Franz Kafka trifft David Lynch. Und das auf LSD. Wegen der vielen russischen Namenvarianten bisweilen etwas verwirrend. Bissige Groteske, die im stalinistischen Moskau spielt. Absurd, grotesk, traumhaft.
Furchtbar erfrischend
Ich muss sagen, Bulgakow hat es geschafft, mich in den ersten zehn Seiten zu packen, zumal einer der Protagonisten, die am Anfang erwähnt wurden, auf so rabiate und schauerliche Weise aus dem Buch getreten ist. Der Teufel spielt hier schon fast eine gute Rolle, aber eben nur fast um nicht blasphemisch wirken zu wollen. Dieser Roman bietet einen Blick in die Gesellschaft, wie sie sich auch heute noch finden lässt. An manchen Orten wäre ein Woland vielleicht angebracht.

Düster funkelnde Satire, teuflisch unterhaltsame Kritik an totalitären Systemen - definitiv auch mehrfach lesenswert!
„Es ist natürlich zweifelhaft, ob es wirklich so war, aber was wir nicht wissen, das wissen wir nicht.“ Wie finster muss eine Welt sein, in der der Teufel als Sympathieträger erscheint? Michail Bulgakow war es „eng“ zumute im stalinistischen Russland der 30er Jahre. Menschen waren nicht frei und Künstler waren es auch nicht. Wer als Künstler auf derartige Missstände kritisch aufmerksam machte, konnte nicht viel ausrichten - „Der einsame heisere Schrei des Poeten erbrachte keine guten Ergebnisse.“ Seine Vergeltungssatire erschien daher erst nach Bulgakows und auch Stalins Tod. Und es wurde zum Kultbuch. Der Teufel kommt leibhaftig und samt illustrem Gefolge nach Moskau, um dort den angeblich neuen sowjetischen Menschen zu entlarven. Als Professor für dunkle Magie gibt er sich aus und allerlei Chaos bricht über die Stadt herein. Köpfe rollen, Kater sprechen, Kommunisten schlottern. Es ist ein herrlich wildes Abenteuer! Mittendrin ein desillusionierter Schriftsteller, der sich in einer Irrenanstalt schon selbst aufgegeben hat und nur „der Meister“ genannt wird. Und seine große Liebe Margarita, die immer noch an ihn glaubt, doch um ihm helfen zu können, nur noch den Pakt mit dem Teufel eingehen kann. Immer wieder schwenkt der Roman zu einer Parallelerzählung um Pontius Pilatus und seine Schuld und Schuldgefühle rund um die Verurteilung und Hinrichtung Jesu. Dies ist das Manuskript an dem der Meister zuletzt gearbeitet, das ihn aber beinahe in den Wahnsinn getrieben und das er beinahe verbrannt hat. Wo Bücher brennen herrscht meist keine menschenfreundliche Atmosphäre … aber, so merkt der Teufel messerscharf an: „Manuskripte brennen nicht.“ Ideen bleiben in der Welt, das Mysteriöse bleibt in der Welt, egal welcher Diktator was anderes behauptet, totale Kontrolle ist nicht möglich. Bulgakow ist ein bedeutender Roman gelungen, der auch irrwitzig unterhaltsam ist. Ein Meisterstück!
