In den ersten beiden Teilen wusste ich nicht so recht was passiert, aber der letzte Teil hat das Ruder nochmal rumgerissen. Wallensteins Lager: 2,5 ☆ Die Piccolomini: 3 ☆ Wallensteins Tod: 4 ☆
„Ihr sätet Blut und steht bestürzt, daß Blut ist aufgegangen“
Schillers dreiteiliges Drama über den dreißigjährigen Krieg und seinen bekanntesten Feldherrn Wallenstein ist voller solcher One-liner. Noch mehr gefällig? „TIEFENBACH: Die Beine wollen nicht mehr tragen ISOLANI (auf seine Korpulenz zeigend) Ihr habt die Last auch gar zu groß gemacht“ oder das zum geflügelten Wort gewordene „Spät kommt Ihr - Doch ihr kommt“ Insofern ist Schillers Wallenstein durchaus unterhaltsam. Auch die Schilderung des mit sich selbst hadernden, abergläubischen Feldherren, der stets sein Schicksal nach den Bewegungen der Planeten ausrichtet - bloß um ihnen im Augenblick seines drohenden Niedergangs nicht mehr zu vertrauen - ist gelungen. Zudem haben mir die starken weiblichen Charaktere gefallen, die den Fürsten gerne mal Kontra geben. Ein bisschen Abzug gibt es für die Längen in der Mitte des Buches. Die ewigen Dialoge über die politischen Verhältnisse des frühen 17. Jahrhunderts waren für mich als Laien dann doch etwas ermüdend. Im Großen und Ganzen habe ich den Wallenstein jedoch gerne gelesen und kann ihn nicht nur Literaturnerds empfehlen.
"Sein Monarch, sein Kaiser zwingt ihn nicht, und du, sein Mädchen, wolltest mit ihm kämpfen?"-- "Was niemand wagt, kann seine Tochter wagen."Thekla's honesty and fierceness, how she dares to demand love in a time that's dominated by war... GIRL


