Ganz, ganz schwierig. Ich bezeichne mich eigentlich als jemand, der sehr leicht gute Bewertungen gibt und dieses Buch hatte eigentlich eine gute Prämisse, aber die Umsetzung war sehr schwierig. Neben dem Schreibstil, der ziemlich stark das Debüt der Autorin spiegelt, waren die Figuren doch allesamt recht toxisch. Eloise‘s Männerbild und ihr Wunsch, Kastor zu „beherrschen“ obwohl sie eine ebenbürtige Partnerschaft haben wollte, war wirklich, wirklich schwierig. Dann die sexistischen Aussagen Kastors manchmal und dass er Eloise doch öfter mal einfach auf ihren Körper reduzierte, war auch schwierig. Ansonsten ging es zu schnell irgendwie ohne das wirklich was passiert ist und eine Idee von der Welt hab ich auch immer noch nicht. Keine Ahnung was die Katastrophe war und was „die Sache“ ist, aber wenn es kein Rezensionsexemplar wäre, würde ich auch ehrlich gesagt nicht weiterlesen, allein schon weil es sich ab Seite 100 wie eine Wattpad-Geschichte einer 14-jährigen angefühlt hat. (Und das fehlende Lektorat, dass mich zuletzt sehr oft bei Impress Büchern gestört hat, ist hierbei nicht eingerechnet)
Dieses Buch hat mich absolut vom Cover her angesprochen. Dazu klang es noch ziemlich spannend. Am Ende konnte es mich aber leider nicht überzeugen. Allerdings lag das nicht am Schreibstil. Der ist nämlich sehr angenehm und passt gut zur Geschichte. Dazu noch wechselnde Perspektiven uns eigentlich sollte ich glücklich sein. Für mich lag es leider eher an der Story, da ich ein paar Parallelen zu einem erst kürzlich gelesenen Buch entdeckt habe. Das hat mir leider den Lesespaß etwas verhagelt, wofür die Autorin nicht unbedingt etwas kann, sondern das liegt halt an mir. Dazu kommt noch, dass sich, meiner Meinung nach, ein paar Sachen im Text wiederholten. Die Story erzählt wie eine Frau zu einer Kämpferin für das Volk wird und Gutes tut. Allerdings geschieht das Alles ziemlich zum Missfallen des Ordens, der ein Auge auf die angebliche "Heilige" hat. Er nennt sie die Ketzerin und hofft sie in seine Finger zu bekommen und zu richten. Allerdings gibt es auch beim Orden Männer die nicht alle grausam sind. Zu ihnen gehört der Omni Kastor. Er findest heraus wer hinter der Ketzerin steckt, hadert allerdings damit sie an den Inquisitor zu übergeben. Plötzlich spielt das Schicksal ihnen aber einen Streich und plötzlich wird die Bindung zwischen Kastor und Eloise (alias die Ketzerin) enger als angedacht. Jetzt gilt es auf sein Herz zu hören. Eloise ist an sich ein angenehmer Charakter, aber ich würde irgendwie nicht so richtig warm mit ihr. Man muss ihr defintiv die wohltätige Ader zu Gute halten und dass siebigr Wohl hinter das andere stellt. So ganz überzeugen konnte sie mich allerdings nicht. Fazit Mich konnte das Buch leider nicht überzeugen, einfach weil ich eine ähnlich Story erst vor Kurzen gelesen habe. Außerdem nahm mir die Liebesgeschichte zu schnell Fahrt auf und es gab an gewissen Stellen zu wenig Widerstand, der Charaktere. Da hatte ich einfach mehr erwartet. Die Idee ist toll, glänzt für mich aber leider nicht in der Umsetzung. Daher leider nur 3 Sterne von mir.
Die Buchreihe hatte ich schon seit längerem auf der Wunschliste und ich habe mich deshalb auch riesig gefreut, bei der Leserunde mitmachen zu dürfen. Auch wenn ich schon seit langem das Buch im Blick habe und mich der Klappentext auch direkt ansprach, als ich es zum ersten Mal sah, so lässt er doch auch offen, um was es alles genau gehen könnte. Ich ging also ohne bestimmte Erwartungen an das Buch. Was ich dann bekommen habe war der Wahnsinn. Zugegeben, ich habe nun, weil ich erst so spät dazu komme, den Vorteil die Rezension zum ersten Band erst jetzt zu schreiben, nachdem ich auch schon den zweiten beendet habe. Damit kommt einiges an Wissen dazu, welches mir im ersten, offen gesagt, teils ein wenig gefehlt hat. Es ist ein wenig unausgewogen, wie die Informationen über die Welt verteilt sind. Man lernt über die sicheren Häuser und Eloises aufgebautes System erst im zweiten Band, womit man im ersten manchmal etwas Mühe hat, kleinere Dinge in das grosse Ganze einzuordnen, auch weil man dieses noch gar nicht richtig kennt. Die Informationen sind aber definitiv da und was dann auch alles aufgebaut wird ist unglaublich gut gelungen. Ausserdem muss ich sagen, dass, obwohl ich nicht weiss, ob das nun mit Absicht ist oder nicht, ich die Idee dahinter mag, dass der Leser erst einmal genauso blind wie die Omni ist, die auch nichts über Eloises Pläne wissen. Ich kann zusätzlich auch nur ein Kompliment dafür geben, dass die Gespräche sehr realistisch aufgebaut sind. Nirgends sind offensichtlich Informationen für den Leser eingepackt, sondern es wird eben nur geteilt, was diese zwei Figuren, die die Situation auch kennen, teilen würden. Wie gesagt wird es so schwieriger an die Informationen zu gelangen, aber ich mag es, dass der Leser auch nicht für dumm verkauft wird (es war eben erst nur auch etwas gewöhnungsbedürftig, aber inzwischen liebe ich es). Im gesamten ist es ein sehr gelungener erster Band für diese Reihe, obwohl ich definitiv empfehle auch bis zum zweiten Band durchzuziehen, denn es wird nur noch besser. Aber auch der erste Band hinterlässt bereits einen überzeugenden Eindruck, weshalb ich auch fünf Sterne dafür gebe.
