Spannender Plot mit einigen Schwächen Worum geht’s? In Dresden werden die legendären Diamanten des Grünen Gewölbes gestohlen. Der Raub dauert nur 5 Minuten. Kunstdetektiv Adrian Falke, der es sich zur Lebensaufgabe gemacht hat, geraubte Kunstgegenstände wieder der Allgemeinheit zurückzubringen, heftet sich den Tätern an die Fersen, wird aber schnell selbst zum Hauptverdächtigen der Polizei. Meine Meinung: Ich habe schon ein paar Bücher von Patrick Burow gelesen und war bislang immer mehr als begeistert. Mit „Der Diamanten Coup“, ebenfalls einem Cold-Case-Thriller, konnte er mich jedoch leider nicht überzeugen. Das Cover des Buches ist einfach genial, der bunte Buchschnitt ein absoluter Hingucker und auch die Grundidee perfekt für einen spannenden Thriller. Das Buch liest sich gut und ist durch die kurzen Kapitel besonders rasant. Mit Kunstdetektiv Adrian Falke und Museumsdirektorin Julia Graf heften wir uns den Tätern an die Fersen. Die Jagd führt uns von Dresden nach London, Paris, Dubai und Antwerpen. Es ist immer wieder durchaus spannend und wir erleben die Planung und Durchführung mehrerer weiterer Diebstähle. Begeben uns mit den Hauptprotagonisten auf die andere Seite des Gesetzes, zu Adrians Informanten aus den einschlägigen Kreisen. Wir haben also die perfekten Zutaten für einen Thriller, der rasant und atemberaubend sein könnte und zudem auf einer wahren Geschichte beruht. Und es gibt auch durchaus immer wieder spannende Szenen. Was mir allerdings gefehlt hat, ist mehr Hintergrundwissen. Es ging Schlag auf Schlag und teilweise haben Informationen gefehlt oder es war einfach zu Oberflächlich. Einige Szenen, wie die Flucht von Boucher, kamen mir etwas unglaubwürdig vor. Gut gefallen hat mir dagegen der Raubüberfall in Dubai und auch das Ende, als herauskam, wer hinter alledem steckt – das war nochmal eine gelungene Wendung. Doch auch diese etwas plötzlich. Mit ein paar Seiten mehr, etwas intensiveren Beschreibungen der einzelnen Szenerien und der Zwischenschritte wäre es für mich ohne mit der Wimper zu zucken, ein 5-Sterne-Thriller gewesen. So hat mir leider ein bisschen der Thrill und stellenweise der Tiefgang gefehlt, sodass ich leider 2 Sterne abziehen muss. Fazit: Bislang war Patrick Burow für mich immer ein 5-Sterne-Autor. Leider kann „Der Diamanten Coup“ da nicht mithalten. Der Klappentext und auch das geniale Cover versprechen jede Menge Spannung. Basierend auf einem wahren Fall versuchen wir an der Seite von Adrian und Julia, die Diamanten aus dem Grünen Gewölbe wiederzufinden. Es ist durchaus spannend, allerdings leider oft etwas kurz und oberflächlich erzählt, sodass einige Verbindungen und Schlussfolgerungen den LeserInnen verborgen geblieben sind und man Dinge als gegeben hinnehmen musste. Was schade ist, da die Geschichte an sich durchaus das Potenzial für einen herausragenden Thriller geboten hätte. Gute 3 Sterne von mir, aber ich freue mich dennoch auf die weiteren Bücher des Autors!
