
Hulda wieder Nonkonformistisch
Der vierte Band der Hulda Gold entführt uns erneut in das bewegte Berlin der 1920er-Jahre und begleitet Hulda auf ihrem nonkonformistischen Lebensweg. Wie schon in den vorherigen Teilen ist Hulda eine starke, unabhängige Frau, deren Geschichte man mit großer Spannung und viel Sympathie verfolgt. Berlin 1925: Hulda Gold hat sich in der Frauenklinik Berlin-Mitte zur leitenden Hebamme hochgearbeitet. Mit großem Einsatz kämpft sie gegen die Übermacht der männlichen Ärzte für das Wohl ihrer Patientinnen. Besonders dem jungen Arzt Johann Wenckow vertraut sie – und zwischen den beiden entwickelt sich langsam eine zarte Liebesgeschichte. Doch ihre unterschiedlichen Herkunftswelten sorgen für Spannungen: Johann stammt aus einer wohlhabenden Familie aus Frohnau, während Hulda sich in ihrem lebendigen Schöneberger Viertel zuhause fühlt. Besonders gelungen ist der Kontrast zwischen den verschiedenen gesellschaftlichen Schichten Berlins. Anne Stern schafft es erneut, die Atmosphäre der Zeit lebendig einzufangen – vom quirligen Alltag in Schöneberg bis zur steifen Eleganz der Villenkolonien. Hinter dem Glanz der reichen Gesellschaft zeigen sich jedoch auch dunkle Seiten, und Hulda muss erkennen, welchen Preis Tradition und gesellschaftliche Erwartungen fordern können.














































