
Zu wenig Zauber
Als Molly zum fünfzehnjährigen Klassentreffen der High School geht, trifft sie den charmanten Sonnyboy Seth wieder. Ausgerechnet derjenige, den sie damals Knall auf Fall hat sitzen lassen. Aber schnell merkt sie, dass da durchaus noch Gefühle vorhanden sind … Leider entwickelt sich bei der im Grunde nett ausgedachten Geschichte um Molly und Seth so gar kein RomCom-Zauber. Es startet zwar ganz witzig und prickelnd, als die beiden sich beim Klassentreffen begegnen, miteinander im Bett landen und ihre Wette abschließen - aber dann ist auch schon die Luft raus. Es beginnt ein mitunter recht nervtötendes Hin und Her, vor allem von Mollys Seite aus. Ich muss ehrlich sagen, dass ich nicht wirklich nachvollziehen kann, was Seth an ihr findet, denn ein sympathischer Mensch ist sie nicht gerade. Mollys Welt dreht sich ausschließlich um Molly und ihre furchtbare Bindungsunfähigkeit, die sie wie eine Errungenschaft vor sich herträgt. Alle Männer sind schlecht, so wie ihr Vater und werden sie verlassen. Teilweise führt sie sich tatsächlich so auf, als hätte Seth SIE verletzt. Das ist völlig überzogen geschrieben und sorgt dann leider dafür, dass sich die Story nur noch um ein ‚Sie will/Sie will nicht‘ dreht (die Wette geht komplett unter). Seth dagegen ist gut und lieb und ein völliger Lulli, der alles mit sich machen lässt. Er hat zwar ein paar witzige Passagen, aber eigentlich sollte der Kerl sich auch lieber zum Therapeuten begeben, denn gesund ist das nicht, wie er mit sich umspringen lässt. Das da zwischen zwei solchen Protagonisten nicht viel Chemie entsteht, ist dann zwangsläufig. Der Schluss ist natürlich auch noch so ein künstliches Pseudo-Kitsch-Drama, aber dann ist das Buch zum Glück auch schon zu Ende. Bei mir ist von diesem Roman nicht viel hängengeblieben und hat mich insgesamt nicht überzeugt.




























