Rezension: Der Diamantencoup Autor/in: Patrick Burow Erschienen: 2022 Verlag: Benevento gebundene Ausgabe 226 Seiten mit Farbschnitt Es ist das erste Buch des Autors und ich bin angenehm überrascht. Ein TrueCrime Abenteuer, das auf dem Raubüberfall auf das Grüne Gewölbe in Dresden am 25.November 2019 basiert, dennoch eine Mischung aus echtem Fall und Fiktion ist. Die Gründe hierfür erklärt der Autor verständlicherweise im Anhang. Die Kapitel sind kurz und abwechslungsreich geschrieben und springen zwischen verschiedenen Einsatz- und Ermittlungsorten. Als Leser erhält man hierdurch Einblick in die Ermittlungstätigkeit aber auch die weiteren Pläne der Diebesbande, wodurch die Spannung noch mehr gesteigert wird und man noch mehr in das Geschehen involviert wird. Zusätzlich erlebt man durch den Einsatz der Museumsleiterin und einem Kunstkenner noch eine weitere interessante Wendung, da hierdurch die Frage der wahren Täter noch erhöht wird. Die Darstellung der Charaktere ist gut gewählt, was sowohl die äußerst passenden Spitznamen der Täter angeht, als auch die jeweiligen Angestellten und das Ermittlerteam, aber auch sämtliche Hehler und Untergrundpersonen. Man muss sich im Kopf etwas von den bisher bekannten Abläufen des Falls verabschieden, denn der Verlauf des Buches ist doch ziemlich anders, aber dennoch gut und kurzweilig entwickelt ist. Dennoch würde ich dem Buch nicht die Bezeichnung Thriller geben, denn wenn auch Spannung und das TrueCrime Gefühl da war, so doch nicht die Wirkung eines Thrills. Trotz einiger rasanter Geschehnisse hat mir das gewisse Etwas gefehlt und gewisse Vorahnungen haben sich bestätigt. Aufgelockert wurde alles mit ein paar witzigen Einlagen und einer kleinen, wenn auch eher unscheinbaren Romanze am Rande. Der Farbschnitt des Buches gefällt mir sehr gut und auch das Cover samt Titel laden ein, mehr über diesen unglaublich raffinierten Juwelenraub zu erfahren. Düster, geheimnisvoll, spannend. Alles in allem ein unterhaltsamer Krimi mit überraschenden Wendungen, interessantem Plot und detaillierten zeitlichen Abläufen.
Rezension: Der Diamantencoup Autor/in: Patrick Burow Erschienen: 2022 Verlag: Benevento gebundene Ausgabe 226 Seiten mit Farbschnitt Es ist das erste Buch des Autors und ich bin angenehm überrascht. Ein TrueCrime Abenteuer, das auf dem Raubüberfall auf das Grüne Gewölbe in Dresden am 25.November 2019 basiert, dennoch eine Mischung aus echtem Fall und Fiktion ist. Die Gründe hierfür erklärt der Autor verständlicherweise im Anhang. Die Kapitel sind kurz und abwechslungsreich geschrieben und springen zwischen verschiedenen Einsatz- und Ermittlungsorten. Als Leser erhält man hierdurch Einblick in die Ermittlungstätigkeit aber auch die weiteren Pläne der Diebesbande, wodurch die Spannung noch mehr gesteigert wird und man noch mehr in das Geschehen involviert wird. Zusätzlich erlebt man durch den Einsatz der Museumsleiterin und einem Kunstkenner noch eine weitere interessante Wendung, da hierdurch die Frage der wahren Täter noch erhöht wird. Die Darstellung der Charaktere ist gut gewählt, was sowohl die äußerst passenden Spitznamen der Täter angeht, als auch die jeweiligen Angestellten und das Ermittlerteam, aber auch sämtliche Hehler und Untergrundpersonen. Man muss sich im Kopf etwas von den bisher bekannten Abläufen des Falls verabschieden, denn der Verlauf des Buches ist doch ziemlich anders, aber dennoch gut und kurzweilig entwickelt ist. Dennoch würde ich dem Buch nicht die Bezeichnung Thriller geben, denn wenn auch Spannung und das TrueCrime Gefühl da war, so doch nicht die Wirkung eines Thrills. Trotz einiger rasanter Geschehnisse hat mir das gewisse Etwas gefehlt und gewisse Vorahnungen haben sich bestätigt. Aufgelockert wurde alles mit ein paar witzigen Einlagen und einer kleinen, wenn auch eher unscheinbaren Romanze am Rande. Der Farbschnitt des Buches gefällt mir sehr gut und auch das Cover samt Titel laden ein, mehr über diesen unglaublich raffinierten Juwelenraub zu erfahren. Düster, geheimnisvoll, spannend. Alles in allem ein unterhaltsamer Krimi mit überraschenden Wendungen, interessantem Plot und detaillierten zeitlichen Abläufen.
