
Darum geht es: Firefly Island liegt vor der Küste Nova Scotias, rau, abgelegen und voller Erinnerungen an jene Sommer, die Holly Parker nie vergessen konnte. Für sie und ihre Schwestern war die Insel immer mehr als nur ein Ferienort. Sie war ein Stück Familie, ein Ort voller Wärme und längst vergangener Glücksmomente. Nun soll ausgerechnet dieser Ort verkauft werden. Holly organisiert beruflich exklusive Hochzeiten und perfekte Feste. Als Schauspieler Jaxon Knight und seine Verlobte kurzfristig nach einer neuen Location für ihre Trauung suchen, scheint Firefly Island plötzlich die ideale Lösung zu sein. Gemeinsam mit ihren Schwestern setzt Holly alles daran, das Anwesen in eine unvergessliche Kulisse für den großen Tag zu verwandeln. Doch zwischen endlosen Vorbereitungen, salziger Meeresluft und der besonderen Atmosphäre der Insel geraten Gefühle ins Wanken, die besser nie entstanden wären. Denn manchmal reicht ein einziger Sommer aus, um alles zu verändern. Mein Leseeindruck: Miriam Covi schafft es jedes Mal aufs Neue, bei mir sofort dieses besondere Gefühl auszulösen, sobald eine neue Reihe angekündigt wird. Auch mit Firefly Island hat sie mich wieder vollkommen abgeholt. Schon nach wenigen Seiten hatte ich das Gefühl, selbst auf der kleinen Insel vor der Küste Nova Scotias angekommen zu sein und gemeinsam mit Holly, Rosalie und Ivy durch einen Sommer voller Erinnerungen, Herausforderungen und leiser Gefühle zu gehen. Die Atmosphäre dieses Romans ist außergewöhnlich dicht und unglaublich warm. Firefly Island und auch Mahone Bay wirken nicht wie bloße Schauplätze, sondern wie Orte, an die man sofort zurückkehren möchte. Obwohl ich selbst noch nie in Kanada gewesen bin, konnte ich beim Lesen den Atlantik förmlich sehen, das Meeresrauschen hören, die salzige Luft spüren und die kühlen Abendbrisen auf der Haut fühlen. Miriam Covi beschreibt ihre Kulissen mit einer solchen Lebendigkeit, dass man vollkommen darin versinkt. Besonders geliebt habe ich erneut den Schreibstil der Autorin. Er liest sich leicht, fließend und süchtig machend, fast so, als würde man eine Tüte Gummibärchen öffnen und sich vornehmen, nur eines zu essen, nur um wenig später festzustellen, dass plötzlich alle verschwunden sind. Genau dieses Gefühl hatte ich beim Lesen. Ich wollte nur noch ein Kapitel lesen und konnte doch nicht aufhören. Ein absolutes Highlight waren für mich Granny Violet und ihre Freundin Phyllis. Die beiden haben dem Roman so viel Charme, Wärme und Humor verliehen, dass sie mir immer wieder ein Lächeln ins Gesicht gezaubert haben. Gerade diese kleinen, liebevollen Momente zwischen den Figuren machen die Geschichte so besonders. Die Liebesgeschichte selbst hat bei mir diesmal nicht die ganz großen Schmetterlingsstürme ausgelöst, wie ich sie aus anderen Büchern der Autorin kenne. Trotzdem habe ich diesen Auftakt unglaublich gerne gelesen, weil er sich einfach rundum gut angefühlt hat. Als ich die letzte Seite zugeschlagen habe, blieb dieses wohlig warme Gefühl zurück, das nur Geschichten hinterlassen, in denen man sich vollkommen zuhause gefühlt hat. Fazit: 4/5 ⭐️ Ein atmosphärischer Wohlfühlroman voller Sommerstimmung, familiärer Wärme und einer Kulisse, die noch lange nach der letzten Seite nachhallt.




















