23. Nov.
Wenn ihr mal was ganz anderes lesen wollt und Bock habt auf eine wilde Gesellschaftssatire, dann gibt es wohl kein besseres Buch, als dieses hier:
Rating:4.5

Wenn ihr mal was ganz anderes lesen wollt und Bock habt auf eine wilde Gesellschaftssatire, dann gibt es wohl kein besseres Buch, als dieses hier:

In „Haus des flüssigen Goldes“ beschreibt Clemens Berger einen Notstand aufgrund mangelnder Verfügbarkeit von Milchpulver, während gleichzeitig eine Gruppe von Müttern ihre Muttermilch gegen Geld verkauft. Diese Mütter werden hart angegriffen von der Gesellschaft, es gibt Proteste und Social Media Hass. Die Managerin des Haus des flüssigen Goldes sieht es pragmatisch: wer sich die Milch Ihrer Mitarbeiterinnen nicht leisten kann, setze einfach nur falsche Prioritäten. Ich sag’s euch- ich bin nur so durch die Seiten geflogen, es war einfach alles so absurd und gleichzeitig aber auch wieder nicht, weil ich bin mir nicht sicher, ob es nicht genauso ablaufen würde in der Realität! Auch im Buddyread mit wortmagie waren wir uns einig: wild, aber unfassbar gut und irgendwie auch witzig und unterhaltsam! Es schwingt natürlich etwas Kapitalismus-Kritik mit, bzw. Man hinterfragt sich und seine Einstellung selbst bei dem Thema. Wäre ich auch dafür, dass die Mütter unter diesen Umständen ihre Milch spenden? Wäre ich genauso entrüstet, wenn sie es nicht täten? Oder wäre ich vielleicht eine von den Müttern, die mit ihrer Muttermilch gerne Geld verdienen würden, um die Zukunft ihres Kindes zu sichern und würde mir das nicht nehmen lassen, solange eine Nachfrage da ist? Wie gesagt: wildes Konzept, aber absolut empfehlenswert!

Haus des flüssigen Goldes
Haus des flüssigen Goldesby Clemens BergerResidenz