Auf der Suche nach den eigenen Wurzeln
Vitória wird zu einer Zeit in Angola geboren, in welcher der Freiheitskrieg gegen die portugiesische Vorherrschaft wütet. Ihre Mutter Rosa lässt sie bereits im Alter von zwei Jahren, um zu rebellieren und zu kämpfen, bei ihren Großeltern zurück. Gemeinsam mit den Großeltern sowie ihren Tanten flüchtet sie 1980 nach Portugal. 23 Jahre später beschließt Vitória nach Angola zurückzukehren um ihre Mutter zu finden und ihre damaligen Beweggründe zu erfahren. Es beginnt eine emotionale Reise, welche sie unteranderem mit unfassbarer Gewalt konfrontiert. Die Geschichte ist wahnsinnig ehrlich und unbeschönigt klar geschrieben. Die schildert Brutalität, Ungerechtigkeit, Rassismus und Gewalt absolut schonungslos. Mit dem Schreibstil habe ich mich am Anfang etwas schwer getan. Ich brauchte einige Seiten um mich an diesen zu gewöhnen. Anschließend lies sich das Buch absolut flüssig lesen aber die Emotionen kamen bei mir leider nicht so deutlich an, wie ich es, bei dieser bewegende Geschichte, erwartet hätte. Der Schreibstil ist ausgesprochen gelungen, fast schon künstlerisch, aber für mich persönlich hat genau dies dazu geführt, dass das Buch eher einem Kunstwerk glich, dass ich von außen betrachte, welches mich nicht um innern erreicht. Da das Buch zweifellos eine Thematik behandelt, welcher Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte, werde ich es definitiv weiterempfehlen.

