Ein Thriller, der mehr auf Spannung als auf Action setzt und eine eher nervöse, aber ruhige Atmosphäre hat.
Das Buch beginnt sofort mit einer Überraschung, so dass ich direkt noch einmal den Klappentext überprüft hatte, bevor ich überhaupt das erste Kapitel las. Das hat den Einstieg umso spannender gemacht. Generell waren die ersten Kapitel von einer Nervosität durchzogen, die einen gar nicht mehr losließ. Zuerst konzentriert man sich voll und ganz auf Claire und die Hoffnung, dass der Tausch gelingt, doch später wird einem bewusst, dass gerade Evas Vergangenheit die Spannung mit sich bringt. Die Erzählperspektive war ganz wundervoll gewählt und hat sehr gut dazu gepasst, wie die Geschichte aufgebaut ist. So begeleitet man Claire in der Ich-Perspektive in der Gegenwart, erfährt aber die Geheimnisse um Eva in deren Kapiteln aus der Sicht des Erzählers in der Vergangenheit. Man ist also ähnlich unwissend wie Claire und das macht den Reiz der Geschichte aus. Da sich die Geschichte voll und ganz auf die beiden Frauen konzentriert und beide möglichst unentdeckt bleiben wollen und sich daher zurückziehen, werden die Nebenfiguren nie sonderlich beleuchtet. Aber das ist aufgrund des Hintergrunds von Claire und Eva nicht weiter störend. Beide begegnen aber wundervollen Frauen, die sie unterstützen wollen. Das Ende ging für mich dann leider etwas zu schnell und ich hatte einen größeren Knalleffekt erwartet. Die Herleitung, wie es zu dem Tausch kam, hat mich aber sehr überrascht und der Epilog war für mich vollkommen unerwartet. Insgesamt ist Der Tausch ein Buch, das mich gut unterhalten hat. Ein Thriller, der mehr auf Spannung als auf Action setzt und eine eher nervöse, aber ruhige Atmosphäre hat. Wer es leise und ohne besonders blutige Szenen mag, wird hiermit sicher eine gute Lesezeit haben.




























