Meisterhafter Klassiker! Auch beim erneuten Lesen überfällt mich die gleiche oder auch erweiterte Faszination. Welch wilder Ritt, tanzend durch die Genres, konfrontiert mit dem Guten und Bösen, mit Spiritualität und Teufel, mit scharfer Kritik und unbändiger Liebe. Ein ironisch-satirischer Blick auf Moskau, samt Politik, Bürokratie und Stalin selbst. Wer sich diese Kombination vorstellen kann, gepaart mit viel Magie und skurrilen Ideen, es mag zu recherchieren, weil hinter jedem Satz, eine gewichtige Bedeutung stecken könnte, sollte unbedingt diesen Roman lesen! Auch sehr empfehlenswert innerhalb einer Leserunde, viel Stoff zum Diskutieren ✨

Ein Teil jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft
Seltsame Dinge geschehen in Moskau. Zunächst kommt ein Zeitschriftenvorsitzender unter einigermaßen rätselhaften Bedingungen ums Leben, dann trifft es immer mehr Menschen: Unerklärliche Dinge geschehen, Menschen verlieren den Verstand oder gehen ganz verloren. Den wenigen, die versuchen, Licht ins Dunkel zu bringen, glaubt niemand ein einziges Wort, nur einer, der Meister, ein Schriftsteller in Schwierigkeiten, erkennt, was wirklich passiert: Der Teufel ist in der Stadt… Michail Bulgakow lädt den Leser mit seinem Hauptwerk, „Meister und Margarita“, auf eine Reise ins Moskau der 1930er Jahre ein. Zwischen Realität und Fantasie baut er eine Brücke, um der Gesellschaft seiner Zeit einen Spiegel vorzuhalten. Kein Wunder also, dass das Werk in Russland erst Jahrzehnte später veröffentlicht wurde. Inspiriert wurde Bulgakow wohl von Faust und anderen Erzählungen über das Wirken des Teufels, doch er fügt dem ganzen einen ganz neuen Ton bei. Bitterböse sarkastisch betrachtet er die Moskauer Gesellschaft und nimmt die Politik der Zeit aufs Korn, kritisiert Zensur und das Leben in Angst unter Stalin und dem Sowjetregime, spart dabei nicht mit schwarzem Humor. Erzählt wird auf drei verschiedenen Ebenen, das Bild, das der Autor wohl im Kopf hatte, setzt sich allerdings erst ganz zum Schluss zusammen. Vorher kann das Buch einigermaßen verwirrend sein. Genau darin liegt aber auch sein Charme, es geschehen unzählige absolut absurde (und auf jeder Seite moralisch fragwürdige) Dinge, die dem Leser auf erstaunlich unterhaltsame Weise nähergebracht werden. Trotz all seiner möglichen Interpretationsebenen, seinem bewusst chaotischen und zunächst zusammenhanglos wirkenden Erzählstil, trotz sehr vieler verschiedener Charaktere und Perspektiven erweist sich der Roman als auch erstaunlich einsteigerfreundlicher Klassiker mit lockerem und auf seine ganz eigene Weise mitreißenden Schreibstil. Es stört bei diesem Buch gar nicht, wenn man keine Ahnung hat, wo die Reise enden soll, der Weg ist das Ziel und der wiederum ist ein äußerst wilder Ritt, der noch lange nach dem Beenden des Buches als fasziniertes Fragezeichen nachhallt.
Manuskripte brennen nicht!!! Ein Muss für jeden der russische Literatur liebt!
Beeindruckend, wenn man bedenkt, unter welchen Repressionen Bulgakow dieses Werk erschaffen hat. Die scharfzüngige Satire auf das sowjetische System der 30er Jahre ist genial in ein fantastisches Gewand gehüllt und wirkt auch heute noch erschreckend aktuell. Besonders fasziniert hat mich die Verzahnung der drei Handlungsebenen: Das chaotische Treiben von Woland in Moskau, die tragische Liebe zwischen dem Meister und Margarita und die philosophische Nacherzählung der Pontius-Pilatus-Geschichte. Man muss sich zwar auf den surrealen Schreibstil einlassen, wird aber mit einer Geschichte belohnt, die intellektuell fordert und emotional nachhallt. Ein absolutes Muss für alle, die Weltliteratur mit Biss suchen.
Stalin soll vor lachen unterm Tisch gelegen haben, weshalb er Bulgakow verbieten ließ(keine Ahnung ob das wirklich stimmt, aber die Anekdote ist zu schön um sie nicht weiter zu erzählen)
Ich hab dieses Buch jetzt 15 mal gelesen und jedes Mal fasziniert es mich aufs neue und doch anders. Mit 14 habe ich die Geschichte um den Teufel geliebt und wie er in Moskau Chaos anrichtet. Mit 20 hat mich die Geschichte zwischen Jesus und Pilatus nicht losgelassen Mit 25 war es die Satire auf die Sowjetunion Usw. Es ist ein so schönes facettenreiches Buch, welches es schafft viele Themen zueinander zu bringen und es die Sprache ist so wundervolle poetisch. Ich liebs
»Du sprichst, als ob du die Schatten nicht akzeptiertest, und auch nicht das Böse. Nun, überlege doch einmal selbst: Was würde das Gute anfangen, wenn es das Böse nicht gäbe? Wie würde die Erde aussehen, wenn die Schatten von ihr verschwänden? Es sind schließlich Dinge und Menschen, die Schatten werfen. Hier ist der Schatten meines Degens. Aber auch Bäume und Lebewesen werfen Schatten. Willst du die ganze Erde verwüsten, alles Grün und alles Leben von ihr reißen, weil du die Grille hast, reines Licht zu genießen?

