Okay... stellenweise langweilig
Das Jugendbuch " Schön wie die Acht" von Nikola Huppertz war 2022 für den Jugendliteraturpreis nominiert, meiner Meinung nach völlig verdient. Es geht um Themen wie das Miteinander in Pathwork-Familien, um das Verhältnis zwischen Halbgeschwistern, aber auch um Sorgen, Gefühle und Ängste vor Veränderungen. Die Autorin erzählt aus der Perspektive des 12 jährigen Protagonisten Malte. Er liebt Mathe und alles was mit Zahlen zu tun hat. Für die anderen Fächer, oder auch für Hobbies , die seine Klassenkameraden haben, interessiert er sich nicht so. Vor allem mit Gedichten kann er nichts anfangen. Doch das stört ihn nicht, denn er darf zur Mathe-Olympiade fahren. Sein Leben steht plötzlich Kopf, als seine Halbschwester für ein paar Wochen bei ihnen einzieht. Sie ist so anders als Malte. So rebellisch und poetisch. Und sie erzählt Dinge über Maltes Papa, die einfach nicht stimmen können. Oder doch? In Maltes Kopf tauchen plötzlich viele Fragen auf, auf die er eine Antwort sucht. Das Problem an der Sache, er kann sich nicht mehr auf Mathe konzentrieren. Und ls ob dad nicht schon genug wäre, bekommt er für die Olympiade auch noch Konkurrenz.... von Lale... sie. Das wirft Malte völlig aus der Bahn. Denn Lale ist schön wie die Acht.... Eine wirklich tolle Geschichte, die ich gerne gehört habe. Der Schreibstil war den Gedanken eines 12 Jährigen angepasst. Alles wirkte authentisch, auch wenn dadurch manche Sätze etwas holprig klangen. Doch das darf gerne so sein. Gedanken sind nun mal manchmal holprig. Als Hörbuch sehr gut geeignet. Wer die Printversion wählt, der bekommt 224 S. Lesevergnügung, was hier genau die richtige Länge ist. Empfehlung ab 12 Jahren, aber auch für Erwachsene sehr interessant. Das Buch wäre eine sehr gute Schullektüre.