Eloise hat ein Geheimnis – sie kämpft im Verborgenen für Gerechtigkeit. Sie hilft den Armen und gibt allen anderen, bevor sie sich um sich selbst kümmert. Sie wird von den Armen verehrt, aber vom Orden gehasst. Sie wird verfolgt und – wenn es nach dem Orden geht – hingerichtet. Sie ist „die Ketzerin“. Nach Jahren voller Gerüchte und Vermutungen über die Ketzerin, ahnt Eloise, dass es soweit ist. Sie wird enttarnt – ausgerechnet von einem Omni des Ordens. Als die beiden aber aufeinander treffen, kommt alles anders als gedacht… Ich muss gestehen, vor meiner Bewerbung für die Leserunde bei lovelybooks hatte ich noch nie von der Dilogie rund um Eloise gehört. Deshalb bin ich auch ganz vorurteilsfrei und auch mit nicht allzu hohen Erwartungen an die Geschichte herangegangen und wurde insgesamt positiv überrascht! Zu Beginn habe ich ein bisschen gebraucht um in die Welt und die Geschichte von Eloise reinzukommen und um mich an den Schreibstil zu gewöhnen. Aber als ich das hinter mir hatte und auch die Spannung zugenommen hat, konnte es mich wirklich überzeugen! Kastor als männlichen Protagonisten finde ich wirklich sympathisch. Er denkt so ganz anders, als die Menschen in seinem Umfeld und geht auch an schwierige Themen bedachter und ganz ohne Vorurteile heran. Das hat mich sehr beeindruckt. Auch Eloise mochte ich ganz gerne. Ich fand es sehr interessant nach und nach zu erfahren, wie ihre Vergangenheit sie geformt und zu diesem Menschen gemacht hat. Der Schreibstil war an manchen Stellen nicht ganz so flüssig, aber daran habe ich mich relativ schnell gewöhnt. Besonders gut fand ich, dass die Gedankengänge von Eloise und Kastor immer gut erläutert wurden und man so alle Handlungen nachvollziehen konnte. Für mich ging es an manchen Stellen etwas zu schnell. Weniger auf die Geschehen, sondern eher auf die Gefühle bezogen. Da habe ich mich öfter gewundert, warum nicht ein bisschen Vorsicht und auch Misstrauen da ist. Insgesamt hat es mir aber definitiv gut gefallen und ich freue mich schon sehr auf Band 2!
Der ganz gute Auftakt einer Dystopie-Dilogie, in dessen Welt die meisten Menschen in Armut leben und alles vom so genannten Orden regiert wird, der den Gottesglauben durchsetzen will. Doch die neunzehn-jährige Eloise wehrt sich gegen die Ungerechtigkeiten der Organisation und wird schnell zur »großen Ketzerin« erklärt, zu der alle aufsehen - zumindest bis der junge Kastor, ein Anführer des Ordens, ihre Identität herausfindet. Eloise glaubt deshalb, er würde sie hinrichten lassen, aber stattdessen ereilt sie ein ganz anderes Urteil. Der Schreibstil schildert aus der Erzählerperspektive und ist dabei angenehm einfach gehalten, so dass man gut durch die Geschichte kommt. Auch die Charaktere bzw. besonders Eloise ist sympathisch, da sie wirklich bewundernswert stark und klug ist. Der Plot überzeugt einen ebenfalls größtenteils, da das Setting wirklich erfrischend und gut umgesetzt ist und auch die Story meistens interessant ist. Nur fehlt teilweise doch etwas die Spannung, da sich in diesem Band sehr viel auf die Liebesgeschichte fokussiert wird und es noch keine großen Wendungen gibt. Dennoch macht der Cliffhanger am Ende dann wieder sehr neugierig und man will eigentlich schon gern weiterlesen. Insgesamt also ein relativ abwechslungsreiches Buch für Fans des Genres, auch wenn es an der ein oder anderen Stelle noch mitreißender hätte sein können.




