
Ich bin wirklich gut in die Geschichte reingekommen , denn der Schreibstil ist angenehm und leicht zu lesen, sodass ich direkt ein gutes Gefühl hatte. Besonders positiv ist mir die Diversität aufgefallen: Anas beste Freundin ist eine Transfrau, und ihre Freundschaft mit Ana (und später auch mit einer weiteren Freundin) war für mich ein echtes Highlight. Die Dynamik zwischen den drei Frauen war schön gezeichnet und hat mich anfangs echt abgeholt. Auch die Liebesgeschichte mit Baron war zunächst spannend und ich war neugierig, wohin das führt. Doch etwa ab der Hälfte hat sich der Ton des Buches stark verändert. Die Handlung wurde deutlich dramatischer und für meinen Geschmack etwas zu überdreht. Politik, Korruption, Drogen, Verrat . Es war viel los, fast zu viel. Was mich dabei leider etwas verloren hat, war die Nachvollziehbarkeit. Viele Entscheidungen von Ana konnte ich nicht mehr verstehen, ihre Entwicklung wirkte auf mich nicht mehr ganz stimmig. Auch die Beziehung zu Baron hat bei mir gar nicht gezündet ,denn seine Motive und ihr Festhalten an ihm haben bei mir eher Stirnrunzeln als Herzklopfen ausgelöst. Die zweite Hälfte war definitiv spannend , aber mir persönlich einfach zu unrealistisch und überladen. Schade, denn der Anfang hatte wirklich Potenzial. Da es sich um den Auftakt einer Trilogie handelt, hätte ich mir gewünscht, dass mich das Ende mehr neugierig auf Band 2 macht, aber aktuell verspüre ich aber wenig Lust, weiterzulesen.





