15. Mai
Rating:0.5

Uff… ein Satz mit x…!

Ich bin zwar derzeit auf meiner Mission alles Bücher von Schirach zu lesen, muss aber gestehen, dass das vielleicht nicht immer eine gute Idee ist. Jedenfalls hätte ich auf dieses Buch verzichten können. Es geht um die Corona-Pandemie, die wir alle miterlebt haben und mit der jeder seine unschönen Erfahrungen hatte. Nun geht es hier konkret um einen „Chat“ zwischen den beiden Autoren 19 Tage (!) nach Beginn der Pandemie. Ein Chat ist es für mich in dem Sinne nicht wirklich. Eher ist es, als hätten beide beschlossen „Hey, lass mal zusammen ein Buch rausbringen in dem wir so tun als würden wir zusammen chatten, aber insgeheim schreibt jeder von uns etwas, was er für schlau hält.“ Es ist nämlich genau das: eine Aneinanderreihung kluger Zitate und das raushauen an Wissen. Hat es denn überhaupt zur Sachlage gepasst? Da wäre ich mir nicht so sicher, da diese 19 Tage nach Beginn der Pandemie noch gar nicht ersichtlich war. Man bekam die ersten Maßnahmen mit und dort fingen bereits die Diskussionenn zu gewissen Maßnahmen an, jedoch bereits darüber ein Buch rauszubringen finde ich irgendwie nicht nötig. Ich hätte es eher verstanden, wenn es die Lage nach einigen Monaten oder Jahren begleitet hätte. Aber so war es einfach ein Buch, was man zu dieser Zeit nicht unbedingt brauchte. Schade eigentlich.

Trotzdem
Trotzdemby Ferdinand von von SchirachLuchterhand
18. Apr.
Rating:2.5

Zwei weise alte Männer reden… So beginnen einige der Rezensionen hier und auch wenn ich zustimmen und zugleich schmunzeln muss bei dieser Beschreibung, möchte ich das Buch etwas mehr loben. Letztendlich geht es um die Reflexion über die Corona-Krise, aber auch über die Epoche der Aufklärung, über den Mut, den Menschen in der Vergangenheit gezeigt haben – und den, so wünschen es sich die beiden Herren im Buch, man sich auch heute noch bewahren könnte. Teilweise dreht sich das Gespräch auch um Naturkatastrophen und wie diese unsere Gesellschaft geprägt haben. Das fand ich sehr interessant. Auch wenn der Schreibstil sehr angenehm war, habe ich mich gelegentlich gefragt, ob die Herren wirklich so miteinander sprechen oder ob das Ganze vielleicht doch etwas bearbeitet wurde. Manche Passagen wirkten etwas übermäßig zitierfreudig. Ein paar Bemerkungen haben mir nicht gefallen , da musste ich kurz aussetzen und tatsächlich denken: "Das sind wirklich zwei alte, weise Männer." Schlecht fand ich das Buch deshalb aber nicht. Auch wenn am Ende ein ziemlich utopischer Wunsch geäußert wird, wie man nach der Corona-Krise weitermachen sollte. Wer mit der Arbeit der beiden vertraut ist, kann sich das Buch ruhig mal gönnen. Ein Muss ist es aber nicht.

Trotzdem
Trotzdemby Ferdinand von von SchirachLuchterhand
16. März
Rating:3

Ferdinand von Schirach und Alexander Kluge haben Anfang der Corona Pandemie (19 Tage nach dem Lockdown) über Chat diskutiert. In diesem Buch ist ein Auszug der Konversation zu lesen. Es werden Vergleiche gezogen zu früheren geschichtlichen Ereignissen und auch über diese diskutiert. Es war einfach zu lesen, man ist schnell durch (es hat nicht mal 100 Seiten) ob man das aber wirklich gelesen haben muss, das sollte jeder für sich entscheiden. Es war OK aber auch nicht so das ich es jemanden in die Hand drücken würde und sagen lies das sofort. Ein klares kann man lesen wenn es einen interessiert, muss man aber nicht.

Trotzdem
Trotzdemby Ferdinand von von SchirachLuchterhand
23. Jan.
Rating:5

Gutes Gespräch

ich bin nicht wirklich objektiv, um ehrlich zu sein, bei von Schirach. Auch dieses Buch hab ich durch das nüchterne und nicht wertende gemocht! EIn Gespräch, dass schon Monate später wie aus einer anderen Zeit klingt. Ja, es sind 2 weiße Männer und ja, manchmal schreiben sie etwas aneinander vorbei - aber in diesem Gespräch mit nur teilweiseer Stringenz liegt die Natürlichkeit und Stärke für mich im Gespräch. Es wirkt nicht zu perfekt, sondern zeigt das lebensnahe Ringen bei Diskussionsthemen auf.

