15. Apr.
Rating:4

Roman der Nachkriegszeit, der Stil melancholisch und auf eindringliche Weise schildert Roth ein Bild von Menschen, die auf der Suche nach Orientierung und Identität sind. Das Hotel selbst wird zur Metapher für die Verlorenheit und Entwurzelung, die den Krieg überlebt haben. Der Schreibstil ist zeitweise etwas langatmig, daher der leichte Bewertungsabzug.

Hotel Savoy
Hotel Savoyby Joseph RothAnaconda Verlag
3. Sept.
Rating:3

Satirisch, symbolbeladen, bildhaft, prägnant, verloren, widersprüchlich Ein Porträt der Nachkriegsgesellschaft Stilistisch, inhaltlich und sprachlich wurde ich dahingetrieben. Letztendlich fühle ich mich wie die Menschen im Buch etwas aufgeschmissen und verloren mit dem Buch. Vieles fand ich großartig(stilistisch,sprachlich), Anderes wiederum nicht(der Erzähler Gabriel Dan nutzt zu Beginn sehr viele Ichsätze, die mich störten). Das letzte Drittel war gar nicht mein Fall. Da sprang keine Emotion mehr über. All die Nähe und das Interesse, das zu den Figuren aufgebaut wurde verpufft. Jeder wird nur noch kurz erwähnt, komplette Auflösung und Zerstreuung.

Hotel Savoy
Hotel Savoyby Joseph RothAnaconda Verlag
14. Apr.
Rating:3

Joseph Roth stellt die Nachkriegsgesellschaft der 20er Jahre als ein Hotel dar. Die Reichen dürfen weit unten wohnen und oben sind die Armen. Quasi die Gesellschaftspyramide aus heutiger Sicht auf den Kopf gestellt, aber für damalige Verhältnisse plausibel, wo unter dem Dach die Bediensteten wohnten. Die Geschichte lebt nicht von einer Handlung. Vielmehr ist ein Wimmelbild mit vielen Charakteren, satirisch überspitzt und sehr symbolisch dargestellt. Ich finde Geschichten mit starken Hang zum Symbolisieren meist interessant, aber selten fesselnd. So geht es mir auch mit Märchen und Fabeln, an die mich die Geschichte von Roth erinnert. Na, eigentlich nicht nur die Geschichte, sondern alles, was ich von ihm gelesen hatte. Insbesondere den Hiob, wo die Anspielung auf seinen alttestamentlichen Namensgeber ja schon im Titel steckt. Oder auch die Legende vom heiligen Trinker. Ich hatte mich zuletzt mit Joseph Roth beschäftigt als ich Volker Weidermanns Buch [b:Ostende - 1936, Sommer der Freundschaft|20802496|Ostende - 1936, Sommer der Freundschaft|Volker Weidermann|https://i.gr-assets.com/images/S/compressed.photo.goodreads.com/books/1392276058l/20802496._SY75_.jpg|40146794] las. Da geht es in erster Linie um die Freundschaft von Stefan Zweig und Joseph Roth. Wie Zweig Roth seinen Leben lang finanziell unterstütze. Wie Roth als Heimatloser immer gerne in vornehmen Hotels übernachtete und einen starken Hang zum Alkohol hatte. Und vor allem wie toxisch die Beziehung zu Irmgard Keun damals 1936 im belgischen Exil, mit der er sich beinahe zu Tode soff und schrieb wie ein Verrückter. Ich habe viel von diesem alten Joseph Roth in Gabriel Dan wiedergefunden, obwohl der Autor ja kaum sein eigenes Leben vorwegnehmen konnte. Diese Beziehung fand ich interessant. Im Vergleich zu Hiob oder dem falschen Gewicht fand ich den Roman hat mir das Buch aber etwas weniger gefallen.

Hotel Savoy
Hotel Savoyby Joseph RothAnaconda Verlag
23. Feb.
Rating:3

Joseph Roth stellt die Nachkriegsgesellschaft der 20er Jahre als ein Hotel dar. Die Reichen dürfen weit unten wohnen und oben sind die Armen. Quasi die Gesellschaftspyramide aus heutiger Sicht auf den Kopf gestellt, aber für damalige Verhältnisse plausibel, wo unter dem Dach die Bediensteten wohnten. Die Geschichte lebt nicht von einer Handlung. Vielmehr ist ein Wimmelbild mit vielen Charakteren, satirisch überspitzt und sehr symbolisch dargestellt. Ich finde Geschichten mit starken Hang zum Symbolisieren meist interessant, aber selten fesselnd. So geht es mir auch mit Märchen und Fabeln, an die mich die Geschichte von Roth erinnert. Na, eigentlich nicht nur die Geschichte, sondern alles, was ich von ihm gelesen hatte. Insbesondere den Hiob, wo die Anspielung auf seinen alttestamentlichen Namensgeber ja schon im Titel steckt. Oder auch die Legende vom heiligen Trinker. Ich hatte mich zuletzt mit Joseph Roth beschäftigt als ich Volker Weidermanns Buch [b:Ostende - 1936, Sommer der Freundschaft|20802496|Ostende - 1936, Sommer der Freundschaft|Volker Weidermann|https://i.gr-assets.com/images/S/compressed.photo.goodreads.com/books/1392276058l/20802496._SY75_.jpg|40146794] las. Da geht es in erster Linie um die Freundschaft von Stefan Zweig und Joseph Roth. Wie Zweig Roth seinen Leben lang finanziell unterstütze. Wie Roth als Heimatloser immer gerne in vornehmen Hotels übernachtete und einen starken Hang zum Alkohol hatte. Und vor allem wie toxisch die Beziehung zu Irmgard Keun damals 1936 im belgischen Exil, mit der er sich beinahe zu Tode soff und schrieb wie ein Verrückter. Ich habe viel von diesem alten Joseph Roth in Gabriel Dan wiedergefunden, obwohl der Autor ja kaum sein eigenes Leben vorwegnehmen konnte. Diese Beziehung fand ich interessant. Im Vergleich zu Hiob oder dem falschen Gewicht fand ich den Roman hat mir das Buch aber etwas weniger gefallen.

Hotel Savoy
Hotel Savoyby Joseph RothAnaconda Verlag
5. Jan.
Rating:2

Hotel Savoy erschien im Jahr 1924 erstmals als Fortsetzungsroman in einer Zeitung und wurde später gebunden gedruckt sowie verfilmt. Von Joseph Roth habe ich bisher "Hiob" gelesen, was mir gut gefallen hat. Im Buch "Hotel Savoy" geht es um Kriegsheimkehrer und andere Menschen, die den ersten Weltkrieg überlegt haben und auf Zeit oder auf Dauer um Hotel Savoy im ponischen Lodz untergekommen sind. Dabei lernt man skurille Gestalten der damaligen Zeit kennen. Erzählt wird das Buch aus der "Ich"-Perspetive eines Kriegsheimkehrers, der wenig Geld aber wohlabende Verwandschaft in Lodz hat. Mich hat dieses Buch nicht bewegt, weil ich durch die Vielzahl an Personen verwirrt war - ebenso passten Teil 3 und 4 des Buches aus meiner Sicht nicht mehr so gut zum Stil in dem Teil 1 und 2 geschrieben sind, in die ich auch besser hineingekommen bin. Ein schöner Einblick in eine vergangene Welt, aber bewegt hat mich die Geschichte nicht.

Hotel Savoy
Hotel Savoyby Joseph RothAnaconda Verlag