So viel Gefühl…
Nach dem Tod einer Mitschülerin fällt Bekka in ein Loch, vor dem sie lange weggelaufen ist. Sie trägt ein grausames Geheimnis mit sich herum und die Schwärze umfängt sie, nachdem die Schuld an den tragischen Ereignissen sie zu ersticken droht. Denn Bekka hat nicht nur auf grausamste Weise gelernt, ihren Schmerz zu zeigen, sie hat auch gelernt, dass Wut einfacher ist. Wut kennt sie. Wut hält sie am Leben. Wut spricht für sie, wenn der Schmerz zu tief sitzt. Doch nun überwiegt die Schuld und es scheint keinen Weg zur Vergebung zu geben. Ihre Taten sind ihre größte Last und sobald die Wahrheit ans Licht kommt, droht sie daran zu zerfallen. Kann ein Monster noch mehr zu einem werden, als es sowieso schon ist, oder haben wir alle eine zweite Chance verdient? Marie hat’s mal wieder geschafft. So roh, so schmerzvoll, so voller Poesie. Wenn ich eins in Büchern liebe, dann Protagonisten, die gemischte Gefühle in einem auslösen und einem selbst vor Augen führen, wie oberflächlich wir andere oft verurteilen, ohne ihre Geschichte zu kennen. Oft werden in Büchern fast fehlerlose Protagonisten dargestellt, die am Ende trotzdem irgendwie die richtigen Entscheidungen treffen und das Unglück verhindern. Die Realität sieht aber ganz anders aus. Marie sticht immer wieder durch rohe Lebensgeschichten hervor, die den eigenen Horizont erweitern. Ich habe selten einen so wundervollen poetischen Schreibstil gelesen. Ich hätte niemals gedacht, dass mich dieses Buch noch mehr umhaut als Band 1, aber genau so ist es gekommen und jetzt bin ich noch gespannter auf Band 3. Eine absolute Leseempfehlung mit einem nie endenden Gefühlsrollercoaster. 🤍 (Bitte Triggerwarnungen vorher durchlesen.)




































