Rasanter Thriller, der kaum Zeit zum Luftholen lässt.
Bisher kannte ich noch kein Buch des Autors Patrick Burow, daher war ich umso gespannter, was mich bei diesem Thriller aus dem Benevento Verlag erwarten würde. Der Klappentext klingt schon mal gut, so startete ich also voller Elan und wurde auch gleich zu Anfang mitgerissen. Es fängt actionreich an. Und es bleibt actionreich. Klingt ja erstmal gut und wer viel Action mit wenigen Verschnaufpausen mag, ist hier genau richtig. Mir jedoch fehlt etwas. Spannend ist die Story, sie ist rasant, keine Frage. Aber doch konnte sie mich nicht so packen, dass sie mich rundum glücklich hätte machen können. Woran lag es also, dass kein Thrill bei mir aufkam? Zum einen mit ziemlicher Sicherheit an dem Ermittlerduo. Wobei das Wort „Ermittler“ schon sehr hochgegriffen ist. Mir kamen sie eher wie Hobbydetektive vor, die ihren ersten Fall angehen, aber nicht so recht wissen, wo sie wie anfangen wollen. Und zum anderen waren mir die Charaktere zu blass. Sie hätten mehr Tiefe vertragen können. Ich liebe es, in Geschichte zu versinken, eine Hetzjagd fast selbst zu spüren. Das Herzklopfen. Das Durchschnaufen. Hiervon kam bei mir zu wenig an, als dass ich mitgelitten hätte. Besonders das Durchschnaufen kam mir zu kurz. Es gab Action über Action, was keinesfalls verkehrt ist, aber die Gesamtdosis war für mich nicht ausgewogen. Wenn ich jetzt zu negativ klingen sollte, war das nicht meine Absicht. Es ist ein gutes Buch, das sich gut lesen lässt. Aber zu mehr hat es bei mir nicht gereicht. Dafür konnte mich die Aufmachung des Buches begeistern. Das Cover und der Buchschnitt sind was fürs Auge. Nur der Inhalt hat meiner Meinung nach eben noch Luft nach oben. Von mir gibt es drei Sterne.
Das Cover und der farbige Buchschnitt sehen toll aus. Der Autor wirbt mit einem Thriller und True Crime Abenteuer zum Juwelenraub im Grünen Gewölbe. Was für eine spannende Idee. Aber die Umsetzung konnte leider nicht halten, was das Buch versprochen hat. Das Wichtigste zuerst, es ist kein Thriller. Keine tiefgehende Spannung, keine gewitzten Charaktere, keine rasante Ermittlungsarbeit. Womit wir bei dem Punkt sind, der das größte Manko des Buches ist. Die Ermittlungsarbeit von zwei Wald- und Wiesenkommissaren. So etwas dilettantisches habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Ein Klischee löst das andere ab. Die Ermittlungen führen in einer wilden Jagd rund um den Globus und haben teilweise mehr komische als krimitechnische Elemente. Zusätzlich wurde noch eine Prise Romantik eingestreut, die dann überhaupt nicht mehr in das Geschehen passte. Der Schreibstil ist recht einfach gehalten und der Aufkleber Spiegel Bestseller Autor erschließt sich nicht so ganz. Dieses Buch konnte mich leider auf keiner Ebene überzeugen und deshalb vergebe ich nur zwei Sterne.



