6. Apr.
Rating:4

Toller Krimi der 20er Jahre!

Der Krimi hat sich gelohnt. Das Fräulein vom Amt mit ihrer besten Freundin Emmi "Wölkchen" ermitteln in einen Kriminalfall zur Zeit als die Frauen ein neues Selbstbild entwickeln. Mit zwei Begleitern an ihrer Seite, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Toller Plott. Gerne lese ich die Geschichte um Alma "Täubchen" Täuber aka "Das Fräulein vom Amt" weiter.

Fräulein vom Amt – Die Nachricht des Mörders
Fräulein vom Amt – Die Nachricht des Mördersby Charlotte BlumFISCHER Scherz
8. Sept.
Rating:3.5

Die Nachricht war nicht klar und deutlich genug ... für mich.

Es hat mich 2x Geduld gekostet Almas ersten Fall bis zum Ende durchzuhalten. Es lag nicht an den Charakteren. Die fand ich von Anfang an toll und durch und durch gelungen. Aber ich habe mich sowohl mit dem Hörbuch (toll gelesen von Dagmar Bittner) als auch beim zweiten Versuch mit dem Buch sehr schwer getan. Ich war beide Male froh, bis zum Ende durchgehalten zu haben, aber nicht wegen dem Krimianteil. Ich musste wissen, wir die Beziehungen der Charaktere sich entwickeln. Und das hat sich für mich gelohnt.

Fräulein vom Amt – Die Nachricht des Mörders
Fräulein vom Amt – Die Nachricht des Mördersby Charlotte BlumFISCHER Scherz
6. März
Rating:5

Das Fräulein vom Amt als heimliche Kriminalistin.

Eine schöne Geschichte im Baden-Baden der 1920er Jahre. Ein interessanter Einblick in das Leben junger Frauen zu einer Zeit, in denen ihre Rechte spätestens mit der Heirat eingeschränkt wurden. Ein Kriminalfall, der alle Gesellschaftsschichten betrifft. Kurz um: Ein Wunderbarer Historienkrimi, hat mir sehr viel Spaß gemacht.

Fräulein vom Amt – Die Nachricht des Mörders
Fräulein vom Amt – Die Nachricht des Mördersby Charlotte BlumFISCHER Scherz
11. Feb.
Rating:3.5

1920er Jahre Alma ist eine modere Frau, die mit ihrer besten Freundin im Herzen von Baden-Baden sich eine kleine Wohnung teilt.

Sie arbeitet als Telefonistin. Und dabei bekommt sie/ verbindet sie so manches Gespräch mit. Ein solches Gespräch erschreckt sie sehr und als sie von einer toten Frau in der Zeitung liest verbindet sie eins und eins zusammen. Ich mochte den spannendem Kriminalroman, obwohl es in der Mitte etwas schwächelte. Doch für mich war es dennoch ein Lesevergnügen, weil ich fast 10 Jahre in Baden-Baden gelebt habe und so mit die Zeitreise in die Vergangenheit sehr genossen habe. Freue mich auf Band zwei.

Fräulein vom Amt – Die Nachricht des Mörders
Fräulein vom Amt – Die Nachricht des Mördersby Charlotte BlumFISCHER Scherz
31. Aug.
Rating:3

