16. Okt.
Rating:5

Kurzgeschichtensammlung die bewegt

Ihr erstes Werk was ich gelesen habe war: Depressionen sind doch kein Grund traurig zu sein. Und ich hab es damals geliebt. Das hier war mein zweites. Auch das mochte ich wieder sehr. Diesmal nimmt sie uns mit auf eine Reise, die kürzer ist. Dieses Buch enthält Kurzgeschichten über die Liebe. Das Leben, Sehnsüchte, Schmerz. Ich liebe es wie sie es schafft mit ihren Worten zu berühren. Hoffentlich hört sie so lange ich lebe bitte niemals auf mit schreiben.❤️

Morgen ist es vorbei
Morgen ist es vorbeiby Kathrin WeßlingLuchterhand
15. Aug.
Rating:5

Kathrin Weßling hat eine ganz besondere Art, Worte zu finden, Sätze zu bilden. Emotionen auszudrücken. Man verfängt sich in ihrem Schreibstil, fühlt jedes Wort, als wäre man selbst der*die Protagonist*in. Und das, obwohl ich Geschichtensammlungen eigentlich gar nicht so gern mag. Dachte ich bisher.

Morgen ist es vorbei
Morgen ist es vorbeiby Kathrin WeßlingLuchterhand
5. Sept.
Rating:4

In 14 Kurzgeschichten erzählt die Autorin einfühlsam und ungeschont von Trennungen. Das Realisieren, das Verarbeiten, den erfolglosen Versuch, darüber hinwegzukommen. Obwohl die Thematik in jedem Kapitel ähnlich ist und es sich deshalb manchmal ein bisschen repetitiv anfühlt, schafft sie es, jedem einen eigenen Twist zu geben. Die Erzählstimmen genug zu verändern, dass sich jede Figur und jede Perspektive unterschiedlich anfühlt. Jeder Figur eine eigene Möglichkeit zu geben, mit dem Verlust zurechtzukommen - oder eben nicht. Denn zurechtkommen tun die wenigsten, vielmehr wird schonungslos gezeigt, wie die Figuren von Trennungen und Liebeskummer zerstört werden, sich selbst verlieren, sich in der Welt nicht mehr zurechtfinden und nichts mehr mit sich anzufangen wissen. Wie das bei Kurzgeschichtensammlungen meistens ist, sprachen mich einige mehr an als andere, aber bei jeder war ich beeindruckt von der Sprachgewalt der Autorin, die es jedes Mal schafft, den Schmerz der Figuren so auf die Seite zu malen, dass es mich als Leserin direkt ins Herz traf. Ich würde gerne schreiben, zurück bleibt die Hoffnung, aber das stimmt nicht. Die Hoffnungslosigkeit der Geschichten wird auf den Leser übertragen und alle wollen sich einreden: Morgen ist es vorbei, dabei wissen sie, dass es nicht stimmt.

Morgen ist es vorbei
Morgen ist es vorbeiby Kathrin WeßlingLuchterhand