1. Okt.
Rating:1

Zwei Expeditionen in die Antarktis, zwei Forscherteams und zwei langatmige Geschichten — „Everland“ kann durch Sprache und Atmosphäre überzeugen, der Spannungsboden bleibt jedoch flach. Vom Cover und Klappentext gelockt, wurden bei mir bei dem Titel „Everland“ direkt Assoziationen an fantastische Geschichten und Bücher ausgelöst und in Erwartung eines fantastischen Abenteuerromans (oder zumindest einem, in dem es zur Sache geht!) zu Rebecca Hunts Roman gegriffen. Leider wartete hier eine herbe Enttäuschung auf mich, denn Spannung kam hier keine auf. Doch zunächst einmal zum Inhalt: Im Jahr 1913 entdeckt das Forschungsteam der „Kismet“ bei einer Antarktis-Mission eine unbekannte Insel, die sie „Everland“ taufen. Klirrende Kälte und eine Landschaft der des Mondes gleich, schicken die Forscher zunächst drei Männer los, um die Insel zu erkunden. Doch was für Dinners, Napps und Millet-Bass anfangs wie der Jackpot aussah, da diese unbetretenes Land auskundschaften sollten und womöglich Erkenntnisse von unschätzbarem Wert für die Wissenschaft mitbringen, entpuppt sich schon bald als Alptraum. Mit ihren komplett gegensätzlichen Persönlichkeiten geraten die Männer immer wieder in Streitigkeiten und Unstimmigkeiten. Keine gute Voraussetzung, um zwei Wochen lang in der eisigen Kälte zu überleben… 2012, knapp hundert Jahre später, bricht das zweite Forschungsteam nach Everland auf, und wieder einmal sind drei Personen, die unterschiedlicher nicht hätten sein können, gezwungen, auf kleinstem Raum zusammenzuleben und Feldforschung zu betreiben. Das Schicksal der Männer von 1913 ist Brix, Decker und Jess bekannt: In den 1960er Jahren wurde die Geschichte um Millet-Bass, Napps und Dinners verfilmt, sodass die Crew-Mitglieder der zweiten Mission bereits wissen, was auf sie zukommt. Doch leider haben sie sich und ihre Fähigkeiten überschätzt… Die komplette Rezension findet ihr auf meinem Blog: http://killmonotony.wordpress.com

Everland
Everlandby Rebecca HuntLuchterhand
1. Juni
Rating:3

„Everland“ ist der zweite Roman der britischen Malerin Rebecca Hunt. Ihr erstes Buch „Mr. Chartwell“, in dem ein Hund wie ein Mensch auftritt, habe ich nicht gelesen, da mir das Thema zu skurril war. Diese Geschichte ist nicht an wahre Ereignisse angelehnt, doch der Teil, der im Jahr 1913 spielt, könnte sich durchaus irgendwo so ereignet haben. Dies war die Zeit, in der die Antarktis-Forschung ihren Höhepunkt erlebte. Das Interesse an der naturwissenschaftlichen und geographischen Erforschung war hoch, die Mittel jedoch waren begrenzt und so wurde jede Expedition zu einer lebensbedrohlichen Reise. Die Gefahren, in denen sich die drei Protagonisten in der Vergangenheit befinden, sind ehr realistisch. Sie sind auf gegenseitige Hilfe angewiesen, haben jedoch ein schwaches Glied in ihrer Kette, dass das Überleben erschwert und letztlich zu einem moralischen Problem wird. Auch die Forschungsgruppe, die 2012 auf den Spuren der ersten Truppe wandelt, kämpft mit vergleichbaren Schwierigkeiten: zwei erfahrene Reisende und eine unerfahrene Begleitung geraten auf „Everland“ in eine bedrohliche Situation und sehen sich ebenfalls mit einer moralischen Frage konfrontiert. Die Idee, solche Parallelen zu ziehen, fand ich prinzipiell interessant, vermochte mich aber nicht zu überzeugen. Von der Gruppe aus der Gegenwart, der ganz andere technische Mittel zur Verfügung stehen und die eine deutlich bessere Ausbildung genossen haben, hätte ich ein professionelleres Verhalten erwartet. Auch sie verlieren sich, wie ihre Vorgänger, in zwischenmenschlichen Herausforderungen, statt sich auf ihre Aufgabe zu konzentrieren. So zieht sich die Geschichte auf zwei Zeitachsen durch gleich gelagerte Beziehungsthemen, die leider relativ wenig mit dem eigentlichen Expeditionsabenteuer zu tun haben und den Lesefluss etwas zäh werden lassen. Jemand, der einen Roman zur Hand nimmt, in der eine missglückte Forschungsreise Mittelpunkt der Geschichte ist, erwartet nicht unbedingt detaillierte Ausführungen zu dem Zusammenspiel und den emotionalen Befindlichkeiten der Protagonisten. Vielleicht wäre für dieses Thema ein anderer Hintergrund passender gewesen. Wer eine wirklich guten Antarktiserzählung sucht, sollte „Endurance: Shackleton’s Incredible Voyage“ von Alfred Lansing lesen.

Everland
Everlandby Rebecca HuntLuchterhand
23. Sept.
Rating:3

Entdeckertour :-)

An sich war die Geschichte super interessant, es gibt zwei Zeitstränge 1913 und 2013. Der Wechsel zwischen den Zeiten war sehr gut und auch schlüssig. Leider sind viele wissenschaftliche Begriffe und Längen in der Geschichte. Es hätte wesentlich spannender sein können. Auch die Auflösung fand ich schwierig, hier sieht man mal wieder der Held schreibt die Geschichte.... Kann man mal lesen...

Everland
Everlandby Rebecca HuntLuchterhand