Was wäre, wenn ich eine andere Entscheidung getroffen hätte?
Dawn lebt in Boston und arbeitet als Sterbedoula, begleitet Menschen als, die im Sterben liegen. Sie hat einen Ehemann, den sie liebt und eine Tochter, mit der sie unterschiedlich gut klarkommt. Ihr Job erfüllt sie und doch als sie einen Flugzeugabsturz überlebt fragt sie sich, ob sie die richtige Entscheidung getroffen hat. Getrieben von ihren Zweifel macht sie sich auf den Weg nach Ägypten, wo sie als Doktorandin viele Grabungssaisons begleitet und sich damit in ihren Kommilitonen verliebt hatte. Die Geschichte spielt abwechselnd in Boston und in Ägypten und ich fand es ziemlich lange ziemlich kompliziert den Zeitstrang zu finden, was aber Teil der Geschichte ist. Auch weil Dawns Ehemann als Quantenphysiker immerwieder das Paradox erklärt, dass es verschiedenen Paralleluniversen gibt. Erst am Ende wird der Zeitstrang ersichtlich, wie die beiden Welten zusammenhängen. Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen, weil Dawns Lebenszweifel immer wieder ausbrechen, sowohl in Boston bei ihrem Ehemann Brian, der aus ihren Augen sie betrügt als er einer Arbeitskollegin hilft, als auch in Ägypten bei Wyatt in den sie sich als Doktorandin verliebt hat und ihre Tochter und auch ihren Mann teilweise vermisst. Denn 15 Jahre nachdem Dawn Ägypten verlassen hatte, als ihre Mutter im Sterben lag, kommt sie wieder um herauszufinden, was aus ihr und Wyatt hätte werden können. Die Geschichte ist immer wieder gespickt von lange Passagen über Ägyptologie und auch Quantphaysok was dazu geführt hat, dass man teilweise sehr langsam lesen musste, um die Zusammenhänge zu verstehen. Das hat mir persönlich aber gut gefallen, weil auch in Boston sich zeigt, wie sehr Dawn für Ägyptologie brennt auch 15 Jahre nachdem sie sich gegen ihre Doktorarbeit und für ein Leben als Sterbedoula entschieden hat. Darin habe ich mich sehr aufgehoben gefühlt. Auch Brian als Quantenphysiker würde sehr stark porträtiert, wie er sich die Welt über die Quantenphysik erklärt und andere Punkte vielleicht nicht so gut sehen kann. Aber auch die Erleichterung als Dawn auf Wyatt trifft und ihre Anspielungen auf die Ägyptologie nicht erklären muss, haben in mir ein großes Gefühl der Erleichterung ausgelöst, das auch Dawn empfunden hat. Gerade das Ende hat dann vieles erklärt und mir gut gefallen. Ich lese sehr gerne Bücher von Jodie Picoult, dieses ist nicht das beste, was ich von ihr gelesen habe, aber immernoch gut. Zwischendrin fand ich mal, dass es sich ein bisschen gezogen hat, deshalb nur 4 Sterne und Jodie Picoult sich teilweise sehr ausführlich in der Ägyptologie verloren hat. Ich kann nur empfehlen sich Zeit zu lassen für das Buch und es so sacken zu lassen.



















