Ein toller Abschluss der Reihe. Auch wenn ich mir ein anderes Ende erhofft habe, kann ich es nur empfehlen!
Nach "Dark Canopy" wollte ich unbedingt wissen wie es weitergeht. "Dark Destiny" schließt fast nahtlos an Band eins an und wir erfahren direkt, wie es weitergeht.
Fesselnd und mit ein paar Überraschungen geht es hier weiter. Und was soll ich sagen, das war auch so echt. Man merkt den Charakteren die Geschehnisse in Band eins an und das man sich eben auch dadurch verändern kann.
Empfehlung!
Es fällt mir schwer meine Meinung zum zweiten Teil zum Ausdruck zu bringen, ohne eine essentielle Sache zu nennen.
Wer also partout nicht gespoilert werden möchte, sollte eher andere Rezensionen zu diesem Buch lesen. ;)
Nachdem Neél von den eigenen Leuten gefangen genommen und gefoltert wurde, sieht Joy sich außerstande weiterhin mit diesen zusammen zu leben. Nicht nur zerstörte Hoffnungen und Zukunftsträume treiben sie an, ihren Weg alleine durch Bomberland fortzusetzen, allen voran ist es die Suche nach der Antwort auf die Frage, wie Neél starb.
Ihr Weg führt sie durch feindliche Clans, von denen sie plötzlich Dinge erfährt, die sie an den Tod Neéls zweifeln lassen und so macht sie sich erneut auf in die Stadt …
Wenn gleich man auch hier sich von anfang an mitten im Geschehen wieder findet, alte liebgewonnene Bekannte wieder trifft und sich sofort wieder mit der Umgebung und den Leuten heimisch fühlt, schafft es Dark Destiny nicht ganz so sehr an sich zu binden wie es sein Vorgänger vermochte. Die Figuren haben an Charakter nichts eingebüßt und man leidet noch immer mit ihnen, wenn nicht gar mehr – hat man sie doch inzwischen ein ganzes Stück mit begleitet. Dennoch enthält das Buch meiner Meinung nach eine gewisse Länge. Diese Länge entsteht für mich mit dem Wissen, dass sich beide Protagonisten am selben Ort befindet, aber es irgendwie nicht schaffen aufeinander zu treffen. Als würde man sich ständig verpassen oder aneinander vorbei rennen. Mit Spannung hat das nicht viel gemein, es ist eher zermürbend.
Ein absoluter Pluspunkt ist dabei allerdings, dass Benkau sich dieses typische, aufschaukelnde Beziehungs-hin-und-her (er ist sauer, weil sie ihn nicht sofort aufgesucht hat und ihn in dem Glauben gelassen hat, sie hätte sich gegen ihn entschieden und sie ist sauer, weil er deswegen sauer ist …man kennt das ja. ^^) schenkt und die beiden fast an der Stelle weiter machen lässt, an der sie sie getrennt hat.
An diesen Punkt gewinnt die Handlung dann langsam wieder an Fahrt, bis hin zum unausweichlichen und sehr gelungenen Showdown.
Darüber hinaus endet das Buch nicht mit einem Knall, sondern klingt langsam in einem doch recht unerwarteten Ende aus. Ich möchte nicht sagen, dass mich das Ende enttäuscht hat. Es ließ mich ein wenig unzufrieden zurück, weil ich es mir anders gewünscht hätte. Dennoch kann ich nicht anzweifeln, dass dieses Ende für die Geschichte und die Personen absolut authentisch und … ja leider muss ich es zu geben … richtig ist. Alles andere hätte nicht gestimmt und wäre wider der Charaktere.
Als angenehmer Nachgeschmack bleibt ein Hoffnungsschimmer übrig – wenn auch alles offen ist, es wird am Ende vielleicht doch gut …
Nach dem Ende von Teil 1 MUSSTE ich natürlich sofort den nächsten Teil haben und auch hier wurde ich wieder direkt in einen Strudel von Emotionen gezogen. Selten habe ich mit einem Charakter mehr mitgelitten, mitgehofft, mitgefühlt als mit Joy. Sie bleibt eine starke Persönlichkeit trotz all der Ereignisse und sucht weiter den Weg in ihre ganz persönliche Freiheit. Das hat auch das Ende ein bisschen weniger traurig gemacht. Denn das beide ihre Freiheit gefunden haben, war wohl das beste Happy End. Alles andere hätte nicht gepasst
Meine Gedanken zum Buch:
Wie kann man so ein Ende schreiben?? Tut mir leid, aber damit hat sie die ganze Reihe für mich zerstört. Aber ich versuche darauf erst später einzugehen und mich jetzt einmal dem Buch im Gesamten zu widmen.
Es beginnt ziemlich bald nach dem Ende von Teil eins und zeigt eine lange Zeit die Trauer und den Schmerz durch den Verlust von Neél. Aber bald wird klar, dass er nicht gestorben ist, sondern es nur eine Lüge von Mathial war.
Daraufhin folgen lange Kapitel von Joy wie sie ihren Weg zurück in die Stadt nimmt und was sie dabei alles erlebt oder was in der Stadt passiert. Währenddessen wird gezeigt was mir Neél geschehen ist, was er tut und wie es ihm geht. Was alles zusammen sowas von langweilig war und total öde zum Lesen. Viel zu genau und auch unnötig lange, ohne tieferen Grund für später.
