2. Apr.
Rating:4.5

George Orwell, muss achon sagen das ich dieses Autor wirklich schätze. Sein drittes Band was ich gelesen habe, handelt viel aus seinem Persönlichen Leben, seine Politische Einstellung und seine tiefsten Gedanken. In Bezug der Vergangenheit,der Gegenwart und seine (Befürchtungen) zwecks der Zukunft. In sein Essays verarbeitet er viel aus seinem Leben und die damalige Politische Lage. Besonders dem ersten Weltkrieg, Spanischer Bürgerkrieg, Sturz des Zaren und 2 Weltkrieg. (Die er alle miterlebt hat ) Im Spannischen Bürgerkrieg hat er selbst mit gekämpft um das Faschistische Regime zu stürzen. Das macht Ihn in mein Augen schon Sympathisch. Er war ein großer Verfechter gegen den Faschismus und gegen Totalitarismus. Darüber hat er sich besonders ausgelassen in sein Essays. Es hat mir wirklich Spass gemacht mehr aus dieser Zeit zu lesen, aus der Sicht eines Autors. Manchmal habe ich mich gefragt wie er heute schreiben würde in unseren jetzigen Welt Politischen Lage. Damals hat er schon ein ziemlichen Weitblick bewiesen. In manchen Punkten die er Politisch sieht, bin ich gänzlich anderer Meinung. Doch das ist nicht schlimm, sondern bereichernd, dadurch konnte ich es aus einer anderen Perspektive sehen und er hat seine Ansicht Argumentativ und vernünftig übermittelt. Was mich ein wenig gestört hat, ist das er von normalen Gesichten zu ernsten Politischen Themen Manchmal hin und her springt. Doch im großen und Ganzen hat mich das Buch sehr beeindruckt und abgeholt. Auch zu diesem Buch sage ich, unbedingt lesen und in mein Augen sollte es in den Schulen Thematisiert werden. Sehr zu empfehlen

Warum ich schreibe. Die großen Essays
Warum ich schreibe. Die großen Essaysby George OrwellAnaconda Verlag
26. Feb.
Rating:2.5

Gedanklich spannend, aber nicht leicht zugänglich

Die großen Essays von Orwell waren eine interessante, aber vor allem anspruchsvolle Lektüre. Nach seinen Romanen hatte ich mir einen direkteren Zugang erhofft, aber viele Essays sind stark im historischen und politischen Kontext ihrer Zeit verankert. Ohne entsprechendes Hintergrundwissen bleiben manche Argumente abstrakt oder wirken etwas kontextlos. Der Stil ist präzise und analytisch, aber stellenweise recht trocken. Insgesamt fehlte mir etwas Zusammengehörigkeit innerhalb der Sammlung. Einzelne Texte funktionieren gut, doch am Stück gelesen wirkte es auf mich eher fragmentarisch. Lohnt sich für jeden, der sich intensiver mit Orwell als politischem Denker beschäftigen möchten. Für mich persönlich jedoch mehr intellektuell interessant als wirklich mitreißend.

Warum ich schreibe. Die großen Essays
Warum ich schreibe. Die großen Essaysby George OrwellAnaconda Verlag
23. Okt.
Rating:4

𝙎𝙝𝙤𝙧𝙩 𝙚𝙨𝙨𝙖𝙮𝙨. 𝘽𝙞𝙜 𝙞𝙙𝙚𝙖𝙨. 𝙎𝙩𝙞𝙡𝙡 𝙥𝙖𝙞𝙣𝙛𝙪𝙡𝙡𝙮 𝙧𝙚𝙡𝙚𝙫𝙖𝙣𝙩.