Jedem geschieht gemäß seines Glaubens
Dieses Buch war wahrhaftig eine phantastische Reise mit einem Wirrwarr an Gefühlen - positiv wie negativ. Die Geschichte fing sehr spannend und packend an - ließ dann aber leider für einen längeren Teil wieder nach. Ab dem zweiten Teil verbessert sich der Lesefluss aber deutlich und das Weglegen des Buches wird immer schwieriger. Die etlichen Nebencharaktere, die neben ihren dreiteiligen Namen auch jeder eine gesamte Nebengeschichte erhielten, machten es teilweise schwer der Hauptgeschichte zu folgen. Daher kann ich dem Buch keine 5 Sterne geben. Die Gestaltung der Hauptcharaktere, der Spannungsbogen, die Rückblicke von vor 2000 Jahren und das gesamte Setting machen aber den etwas zu langen Mittelteil wieder gut. Besonders die deutschsprachige Übersetzung von Alexander Nitzberg kann sehr ich empfehlen, diese bringt sowohl das lyrische als auch die satirische und ironische Art Bulgakows zum Vorschein. Auch der Anhang mit Anmerkungen des Übersetzers haben mit Hintergrundwissen und zusätzlichen Erklärungen das Lesen des Werks noch spannender gemacht.

Was wäre das Gute ohne das Böse?
Michail Bulgakows „Meister und Margarita“ gehört zu den großen Monumenten der Weltliteratur, nicht zuletzt wegen seiner ungewöhnlichen Mischung aus Phantastik, politischer Kritik und poetischer Sprache. Hier in der Übersetzung von Alexander Nitzberg wird die sprachliche Komplexität des Originals überzeugend wiedergegeben. Nitzberg findet einen klaren, lebendigen Ton, der die Ironie, den Wortwitz und die dunklen Untertöne des Romans bewahrt, ohne sie zu überladen. Das lässt auch nicht russische Muttersprachler, Bulgakows Sprache in voller Kraft erfahren. Aus politischer Sicht ist der Roman eine Abrechnung mit dem stalinistischen Alltag im Sowjetrussland der 30er Jahre. Nichtsdestotrotz reicht Bulgakows Lebenswerk weit über die Grenzen eines einfachen Zeitdokuments hinaus. Literarisch überzeugt er durch seine vielseitigen Figuren. Woland ist zugleich teuflisch als auch gerecht, der Meister ein gebrochener Mann, Margarita eine entschlossene, leidenschaftliche Frau zwischen Liebe und Verzweiflung. Dennoch leidet das Werk stellenweise unter seiner bewussten Unsortiertheit. Die Vielzahl an Perspektiven und Personen wirkt nicht immer geschlossen und kann den Leser aus dem Lesefluss reißen und zwingt das ein und andere Mal zum Zurückblättern. Besonders das Ende bündelt diese Ambivalenz. Es verzichtet auf einfache Auflösung und schenkt den Figuren keine Erlösung, sondern das manchmal wertvollere Geschenk, Ruhe. Dieses leise, nachdenkliche Ende verleiht dem Roman eine unerwartete Humanität und unterstreicht seine zeitlose Bedeutung, was eine klassische Sternebewertung nicht möglich macht.
ein literarisches meisterwerk
der meister und margarita ist ein unglaublich gelungenes und vor allem überraschend lustiges buch. bulgakow erzählt mit so viel witz, fantasie und ironie, und jede szene ist einfach perfekt. der humor ist absurd und oft herrlich überdreht. gerade dieser humor macht den roman so stark. hinter all den grotesken situationen steckt eine scharfe kritik an macht, bürokratie und menschlicher selbstüberschätzung. trotzdem bleibt das buch leicht, unterhaltsam und macht einfach spaß zu lesen. das buch ist klug und erstaunlich modern, ein roman, der zum lachen bringt und im kopf bleibt.

Ich feiere diese Geschichte sehr. Zugegeben: Das Hundeherz hat mir noch besser gefallen, aber trotzdem hat mich Der Meister und Margarita vollkommen in seinen Bann gezogen.
Das Buch ist ein einziger Fiebertraum, ein wildes Durcheinander aus surrealen Ereignissen, Exkursen zu Pontius Pilatus und Jeschua sowie dem kommunistischen Moskau. Gerade dieses Chaos macht jedoch den Reiz aus. Besonders spannend finde ich, wie zeitlos viele Themen sind. Es ist faszinierend zu sehen, dass sich die Welt kaum verändert hat und dass schon ein Autor des 20. Jahrhunderts über Wohnungsmangel, religiöse Konflikte und politische Absurditäten geschrieben hat, die heute noch genauso relevant wirken. Die Übersetzung ist insgesamt sehr gelungen, auch wenn sich der russische Humor stellenweise in der deutschen Sprache verliert. Dafür kann die Übersetzerin jedoch nichts. Der einzige wirkliche Kritikpunkt ist die Darstellung weiblicher Charaktere. Diese erscheinen oft nur als Nebenfiguren, weinen viel oder werden schlicht weggeschickt. Dabei muss man jedoch bedenken, dass es sich um ein Werk aus dem Russland des 20. Jahrhunderts handelt, zu einer Zeit, in der Frauen (wie leider fast überall) nicht als eigenständige, denkende Wesen wahrgenommen wurden.