Was mich aber am meisten bedrückt und gestört hat, war nicht die bedruckende Stimmung im Buch – nein, das war nachvollziehbar – aber die starken Veränderungen bei jedem einzelnen Charakter.
Joy hat ihre gesamte Kampfeslust verloren, gut, wenigstens hat sie diese später wieder zurückgewonnen.
Aber Mathial wurde nur noch zum bösen Clanführer abgestempelt, herzlos und niederträchtig. Wobei er im ersten ein einfühlsamer, sensibler Charakter gewesen ist. Klar, das Leben ist ihm in die Quere gekommen und das Schicksal hat ihn verändert, aber das hier war viel zu krass und daher unglaubwürdig.
Das gleiche muss ich leider, leider auch über meinen Liebling aus dem ersten Teil sagen: Neél. Wie kann man einen einst so tollen Charakter derart verändern? Nach seiner Folter und Misshandlung von den Menschen ist Neél ein gebrochener Percent, der keiner Verantwortung mehr gewachsen ist und sich leidend jeden Tag die Birne weg säuft. Aber nicht nur seine Verletzungen sind schuld an seinem bekümmerten, gleichgültigen Zustand, sondern auch seine Sehnsucht nach Joy.
Aber auch Graves ist mir nicht mehr so sympathisch wie im ersten Teil und auch Cloud hat sich zum negativen verändert, so wie eigentlich alle Figuren im zweiten Teil.
Weiter in der Handlung haben Joy und Neél schließlich doch wieder zusammengefunden, aber damit war es noch lange nicht zu Ende. Obwohl alles daraufhin gedeutet hat, dass sie sich so unglaublich lieben, dass sie nur zusammen glücklich sein können, hat Neél immer relativ schnell entschieden, sich von Joy wieder zu verabschieden.
Da ich doch etwas sauer über das Buch bin, kann ich mich nicht länger zurückhalten und ab hier gibt es einen Spoiler!!!
Zurück zu Neél: er liebt sie und ist gebrochen, weil sie weg war und dann nachdem sie endlich wieder zusammen sind, ist er bereit, sie alleine mit einem Schiff fortschwimmen zu lassen, weil er wegen dem Kind Edison nicht mitgehen kann – ein Kind, das wir einmal kurz getroffen haben und keine Ahnung hatten, dass es so wichtig für Neél ist, wichtiger als seine betonte, große Liebe Joy?
Und was passiert als nächstes??? Nachdem gegen 85% alles perfekt erscheint und sie im fremden Land -gemeinsam – ankommen sind, ist er wieder nicht glücklich und bockt nur rum. Wo ist der Néel geblieben, der an eine bessere Welt und Frieden geglaubt hat und bereit war dafür zu kämpfen oder für Joy zu kämpfen?
Was ich auch nicht verstanden habe war, warum ihm Cloud am Ende plötzlich wieder so wichtig war, obwohl sie lange vorher im Buch diesen Bruch gehabt haben. Und was tut Neél? Er lässt alle Hoffnungen, Liebe und Glück mit Joy zurück und verschwindet zurück in seine Heimat – ohne Joy – und er wollte sich nicht einmal verabschieden. Ich habe nie damit gerechnet, dass einmal über Neél zu denken, aber für mich ist er nun ein Schlappschwanz und kein Funke mehr in ihm, von den einst zielgerichteten, sturen, starken Percent, der unser Herz schneller schlagen ließ!!!
Ich bin sehr enttäuscht und ich habe keine Ahnung, für was das Buch oder die Reihe gut war. Sicher, es gab Dinge über die man zum Nachdenken angeregt wurde, aber trotzdem hätte ich gerne einen positiven, hoffnungsvollen Abschluss gehabt. Jetzt nicht nur was Joy und Neél betrifft, sondern die gesamte Situation mit den Menschen und den Percents. Wirklich schade darum. :-(.
Cover:
Wie auch beim ersten Teil, hat mir das Cover wieder sehr gut gefallen und es versetzt einem auch in die richtige Stimmung.
All in all:
Ein schwacher, sehr enttäuschender letzter Teil in dieser Dilogie, rund um die Menschen und den Percents. Es war nur trostlos, voller Blut, Kampf, Entsagung, Krieg und ungenutzter Chancen auf Glück und Liebe. Ich weiß nicht, welche Message die Autorin damit weitergeben wollte, aber jetzt nach dem gesamten Ende ist diese Message nicht positiv bei mir angekommen. Das war es für mich mit Benkau, werde nun nichts mehr von ihr lesen. *schade*
Mehr zu dem Buch findest du auf meinem Blog:
http://martinabookaholic.wordpress.com/2014/01/16/rezension-dark-destiny/
Eines der besten dystopischen Bücherreihen, die ich bisher gelesen habe
Ich hatte auch schon andere Bücher der Autorin gelesen und muss sagen, diese Dilogie hat mich komplett abgeholt. Der Schreibstil war flüssig zu lesen und ich war komplett in den Emotionen und diversen Gefühlszuständen. Es wird kein Blatt vor den Mund genommen und auf eine brutale Art ist man in dieser Welt. Ich habe sehr mit dem Ende zu kämpfen muss ich sagen und die Geschichte hat mich auf eine gute Art aufgewühlt. Klare Empfehlung für beide Teile!
eine fesselnde und lesenswerte Fortsetzung, ich bin ein bischen traurig, dass die Geschichte von Neél und Joy zu Ende sein soll, aber wer weiss, vielleicht gibt es ja doch noch mal eine Fortsetzung.