Diese Sammlung enthält 16 𝙀𝙨𝙨𝙖𝙮𝙨 𝙫𝙤𝙣 𝙂𝙚𝙤𝙧𝙜𝙚 𝙊𝙧𝙬𝙚𝙡𝙡 und gibt ein tieferes Verständnis dafür, warum er überhaupt schreibt. Die meisten Essays befassen sich mit 𝙙𝙚𝙢 𝙕𝙬𝙚𝙞𝙩𝙚𝙣 𝙒𝙚𝙡𝙩𝙠𝙧𝙞𝙚𝙜, 𝙉𝙖𝙩𝙞𝙤𝙣𝙖𝙡𝙞𝙨𝙢𝙪𝙨 𝙪𝙣𝙙 𝙁𝙖𝙨𝙘𝙝𝙞𝙨𝙢𝙪𝙨, und das Beeindruckende ist, wie 𝙖𝙠𝙩𝙪𝙚𝙡𝙡 sie sich auch heute noch anfühlen. Orwells Beobachtungen sind zwar Jahrzehnte alt, aber ihre Schärfe hat nichts verloren. Die Essays sind ziemlich kurz, und die kleine Taschenbuchausgabe macht es leicht, das Buch überallhin mitzunehmen und einen Essay nach dem anderen zu lesen – perfekt, wenn man etwas Bedeutungsvolles lesen möchte, ohne sich gleich auf ein ganzes Buch festzulegen. Einige Themen erfordern etwas Recherche, um sie vollständig zu verstehen – und genau das ist der Punkt. Das ist keine passive Lektüre. Sie fordert dich heraus, nachzudenken, zu hinterfragen und tiefer zu verstehen. 📚 War es eine unterhaltsame Lektüre? 𝙉𝙚𝙞𝙣. Solltest du es lesen? 𝘼𝙪𝙛 𝙟𝙚𝙙𝙚𝙣 𝙁𝙖𝙡𝙡. Wenn du 1984 oder Farm der Tiere gelesen hast, ist das hier ein fantastischer nächster Schritt in Orwells Gedankenwelt. Ich hätte mir nur ein bisschen Kommentar oder Bezug zu seinen großen Romanen gewünscht.

Warum ich schreibe. Die großen Essays
Warum ich schreibe. Die großen Essaysby George OrwellAnaconda Verlag
15. Dez.
Rating:3

Nachdem ich vor kurzem 'Animal Farm' gelesen und dort im Nachwort viel Spannendes zu Orwell erfahren habe, wollte ich mein Wissen vertiefen und habe zu dieser Essaysammlung gegriffen. Das Buch selbst hat leider kein einordnendes Vor- oder Nachwort, sodass es ohne Vorwissen über Orwell etwas willkürlich zusammengestellt wirken könnte. Er greift viele verschiedene Themen auf, mit einem Fokus auf den europäischen Faschismus zu Beginn des 20. Jahrhunderts sowie auf Kriegspropaganda und Zensur. Manche Essays erfordern meinem Eindruck nach einiges an historischem/politischem Wissen (speziell über Großbritannien), was ich nicht habe - dadurch habe ich mich streckenweise etwas gelangweilt, insbesondere, wenn es speziell um irgendwelche nicht namentlich genannten Intellektuellen ging. Mir sind sicherlich eine Anspielungen auf Persönlichkeiten oder Begebenheiten durchgerutscht. Was mich jedoch sehr interessiert hat, waren eine Rezension zu Hitlers 'Mein Kampf', das Kapitel 'Bücher vs. Zigaretten' sowie Orwell's Gedanken dazu, wie anfällig das Großbritannien der 40er für Faschismus gewesen wäre und wie antisemitisch auch Brit*innen zu dieser Zeit waren. Im Kapitel "Bücher vs. Zigaretten" vergleicht Orwell beides preislich miteinander und legt in dem Kontext seinen Bücherbesitz offen - fast 900 Bücher nannte er sein eigen. Auch spannend fand ich, wie Orwell H.G. Wells, "den anderen" großen englischen Sci-Fi-Autoren, stark für seine politischen Ansichten kritisiert. Ohne Orwells Absichten zu allem jederzeit zu teilen - was ich sicherlich auch dem Privileg der zeitlichen Distanz zu verdanken habe -, fand ich den Einblick in seine Sicht der historischen Ereignisse und politischen Strömungen super spannend. Insgesamt ist es ein sehr vielseitiges Buch, das mir viel über George Orwell und die Zeit, in der er lebte, beigebracht hat, aber auch etwas Vorwissen erfordert. Übersetzt von Heike Holtsch.

Warum ich schreibe. Die großen Essays
Warum ich schreibe. Die großen Essaysby George OrwellAnaconda Verlag