Es plätschert so dahin Alma ist eine junge, moderne Frau, die es liebt, berufstätig zu sein. Als solche arbeitet sie als Telefonistin, ein sogenanntes Fräulein vom Amt. In dieser Tätigkeit wird sie auf ein Telefongespräch aufmerksam, welches eine Gänsehaut bei ihr aufkommen lässt. Als sie wenig später von einer toten Frau in den Kolonnaden liest, bringt sie das Gespräch mit der Toten in Verbindung. Alma entschließt sich zur Polizei zu gehen und ihre Eindrücke zu Protokoll zu geben. Dabei begegnet sie dem jungen Kriminalkommissarsanwärter Ludwig Schiller. „Fräulein vom Amt - Die Nachricht des Mörders“ ist Teil 1 der Reihe „Alma Täuber ermittelt“ von Charlotte Blum. Hierbei handelt es sich um einen Krimi, der in den 1920er Jahren spielt, was auch das Cover symbolisiert. Ich gebe zu, ich hatte mir ein bisschen mehr von diesem Krimi erwartet. Mir fehlte es hier eindeutig an Spannung. Die Geschichte spielt im mondänen Kurort Baden-Baden, dessen bekannte Spieleinrichtungen auch als Kulisse für den Roman dienen. Auch war mir manchmal nicht klar, ob es nun ein Krimi sein soll oder eine Liebesgeschichte werden sollte. Im Mittelpunkt stehen jedoch die Freundschaft zwischen Wölkchen und Alma, aber auch die aufkommende Bekanntschaft zwischen Ludwig und Alma. Für mich war dieser Krimi nicht wirklich authentisch, da Alma eine Rolle übernahm, die so gar nicht passte und m.E. eben auch nicht mit der Realität übereinstimmt, gerade was die Ermittlungsarbeit betrifft. Damit ist die Rolle der Polizei in diesem Roman meiner Meinung nach eher umstritten. Was mich auch manchmal ein bisschen nervte, war die Art von Wölkchen - Ida. Sie wirkte auf mich, als fehle es in ihrem Leben an Stabilität und Aufmerksamkeit, was sich in ihrem Verhalten widerspiegelte. Einzig die Freundschaft zu Alma stellte eine wahre Konstante dar. Fazit: Wer einen spannenden Krimi erwartet hat, ist hier eher falsch. Es handelt sich hier um Cozy Crime, dem es an Spannung fehlt, der aber einen Hauch von Liebesgeschichte enthält.

Fräulein vom Amt – Die Nachricht des Mörders
Fräulein vom Amt – Die Nachricht des Mördersby Charlotte BlumFISCHER Scherz
21. Aug.
Rating:5

Historischer Krimi mit vielen Facetten.

Es handelt sich dabei um einen historischen Krimi und spielt im Jahr 1922 in Baden-Baden. Die Protagonistin Alma Täubner ist ein Fräulein vom Amt und bekommt dabei ist wie ein Mörder in einem Anruf von einem Erledigten Auftrag spricht. Am nächsten Morgen ließt sie von einem Mord und die Fakten passen alle zusammen. Sie geht zur Polizei doch wird dort direkt abgewiesen. Es lässt sie jedoch nicht los und sie fängt an dem Fall nachzugehen. Dabei bekommt man viele Eindrücke von Baden-Baden und lernt die Region kennen. Das Buch hat mir sehr gefallen, da es spannend war und man zudem noch Einblicke in das normale Leben der damaligen Zeit bekommen hat. Die Wendungen haben den Roman lebhaft und spannend gemacht. Ebenso hat mich das Ende überrascht und war nicht vorhersehbar. Es gibt noch weitere Teile der Reihe, diese möchte ich ebenfalls noch lesen.

Fräulein vom Amt – Die Nachricht des Mörders
Fräulein vom Amt – Die Nachricht des Mördersby Charlotte BlumFISCHER Scherz
9. Mai
Rating:3

"Fräulein vom Amt - Die Nachricht des Mörders" ist der Auftakt zu einer Kriminreihe und hat mir vor allen Dingen wegen seiner atmosphärisch dichten Beschreibungen des Lebens in den 1920er Jahren gut gefallen. Leider konnte mich die Kriminalhandlung nicht wie gewünscht packen. Der Fall wird am Ende gelöst, die Suche nach dem Mörder und die Auflösung sind plausibel; aber irgendwie hat mir das "Mitfiebern" gefehlt. Dennoch habe ich das Buch gerne gelesen. Wer sich also in die 1920er-Jahre entführen lassen möchte und dabei weniger Wert auf die Krimihandlung legt, ist hier gut aufgehoben.

