhaut, die von Zähnen durchbrochen wird, Sonne, die durch Augenlider dringt. Der Rand von etwas.“ Das Buch war von Metaphern durchtränkt, aber für mich zu keinem Zeitpunkt zu viel, nicht zu überladen, obwohl es wirklich überladen war. Die Sprache ist lyrisch, melancholisch, intensiv, künstlerisch. „In gewisser Weise fühlt sich Sechsundzwanzig-Sein an wie der August, und der August fühlt sich an wie ein Sonntagnachmittag - das Gefühl von Freiheit, kurz bevor sie verschwindet." Ich hatte gar keine Erwartungen und trotzdem wurden sie alle erfüllt.
Gelungenes Debüt :)
Mir hat das Buch insgesamt echt gut gefallen. Ich bin, was literarische Tiefe, Metaphern und das Lesen zwischen den Zeilen angeht, nicht super belesen, trotzdem war es mir nicht zu viel. Der Schreibstil und die Charaktere sind definitiv „artsy“, mehr als ich normalerweise lese, aber ich fand’s trotzdem gut :) Besonders gefallen hat mir, wie die fehlenden Übergänge vom Heute in die Vergangenheit die Gedanken der beiden widerspiegeln. Man verliert sich selbst in den Erinnerungen an die guten Zeiten und merkt gar nicht, dass man eigentlich noch im Jetzt ist. Gerade gegen Ende hat mich das emotional echt abgeholt. Was ich allerdings nicht ganz greifen konnte, war die Beziehung der beiden. Tiefgründige Gespräche können sie, klar. Aber darüber hinaus hat’s mir ein bisschen in der Ausführung gefehlt.

Vor einigen Wochen ist Evas Debüt-Roman „Weißer Sommer“ erschienen und vor allem in den ersten Tagen habe ich ausschließlich Positives darüber gehört. Dementsprechend waren meine Erwartungen hoch. Wir begleiten Alma und Theo, die sich eigentlich lieben, aber mit der Zeit immer mehr voneinander entfernt haben. In einem letzten gemeinsamen Urlaub in Südfrankreich wollen sie herausfinden, ob ihre Liebe noch eine Chance hat. Besonders gut gefallen hat mir Evas Schreibstil und ihre Beobachtungsgabe. Selten habe ich Situationen und Gefühle so schön erzählt und beschrieben gelesen. Auch die Dialoge und Interaktionen der verschiedenen Charaktere sind meiner Meinung nach sehr gelungen. Eva kann also definitiv schreiben. Die Handlung ist eher ruhig und langsam - viel passiert nicht und der Fokus liegt auf den Charakteren und ihren Beziehungen. Die häufigen Zeitsprünge und Perspektivenwechsel haben leider dafür gesorgt, dass ich im Lesefluss unterbrochen wurde und mir oft nicht sicher war, in welcher Zeitebene wir die beiden gerade begleiten. Auch wenn man die Charaktere durch die Erzählungen aus der Vergangenheit besser kennenlernt, hätte ich gerne mehr aus der Gegenwart gelesen. Gerade die angespannte Stimmung zwischen den beiden im Ferienhaus fand ich besonders spannend und emotional greifbar. Insgesamt ein solides Debüt. Auch wenn meine Erwartungen nicht ganz getroffen wurden, hat mich der Schreibstil überzeugt und ich hatte eine gute Zeit mit dem Buch ☀️
Debütroman
Man merkt es, wie ich finde, leider. Viel mühe steckt in den Sätzen und es kommt viel Emotion rüber, aber die Geschichte verläuft sich total im Sand und lässt mich unzufrieden zurück. Es gibt viele offene Situationen, wo man doch wirklich die eine under andere zu Ende hätte erzählen können. Warum die Kapitel mit Tag 1 - 8 benannt sind verstehe ich bis jetzt noch nicht, denn es werden viele Zeitsprünge gemacht die nicht einfach ersichtlich sind und besagten Tagen nichts zu tun haben. Außer ihr „Sommer“ geht 8 Tage, fände ich aber auch irreführend…

