Eine Reise durch die Sowjetunion der 50er Jahre. Absurd, ernst, lustig. Großartig.
Vladimir Vertlib nimmt uns mit auf eine teils absurde Reise durch die Sowjetunion der 50er Jahre. Als die Studentin Lina erfährt, dass ihr Vater erkrankt ist, will sie so schnell wie möglich von Kasachstan nach Hause nach Leningrad. Doch das ist gar nicht so leicht. Es gibt Bahnstrecken, die nirgendwo hinführen, Orte, die noch in Planung sind, Schiffe, die ihr Ziel nicht erreichen, Regeln, die niemand versteht und Menschen, die nichts Gutes im Schilde führen und andere, die einander helfen und beistehen. Man erfährt viel über die wechselhafte Geschichte und hat doch das Gefühl in der Gegenwart zu sein. Die erzählte Geschichte ist sehr ernst und doch musste ich viel schmunzeln über die Absurditäten und die liebenswerte Hauptperson Lina, die ihren Mund nicht halten kann. Große Leseempfehlung von mir.