Fräulein vom Amt – Die Nachricht des Mörders
Fräulein vom Amt – Die Nachricht des Mördersby Charlotte BlumFISCHER Scherz
23. Apr.
Ein netter historischer Krimi mit Luft nach oben
Rating:3

Ein netter historischer Krimi mit Luft nach oben

Fräulein vom Amt – Die Nachricht des Mörders von Charlotte Blum ist der Auftakt einer Historischen Krimireihe. Das Autorenduo Charlotte Blum besteht aus sie Regine Bott und Dorothea Böhme. Sie nahmen ihre Großmütter zum Anlass dieses Krimis. Alle Teile sind in sich abgeschlossen und lassen sich separat lesen. Mich konnte der Krimi nicht ganz überzeugen. Ich fand ihn stellenweise langatmig, konstruiert und auch langweilig. Die Spannung ging teilweise völlig verloren. 1922 Baden Baden: Alma arbeitet als Fräulein vom Amt und stellt die verschiedensten Telefongespräche durch. Bei einem hört sie ausversehen mit und sie ist sich sicher das hier über einen Mord gesprochen wurde. In den vergangen Tagen wurde eine unbekannte Frau ermordet aufgefunden und der Anrufer bestätigt, dass der Auftrag erledigt sei. Die Polizei macht in dem Fall nicht viel, doch Alma kann es nicht auf sich beruhen lassen und macht sich selbst auf die Suche. Doch dabei begibt sie sich selbst in Gefahr. Das Buch startet recht viel versprechend und hat einen angenehme Schreibstil. Die ersten Kapitel fliegen nur so dahin, sie sind unterhaltsam und spannend. Doch leider nimmt beides schnell ab. Dann wird es teilweise nur noch zäh und langatmig. Der Fall an sich rückt für mich etwas in den Hintergrund, weil viel über Alma ihre Mitbewohnerin und andere Dinge berichtet wird. Es wirkte für mich etwas überladen und unrealistisch. Auch verwirrten mich die Kosenamen der beiden jungen Frauen und manchmal wusste ich nicht wer wer ist. Die Protagonisten sind aber gut ausgearbeitet und auch sympathisch beschrieben. Ich mochte sowohl Alma als auch Emmi. Das Ende ist überraschend und doch ließ sich das ein oder andere erahnen. Das Buch wirkte etwas konstruiert und unrealistisch. Ich kann mir nicht vorstellen das eine junge Frau so einfach mit der Polizei zusammenarbeiten konnte. Auch dass ein Kommissaranwärter soviel auf eigene Faust machen durfte, bezweifle ich etwas. Mich hat der Roman stellenweise gut Unterhalten, allerdings gab es keine konstante Spannung und die Autorinnen verlieren sich etwas in den Beschreibungen des damaligen Lebens. Es ist ein netter, gemütlicher historischer Krimi mit einem interessanten Setting.

Fräulein vom Amt – Die Nachricht des Mörders
Fräulein vom Amt – Die Nachricht des Mördersby Charlotte BlumFISCHER Scherz
1. Apr.
Rating:5

Krimi und Sittengemälde

Das hochwertige Cover läd zum Lesen des Krimis mit der Hauptfigur, dem Fräulein vom Amt, ein. Die ungewöhnliche Erzählweise mit Perspektivsprüngen fesselt den Leser. Das Sittengemälde aus der Zeit, in der dieser Krimi spielt, macht das Lesen zusätzlich interessant. Ich mochte die Atmosphäre und die Handlung sehr. Freue mich auf den nächsten Teil.

Fräulein vom Amt – Die Nachricht des Mörders
Fräulein vom Amt – Die Nachricht des Mördersby Charlotte BlumFISCHER Scherz
23. Jan.
Rating:5

