Obwohl dieser Band eher unglaubwürdig war als der erste, hat er mir dennoch gut gefallen! Die Virals treten hier bei einer Schatzsuche auf, es wirkt wie eine Mischung aus Indiana Jones und den drei Fragezeichen - als Jugendbuch gut!
Nachdem Tory und ihre Clique sich in ihrem letzten Abenteuer mit einem caninen Virus infiziert haben, entdecken sie nun allmählich ihre Superkräfte und wie sie sie einsetzen könnten. Doch am Horizont zieht ein neues Unglück herauf. Durch den Skandal soll das Forschungsinstitut geschlossen werden und die Freunde getrennt, weil ihre Eltern nun gezwungen sind sich neue Jobs zu suchen. Dies gilt es auf Teufel komm raus zu verhindern. Dafür bedarf es aber einer Menge Geld. Wie sollen aber vier Teenager an so viel Kohle kommen. Aber Tory Brennan, wäre nicht die Nichte der großartigen Temperance Brennan, wenn sie nicht schon einen Plan in petto hätte. Sie überredet die Jungs einfach den verschollenen Piratenschatz von Anne Bonney zu heben. Doch das ist leichter gesagt als getan, denn hinter dem sind auch andere schon seit längerem her und sie denken gar nicht daran, so einfach das Handtuch zu werfen. Schon gar nicht vor ein paar naseweisen Gören und ihrem unglaublichen Köter Cooper.
Ein neues Jugendbuch aus der Feder von Kathy Reichs und abgefahrener als das Letzte. Ich hatte aber zugegebenermaßen beim Lesen mehr Spaß als beim ersten Teil, auch wenn dieser sehr viel unglaubwürdiger war. Da versuchen sich fast 100 Jahre lang verschiedene Schatzjäger daran das Geheimnis der legendären Anne Bonney zu lüften und Tory gelingt das innerhalb einer Woche, welch Zufall. Okay sie verfügen über einzigartige Fähigkeiten durch den Parvovirus, aber so viel Glück hat nicht einmal Indiana Jones. Vielleicht ist es aber auch nur weil mein Hirn schon im Erwachsenen-Modus ist und sich manche Logiklücke nicht mehr mit Phantasie füllen lässt. Mir war nämlich völlig unklar, wie Anne Bonney, die meiste Zeit im Gefängnis sitzen konnte und doch ein Höhlensystem mit ausgeklügelten Fallen zu bestücken, die einem Azteken-Tempel zur Ehre gereicht hätten. Aber So what. Letztendlich habe ich es einfach hingenommen und es in einem Rutsch durchgelesen.
Alles in allem war es eine nette Geschichte, aber die Adressaten dieses Buches sind wohl doch eher Jugendliche, denen eine unglaubliche Schatzsuche noch Begeisterung entlockt.