Am 25.06. kommt hier meine Rezension: http://youtu.be/mFHA-FpofPc
Anmerkung: Die bittersweet eShorts kamen 2015 raus und können heute nicht mehr erworben werden. Mit "Diebin deiner Träume" hat Jana Goldbach eine Kurzgeschichte für bittersweets rausgebracht, von der ich mir wünschte es gäbe mehr von diesem tollen Abenteuer, das es einem leicht macht an etwas außergewöhnliches zu glauben. Die Autorin hat dem Beruf der Traumfänger eine so glaubhafte Hintergrundgeschichte verpasst, sie so professionell dargestellt, dass es mir fast zu leicht fiel wirklich daran zu glauben. Die Hauptprotagonistin Kate geht in die elfte Klasse, spart auf sehr teure Konzertkarten und wird ausgerechnet von dem Mitschüler verfolgt, dem sie besser aus dem Weg gehen sollte. Denn Kate ist eine Traumfängerin und Jonas mit seinem unschuldigen Traum über ein riesiges Kaninchen glaubt sie schon einmal gesehen zu haben, womit er voll ins Schwarze getroffen hat. Denn Kates Job erfordert äußerste Diskretion, niemand weiß, dass es Menschen gibt, die Träume stehlen (mit Ausnahme der Pharmaindustrie, die sogar mit Träumen Antidepressiva herstellen können) - und doch ging bei ihrem Job mit Jonas alles schief und sie blieb nicht unbemerkt. Wirklich erinnern kann er sich aber nicht, was ihn umso hartnäckiger macht Kates Nähe zu suchen und sie für sich einzunehmen: Egal welche plumpen Flirt-Versuche er dafür unternehmen muss... Kate und Jonas - das passte einfach wie die Faust aufs Auge, gerade weil es einfach nicht passen durfte. Das ständige hin und her der rumflachserei, ihre wirklich ernst gemeinte anfängliche Abneigung, der sich Jonas mit seinem ganzen Charme entgegen stellt und obwohl es so total drüber wirkt und zu schnell geht, einfach passte. Auch Kates Freundin Helen, die natürlich alles wissen will hat sich ihrer ernsten Stimmung und Verschwiegenheit mit gutem Humor entgegen gestellt. "Diebin deiner Träume" hat ein paar tolle fantastische Elemente, denn in der Traumwelt ist alles möglich und auch das Problem, das diese Beziehung überstehen muss, wurde ziemlich gut dargestellt ohne zu dick aufzutragen. Eine rundum gelungene - eindeutig viel zu kurze - Geschichte, mit einem fesselnden, tollen Schreibstil.