Die Golden Twenties treffen auf dunkle Machenschaften Worum geht’s? Alma Täuber vermittelt als Fräulein vom Amt Telefonanrufe. An sich ein eintöniger Job, bis sie eines Tages das Gespräch eines Mörders mit seinem Auftraggeber mithört. Kurz darauf erfährt sie von einem Mord an einer jungen Frau auf den Kolonnaden und beginnt, eigene Nachforschungen anzustellen. Meine Meinung: Hinter dem ersten Fall für Alma Täuber „Fräulein vom Amt – Die Nachricht des Mörders“ steckt mit Charlotte Blum das Autorinnenduo Regine Bott und Dorothea Böhme und hinter der Idee das Foto von Regina Botts Großmutter, die als Telefonistin gearbeitet hat. Der Roman selbst ist viel mehr als ein bloßer Roman. In ihrem Buch bringen die Autorinnen das Freizeitleben in den goldenen 1920er Jahren mit der Wirtschaftskrise und einem Kriminalfall in Verbindung und schaffen durch ihre lebendige Schreibweise eine Geschichte, die authentisch, bunt und atemberaubend ist. Mit Alma und ihrer Mitbewohnerin und besten Freundin Emmi haben wir zwei junge, selbstbewusste und lebenslustige Frauen! Man merkt an ihrem Leben den Wandel, den Frauen damals unterlagen. Einerseits noch im (lockeren) Korsett alter Traditionen, andererseits auf dem Weg in ein selbstbewusstes und selbstbestimmtes Leben. Mit Almas Großmutter und mit der Hauwirtin der Mädels haben wir noch die alte Generation, die auf Anstand und Sitte bedacht ist. Auf der anderen Seite erleben wir das Nachtleben und die Freiheit mit, die Lebensfreude aber auch den Druck der beginnenden Wirtschaftskrise. Dann haben wir noch Almas Cousin Walter und Kommissaranwärter Ludwig Schiller, zwei junge Männer, mit denen die Autorinnen ebenfalls perfekte Charaktere geschaffen haben. In der Geschichte selbst bringen die Autorinnen so viele Einflüsse und Ereignisse der damaligen Zeit zusammen: Wir werden auf eine Pferderennbahn entführt, in das illegale Nachtleben der Casinos, in die sich entwickelnden technischen Errungenschaften, seien es Autos oder Haushaltsgeräte und in die Weiterentwicklung der Ermittlungsmethodik der Polizei. Dies alles fließt wie nebenbei ein in die Jagd nach einem Mörder. Und obwohl als Roman kategorisiert, ist es spannend, sich gemeinsam mit Alma auf die Jagd nach dem Mörder zu machen. Mit ihr in die unterschiedlichen Milieus einzutauchen und immer näher an die Lösung des Falls zu kommen. Das Zusammenspiel mit Ludwig, der Einfluss der lebenslustigen Emmi, es ist einfach herrlich zu lesen und Teil der Ermittlungen sein zu dürfen, wenn es am Ende mit der Verfolgungsjagd nochmal richtig rasant wird. Das Buch war mitreißend, unterhaltsam und informativ und ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Teil, der im Januar 2023 erscheinen wird und bin gespannt, wie es sowohl privat mit den Protagonisten weitergeht als auch darauf, mit welchem Fall wir es als nächstes zu tun haben werden! Fazit: Mit dem ersten Fall für Alma Täuber „Das Fräulein vom Amt – Die Nachricht des Mörders“ bringt uns das Autorenduo Charlotte Blum, hinter dem Regine Bott und Dorothea Böhme stehen, mitten hinein in die lebendigen 1920er Jahre und hinein in eine Zeit des Wandels, der Erstarkung des Selbstbewusstseins der Frauen, der technischen Entwicklung aber auch in die Zeit der beginnenden Wirtschaftskrise. Mit Alma Täuber, Emmi Wolke, Walter und Ludwig schaffen die Autorinnen ein Quartett, das jung und lebensfroh ist, eine Clique, die man sofort ins Herz schließt. Und all diese vielen unterschiedlichen Themen und Menschen verbinden die Autorinnen zu einer spannenden und mitreißenden Jagd auf einen Mörder. Eine Jagd, die hineinführt in die illegale Welt des Glücksspiels und in die Prostitution. Dieses Buch macht wirklich Spaß zu lesen! 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung von mir, ich freue mich schon auf den nächsten Teil und bin gespannt, was mit Almas 2. Fall auf uns zukommen wird!