5 ⭐️; skurril und zu empfehlen. Hier macht man sich am Besten das eigene Bild. Für mich zurecht ein Klassiker. Falls man es liest, gerne auch das Buch recherchieren, es gibt spannende Hintergründe dazu. Z.B das nicht wenige Russen es auswendig kannten
Zeitloser Klassiker
Das Buch fühlt sich an wie ein wilder Fiebertraum. Ich habe es dennoch sehr genossen es zu lesen. Ich kannte es vorher schon von Erzählungen meiner Mutter (es ist eines ihrer liebsten Bücher). Unglaublich wie viel Fantasie der Autor hat. Die Gesellschaftskritik der Sowjetunion ist auch sehr interessant. Durch die anfängliche Verwirrung und das ‚reinkommen‘ in das Buch vergebe ich 4,5/5 Sternen. Mir hat die Übersetzung von Alexandra Berlina sehr gefallen.
Teil jener Kraft
Ein ungewöhnlicher, kraftvoller Roman über Macht, Glaube und die Absurdität des Lebens. Bulgakow lässt den Teufel nach Moskau kommen, doch das wirklich Dämonische zeigt sich in den Menschen selbst, in ihrer Angst, ihrer Feigheit und ihrem Bedürfnis, sich zu beugen. Der Meister und Margarita sind zwei Gestalten, die sich gegen diese Welt stellen. Ihre Liebe ist trotzig, unvernünftig und deshalb wahrhaftig. In ihrer Verzweiflung liegt etwas Unbestechliches, ein Rest Menschlichkeit, den keine Ideologie zerstören kann. Manche Passagen sind schwer zugänglich, fast überladen, doch genau darin liegt die Größe dieses Buches. Es fordert Geduld, Aufmerksamkeit und Nachdenken. Der Meister und Margarita ist kein Roman zum bloßen Lesen, sondern einer, dem man begegnet.
Nichts für mich.
Ich verzichte auf eine Sterne-Bewertung, denn ich kann weder thematisch noch sprachlich einen Zugang finden. Deswegen habe ich es auf S. 58 abgebrochen. Insbesondere der ungewöhnliche Schreibstil - mit zugespitzter Bildlichkeit als stärkstes poetisches Mittel, wie es im Anhang heißt - bremst mich aus.
Michail Bulgakows "Der Meister und Margarita" ist nicht nur ein Roman, es ist ein literarisches Phänomen, ein tiefschwarzes, funkelndes Juwel der Weltliteratur. Dieses posthum (und zunächst zensiert) veröffentlichte Werk ist eine einzigartige Mischung aus grotesker Satire, philosophischer Tiefe und einer zärtlichen, unzerstörbaren Liebesgeschichte. Die Genialität des Romans liegt in seiner Struktur, die auf drei Ebenen operiert und sie meisterhaft miteinander Verknüpft. Die Moskauer Satire: Im Zentrum steht der Besuch des Teufels Woland und seines anarchischen Gefolges – allen voran der riesige Kater Behemoth – im atheistischen Moskau der 1930er Jahre. Diese Ebene ist eine beißende und oft urkomische Abrechnung mit der sowjetischen Bürokratie, dem Opportunismus der Literaten und der Korruption der Wohnungsverwaltung. Wolands "magische" Auftritte dienen als diabolische Abrechnung, bei der die Lügen und die Gier der Moskowiter auf spektakuläre Weise entlarvt werden. Der Meister und Margarita: Hier entfaltet sich die herzzerreißende Liebesgeschichte zwischen dem namenlosen, verzweifelten Autor (dem Meister), der seinen Roman verbrennt und in der Psychiatrie landet, und seiner tapferen Geliebten (Margarita). Ihr Bund, der „wahre, ewige Liebe“ beweist, wird zum moralischen Kern der Geschichte. Margaritas Teufelspakt und ihre Verwandlung in eine Hexe, um den Meister und sein Werk zu retten, bilden den dramatischen Höhepunkt. Der Roman im Roman: Eingestreut in die Hauptgeschichte ist der Roman des Meisters über Pontius Pilatus und die Kreuzigung von Jeschua Ha-Notsri (Jesus). Diese tiefgründige, dramatische Erzählung stellt Fragen nach Feigheit, Macht und Gewissen. Sie dient nicht nur als thematischer Spiegel zur Moskauer Geschichte, sondern ist auch der Schlüssel zur Erlösung der Hauptfiguren. Fazit Bulgakow hat mit diesem Werk ein mutiges Denkmal gegen den Totalitarismus gesetzt. Er thematisiert, wie Kunst unterdrückt wird ("Manuskripte brennen nicht!"), wie Feigheit die größte aller Sünden ist und wie wahre Liebe selbst den Teufel erweichen und über den Tod hinaus wirken kann. "Der Meister und Margarita" ist ein Buch, das man nicht nur liest, sondern erlebt. Es fordert heraus, amüsiert und rührt tief. Es ist ein Meisterwerk des Magischen Realismus, das seine Relevanz niemals verlieren wird. Bewertung: Ein Muss für jeden Liebhaber der Weltliteratur. Ein Chaos voller Witz, Wunder und Weisheit.

