"Rosen im Asphalt" ist ein einfühlsamer Roman über das starke Band der Freundschaft, über Selbstzweifel, dem Wunsch nach Geborgenheit, Sicherheit und Liebe. Irmis und Lindas Lebensgeschichten sind bewegend, spannend und stellenweise auch traurig erzählt; allerdings bleibt das Geschehen hinter meinen (zu hohen?) Erwartungen zurück und mir hat es zuweilen an etwas mehr Tiefe gemangelt. Alles in allem ist es aber ein sehr kurzweiliger Roman, der mir viele schöne Lesestunden beschert hat.
Wenn Freundschaft durch den Asphalt bricht: Eine emotionale Zeitreise mit Ecken und Kanten.
Mit „Rosen im Asphalt“ erzählt Felicitas Fuchs die berührende Geschichte einer lebenslangen Freundschaft zwischen den ungleichen Frauen Linda und Irmi. Von der Nachkriegszeit bis ins Jahr 2016 begleitet man sie im Zeitraffer durch alle Lebensstürme. Der Roman punktet mit top recherchierter Zeitgeschichte und einem flüssigen Schreibstil, der eigene Erinnerungen weckt. Allerdings leidet der Lesefluss unter hastigen Zeitsprüngen und vier wechselnden Perspektiven, die manche Entwicklungen lückenhaft zurücklassen. Zudem sorgt die Fülle an Schicksalsschlägen für eine sehr melancholische Schwere. Trotz dieser Schwächen im Erzähltempo bleibt es eine intensive und lesenswerte Lektüre über eine ganz besondere Herzensverbindung