Fräulein vom Amt – Die Nachricht des Mörders
Fräulein vom Amt – Die Nachricht des Mördersby Charlotte BlumFISCHER Scherz
1. Mai
Rating:4

Zum Hörbuch: Alma ist Telefonistin in Baden Baden. Zufällig hört sie mit wie ein Mann meldet das der "Auftrag" erledigt ist und die Leiche entsorgt. Als eine Frauenleiche gefunden wird, ist sich Alma sicher, wie hat den Mörder gehört. Zusammen mit dem Kommissaranwärter Ludwig Schiller macht sie sich auf den Mörder zu finden und findet Gefallen an der Detektivarbeit. Meine Meinung: 1922 war es Frauen noch nicht möglich bei der Polizei zu arbeiten und trotzdem hat sich Alma sehr für die Poliziearbeit interessiert. Zusammen mit ihren Feundin Emmi genießt sie noch ihre Unabhängigkeit, etwas das in der Zeit auch sehr ungewöhnlich war. Ich mag Romane die in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts spielen sehr gerne lesen, so war ich auch auf das Hörbuch sehr gespannt. Ein ruhiger, aber dennoch spannender Krimi, eine sehr angenehme Erzählstimme sorgte für ein schönes Hörerlebnis. Die Geschichte war gut erzählt und sehr unterhaltsam, gerne verfolge ich Alma weiter.

Fräulein vom Amt – Die Nachricht des Mörders
Fräulein vom Amt – Die Nachricht des Mördersby Charlotte BlumFISCHER Scherz
3. Dez.
Ein interessanter und gelungener historischer Krimi!
Rating:5

Ein interessanter und gelungener historischer Krimi!

Alma Täuber, die neue Ermittlerin Baden-Badens Baden-Baden, 1922: Alma Täuber arbeitet als Fräulein vom Amt, das heißt sie stellt Telefonverbindungen in der Telefonzentrale her. Dabei passiert es ab und zu, dass die Gespräche, die nicht für ihre Ohren gedacht sind, dabei legt Alma es nicht darauf an und arbeitet sehr professionell und schnell. An diesem Morgen passiert ihr genau das und das Gehörte gibt ihr Rätsel auf, denn es deutet alles auf kriminelle Machenschaften hin. Abends dann liest sie es - am genannten Ort wurde eine Frauenleiche gefunden. Sofort begibt sich Alma zum Polizeirevier, doch der Kriminalrat nimmt sie nicht ernst und Alma schwört sich, dass dieser Mord, denn davon geht sie aus, nicht ungesühnt bleiben soll... Das Autorenduo Charlotte Blum, bestehend aus Regine Bott und Dorothea Böhme, hat eine sehr flüssig zu lesende und klare Sprache. Die Handlung selbst beginnt mit einem Prolog, in dem der Mord geschildert wird, allerdings erhält der Leser kaum Informationen, seine Neugier ist dadurch geweckt. Der Beruf des Fräuleins vom Amt ist eher unbekannt, bietet durch seine Möglichkeiten aber eine tolle Grundlage für eine neue Ermittlerin. Baden-Baden bildet eine tolle Kulisse, obwohl oder gerade wegen der Beschaulichkeit und der vielen Kurgäste, die sich dort aufhalten. Durch viele Nebencharaktere, die teilweise sehr überspitzt dargestellt werden, ist die Handlung noch kurzweiliger und bringt den Leser öfters zum Schmunzeln, das beste Beispiel hierfür ist die Vermieterin und Witwe Frau Meier, die durch ihre offensichtliche Neugier auffällt. Der prompte Einstieg in den Kriminalfall und die sehr sympathische junge Frau Alma Täuber haben mich sofort gefesselt, sodass ich innerhalb weniger Stunden bereits mitten im Buch und den Ermittlungen gefangen war. Obwohl das Tempo der Nachforschungen durch Alma nicht allzu rasant ist, passt doch alles sehr gut und es kam nie zu Längen. Ich mag es, dass eine Frau die Hauptermittlerin dieser Reihe ist und sich gegen die Vorbehalte der Männer und für die Gleichbehandlung der Frauen einsetzt. Die Ermittlungsmethoden der damaligen Zeit beeindrucken mich immer wieder, weshalb ich auch ungemein gerne historische Kriminalromane lese. Nun bin ich schon gespannt auf den zweiten Teil der Reihe, denn eine so tolle Reihe sollte noch viele weitere Bände bekommen!