Meine Meinung:
"Dark Destiny" ist der zweite und letzte Teil einer Dystopie-Reihe von der deutschen Autorin Jennifer Benkau. Ihr Debütroman "Dark Canopy" kam vor einem Jahr in den Laden und ich war einfach nur begeistert von dieser düsteren Welt, in der Menschen zu Rebellen werden, weil sie sich den Percents entgegensetzen, die alles andere als menschlich sind mit ihrer Schwäche vor dem Sonnenlicht. Dark Canopy ist eine Maschine, die jegliches Licht stiehlt und alle Farben zu trostlosen grau und schwarz verblassen lässt. Keine Sonne, keine Lebensenergie...
Joy, eine Rebellin, die in den Fängen ihrer Feinde landete und sich ausgerechnet in einen von ihnen verliebte, ist die Hauptfigur dieser Geschichte und man begleitet sie zwischen Hoffen und Bangen, zwischen Liebe und Schmerz und vorallem auf dem Weg der Erkenntnis wer sie geworden ist, wie sich ihre Ziele verändert habe und was sie bereit ist zu tun, um glücklich zu werden.
Das letzte Buch endete mit der Gefangennahme von Neél, dem Percent, in den sich Joy verliebt hat und der alles daran gesetzt hat, sie vor seinen Leuten zu schützen. Matthial, Joys bester Freund aus Rebellenzeiten, will alles über die Geheimnisse der Percents wissen und vorallem wo sie ihr Waffenlager haben. Joy muss mit anhören, wie ihr Geliebter gefoltert und der Sonne ausgesetzt wird...
Matthial muss das beste für seinen Clan tun und das er einen Percent in seiner Gewalt hat, scheint ein Glücksgriff zu sein, denn durch ihn erhofft er sich gewisse Privilegien, die es seinen Leuten einfacher machen würde, zu überleben. Joy erkennt er gar nicht wieder und er ist sich sicher, dass sie nie wieder die Alte sein wird. Sie verflucht und beschimpt ihn, versucht auf ihn einzureden, dass er Neél laufen lassen soll, aber alles hilft nichts. Matthial's Plan steht fest: Er wird einen Handel mit den Percents abschließen. Als Neél weggebracht wird, ist Joy mehr als verzweifelt und sie versucht herauszubekommen, was mit ihm geschehen ist. Sie ist nun eine Gefangene der Rebellen. Als Matthial ihr dann sagt, dass Neél tot sei, bricht Joy innerlich. Sie hat kein wirkliches Zuhause mehr. Nur noch ein Ziel: Weg von hier, von den Menschen, die mal ihre Verbündeten und Freunde waren. Sie will genau wissen, wie Neél starb und ergreift die Flucht zu einem anderen Clan, dessen Anführer Jamie den Handel abschließen sollte. Was sie dort erfährt, macht sie komplett sprachlos. Und sie steckt in der Falle: Denn Jamie macht keinen Hehl daraus, dass er sie ebenso an die Percents verhöckern wird - es geht schließlich um's Überleben in einem sehr harten Winter...
Jennifer Benkau hat es wieder einmal geschafft mich völlig verzweifelt nach mehr lechzen zu lassen, doch mit diesem Buch findet die Geschichte für Joy und Neél ein Ende. Ein mehr als unerwartetes Ende und für mich persönlich ein sehr deprimierendes.
Die ersten etwa achtzig Seiten hatte ich meine Probleme mich in die Geschichte zurückzufinden. Diese Welt zwischen den Percents und den Menschen ist sehr komplex und jedes kleine Detail verrät manchmal mehr als man ahnt. Als ich dann endlich drin war, konnte ich auch kaum aufhören, denn jedes Kapitel hat sich mit einem Trommelschlag verabschiedet und mit jedem weiteren gelesenen Kapitel wurden diese Trommelschläge immer dröhnender, gefährlicher und lauter. Ich war komplett angespannt, weil ich mir einfach nicht denken konnte, wie es ausgeht. Zig Varianten, aber am Ende war dann alles völlig anders.
Joy ist eine Hauptprotagonistin, in die man sich sehr gut hineinfühlen konnte. Sie schafft es auch ausweglose Situationen sachlich zu betrachten und da ihre Teile aus der Ich-Version erzählen, bin ich sehr dankbar dafür. Ihre Gefühle stehen ihr nicht im Weg, sie weiß damit fertig zu werden und das macht sie mir einfach unglaublich sympathisch. Joy ist durch und durch eine Kämpferin, die nicht eher aufgibt, bis sie sagen kann, dass sie alles (!!) versucht hat.
Neél war in diesem Teil ein völlig anderer. Angesichts dessen, was ihm passiert ist, durchaus nachvollziehbar, aber diese düstere Schicht über ihm, hat mir stellenweise Sorge bereitetet, denn so kam er unvorsichtiger rüber - als hätte er einfach nichts mehr zu verlieren. Seine neue Stelle als Hauptmann macht ihm sehr zu schaffen, denn sich den Respekt seiner Untergebenen zu verdienen, ist ein hartes Stück Arbeit. Er denkt oft an Joy, aber sie hat sich gegen ihn entschieden und so bleibt ihm nur dieses eine verkorkste Leben, wo andere ihre Macht demonstrieren wollen...