Das Buch hat mir viel abverlangt… Es gibt sehr lustige Passagen und das Buch ist wirr, aber gleichzeitig so lesenswert und anders. Man darf sich nicht entmutigen lassen - es löst sich alles auf und wird verständlich. Ich werde mich definitiv an weiteren Büchern des Autors versuchen :)
Das Buch war sehr gut
Mir hat das Buch suoergut gefallen. Es war sehr spannend geschrieben. Besonders die Stellen, die in Jerusalem spielten haben mir gut gefallen.

„Der Meister und Margarita“ — eine teils verwirrende, oft schwindelerregende Lektüre, doch zugleich beeindruckend als vielschichtiges Werk: Satire, Liebesgeschichte, religiöse Parabel und Fantasie-Roman, entstanden unter Stalins Zensur voller Anspielungen und doppelter Böden.
Ein satirischer Roman mit massiver Gesellschaftskritik. Ein Buch, welches ein Re-Read fast notwendig macht.
Der Teufel geht um in Moskau und bringt Chaos, Tod und Zerstörung. Nur zwei Menschen bleiben verschont. Ein Schriftsteller, der „Meister“, und seine einstige Geliebte Magharita. „Der Meister und Magharita“ von Michail Bulgakow ist ein satirischer Roman über die sowjetische Union zur Zeit Stalins. Bulgakow kritisiert in seinem Werk unter Anderem die alltägliche Korruption, Bürokratisierung und den Materialismus. Des Weiterem zeigt er menschliche Schwächen auf, die das krankhafte Herrscherregime unterstützen, wie in etwa Unterwürfigkeit. Die Anspielungen auf Goethes „Faust“ sind dabei allgegenwärtig. Ich empfehle, Faust vor Meister und Magharita zu lesen. Das macht dieses hervorragende Werk noch interessanter. Ich glaube, Meister und Magharita wird beim wiederholten Lesen noch faszinierender. Die erste Lesung war ein wilder Ritt und viele Details sind mir im Chaos der Handlung des ersten Buchteils wohl entgangen. Ich freue mich auf ein Re-Read. Fun Fact: Mick Jagger schrieb „Sympathy for the Devil“ nach Beendigung dieser Lektüre.
I have to confess, I totally bought the book because of the cover design and then ended up loaning the audio version from the library. I made it to a little of 30% and then bailed. It reminded me very much of "Good Omens" (which I barely finished) and I just couldn't make myself to endure another 10 hours of this. It's just not my type of book and I just have to stay away from it.
Man merkt, dass sich der Autor stark von Goethes Faust inspirieren lassen hat. Vom Unterhaltungswert hat er die Inspiration übertroffen. Sehr zu empfehlen.
Was für ein wildes, tolles Buch.
