
Ein mysteriöses und geheimnissvolles Buch rund um mystische Meeresbewohner mit viel Potential, das durch seltsame Handlungen und Gespräche und einer völlig absurden Liebesgeschichte leider etwas ruiniert wurde
Diese Reihe steht seit einer halben Ewigkeit in meinem Bücherregal, lange unvollendet, teilweise gelesen, teilweise ungelesen. Ich konnte mich nicht mehr an viel von der Handlung erinnern aber ich erinnerte mich die ersten 2 Bände gelesen und gut gefunden zu haben. Deswegen habe ich mir vor kurzem auch den 3 Band besorgt, einfach weil ich die Reihe beendet haben wollte. Und weil es mehr als 10 Jahre her ist, das ich Band 1 und 2 gelesen habe, brauchte es jetzt einen kompletten re-Read um Band 3 zu lesen und die Reihe zu beenden. Und ja, was soll ich sagen. Das ist wohl das erste Buch, das mir beim erneuten Lesen nicht mehr so gut gefallen hat, wie beim ersten Mal und bei dem ich mich öfter gefragt habe, was mir damals daran gefiel. Dabei gefiel mir die Grundidee ganz gut und hatte eigentlich genau das, was ich an Urban Fantasy am liebsten mag. Ein ahnungloser Mensch, der nach und nach herausfindet, das es mehr gibt als er zu glauben wusste und das Legenden nicht nur Legenden sind. Mich störte auch überhaupt nicht, das der Fantasyteil erst gegen Ende des Buches so richtig zum Vorschein brach. Im Gegenteil, mochte ich die mysteriöse und geheimnissvolle Atmosphäre des Buches sehr und genoss es, genau wie Elodie im Dunkeln zu tappen. Zwischendurch gab es noch Szenen aus der Sicht der mysteriösen Jungs, die niemand kannte und von denen niemand wusste woher sie kamen. Und diese Szenen in Kombination mit dem Mord auf der Insel, Elodies Träumen von Gordy, dem geheimnissvollen Cyril, so wie all den anderen Vorkomnissen entwickelte das Buch für mich einen gewissen Sog, der mich immer weiter lesen ließ, weil ich unbedingt wissen wollte, was hinter all dem steckt, was all das zu bedeutet hat und was Elodie damit zu tun hat. Wären die Handlungen und Dialoge der Charaktere im Buch nicht stellenweise so seltsam und unnatürlich, wäre das Buch bis zum letzten Teil eigentlich ganz gut. Aber ich konnte die Handlungen oft nicht wirklich nachvollziehen und den Gesprächen nicht immer ganz folgen, beziehungsweise hatte ich das Gefühl, das wesentliche zu verpassen oder das lange um den heißen Brei herum geredet wird und nie wirklich auf den Punkt gekommen wird. Der Romance Teil des Buches war für mich leider eine absolute Katastrophe. Denn Elodie begegnete dem Jungen aus ihren Träumen - Gordy - erst sehr spät im Buch, was ich grundsätzlich nicht so schlimm fand, aber die Gefühle der beiden füreinander kamen gefühlt aus dem Nichts und die Beziehung der beiden fühlte sich nicht nach Romantik an, sondern nach Bessenheit. Was ja auch irgendwie zu den Fähigkeit der Nixen passt, aber eben nicht im romantischen Kontext wie es bei Elodie und Gordy sein sollte. Vermutlich ist das aber auch einfach der Vibe einer Teeniebeziehung, als 15 Jährige fühlte ich das anscheinend sehr, auch wenn ich das jetzt nicht mehr als positiv empfinde, weil es so meiner Meinung nach nicht sein sollte. Trotzdem empfand ich das Geheimnis des Meeres als spannend und hoffe in Band 2 noch mehr über die Nixen und ihre Welt zu erfahren.