Der Verlauf der Geschichte war sehr langsam, aber alles was man auf den Weg zum finalen Pfad erfährt, ist wichtig und zeigt wie sich Stück für Stück alles verändert. Joy ist einfach unglaublich in ihrem Mut und so war es etwas leichter diesen düsteren Geschehnissen zu folgen. Wenn Joy mitten drin ist und es schaffen kann, dann konnte ich auch das Buch auslesen, dachte ich mir.
Wenn man als Leser über einen längeren Zeitraum Charaktere begleitet, ihre Vergangenheit kennt, dann wünscht man ihnen auch eine tolle Zukunft, ein richtiges Happy End - wie man es halt auch gewöhnt ist. Aber Jennifer Benkau hat sich etwas viel spezielleres einfallen lassen. Zwei verschiedene Welten, die verschmelzen und dennoch nur schwer nebeneinander existieren können. Das große Finale dieser Geschichte hat mich wirklich traurig gemacht. Ich hätte mir mehr erhofft, aber man spürt auch, wie die Charaktere sich diesen Lebenslagen anpassen und ich musste doch einsehen, dass es ein gutes Ende ist. Ein würdiges, aber auch eines, was irgendwie nach einem dritten Teil schreit.
Benkau schrieb in ihrer Dankesrede, dass sie zu dem Zeitpunkt nicht wüsste, ob sie zufrieden sei, dass diese Geschichte nun vorbei sei, oder nicht. Es wäre schön, wenn noch etwas folgen würde, aber man soll ja bekanntlich aufhören, wenn es am schönsten ist...
Fazit:
Herzzereißend! Dieses Buch hat mich einfach nur berührt. Mir fehlen die Worte um dieser tollen Geschichte würdig zu werden.
Kurze Inhaltsangabe:
Zum Ende Dark Canopys, dem vorherigen Band, muss Joy die Schmerzensschreie ihres geliebten Neél ertragen, ohne ihm helfen zu können. Und danach folgt nichts als Stille.
Was ist mit ihm geschehen?
Wider Erwarten darf sie ihn nach schier endloser Zeit in seinem Verlies besuchen und ist schockiert. Wie konnte Matthial ihm nur so etwas antun?? Die Beine gebrochen, der Sonne ausgesetzt, sodass seine überempfindliche Haut nur so dahinschmolz.
Joy versucht gar nicht erst, Neél aufzuheitern. Ihm zu sagen, es sei nicht so schlimm, wäre doch nur eine respektlose Lüge. Also bleibt ihr nichts, als ihm Gesellschaft zu leisten bis ihre gemeinsame Zeit um ist.
Joy wird wieder eingesperrt, Neél an einen anderen Clan verkarrt – und stirbt auf der Reise. Als Joy davon erfährt, ist sie tieftraurig, kann das Geschehene nicht verarbeiten und fragt sich, was genau eigentlich passiert ist, denn Matthial scheint ihren Fragen aus dem Weg zu gehen. Eins steht für sie fest: Sie kann nicht in Matthials Clan bleiben. Und so macht sie sich auf, um die Antworten auf ihre Fragen anderweitig zu finden und in der Hoffnung auf eine zweite Chance.
Meine Meinung? *Achtung: Spoiler-Alert!
Bis zu dem Punkt, an dem Joy im Mondlicht in der Stadt arbeitet und sich gegen Percents durchsetzt, in der Hoffnung darauf ihrem gar nicht toten Neél wieder zu begegnen, ist das Buch genauso gut wie auch das erste.
Dass Neél nicht wirklich gestorben ist, fand ich super. Er ist der authentischste Charakter in dieser Dystopie und ich hatte ihn sofort ins Herz geschlossen.
Der Rebellenaufstand in der Stadt ist super spannend – ich konnte das Buch nicht aus den Händen legen. Danach schien das Buch immer mehr an Spannung zu verlieren und zog sich gewaltig bis zum Ende, welches dann aber doch abrupt kam.
Das Ende an sich war vorhersehbar, auch wenn man es sich nicht eingesteht. Dass die beiden getrennter Wege gehen, weil die eine das Sonnenlicht liebt und der andere es nicht erträgt, ist logisch. Man wünscht sich zwar ein Happy End, aber ich finde gerade reelle Ausgänge überraschend und generell „besser“. Das ist aber reine Geschmacksache.
Wie auch immer – das Ende hat dem Buch also nicht geschadet, was war es dann? Denn dieses Buch konnte meine hohen Erwartungen nach dem ersten Band bei weitem nicht erfüllen.
Die Tatsache, dass sie zu Schiff fliehen – dass Matthial einfach stirbt – dass sie in einer Welt ankommen, die friedlich, aber unglaublich rassistisch ist und die alte einfach zurücklassen, DAS stört mich. Die beiden Kämpfer, Percent und Soldat, würden doch nicht fliehen und ihre Mit“menschen“ einfach ihrem Schicksal überlassen? Für mich eher unglaubwürdig… In dem zweiten Teil des Buches verlieren Joy und Neél sich selbst, die Handlungen werden zu passiv. Der nötige WUMMMS fehlt.
Nun gut, die Geschichte spielt also in einer neuen Welt weiter, einer Welt die zugegebenermaßen Potenzial für ein weiteres Buch geliefert hätte. Menschen und Percents haben sich hier höchstens arrangiert, leben nebeneinander her ohne sich gegenseitig zu erschießen. Doch die Percents sind dem ständigen Rassismus der Menschen ausgesetzt. Hier hätte Benkau anknüpfen und die beiden Kämpfer kämpfen lassen sollen – für eine gemeinsame Welt, nachdem sie es nun doch so weit zusammen geschafft hatten.
