Ich hatte eine spannende Lesezeit und fühlte mich gut unterhalten.
Den Klappentext fand ich schon mal sehr ansprechend und so wollte ich dann auch das Buch von Stefan Maiwald aus dem Servus Verlag lesen. Ich kam gut in die Geschichte rein und konnte mit dem Ermittler miträtseln. Irgendwie hatte ich ständig einen anderen Verdächtigen im Sinn, so dass für mich die Handlung unvorhersehbar war. Jedoch hatte ich gleichzeitig das Gefühl, dass die Ermittlungen nicht großartig vorankommen. Sie drehten sich zwar nicht im Kreis, aber lieferten auch keine haarsträubenden Verfolgungen. Kurz gesagt, hier hätte es gerne mehr von geben können. Der Schreibstil ist einfach und unkompliziert, dabei flüssig zu lesen. Die Handlungsorte sind gut dargestellt, manchmal hatte ich sogar das Gefühl, dass der Autor sich vor lauter Verbundenheit vielleicht etwas verlor. Ich mag es ausführlich, da dürfen auch gerne die Schauplätze näher beschrieben werden. Aber dann sollte der Stil beibehalten werden und auch alles andere ausführlicher beschrieben werden. Und nicht den einen Ort liebevoll darstellen und dann aber die Gefühle der Charaktere nicht genauso lebendig beschreiben. Hier fehlt mir einfach die ausgewogene Balance. Denn wenn ich ehrlich bin, hätte ich auch gerne noch mehr von allen Beteiligten erfahren. Das ist sicher in einem Kriminalfall nicht so super wichtig, aber dennoch hätte es mir das Herantasten an sie vereinfacht. Trotz allem hatte ich eine angenehme und spannende Lesezeit. Ich fühlte mich gut unterhalten und so vergebe ich gute drei Sterne.