intellektuellster fiebertraum meines lebens oder so
... das war leider nicht mein werk, aber definitiv ein meisterwerk. deswegen kann ich auch keine sternebewertung hier anfügen. zugegeben habe ich die meiste zeit des lesens das gefühl gehabt, in einem amüsanten, aber auch verstörenden fiebertraum festzustecken. aber wenn man die interpretation und die hintergrundinformationen im anhang sowie das nachwort des lektors gelesen hat, weiß man einfach, was für eine bedeutsame geschichte in diesem buch steckt. ich würde es definitiv weiterempfehlen – vor allem, wenn man gerne klassiker mag, ist das buch ein absolutes must read :)

Zwischen Pontius Pilatus und Sowjet-Moskau in den 1930ern
„Meister und Margarita“ von Michail Bulgakow ist ein Buch, wie ich es noch nicht gelesen habe. Sein großes Meisterwerk, an welchem er über ein Jahrzehnt gearbeitet hat und welches ihm Posthum in eine Reihe mit Dostojewski und Puschkin bringt, hat Bulgakow in einer Zeit geschrieben, die vom stalinistischen Terror geprägt war, welcher auf subtile Weise ihren Weg in den Roman findet und dort auf eine außergewöhnliche Geschichte vom Teufel und einem Liebespaar trifft. Der Roman brilliert vor allem durch seine außergewöhnliche Erzählweise, den vielen unterschiedlichen Charakteren, die die Stadt Moskau mit Leben füllen und den Spielen die Woland und seine Anhänger mit den Menschen der Stadt treiben. Im Mittelpunkt steht dabei der Meister und seine Geliebte Margarita die dank Pontius Pilatus voneinander getrennt sind. Aber mehr verrate ich hier nicht ;) Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung für alle, die an klassischer Literatur Interesse haben und denen die historischen Aspekte, die sich in dem Buch wiederfinden lassen, gefallen.

Ein teuflisches Vergnügen voller Witz und Tiefgang
Michail Bulgakows Der Meister und Margarita ist ein literarisches Meisterwerk, das mich trotz anfänglicher Verwirrung schnell in seinen Bann gezogen hat. Die Mischung aus Satire, Magie und Gesellschaftskritik entfaltet sich in einem wilden, aber faszinierenden Erzählstil, der sowohl unterhält als auch zum Nachdenken anregt. Besonders beeindruckend ist Bulgakows Fähigkeit, komplexe Themen mit skurrilem Humor zu verbinden – ein Aspekt, der auch von vielen Kritikern hervorgehoben wird . Obwohl der Einstieg fordernd sein kann, lohnt sich die Lektüre allemal: selten habe ich ein Buch gelesen, das so vielschichtig und zugleich so unterhaltsam ist.

Herrlich absurd, komisch und abgedreht, düster, philosophisch und sprachlich wunderbar,
was sicherlich auch an der fantastischen Übersetzung von Alexandra Berlina liegt. Garantiert habe ich viele Anspielungen auf Faust und zeitgenössische Begebenheiten aus der Lebenswelt des Autors nicht ansatzweise verstanden - aber auch ohne lässt sich dieses Buch als meisterlich erkennen. Schlecht gealtert ist das Buch im Hinblick auf die aufopferungsvolle Rolle von Margarita gegenüber dem Mann, den sie liebt, und hinsichtlich der Rolle, die Menschen mit dunkler Hautfarbe in einigen Szenen zukommt. Dennoch lautet mein Fazit: ein großartiges Kunstwerk. Unbedingt das Nachwort der Übersetzerin lesen, vielleicht sogar zuerst. "Oh Götter, Götter! Wie traurig ist die abendliche Erde, wie unergründlich die Nebel über den Sümpfen! Wer in diesen Nebeln gewandert ist, wer vor dem Tode gelitten hat, wer mit einer viel zu schweren Last über diese Erde geflogen ist, der weiß es. Wer erschöpft ist, weiß es und verlässt ohne Reue die Nebel der Erde, ihre Sümpfe und Flüsse. Wer erschöpft ist, der gibt sich leichten Herzens dem Tode hin, gewiss, dass nur der Tod -"
Ich hab ewig gebraucht um reinzukommen es macht erst ganz am Ende Sinn wobei ich schon gedacht habe das es so aufgelöst werden würde. Es ist eine Kritik an der damaligen Zeit in der Sowjetunion und zeigt gut auf das es auch da viele materialistische Menschen gab die ihre Macht auch gern mal ausgenutzt haben
Gut geschrieben. Witzige Geschichte

"Manuskripte brennen nicht" oder Mephisto in der Sowjetunion
Was für ein phantastischer Ritt von einem Buch - oder vielleicht mehr ein nackter Flug über das mondbeschienene Moskau, wo man den Teufel trifft und sich nur fragt, von welcher Behörde er kommt. Die Übersetzung von Alexander Nitzberg enthält hilfreiche Anmerkungen und betont besonders den poetischen Gehalt des Werks. An die Darstellung der wörtlichen Rede mit Spiegelstrichen musste ich mich erst gewöhnen, irgendwann ging es aber und ansonsten ist die Ausgabe wirklich schön gestaltet und ihren Preis wert.
I think I can understand why people would love this, but it was just boring to me
Großartig, verwirrend, toll
Dieses Buch muss man am stück lesen, es gibt viele verschiedene Geschichtsstränge und bis zum Buchfortschritt um die 70% hat man Fragezeichen. Ich hätte mir das Ende Epischer vorgestellt, jedoch ist das Buch im ganzen lesenswert und mir hat es Freude bereitet ☀️😊 P.S. die Charaktere sind wundervoll detailliert und haben eine Persönlichkeit
Verworren, phantastisch, höchst intelligent und zutiefst politisch. Eine Allegorie jagt die nächste, jede überbordender als die vorherige.
