18. Apr.
Rating:2

Ist für mich zu flach, zu distanziert geblieben

Ich kam bei diesem Buch überhaupt nicht an die Figuren ran. Die Idee an sich ist gut, aber die Umsetzung hat mir gar nicht gefallen. Die Du-Perspektive hat die Protagonistin für mich zu sehr auf Distanz gehalten. Ich habe keinerlei Emotionen gespürt, obwohl man aus dem Plot so viel hätte machen können. Schade.

Alles, was du wolltest
Alles, was du wolltestby Christina KönigOtto Müller Verlag GmbH
1. Mai
Rating:3.5

Dieses Buch ist vielleicht nicht, alles, was ich wollte, aber jedenfalls lesenswert 😊 Das erste Buch, das drei verschiedene Enden bietet und für mich, die v.a. offene Enden nicht mag, perfekt! Allerdings hat mich eigentlich so keines der Enden wirklich überzeugt…am ehesten noch das erste Ende. Das Ungleichgewicht in dieser Beziehung hat mich erschrocken und ist wahnsinnig gut beschrieben. Eine Liebesbeziehung habe ich aber zu keinem Moment in diesem Buch zwischen den beiden gefühlt. Eher habe ich mich gefragt, warum die beiden überhaupt je zusammengekommen sind. Die Du-Form des Buches hat es mir erstaunlich schwer gemacht, mich in das Buch hineinzufühlen.

Alles, was du wolltest
Alles, was du wolltestby Christina KönigOtto Müller Verlag GmbH
20. März
Dieser Roman ist für mich perfekt gelungen und zeigt den Schrecken einer Beziehung zwischen Dominanz und dem unendlichen Bemühen des Genugseins.
Rating:5

Dieser Roman ist für mich perfekt gelungen und zeigt den Schrecken einer Beziehung zwischen Dominanz und dem unendlichen Bemühen des Genugseins.

Hochglanzschrankfronten, Swimmingpool im Garten, Ahornböden, Regendusche - alles gehört Viktoria. Alexandra darf es mitbenutzen, mitbewohnen, denn die beiden sind ein Paar. Alexandra bekommt von Viktoria ihr heiß ersehntes eigenes Massagestudio, dafür kann Alexandra auch mal einkaufen, die Wäsche waschen, Perlenohrstecker tragen, Staub saugen und kochen. Das klingt irgendwie nicht gleichberechtigt? Ist es auch nicht. 💜 Was ist eigentlich eine toxische Beziehung? Sind Gegenleistungen fair? Da sollte sie sich doch mal revanchieren - sie lebt doch ein Leben ohne Sorgen und hat alles, was sie immer wollte! Das hat sie alles ihr zu verdanken! Wtf? Macht. Viktoria hat die Macht, sie nutzt die Macht. Viktoria ist die Überlegenere, sie hält die Fäden in der Hand. Die Fäden, die Alexandra kontrollieren, die sie fesseln und die sie binden. Der Roman von Christina König ist so wundervoll normal. Scheinbar passiert nichts Schlimmes, aber es ist das Ungetane, das so viel ausmacht. Und es ist das Ungesagte, was zwischen den Zeilen heraus brüllt, sodass man Alexandra am liebsten wachrütteln möchte. Es ist ein so normales Beispiel dafür, was nicht normal sein sollte. Ich habe „Alles, was du wolltest“ verschlungen, die Sprache ist so echt und angenehm zu lesen. Es ist beeindruckend, wie es der Autorin gelingt, von Seite zu Seite eine immer größere Spannung aufzubauen. Und recht bald wird klar, dass alles einstürzen wird. Doch wie geht die Geschichte aus? Und damit folgt mein Highlight des Romans: Christina König gibt uns verschiedene Varianten mit auf den Weg, wie die Gechichte enden könnte. Das klingt ungewöhnlich, aber in meinen Augen hat es hervorragend funktioniert! Große Leseempfehlung für einen neugedachten, aufregenden Roman, der die Lesenden tief mit hineinzieht und nicht mehr loslässt, bevor der letzte Satz endet. Die Thematik ist unfassbar eindringlich und zeigt den Schrecken einer Beziehung zwischen Dominanz und dem unendlichen Bemühen des Genugseins.

Alles, was du wolltest
Alles, was du wolltestby Christina KönigOtto Müller Verlag GmbH