7. Juni
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Ein Sachbuch - Arbeit neu denken

In der Reihe „auf dem Punkt“ geht es um gesellschaftliche Themen wie Arbeit, Werte und soziale Strukturen. In diesem Buch beschäftigt sich Barbara Prainsack mit der Frage, wie wir in Zukunft arbeiten wollen. Die bisherigen traditionellen Modelle aus den vorherigen Generationen werden nicht mehr funktionieren. Digitalisierung, Automatisierung, viele Menschen werden von ihrer Erwerbsarbeit krank oder können gar nicht mehr vollständig von ihr leben. „Wer in der Schule brav lernt, eine solide Ausbildung macht und hart arbeitet, der ist am Ende auch gut abgesichert. So heißt es - aber so ist es leider nicht.“ In den letzten Generationen war Arbeit ein großes Fundament im eigenen Leben. Es ging um Leistung, Geld verdienen und Sicherheit. Es war wichtig eine gute Ausbildung zu haben, da man sonst keinen gut bezahlten und sicheren Job bekam. Nur wer hart arbeitet, verdient ein gutes Leben. Heutzutage bekommt Arbeit eine andere Bedeutung im Leben. Sie vermischt sich mit dem Privatleben. Sie darf sich in das Leben integrieren, aber nicht Hauptthema Nummer 1 sein. Zum einen werden die Lebenshaltungskosten immer höher, zum anderen wird die Kluft zwischen der oberen und unteren Schicht immer größer. Zusätzlich werde neue Themen wie Digitalisierung und Automatisierung in den nächsten Jahren die Welt sehr stark beeinflussen. Jobs fallen weg, Neue werden durch die vorher genannten Themen entstehen. Die Welt wird flexibler, wir müssen uns anpassen. Dass man eine Ausbildung in den jungen Jahren zwischen 15 und 25 macht und diesen Job dann bis zum Rentenalter ausführt, wird nicht mehr funktionieren. Das Buch ist sehr gut auf den Punkt gebracht. Es geht darum, dass Arbeit nicht immer nur mit Einkommen verbunden sein kann und dass jeder Mensch auf der Welt ein Recht auf ein Leben hat, in dem er seine grundlegenden Ausgaben bezahlen kann. Es geht um ein Grundeinkommen für jede Person. Es geht um die Bedingung, dass jeder Mensch ein würdevolles Leben verdient hat. „So stark ist die Idee in unserer Gesellschaft verankert, dass man sich durch besonders harte Arbeit ein gutes Leben „verdient.“

Wofür wir arbeiten
Wofür wir arbeitenby Barbara PrainsackBrandstätter Verlag