»So viel Zeit ihrer Zwanziger hatte sie bisher mit Théo verbracht. Wo fing sie an und wo hörte er auf?«
Sprachlich gelungenes Debüt In Eva Pramschüfers Debütroman „Weisser Sommer“ lernen wir die Beziehung von Alma und Théo kennen. Die beiden sind seit einigen Jahren ein Paar und lieben sich, eigentlich. Allerdings beginnen beide auf ihre Art und Weise die Beziehung zu hinterfragen, ausgehend von der Frage, ob sie wirklich glücklich zusammen sind oder glücklicher getrennt wären. Während sie einen letzten gemeinsamen Sommer zusammen verbringen wollen, um diese Fragen für sich beantworten zu können, lernen wir als Leser:innen die Beziehung der beiden in Rückblenden retrospektiv kennen. Was diesen Roman besonders für mich gemacht hat, war auf jeden Fall die Sprache, in die ich mich direkt auf der ersten Seite verliebt habe. Pramschüfer gelingt es durch ihre präzise Wortwahl und ihr atmosphärisches Schreiben Bilder und Orte im Kopf entstehen zu lassen, sodass ich mich sehr gut in das Setting hineinversetzen konnte und den Sommer beinahe fühlen konnte. Auch konnte ich sehr gut Almas Gedankengänge, Sorgen und Ängste nachvollziehen. Woher soll man denn in einer langjährigen Beziehung auch wissen, ob man glücklicher mit oder ohne den Partner wäre? Und wie soll man sich entscheiden, wenn man sich doch eigentlich liebt und aus rationalen Gründen gut zusammenpasst, aber gleichzeitig immer wieder den Drang hat, wegzulaufen? Eigentlich erfüllte das Buch also alle Voraussetzungen ein Highlight zu werden und doch hat mir etwas gefehlt: der Plot. Natürlich war mir bereits im Vorfeld klar, dass das Buch eher charaktergetrieben sein würde, aber mir hat trotzdem ein bisschen die Geschichte gefehlt. Beziehungsweise mochte ich diese (trotz dem Schreibstil, Setting und den Charakteren, die ich sehr mochte!) irgendwie nicht. Außerdem konnte ich mich durch die ständigen, nicht linearen Zeitsprünge oft nicht in der Geschichte verorten, und musste mich immer wieder neu orientieren. Das hat meinen Lesefluss so gestört, dass ich trotz der Kürze des Romans, ewig dafür gebraucht habe. Leider bin ich auch immer wieder über vereinzelte Rechtschreib- und Grammatikfehler gestolpert, die den Lesefluss zusätzlich gestört haben. Trotz meiner Kritik an diesem Debüt hat mich Eva Pramschüfers Sprache und Schreibstil hier so überzeugt, dass ich immer wieder ein Buch von ihr lesen würde! Ich hoffe, wir werden zukünftig noch mehr von ihr hören und zu lesen bekommen.
Sommer der Entscheidungen
Der Debütroman "Weißer Sommer" von Eva Pramschüfer erzählt die Geschichte vom Alma und Théo. Die beiden treffen sich im Sommer wie jedes Jahr im Haus von Almas Familie in Frankreich. Dort hat ihre Liebe begonnen, allerdings kam dann das Leben der jungen Erwachsenen dazwischen und dieser gemeinsame Sommer stellt sie vor die Entscheidung, ob sie zusammen bleiben oder sich trennen. In verschiedenen Zeitebenen wird die Geschichte von Alma und Théo von ihrem Kennenlernen bis zu besagtem Sommer erzählt. Dabei beschreibt Eva Pramschüfer auf eine sehr lyrische Art, wie die Beziehung und die Gefühle sich mit der Zeit entwickeln und vor welchen Herausforderungen die erste große Liebe junge Erwachsene stellt. Besonders der Schreibstil konnte mich bei diesem Roman sehr begeistern. Fast schon poetisch werden die Gefühle der beiden Protagonisten umschrieben. Eine schöne Sommerlektüre.
