27. Jan.
Oberflächlich
Rating:2.5

Oberflächlich

Mir persönlich war es zu knapp gehalten. Alles wird nur kurz angeschnitten jeder Brauchtumstechnisch relevante Tag bekommt vielleicht 2-3 Seiten. Etwas wenig wenn man bedenkt wie sehr man die Dinge hier in all ihrer Breite und Weite hätte ausführen könnte. Mir haben zum Beispiel am 5. Jänner die Glöckler gefehlt. Beim Maibaumaustellen die Habergeiß und auch die Frage was die bunten Bänder auf den Palmbuschen bedeuten wurde nicht beantwortet. Das ganze Drumherum eben. Was sind die Wurzeln der Bräuche? Wie lebt man sie in den verschiedenen Bundesländern und Regionen? Wie ist ihre Symbolik? Warum machen wir, was wir machen? Mit diesen Infos spart das Buch komplett. Die Holle/Perchta mit ihrer wilden Jagd, die in den Rauhnächten ihr Unwesen treibt, stammt zum Beispiel aus den nordischen Sagen. Das knallen an Silvester soll böse Geister vertreiben. Über heimisches Brauchtum, Symbolik und die Wurzeln all dessen, könnte man so viel schreiben, dass daraus gut und gern ein Zweiteiler hätte werden können. So habe zumindest ich, eigentlich nur das erfahren was ich eh schon wusste, an manchen Stellen sogar weniger. Nur dafür lese ich solche Bücher eigentlich nicht. Wer gar nichts, wirklich GAR NICHTS über österreichisches Brauchtum weiß, kann sich hier einen groben Überblick verschaffen, aber mehr auch nicht.

Magisches Räuchern und gestohlene Maibäume
Magisches Räuchern und gestohlene Maibäumeby Christoph FrühwirthServus