Bulgakow hat 11 Jahre an diesem Roman geschrieben, die letzten Kapitel, erkrankt und unfähig zu schreiben seiner Frau diktiert. Der sowjetischen Zensur ausgesetzt, hatte er immer wieder mit Arbeitsverboten zu kämpfen. Die Kritik eines Schaffenden, dessen Worte zwar für wahr erachtet, aber verboten werden, sind das Leitmotiv. Zensur und Sozialismuskritik die Hauptthemen, verpackt in eine fantasievolle Geschichte von einem Theater, Pontius Pilatus und dem Teufel höchstpersönlich. Jede Figur ist aufgeladen mit mindestens einer Interpretationsmöglichkeit. Unzählige Allegorien auf mehreren Ebenen tummeln sich. Jedes Wort ist genauestens abgewogen, jeder Satz und jedes Kapitel hat seinen eigenen Klimax und Klangmuster. Bulgakows Vorhaben war vielleicht zuviel für ein Sterblichen. So ist sein Werk immer wieder verworren, wirkt episodisch, oder hat kleine Unstimmigkeiten. Dennoch ist das was der Meister geschaffen hat, ein Meisterwerk der Erzählkunst.
Dran bleiben hat sich gelohnt. Zu Anfang versteht man erstmal nicht alles aber zum Ende hin kommt Klarheit ☺
Hab gute 60% erstmal nicht verstanden. Die letzten ~3 Kapitel kommen, alles fügt sich zusammen und macht klick. Richtig wilder Ritt, dicke Empfehlung
"Man kann nur immer wieder betonen: Die Ermittlung hat ganze Arbeit geleistet. Es wurde alles Menschenmögliche getan - nicht nur um die Verbrecher zu fassen, sondern auch um die Geschehnisse zu erklären. Tatsächlich wurden Erklärungen gefunden, und zwar durchaus vernünftige, ja unwiderlegbare Erklärungen." (Zitat, Seite 537) Willkommen in den 1930er Jahren in Moskau, der roten Stadt. Und natürlich ist der Teufel los, der im Auftakt dieser Hommage an den klassischen Faust, als faszinierender Ausländer zwei aufgeklärten Atheisten die wahre Geschichte von Pontius Pilatus schildert - sozusagen aus erster Hand! Was schon fast gemächlich beginnt, in der beschaulichen Atmosphäre des Patriachenteich, entwickelt sich recht bald zur regelrechten Höllenfahrt, in der ein Kater schwarz fährt und ein abgetrennter Kopf auf die Straße rollt. Der Dichter versucht vergebens die Ereignisse aufzuhalten und landet in Unterhose und einem Tolstoihemd bekleidet in der Psychiatrie. Derweil hat sich der dunkle Meister mit Gefolge schon in der Wohnung seines Opfers niedergelassen und plant bereits eine Theatervorstellung, welche die Gesellschaft von Moskau nicht so schnell vergessen wird. Doch halt: schließlich lautet der Buchtitel "Meister und Margarita", wo bleiben die beiden nun in dem Spektakel? Hier ist etwas Geduld gefragt. Zwar erhält vorgenannter Dichter des Nachts Besuch von Nr. 118, der sich als "der Meister" vorstellt, aber auf die aktive Einbringung von Margarita muss der Leser bis zum 2. Teil des Romans warten. Interessant ist, dass die erste Fassung weder einen Meister, noch eine Margarita enthielt. Den Teufel gab es aber durchaus. Und es ist vielleicht eine steile These, aber vielleicht wäre diese erste Version die stimmigere gewesen, um einen kraftvollen Roman abzugeben. Die Liebesgeschichte neigt, auch wenn der Autor selbst Erlebtes miteinbringt, doch zum Kitsch und mit den Liebenden hebt die Handlung stellenweise völlig ab und aus Satire wird Phantasie. Betrachtet man den historischen Kontext, kann man für manche Textänderung Erklärungen finden. Wie die Übersetzerin in ihrem Nachwort bemerkt, war das Werk nicht nur vom Humor des Autors geprägt, sondern auch von dem "unterschwelligen Grauen der Zeit, in der Menschen ganz ohne Teufelswerk aus ihren Wohnungen verschwanden." Überhaupt muss das Nachwort von Alexandra Berlina erwähnt werden, die sich den Roman 100 Jahre nach dem Entschluss des Arztes Bulgakow von nun an Schriftsteller zu sein, vorgenommen hat. Mit einer zauberhaften und sehr persönlichen Anekdote führt sie in die Geschichte ihrer Arbeit und das Leben des Schriftstellers ein. Dieser beigefügte Text ist eine gelungene Ergänzung zum Roman und trägt nicht nur zum Verständnis desselben bei, er ist eine echte Bereicherung! FAZIT Auch wenn die Satire leider streckenweise durch zuviel Hokuspokus verpufft, wird man am Ende doch den Gesamteindruck einer besonderen Unterhaltung bewahren können. Auf jeden Fall bis zur nächsten Vollmondnacht.
