Klassiker sind vielleicht einfach nicht mein Ding 😕
Ich wollte Klassikern wirklich mal eine Chance geben, auch weil die Ausgaben vom Anaconda Verlag einfach wunderschön sind 😅 Aber ich merke immer mehr, dass ich damit einfach nicht richtig warm werde. Bei der Traumnovelle hatte ich die ganze Zeit das Gefühl, dass eigentlich gar nichts passiert und genau dieses langsame Erzählen schreckt mich bei Klassikern momentan eher ab als dass es mich neugierig macht.
Die Traumnovelle schildert den inneren Konflikt eines Mannes, dessen Selbstbild durch ein einziges Geständnis erschüttert wird.
Die Traumnovelle von Arthur Schnitzler zeigt ein Wiener Ehepaar. Er, Fridolin, ist Arzt, sie, Albertine, Hausfrau. Gemeinsam haben die beiden eine sechsjährige Tochter.
Im Anschluss an eine Redoute kommen sie ins Gespräch über ihre unterdrückten sexuellen Fantasien, die sie während eines vergangenen Dänemarkurlaubs mit anderen Menschen hatten.
Albertines Geschichte über einen dänischen Offizier, dem sie beinahe um den Hals gefallen wäre, kränkt Fridolins männlichen Stolz so sehr, dass er zu einer nächtlichen Odyssee aufbricht. Trotz zweier Gelegenheiten – bei der Tochter eines verstorbenen Patienten und bei einer Prostituierten – kann Fridolin sich nicht zum Fremdgehen überwinden.
Im Verlauf des Abends trifft er einen alten Freund und gelangt durch diesen auf einen geheimen Maskenball, bei dem die Losung „Dänemark“ lautet. Bereits hier zeigt sich, dass Traum und Realität verschwimmen. Selbst Fridolin fragt sich regelmäßig, ob das Geschehene wirklich passiert ist oder ob er lediglich fiebrig im Bett liegt.
Im Verlauf der gesamten Novelle kämpft Fridolin dagegen an, seinen Trieben nachzugeben. Selbst nachdem er sich gewissermaßen einen Freifahrtschein ausstellt, verstört durch Albertines abstoßenden Traum, der ein krankes Bild von ihm zeichnet, kann er sich nicht dazu bringen, untreu zu werden.
Eine nette Novelle, die mir persönlich jedoch nicht viel gegeben hat und mich nie ganz in ihren Bann ziehen konnte.
Ein tiefgründiger, kurzweiliger Roman zwischen Traum und Realität. Kein Satz zu viel und eine starke Reflexion vom Prinzip der Schuld bzw. Moral. Die Innenansichten beider Ehepartner zeigen viele psychische und soziale Muster und lassen trotzdem Raum für Interpretation was das Lesen sehr angenehm macht.
Man merkt der Geschichte an, dass Arthur Schnitzler zur selben Zeit in Wien lebte wie Siegmund Freud (derogatory).
Abgesehen davon ist das ganze jedoch eine ganz lesenswerte Novelle, die sich gut an einem Nachmittah auf der Couch lesen lässt und die zu viel Interpretation mit einigem Spielraum einlädt.
Steht der Verfilmung von Kubrick meiner Meinung nach in dem Sinne nach, als dass der Film viel mehr noch ein tranceartiger Tripp, eine Immersion ist, in der Traum und Wirklichkeit vollends miteinander verschmelzen. Im Buch hatte ich solch ein Gefühl leider nur selten. Dennoch aber ist auch die "Traumnouvelle" eine interessante Reise durch die Sehnsüchte und Versuchungen eines Ehegatten. Was ich an dem Buch zudem sehr geschätzt habe, dass das Geschehen um die unwirkliche Nacht der Gelüste niemals wirklich aufgelöst wird und somit bis zum Schluss ein Mysterium, etwas zwischen Traum und Wirklichkeit bleibt.
Wundervoller, kurzweiliger Roman. Liebe, Leidenschaft, Sehnsucht und die Macht der Verlockungen auf den wenigen Seiten spannend und tragisch dargelegt.
Ab und zu muss ein Klassiker her.
Von Arthur Schnitzler habe ich bis jetzt noch kein einziges Buch gelesen.
Das Buch konnte mich mit dem Charakteren richtig gut unterhalten.
Die Grundstory fand ich etwas anstrengend, da es im Grunde nur um das Betrügen des Patners ging.
Deshalb bekommt dad Buch 4 Sterne