Komm schon, Jennifer, bring uns den herbeigesehnten großen Kampf, der ALLES auf den Kopf stellt! Bring uns ein drittes Buch, in dem Joy und Graves die Schatteninseln retten – oder Cloud und Neél zu Hilfe eilen, als sich herausstellt, dass die Gilde der Wölfe ein wahnwitziges Spiel mit den Menschen der „neuen“ Welt spielen… Die ein oder andere Intrige.
Allgemein, war es eine gute Dystopie. Nach dem großartigen Auftakt, war der zweite Teil etwas enttäuschend – denn das Gerüst hat so viel mehr Potenzial! Aber Benkau hat flüssig und fesselnd geschrieben, die Charaktere schön ausgebaut, sodass es leicht fiel, sich mit ihnen zu identifizieren, und die Geschichte liefert einige Themen, die eine Auseinandersetzung wert sind: Gegensätze, wie Reichtum und Armut, Stärke und Schwäche (körperlich und geistig), „schwarz“ und „weiß“ oder Dunkelheit und Licht – alias Percents und Menschen – und die Tücken von Verantwortung, an welcher man verzweifelt und die einen dazu treibt, Dinge zu tun, die man nicht tun möchte. Herrlich fand ich auch, als Joy die Lebensform von Tom und Tara kennenlernt und sich bewusst macht, dass sie selbst keine Kritik üben darf. Daran sollten sich viele im wahren Leben ein Beispiel nehmen… Leben und leben lassen.
Dark Destiny bekommt von mir 3 von 5 Sternen.
Die Reihe schafft es insgesamt auf 4 von 5.
Mich hat diese Dilogie richtig gepackt und nachhaltig bewegt.
Ich möchte nicht zu viel verraten, aber "Dark Canopy" und "Dark Destiny" ragen für mich wirklich heraus und werden sicherlich unvergesslich bleiben.
Ich verstehe, dass das Ende viele enttäuscht. Ich fand es fast schon logisch, es so enden zu lassen. Es steckt so viel Wahrheit drin.
Achtung Spoiler: Denn oft reicht Liebe allein nunmal nicht aus.
Und stellen wir uns mal vor, wie glücklich diese Beziehung auf Dauer gewesen wäre, wären sie doch zusammen geblieben.
Ich denke, da hätte es irgendwann nicht mehr viel Glück gegeben.
Kennt ihr das Gefühl, ein Buch sorgsam Stück für Stück einzuteilen, obwohl ihr es am liebsten in einem Stück verschlingen würdet?
Kennt ihr die Angst vor den nächsten Seiten, das beklemmende Gefühl, weil ihr der Autorin alles zutraut?
Kennt ihr die aufkommende Leere, weil etwas bald zu Ende sein wird?
Kennt ihr die Wehmut, lieb gewonnene Charakteren, mit denen ihr euch auseinander setzen musstet, ziehen lassen zu müssen?
Wenn nicht, dann habt ihr "Dark Canopy" und "Dark Destiny" noch nicht gelesen . . . .
Wer jedoch den ersten Teil von Jennifer Benkaus Dilogie auch gelesen hat, wird sich genau wie ich die Fortsetzung herbeigesehnt haben. Und weil ich unter keinen Umständen zuviel verraten möchte, werde ich gar nicht gross auf den Inhalt eingehen.
Nach der Folter von Neél und seiner Todesnachricht merkt Joy, dass sie nicht mehr im Rebellenlager bleiben kann. Die Zeit in der Stadt, die Zeit mit Neél hat sie so stark verändert, dass sie sich total fehl am Platz vorkommt und ihre "alte Familie" verlässt.
Joy ist ein toller Charakter. Sie hat Ecken und Kanten und nicht jeder freundet sich sofort mit ihr an. In "Dark Destiny" ist sie jedoch viel sensibler und auch wenn sie ab und zu immer noch unüberlegt handelt, hat sie sich stark weiterentwickelt, ist reifer geworden. Und sie ist zu bewundern: Obwohl ihr kaum etwas geblieben ist, siegt immer ihr innerer Wille, die gnadenlose, knallharte Kämpferin lässt sich nicht unterkriegen und klammert sich an jeden Hoffnungsschimmer - denn ehrlich gesagt ist das das einzige, was ihr noch geblieben ist: Hoffnung und ihre Erinnerungen.
In "Dark Destiny" herrscht noch eine düstere Atmosphäre. Joys Verzweiflung ist regelrecht greifbar. Trauer, Wut, ausschliesslich negative Gefühle schlagen vor allem zu Beginn gebündelt über uns zusammen. Jennifer Benkau hat es wieder geschafft, mich von der ersten Seite an zu fesseln. Sie schreibt so intensiv und dicht, dass ich kaum wagte durchzuatmen. Ich traue ihr als Autorin so viel zu . . . so dass ich bei jedem Umblättern eine Katastrophe, ein Unglück erwartete, so dass ich als Leser wohl genau so viel litt wie die Protagonisten. "Dark Destiny" ist definitiv ein Buch, das keinen kalt lässt.
Tja und das Ende . . . was soll ich dazu sagen? Alles kommt anders als man denkt und auch wir Lesern klammern uns an die Hoffnung. Und für mich ist es hohe Kunst, dass ich mit diesem Ende diese aufwühlende Geschichte doch einigermassen zufrieden schliessen kann. Klar habe ich mir etwas anderes erwünscht, aber es passt einfach und ist in sich schlüssig.
