Ich muss tatsächlich gestehen, dass ich hier eine völlig andere Geschichte erwartet habe und doch sehr überrascht wurde. Als Fantasy-Liebesgeschichte kann man War of Wolves tatsächlich gar nicht wirklich bezeichnen, die Romanze nimmt gar nicht einen so großen Part in der Handlung ein, spielt aber trotzdem eine wichtige Rolle. Es gibt wenig romantische Momente. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht der 18-jährgígen Kira. Sie will um jeden Preis Kriegerin werden, aber sie lebt in einer Welt, in der Frauen nicht kämpfen. Es geht hier um ihren Kampf, einen Platz in ihrer Gesellschaft zu finden bzw. sich selbst zu finden. Die Handlung ist teilweise echt düster und brutal und von Kämpfen geprägt. Da es vorrangig um die Charakterentwicklung geht, ist der Weltenentwurf eher zweitrangig, was aber durch die wirklich spannende Handlung ausgeglichen wird. Außerdem ist der Fantasy-Anteil ist recht hoch,. Für mich wäre das Buch bei einem anderen Verlag deutlich besser aufgehoben, zum Beispiel bei Knaur Fantasy. Da würde es auf jeden Fall die richtige Leserschaft anziehen. Von mir gibt es hier eine klare Leseempfehlung mit voller Punktzahl.
Diese Geschichte ist sehr interessant und auch fesselnd geschrieben. Ich war sehr gespannt, wie der Titel und der bisherige Verlauf zusammenpasst, da der Klappentext schon in den ersten Kapiteln steckt und ich sehr neugierig war, worauf es noch hinauslaufen wird. Das hatte dann zur Folge, dass es viele unvorhersehbare Momente gab. Kira fand ich sehr gut dargestellt, sie lernt mit jedem Tag dazu, so das es auch glaubwürdig rüberkommt. Denn Magie in sich tragen, von der man ersten nichts weiß und auch vorher nicht dran geglaubt hat, ist ja nicht so einfach nachzuvollziehen. Ich finde, das hat die Autorin gut gelöst. Ich bin mit mir nicht so ganz im Klaren, in welche Zielgruppe ich diese Story stecken soll. So von der Art und Weise der Charaktere und deren Sprache würde ich eher Jugendfantasy sagen. Manche Handlungen schließen das allerdings eher aus. Das Hauptaugenmerk des Buches war meiner Meinung nach, der Weg einer mutigen jungen Frau zu sich selbst. Aber auch einige andere Nebendarsteller hatten ihren Fokus, sodass das Ende dann doch recht flott ging, als das Ziel erreicht war. Im Großen und Ganzen wurde ich aber sehr gut unterhalten.
Super gelungene Geschichte rund um Wölfe, Magie und den Kampf zwischen Gut und Böse. Toll aufgebaut, super erzählt und authentisch. Der Klappentext macht neugierig, hat mich aber in eine ganz andere Richtung denken lassen, also mich hat das Buch wirklich überrascht. Super sympathische Protas, Kira entwickelt sich genial, Fenk ist so ein loyale Kerl.


