3.5/5Norderney, 1962. Hanna und ihre Cousine fangen in einem Kindererholungsheim an nachdem sie ihre Ausbildungen abgeschlossen haben. Die Praktiken im Heim sind aus der Zeit gefallen, körperliche Züchtigung und fragwürdige Disziplinierungmaßnahmen stehen an der Tagesordnung. Hanna, idealistisch und jung will etwas unternehmen und macht sich damit nicht nur Freunde.Als dann auch noch die Nazi-Vergangenheit einiger auf der Insel ans Licht gelangen - Dank des 'Piratensenders', einer Radiosendung eines Unbekannten, der aus alten Briefen und Tagebüchern vorliest - gerät einiges ins Rollen.Zugegeben, "Gezeitenkinder" ist nicht unbedingt ein Buch, das in mein sonstiges Leseschema passt. Ein wenig zu ruhig, ein wenig zu vorhersehbar. Man könnte auch sagen, dass es - trotz des ernsten Themas - sich ein wenig zu sehr nach heiler Welt lesen lässt. Ich fand es keine überragende literarische Leistung. Ich habe ähnliche Thematiken schon besser (oder eher: für mich passender) aufgearbeitet gelesen. Es war mehr ein Unterhaltungsroman mit eingestreuten deutscher Nazigeschichte. Die Charaktere waren liebenswürdig und ganz nett geschrieben aber eben auch mit wenig Tiefgang. Irgendwie blieb es für mich alles sehr oberflächlich.Trotzdem, wenn man nicht viel denken will und ein Buch einigermaßen unterhaltsam weglesen möchte, durchaus lesbar
4. MaiMay 4, 2026
Gezeitenkinderby Luise DiekhoffHeyne