Noch nie habe ich mich mit einer Rezension so schwer getan. Auf der einen Seite möchte ich so vieles los werden und auf der anderen Seite ist mein Kopf einfach leer gefegt. Dark Destiny hat mich sprachlos zurückgelassen.
Auf das Cover möchte ich für einmal gar nicht gross eingehen, doch etwas muss ich einfach noch hervorheben und zwar die Kapitelüberschriften. Diese haben es mir schon im ersten Band angetan. Sie sind einfach grossartig, einmalig, ein kleines Stückchen Poesie und regen zum Mitdenken an.
Fazit:
Der Buchmarkt wird seit einiger Zeit von Dystopien überschwemmt. Doch Jennifer Benkaus Dilogie hat es geschafft, sich von der breiten Masse abzuheben. "Dark Destiny" und "Dark Canopy" überzeugen, begeistern, schockieren und wühlen auf.
Diese zwei Bücher möchte ich jedem ans Herz legen, doch seid gewarnt, es wird nicht einfach.
Merged review:
Kennt ihr das Gefühl, ein Buch sorgsam Stück für Stück einzuteilen, obwohl ihr es am liebsten in einem Stück verschlingen würdet?
Kennt ihr die Angst vor den nächsten Seiten, das beklemmende Gefühl, weil ihr der Autorin alles zutraut?
Kennt ihr die aufkommende Leere, weil etwas bald zu Ende sein wird?
Kennt ihr die Wehmut, lieb gewonnene Charakteren, mit denen ihr euch auseinander setzen musstet, ziehen lassen zu müssen?
Wenn nicht, dann habt ihr "Dark Canopy" und "Dark Destiny" noch nicht gelesen . . . .
Wer jedoch den ersten Teil von Jennifer Benkaus Dilogie auch gelesen hat, wird sich genau wie ich die Fortsetzung herbeigesehnt haben. Und weil ich unter keinen Umständen zuviel verraten möchte, werde ich gar nicht gross auf den Inhalt eingehen.
Nach der Folter von Neél und seiner Todesnachricht merkt Joy, dass sie nicht mehr im Rebellenlager bleiben kann. Die Zeit in der Stadt, die Zeit mit Neél hat sie so stark verändert, dass sie sich total fehl am Platz vorkommt und ihre "alte Familie" verlässt.
Joy ist ein toller Charakter. Sie hat Ecken und Kanten und nicht jeder freundet sich sofort mit ihr an. In "Dark Destiny" ist sie jedoch viel sensibler und auch wenn sie ab und zu immer noch unüberlegt handelt, hat sie sich stark weiterentwickelt, ist reifer geworden. Und sie ist zu bewundern: Obwohl ihr kaum etwas geblieben ist, siegt immer ihr innerer Wille, die gnadenlose, knallharte Kämpferin lässt sich nicht unterkriegen und klammert sich an jeden Hoffnungsschimmer - denn ehrlich gesagt ist das das einzige, was ihr noch geblieben ist: Hoffnung und ihre Erinnerungen.
In "Dark Destiny" herrscht noch eine düstere Atmosphäre. Joys Verzweiflung ist regelrecht greifbar. Trauer, Wut, ausschliesslich negative Gefühle schlagen vor allem zu Beginn gebündelt über uns zusammen. Jennifer Benkau hat es wieder geschafft, mich von der ersten Seite an zu fesseln. Sie schreibt so intensiv und dicht, dass ich kaum wagte durchzuatmen. Ich traue ihr als Autorin so viel zu . . . so dass ich bei jedem Umblättern eine Katastrophe, ein Unglück erwartete, so dass ich als Leser wohl genau so viel litt wie die Protagonisten. "Dark Destiny" ist definitiv ein Buch, das keinen kalt lässt.
Tja und das Ende . . . was soll ich dazu sagen? Alles kommt anders als man denkt und auch wir Lesern klammern uns an die Hoffnung. Und für mich ist es hohe Kunst, dass ich mit diesem Ende diese aufwühlende Geschichte doch einigermassen zufrieden schliessen kann. Klar habe ich mir etwas anderes erwünscht, aber es passt einfach und ist in sich schlüssig.
Noch nie habe ich mich mit einer Rezension so schwer getan. Auf der einen Seite möchte ich so vieles los werden und auf der anderen Seite ist mein Kopf einfach leer gefegt. Dark Destiny hat mich sprachlos zurückgelassen.
Auf das Cover möchte ich für einmal gar nicht gross eingehen, doch etwas muss ich einfach noch hervorheben und zwar die Kapitelüberschriften. Diese haben es mir schon im ersten Band angetan. Sie sind einfach grossartig, einmalig, ein kleines Stückchen Poesie und regen zum Mitdenken an.
Fazit:
Der Buchmarkt wird seit einiger Zeit von Dystopien überschwemmt. Doch Jennifer Benkaus Dilogie hat es geschafft, sich von der breiten Masse abzuheben. "Dark Destiny" und "Dark Canopy" überzeugen, begeistern, schockieren und wühlen auf.
Diese zwei Bücher möchte ich jedem ans Herz legen, doch seid gewarnt, es wird nicht einfach.
Ich war ja schon von Teil 1 nicht wirklich begeistert, aber Teil 2 hat mich noch mehr enttäuscht.
Über weite Strecken war das Buch einfach unglaublich langweilig und erst auf den letzten 100 Seiten wurde es etwas spannender.