Fräulein vom Amt – Die Nachricht des Mörders
Fräulein vom Amt – Die Nachricht des Mördersby Charlotte BlumFISCHER Scherz
18. Sept.
Rating:3

Ein Reihenauftakt, der nicht ganz meine Erwartungen erfüllen konnte

Baden-Baden im Jahre 1922, Alma Täuber liebt ihre Arbeit als Telefonistin. Durch einen Zufall hört sie ein Gespräch mit, bei dem sie hellhörig wird. Es geht um einen erledigten Auftrag bei den Kolonnaden. Ihre Nachforschungen ergeben, dass genau dort eine ermordete Frau gefunden wurde. Die Polizei sieht zwischen dem Telefonat und der gefunden Leiche keinen Zusammenhang. Nur Kommissaranwärter Ludwig Schiller kann Alma von ihrem Verdacht überzeugen und gemeinsam versuchen die beiden den Fall zu lösen. Das Fräulein vom Amt ist gemeinsam von dem Autorenduo Regine Bott und Dorothea Böhme unter dem Namen Charlotte Blum geschrieben. Die Darstellungen der damaligen Zeit wurden wunderbar widergespiegelt. Der Einstieg in die Geschichte fiel mir aufgrund des lockeren Schreibstils sehr leicht. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und besonders die Hauptprotagonistin Alma und ihre Mitbewohnerin Emmi haben mir richtig gut gefallen. Alma Täuber ist eine selbstbewusste junge Frau, die es versteht sich durchzusetzen. Und dies war in der damaligen Zeit für eine Frau nicht immer einfach. Alma wollte unbedingt, dass der Toten Gerechtigkeit widerfährt. Deshalb stellt sie eigenhändig Nachforschungen an. Mir war das stellenweise etwas zu unglaubwürdig. Zum einen die Unfähigkeit der Polizei, zum anderen in welche Gefahren sich Alma begibt. Die Story lässt sich gut lesen, auch wenn es Stellen gab, die mich nicht so fesseln konnten. Vielleicht lag es auch an meinen zu hohen Erwartungen, denn das Cover erinnert mich an eine Buchreihe, die mich sehr begeistern konnte. Dennoch hat mir das Ende gefallen und mich überraschen können. Der erste Fall für Alma Täuber, das Fräulein vom Amt, ist ein historischer Roman, der sich gut lesen lässt, aber etwas hinter meinen Erwartungen zurück bleibt.

Fräulein vom Amt – Die Nachricht des Mörders
Fräulein vom Amt – Die Nachricht des Mördersby Charlotte BlumFISCHER Scherz
11. Sept.
Rating:4

Das dunkel gehaltene Cover mit goldener Schrift zeigt eine junge Frau vor der Schalttafel eines Postamtes. Dies deutet schon an, wo wir die Hauptfigur Alma zunächst antreffen: bei der stressigen Aufgabe der Telefonvermittlung in der kleinen Stadt Baden-Baden, die während der Kursaison Menschen aus ganz Europa anlockt. Alma gerät in die Ermittlungen zu einem Mord an einer Frau mitten in der Stadt, da sie ungewollt einen Satz am Telefon mitgehört hat, den sie sofort auf diesen Kriminalfall bezieht. Unterstützt von dem jungen Kriminalkommissaranwärter Schiller, ihrer quirligen Freundin Emmi und ihrem Cousin Walter ermittelt sie nicht immer ohne Gefahr auf eigene Faust. Neben der spannenden Kriminalgeschichte gelingt es der Autorin Charlotte Blum auch, die Leserschaft in die damaligen Lebensverhältnisse der "einfachen" Menschen kurz nach dem ersten Weltkrieg zu entführen. Ein kleiner Abstrich sind die dabei teilweise etwas einseitig dargestellten Personen in der zweiten Reihe (viele ältere Frauen sind Drachen, die Männer nachlässig bei der Körperpflege,---) Leseempfehlung für alle Fans von historischen Krimis, vor allem wenn es durchaus auch leichte Seiten geben darf und klassische Ermittlungsarbeit gewünscht ist.

Fräulein vom Amt – Die Nachricht des Mörders
Fräulein vom Amt – Die Nachricht des Mördersby Charlotte BlumFISCHER Scherz