Trotzdem
Trotzdemby Ferdinand von von SchirachLuchterhand
26. Aug.
Rating:2

Ich habe ehrlich gesagt den Sinn und die Message des Buches nicht verstanden... Eine Unterhaltung, ausgelöst durch die aktuelle Corona-Pandemie. Aber irgendwie reden die zwei aneinander vorbei? Und wie gesagt ich könnte jetzt noch nicht mal mehr sagen, worüber die geredet haben.

Trotzdem
Trotzdemby Ferdinand von von SchirachLuchterhand
26. Mai
Rating:1

Anstrengend

Das ist das erste Buch, was mir von Herrn von Schirach nicht gefällt. Am Ende ist eine Andeutung zu dem darauf folgenden Buch „Jeder Mensch“, welches ich nur empfehlen kann. Das „Gespräch“ zwischen den beiden wirkt sehr aufgebläht. Zwei Menschen die sich unglaublich gerne reden hören und Hauptsache man hat gezeigt, was man alles von bedeutenden Männern aus der Weltgeschichte weiß und wie diese die Welt gesehen haben. Ich bin mir durchaus im Klaren, dass sie versucht haben, eine Linie zu diesen Situationen und der Gesellschaft und der der Corona Pandemie zu finden, was aus meiner Sicht kläglich gescheitert ist. Das Thema wurde so gut wie gar nicht beleuchtet und einmal kurz am Anfang und am Ende erwähnt. Das Gespräch wirkt unauthentisch und sehr gekünstelt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich zwei Freunde wie zwei versnobte Künstler hinsetzen und reden als hätten sie grade die Welt selbst erfunden und sich selbst dafür feiern, wie intelligent sie doch sind. Dadurch regt das Buch, wie die sonst anderen sehr gut geschriebenen Bücher, überhaupt nicht zum nachdenken an, sondern man ist eher entnervt. Sehr enttäuschend.

Trotzdem
Trotzdemby Ferdinand von von SchirachLuchterhand
1. Jan.
Rating:1

Literatur ist keine Macht, aber so kann sie zum Trost werden. Dieses „Buch“ war überhaupt nicht für mich. Es war mein erstes Buch, das ich von Ferdinand von Schirach gelesen habe und ich erwartete, mich über die aktuelle Coronakrise und deren Folgen auf irgendeine Art und Weise weiterbilden zu können. Dies war nicht der Fall. Es wird viel philosophiert, jedoch erschien mir nichts auf irgendeine Weise bedeutungsvoll zu sein. Zudem erscheint es mir, als wird vorausgesetzt, dass man mit den Werken von von Schirach vertraut ist, allen voran mit seinem Theaterstück „Terror“, was ich nie gelesen habe. Meh.

Trotzdem
Trotzdemby Ferdinand von von SchirachLuchterhand
26. Aug.
Post image
Rating:5

"Die Pandemie wird für den Arzt, der die Triage durchführen muss, zu einer grauenerregenden seelischen Belastung. Sie ist das Gegenteil dessen, wofür er angetreten ist. Er heilt nicht, er entscheidet über den Tod."  (S. 24) Meine Meinung: Das Buch hat mir großen Spaß gemacht zum Lesen. Im Dialog diskutieren, philosophieren und besprechen Ferdinand von Schirach und Alexander Kluge die Auswirkungen der Corona Pandemie mit der Gesellschaft und der Rechte der Bürger macht. Gewohnt auf einem sprachlich hohen Niveau, ohne dabei den Leser abzuhängen. Welche Auswirkungen hat das Virus auf die Ärzte und ihren Entscheidungen? Diese und viele weitere Fragen werden erörtert. Man kann den Gedankenspielen der beiden und den Dominoeffekt eines kleinen Viruses verfolgen. Neben der Pandemie werden aber auch weitere Katastrophen in der Menschheitsgeschichte betrachtet und die tiefgreifenden Auswirkungen auf die Menschen. Wie kann aus etwas Schrecklichen etwas Neues und vielleicht sogar besseres entstehen? Das kurzweilige Buch regt zum Nachdenken an und ich bin nach dem Lesen auf jeden Fall schlauer rausgegangen. Zudem eignet es sich durch seine knapp 75 Seiten dazu an einem Nachmittag durchzulesen. Somit eine große Leseempfehlung.

