
Diesmal steht Katrinas Schwester im Vordergrund...
"Vielleicht gehört zu einem Neuanfang auch immer, dass man mit sich selbst nicht im Reinen ist und erst in seine neue Version hineinwachsen muss." Dieses Buch hat mich in so eine witchy Stimmung versetzt, das glaubt man kaum. Und dass, wo es wohl vermeintlich wenig mit der typischen Form der Hexe daher kommt, was aber umso erfrischender war. Die Geschichte spielt am Institut für Moderne Magie, wo Lyn - die Protagonistin, die für alle, die Hunting Souls bereits gelesen haben, nicht mehr fremd ist -, als Adeptin anfängt. Sie ist also schlicht noch keine Studentin an dieser Art magischen Universität, sondern sozusagen im Probesemester, genau wie viele ihrer Mitadepten. Darunter ihre Mitbewohnerin Alice und Arlo, der Freund dieser, und die Barnes'-Zwillinge, Gabriel und Sebastian, die ebenso wie Lyn den Smythes ebenfalls einer angesehenen Familie in der übernatürlichen Welt angehören. Man muss Hunting Souls nicht gelesen haben, weil hier auch viel erklärt wird, warum Lyn so handelt, wie sie handelt und was es vor allem mit dem Fluch, unter dem sie steht auf sich hat. Da kann ich beruhigen, beide Reihen sind durchaus vollkommen unabhängig lesbar. Heißt nicht, dass sie nicht beide sehr lesenswert sind. Ich mochte es wirklich sehr, hier weiter in die Welt, die Tina Köpke geschaffen hat, einzutauchen und mir hat der Schreibstil hier sogar noch mehr gefallrn als in Hunting Souls. Ich habe ohne Witz die ersten 100 Seiten innerhalb eines Tages inhaliert. Es ist zwar nicht so, dass die Dreiecksliebesgeschichte, die eigentlich keine so richtig ist, weil nur Lyns Fluch sie dazu macht, besonders außergewöhnlich ist, weil man sich doch ziemlich schnell denken kann, welcher der Barnes' Zwillinge Lyns Herz höher schlagen lässt, aber letztlich ging es mehr um den Konflikt an sich als um die Entscheidung, wer nun ihr Herz gewinnt. Und letztlich ist die Wendung und die Auseinandersetzung am Ende, die ebenfalls mit einem der Zwillinge zu tun hat und mit geringer Action und mit mehr Gespräch gelöst ist, sehr interessant umgesetzt. Definitiv war das ein Turn, mit dem ich nicht mehr gerechnet habe. Mit der Person, die dahintergesteckt hat, schon. Das war auch deutlich sicher, wenn man aufmerksam liest. Doch der Cliffhanger am Ende hat meinen Mund dann doch offen stehen lassen.




























