Für mich war Weißer Sommer von Eva Pramschüfer ein Roman mit einem unerwartet intensiven und tiefgreifenden Ende. Ich war wirklich berührt von der Auflösung des Romans. „Was, wenn sie sich trennten? Was, wenn man nur eine Person im Leben so lieben kann?“ (S. 18) Zu Beginn war ich noch recht skeptisch ob der Liebesgeschichte, in die ich mich hineinbegeben habe. Nach Lektüre des Klappentextes habe ich eigentlich etwas ganz anderes erwartet, nämlich eine intensive Auseinandersetzung, starke Dialoge, vielleicht sogar explosive Streits. Stattdessen wurde der Roman überwiegend in Rückblenden erzählt. Dabei wurden beide Perspektiven der Protagonist:innen Alma und Théo beachtet, sodass man sich einen Rundumblick verschaffen konnte. Im Verlauf der Erzählung werden verschiedene Nebenstränge eröffnet, die im Laufe der Zeit auch schön aufgegriffen und erklärt werden. So wird eine angenehme Spannung geschaffen. Sprachlich habe ich an verschiedenen Stellen gestaunt, wie intensiv einzelne Szene gestaltet wurden. Sehr passend für den künstlerischen Anspruch, der auch von den beiden Hauptfiguren an den Tag gelegt wird. Wunderbar, wie lebhaft die Beschreibung von Farben und Szenerie in die Kapitel einfließen konnte und die Stimmung beeinflusst hat. „Am Ende weißt du nie, was in einem anderen Kopf vorgeht. Es ist ‘ne Illusion zu glauben, dass man jemanden wirklich kennt.“ (S. 231) Mehr möchte ich an dieser Stelle gar nicht über die Handlung verraten, sondern nur empfehlen, den Roman selbst in die Hand zu nehmen und sich selbst in die komplexe Liebesbeziehung von Alma und Théo zu begeben.
„Eigentlich lieben Alma und Théo einander.“ heißt es im Klappentext, aber stimmt das auch?
Ich bin ehrlich unschlüssig, was ich zu diesem Roman sagen soll. Am Ende bin ich etwas traurig, weiß aber noch nicht genau warum. Ich habe Alma nicht wirklich kennengelernt, konnte ihr Handeln oft nicht nachvollziehen. Théo kam ich ein bisschen näher, aber insgesamt waren wohl beide Charaktere zu komplex, als dass ich sie verstanden hätte. Und ich ärgere mich immer darüber, wenn Menschen übereinander denken statt miteinander zu reden - erst recht, wenn ihnen eine tiefe Vertrautheit angedichtet wird (oder ist das eine Frage des Alters?). Andererseits ist die Sprache grandios und die Bilder, die Eva Pramschüfer zeichnet wunderschön: „In gewisser Weise fühlt sich Sechsundzwanzig-Sein an wie der August, und der August fühlt sich an wie ein Sonntagnachmittag - das Gefühl von Freiheit, kurz bevor sie verschwindet.“
Selten habe ich eine Geschichte so sehr gefühlt wie diese hier. 🥹❤️🩹
Was für ein ergreifender Debütroman, wow! Das, was Theo und Alma erlebt haben, habe ich letztes Jahr auch erfahren. Für viele wäre der Ausgang der Geschichte vielleicht nicht perfekt, für mich war er jedoch absolut gelungen, weil es einfach nur authentisch und logisch war. Auch ich habe lernen müssen, das Liebe nicht immer alles heilen kann. Liebe tut weh, ist unfair und ist nicht immer rosarot. Dennoch kann sie dir vieles lehren und dich an einen anderen Punkt in deinen Leben bringen. Mir persönlich war das Ende etwas zu abrupt, da hätte gerne mehr kommen dürfen. Eva‘s Schreibstil ist wahnsinnig ergreifend, beschreibend & ehrlich. Auf der einen Seite auch so nüchtern, auf der anderen so emotional. „Weißer Sommer“ zeigt, dass man nicht jede Liebesgeschichte ein Happy End hat und dass auch nicht jede Liebesgeschichte 1000 Seiten benötigt. Wie sagt man manchmal so schön „kurz und schmerzlos“? Naja, weh getan hat es trotzdem. 🥹 Von mir gibt‘s eine Leseempfehlung!
Das beste an dem Buch ist das Cover. Ich fand manche Handlungsstränge unnötig und oberflächlich, das Ende zu schnell.
Einfühlsam und melancholisch
Chapeau Eva, was für ein gelungenes Debut! Eine wunderschöne, lyrische Sprache, die einfühlsame Schilderung der Hauptcharaktere, die genauen und immersiven Beschreibungen der Orte, Häuser und Städte, machen diesen Roman zu einem Leseerlebnis. Ganz klare Leseempfehlung.

















































