Spannende Urban Fantasy mit Startschwierigkeiten und tollen Charakteren
Die Story & Der Schreibstil Die Grundidee von Five Hearts for a Witch hat mir unglaublich gut gefallen. Eva Chase strickt hier eine wirklich faszinierende Urban Fantasy-Welt. Allerdings muss ich zugeben, dass mir der Einstieg extrem schwergefallen ist. Das lag vor allem am Schreibstil: Obwohl die Geschichte in der Moderne spielt, liest sie sich stellenweise so zäh und geschwollen wie ein Roman aus dem 18. Jahrhundert. Wer hier einen lockeren, modernen Ton erwartet, braucht anfangs definitiv etwas Geduld, um in den Lesefluss zu kommen. Die Charaktere Sobald man diese Hürde überwunden hat, wird man jedoch mit tollen Charakteren belohnt. Roselinde: Sie ist eine bemerkenswerte und starke Protagonistin. Gleichzeitig spürt man als Leser von der ersten Seite an ihre tiefe Einsamkeit. Sie wächst unter der extrem strengen Herrschaft ihrer Stiefmutter auf, was sie emotional stark geprägt hat. Ihre Entwicklung im Buch mitzuverfolgen, hat mir großen Spaß gemacht. Die Jungs: Roselinde ist zum Glück nicht allein. Ihre vier Begleiter stehen ihr treu zur Seite. Besonders gut hat mir gefallen, dass die vier "Boys" nicht nur hübsches Beiwerk sind, sondern echte Tiefe besitzen. Jeder von ihnen hat im Laufe der Geschichte mit seinen ganz eigenen, persönlichen Herausforderungen zu kämpfen, was die Dynamik zwischen den Charakteren sehr authentisch und spannend macht. Fazit: Wer sich von einem anfangs gewöhnungsbedürftigen, fast schon historischen Schreibstil nicht abschrecken lässt, bekommt hier eine packende Urban Fantasy-Story mit einer starken, wenn auch einsamen Heldin und einer tollen Truppe an ihrer Seite. Am Ende wurde ich gut unterhalten!



