Trotzdem
Trotzdemby Ferdinand von von SchirachLuchterhand
1. Mai
Rating:3

Zwei weiße alte Männer unterhalten sich. Klingt erstmal recht abschreckend, war aber an sich recht interessant. Doch wurde es zwischenzeitlich sehr langatmig, als sie von Corona abgeschweift sind zu Philosophen um dann über Adolf Hitler doch wieder zurück zu Corona zu kommen.

Trotzdem
Trotzdemby Ferdinand von von SchirachLuchterhand
25. Okt.
Rating:4

Sehr kurzweilig, aber ich habe trotzdem viel gelernt und die Texte haben mich zum Nachdenken gebracht. Zwar ist der Anlass des Buches Corona, aber die Themen die angesprochen werden, verlieren nicht an Bedeutung, wenn die Pandemie vorbei ist. Im Mittelteil sind die beiden für mich etwas zu sehr vom Thema abgedriftet, aber es war dennoch interessant.

Trotzdem
Trotzdemby Ferdinand von von SchirachLuchterhand
28. Jan.
Rating:3

Hatte ich erst kürzlich noch ein wenig darüber gejammert, dass mir das Thema Corona zum Hals heraushängt, ist es umso verwunderlicher, dass ich jetzt dennoch zu diesem eBook gegriffen habe. Denn um genau dieses Thema geht es in „Trotzdem“, beziehungsweise dem, was dieses Virus gesellschaftlich und politisch verursacht hat, noch bewirkt und wohl auf lange Sicht noch hervorbringen könnte. Tatsächlich bin ich eher dem Impuls gefolgt, dass ich das Buch, das ich zunächst unbedingt haben musste, auf meinem eReader lange genug ignoriert hatte und die rund 80 Seiten jetzt doch endlich lesen wollte. Auch war ich gerade offen genug für die Gedanken, die Ferdinand von Schirach im Gespräch mit Alexander Kluge zu Tage fördern könnte. Denn eigentlich halte ich mich gerade fast ausschließlich in meiner ‚Bubble‘ auf und konsumiere Nachrichten und Corona-Meldungen gezielt und vor allem in homöopathischen Dosen. Der Klappentext dieses vor einem halben Jahr erschienen Buches verrät: Ist der aktuelle Shutdown unserer Gesellschaft auch ein Shutdown unserer Grundrechte? Ferdinand von Schirach und Alexander Kluge gehen der Frage nach, was die Corona-Pandemie für unsere Gesellschaftsordnung und unsere bürgerliche Freiheit bedeutet. „Niemand hätte sich vor zwei Monaten vorstellen können, dass wir diesen Ausnahmezustand erleben. Es wird heute von manchen behauptet, das sei die Zeit der Exekutive. Aber das ist falsch. Wir leben in Demokratien, wir haben eine Gewaltenteilung. Noch immer muss das Parlament entscheiden, und daran darf sich auch nichts ändern. Noch scheint unsere Demokratie nicht gefährdet.“ Und so folgt man den beiden Autoren, die sich über die Rahmenbedingungen der Pandemie unterhalten. Der Einblick in die Gedanken von von Schirach und Kluge hat mir gefallen, der ein oder andere interessante Denkanstoß war für mich dabei, auch wenn ich mir stellenweise gewünscht hätte, dass das Ganze mehr in die Tiefe gegangen wäre. Stattdessen verlieren sich beide in Aufzählungen und Geschichtsereignisse, wenn auch mit aktuellem Bezug. Aber genau darin liegt wohl auch die Intention dieses Buches: Wach bleiben, damit sich Vergangenes nicht wiederholen kann. „Autoritäre Strukturen können sich verfestigen, die Menschen gewöhnen sich daran. Erosionen sind langsame Abtragungen, keine plötzlichen Ereignisse.“ (S. 34, Ferdinand von Schirach) Auch wenn wir uns inzwischen im sogenannten zweiten Shutdown befinden, hat dieses Buch noch nichts von seiner Aktualität eingebüßt. Und doch bin ich eher der Auffassung, dass dies eines der Bücher ist, die man vielleicht eher in zwanzig Jahren lesen sollte. Zu einem Zeitpunkt, an dem man nicht mit einer zu hohen Erwartungshaltung Bücher mit dem Thema Corona liest, von denen man sich insgeheim doch erhellende Aha-Momente oder sogar eine Lösung des Problems erhofft. Es wird interessant werden auf die jetzige Zeit zurückzublicken und sich vielleicht darüber zu wundern, was man gedacht und erwartet hat, bevor man sich damit abfinden musste mit dem Virus weiterzuleben.

Trotzdem
Trotzdemby Ferdinand von von SchirachLuchterhand