Der Schreibstil hat mir auch in Teil 2 wieder gar nicht zugesagt. Es war mir alles zu detailliert ohne am Ende eine wirkliche Aussage zu haben. Ich hatte außerdem das Gefühl, dass das Buch keinen roten Faden hat und die Autorin nie wirklich wusste wie sich am Ende alles fügen soll.
Wie schon gesagt wurde es auf den letzten 100 Seiten spannender, aber das Ende war einfach nur blöd.
Meine Gedanken zum Buch:
Wie kann man so ein Ende schreiben?? Tut mir leid, aber damit hat sie die ganze Reihe für mich zerstört. Aber ich versuche darauf erst später einzugehen und mich jetzt einmal dem Buch im Gesamten zu widmen.
Es beginnt ziemlich bald nach dem Ende von Teil eins und zeigt eine lange Zeit die Trauer und den Schmerz durch den Verlust von Neél. Aber bald wird klar, dass er nicht gestorben ist, sondern es nur eine Lüge von Mathial war.
Daraufhin folgen lange Kapitel von Joy wie sie ihren Weg zurück in die Stadt nimmt und was sie dabei alles erlebt oder was in der Stadt passiert. Währenddessen wird gezeigt was mir Neél geschehen ist, was er tut und wie es ihm geht. Was alles zusammen sowas von langweilig war und total öde zum Lesen. Viel zu genau und auch unnötig lange, ohne tieferen Grund für später.
Was mich aber am meisten bedrückt und gestört hat, war nicht die bedruckende Stimmung im Buch – nein, das war nachvollziehbar – aber die starken Veränderungen bei jedem einzelnen Charakter.
Joy hat ihre gesamte Kampfeslust verloren, gut, wenigstens hat sie diese später wieder zurückgewonnen.
Aber Mathial wurde nur noch zum bösen Clanführer abgestempelt, herzlos und niederträchtig. Wobei er im ersten ein einfühlsamer, sensibler Charakter gewesen ist. Klar, das Leben ist ihm in die Quere gekommen und das Schicksal hat ihn verändert, aber das hier war viel zu krass und daher unglaubwürdig.
Das gleiche muss ich leider, leider auch über meinen Liebling aus dem ersten Teil sagen: Neél. Wie kann man einen einst so tollen Charakter derart verändern? Nach seiner Folter und Misshandlung von den Menschen ist Neél ein gebrochener Percent, der keiner Verantwortung mehr gewachsen ist und sich leidend jeden Tag die Birne weg säuft. Aber nicht nur seine Verletzungen sind schuld an seinem bekümmerten, gleichgültigen Zustand, sondern auch seine Sehnsucht nach Joy.
Aber auch Graves ist mir nicht mehr so sympathisch wie im ersten Teil und auch Cloud hat sich zum negativen verändert, so wie eigentlich alle Figuren im zweiten Teil.
Weiter in der Handlung haben Joy und Neél schließlich doch wieder zusammengefunden, aber damit war es noch lange nicht zu Ende. Obwohl alles daraufhin gedeutet hat, dass sie sich so unglaublich lieben, dass sie nur zusammen glücklich sein können, hat Neél immer relativ schnell entschieden, sich von Joy wieder zu verabschieden.
Da ich doch etwas sauer über das Buch bin, kann ich mich nicht länger zurückhalten und ab hier gibt es einen Spoiler!!!
Zurück zu Neél: er liebt sie und ist gebrochen, weil sie weg war und dann nachdem sie endlich wieder zusammen sind, ist er bereit, sie alleine mit einem Schiff fortschwimmen zu lassen, weil er wegen dem Kind Edison nicht mitgehen kann – ein Kind, das wir einmal kurz getroffen haben und keine Ahnung hatten, dass es so wichtig für Neél ist, wichtiger als seine betonte, große Liebe Joy?
Und was passiert als nächstes??? Nachdem gegen 85% alles perfekt erscheint und sie im fremden Land -gemeinsam – ankommen sind, ist er wieder nicht glücklich und bockt nur rum. Wo ist der Néel geblieben, der an eine bessere Welt und Frieden geglaubt hat und bereit war dafür zu kämpfen oder für Joy zu kämpfen?
Was ich auch nicht verstanden habe war, warum ihm Cloud am Ende plötzlich wieder so wichtig war, obwohl sie lange vorher im Buch diesen Bruch gehabt haben. Und was tut Neél? Er lässt alle Hoffnungen, Liebe und Glück mit Joy zurück und verschwindet zurück in seine Heimat – ohne Joy – und er wollte sich nicht einmal verabschieden. Ich habe nie damit gerechnet, dass einmal über Neél zu denken, aber für mich ist er nun ein Schlappschwanz und kein Funke mehr in ihm, von den einst zielgerichteten, sturen, starken Percent, der unser Herz schneller schlagen ließ!!!
Ich bin sehr enttäuscht und ich habe keine Ahnung, für was das Buch oder die Reihe gut war. Sicher, es gab Dinge über die man zum Nachdenken angeregt wurde, aber trotzdem hätte ich gerne einen positiven, hoffnungsvollen Abschluss gehabt. Jetzt nicht nur was Joy und Neél betrifft, sondern die gesamte Situation mit den Menschen und den Percents. Wirklich schade darum. :-(.
Cover:
Wie auch beim ersten Teil, hat mir das Cover wieder sehr gut gefallen und es versetzt einem auch in die richtige Stimmung.
All in all:
Ein schwacher, sehr enttäuschender letzter Teil in dieser Dilogie, rund um die Menschen und den Percents. Es war nur trostlos, voller Blut, Kampf, Entsagung, Krieg und ungenutzter Chancen auf Glück und Liebe. Ich weiß nicht, welche Message die Autorin damit weitergeben wollte, aber jetzt nach dem gesamten Ende ist diese Message nicht positiv bei mir angekommen. Das war es für mich mit Benkau, werde nun nichts mehr von ihr lesen. *schade*
Mehr zu dem Buch findest du auf meinem Blog:
http://martinabookaholic.wordpress.com/2014/01/16/rezension-dark-destiny/
Wie schon beim ersten Teil 'Dark Canopy' ist es Jennifer Benkau gelungen mich von der ersten Seite an wieder voll und ganz auf ihrer Seite zu haben. Innerhalb von wenigen Stunden habe ich Dark Destiny von Anfang bis Ende durchlebt, mitgelitten, gezittert und gehofft. Und jetzt wo es vorbei ist, bin ich mir nicht sicher, ob ich sie für dieses Ende hassen oder für den Mut bewundern soll, den das gekostet haben muss. Und mit der Gewissheit, dass es definitiv eine Dilogie ist, lässt mich das mit einem nagenden Gefühl zurück. Ein wirklich aufreibendes Wechselbad der Gefühle - so lässt sich 'Dark Destiny' am besten beschreiben.
Wer den ersten Band ebenso geliebt hat, kann sich bestimmt noch an das frustrierende, böse Gefühl erinnern, nachdem man die letzte Seite umgeschlagen hat und völlig frustriert auf das Nachwort gestarrt hat. 'Dark Destiny' setzt hier nur wenige Stunden später ein, mit einer völlig verzweifelten Joy. Neel wurde gefoltert, sie hat seine Wunden gesehen und als Matthiel ihr sagt, dass Neel es nicht geschafft hat, bricht für sie eine Welt zusammen.
So durchlebt man ungefähr das erste Viertel des Buches mit Joy, die sich völlig aufgegeben hat und fast daran zerbricht. Sie fühlt sich als Gefangene bei ihrem eigenen Clan, als geächtete. Und als der Winter herein bricht, hält sie die Ungewissheit nicht mehr aus - sie muss wissen, wie Neel gestorben ist. Auf der Suche nach Antworten, findet sie nur Gefahr - nicht nur von den Percents, auch von anderen Clans, Monstern und nicht zuletzt, dem eisigen Winter.
Generell machen alle uns bekannten Charakter aus Dark Canopy eine starke Wandlung durch.
Matthiel, derjenige, der viel Symphatie meinerseits innehatte, verändert sich drastisch, mutiert zum Clanführer und verliert seine Menschlichkeit fast komplett. Er will Joy zwingen, wieder 'normal' zu werden und zum Clan dazu zugehören.
Lange weiß auch der Leser nicht, ob Neel noch lebt. Jennifer Benkau weiß das sehr geschickt unter Dach und Fach zu halten. Wenn sich Hoffnung in mir regte, wurde sie zerschlagen, erst zur Mitte des Buches, als ein Kapitel aus Neels Sicht eingeführt wird, ist klar, dass dieser am Leben ist. Doch auch er hat sich verändert. Die Geschehnisse, sowie die Folter haben innerliche und äußerliche Verletzungen davon getragen. Neel ist nur noch ein gebrochener Mann, der sich verraten und hintergangen fühlt. So sehr hatte er gehofft, dass Joy ihm folgen würde, aber letztendlich war er für sie nur der Weg in die Freiheit gewesen. Alles gleitet ihm aus den Händen und er ertrinkt seinen Kummer im Alkohol. Bis er erkennt, dass er dabei ist, sich und alles zu verlieren.
Ich hoffte ständig auf Entwicklung und Antworten. Darauf, dass Neel und Joy zueinander fanden. Meine Nerven wurden wirklich bis aufs äußerste gespannt. Ich wollte endlich wissen, was es mit dem kurzen Intro am Anfang von 'Dark Destiny' auf sich hatte. Sollte es tatsächlich eine bessere Welt geben?
Immer wenn ich dachte, ich wüsste, wo es lang geht, machte Jennifer Benkau mir einen Strich durch die Rechnung. Viele neue und alte Charakter lernt man anders oder überhaupt erst kennen. Sie machen die ganze Geschichte spannend und unvorhersehbar. Die alten Bekannten, sowie viele vertraute Orte geben einem das Gefühl, zu Hause zu sein.
Das alles wurde durch den fantastischen und ehrlichen Schreibstil abgerundet und lies mich nur so durch die knapp 500 Seiten fliegen, ohne je das Gefühl zu haben, unnötiges zu lesen zu bekommen.
Jennifer Benkau bleibt ihrer schockenden Art, die Dinge zum Ende zu bringen, teu. Oftmals sind Joys Gefühle, ihre Trauer, ihre Wut auf mich übergeschappt und seit langem hat mich ein Buch nicht mehr so mitgerissen, wie es Dark Destiny getan hat. Und auch nach dieser Rezension weiß ich nicht, ob ich sie für das Ende hassen soll oder doch bewundern, dass sie der düsteren Atmosphäre bis zur letzten Seite treu geblieben ist. Auf jeden Fall eine würdige Fortsetzung, bei der ich nicht anders kann, als volle Punktzahl zu vergeben.