Kein Buch für zwischendurch & mal eben schnell gelesen, dafür aber eins, dass die Fantasie beflügelt und zeigt, wie großartig Erzählungen sein können und wie viel Macht von Worten ausgeht. Ich habe fast 80 Seiten gebraucht, um mich auf den Text einzulassen, dafür hat es sich aber für mich gelohnt, da mir besonders der zweite Teil, mit der Einführung des Charakters Margarita, gefallen hat. Ab da ist das Buch einfach nur noch ein großer Spaß, der zu neuem Denken anregt.
Das Buch war Unterhaltung pur. Anfangs fiel es mit etwas schwer mich in die Geschichte einzufinden, aber dies verflog sehr schnell und ich konnte einfach nicht mehr aufhören zu lesen. Zu 5 Sternen hat es aber leider nicht gereicht da es einige Kapitel gab die sich für mich sehr gezogen haben und eher langweilig waren.
Mystisch, das Böse Mal anders dargestellt
Das Buch scheint größten teils sehr zusammenhanglos und ohne handfesten Plot zu sein. Wenn man sich aber richtig rein gelesen hat und spätestens beim 2 Teil des Buches angelangt ist (ca S. 279) fängt alles an irgendwie Sinn zu ergeben. Im ersten Teil wird aufgelistet (Mehr oder weniger, keine Ahnung wie ich das erklären soll) welche Auswirkung der Teufel und sein Gefolge auf die Menschen in Moskau haben. Darunter sind größten Teils merkwürdige, mystische Ereignisse. Da passieren allgemein echt verrückte Sachen, alle verursacht durch den Teufel und sein Gefolge. Das was ich daran, an diesem Konzept, echt interessant finde, ist, dass das Böse in diesem Fall immer einen Ironischen untersten Beigeschmack hatte. Der Teufel und sein Gefolge war weniger durch und durch böse und gruselig, eher lustig und verrückt. Ab dem eben 2. Teil erst löst sich das ganze auf, mit dem Erscheinen Margaritas. Irgendwie muss man in das Buch ein bisschen eigene Interpretation reinbringen und sich ein wenig reinlesen, generell darauf einlassen, um zu verstehen was da abgeht. Das Ende fand ich dann aber doch ein wenig merkwürdig lol Aber sonst tolles Buch
Ich fürchte meine Lücken in Geschichte der Sowjetunion sind zu groß um die Satire richtig erkennen und verstehen zu können. Stellenweise ist auch für mich der Sarkasmus durchgeflimmert, aber generell war es leider nicht mein Fall. Die Handlung hat für mich bis zum Schluss keinen rechten Sinn ergeben und war gelinde ausgedrückt ziemlich abgedreht. Eigentlich mag ich abgedrehte Handlungen, aber hier wollte es mir einfach nicht gefallen. So müssen bspw. die Angestellten des sowjetischen Pendants des Kultesministerium, vom Teufel verhext, alle drei Minuten ein Lied singen; ein weiterer Amtsleiter wird vom Teufel geholt, woraufhin dessen leerer Anzug weiter hinterm Schreibtisch sitzt und Leute schikaniert; ein Theaterangestellter bekommt vom Teufelshelfer, einem Kater, den Kopf während der Vorstellung abgerissen und wieder aufgesetzt. Ich hab ja schon einiges abstruses gelesen, aber das Buch übertrifft alles. Ich bin ständig zwischen lautem Auflachen und Augen verdrehen geschwankt. Diese und viele andere Stellen haben mich schon unterhalten und schmunzeln lassen, ich hätte mir nur einen halbwegs roten Faden gewünscht. "Meister und Margarita" ist und bleibt Geschmackssache, ich kann jetzt jedenfalls verstehen warum es die Leserschaft so spaltet. Es hat mir allerdings Lust gemacht mich mehr mit russischer Geschichte zu befassen, was ich sowieso schon längst tuen wollte.
Genial
Etwas schwierig die Bürokratie sonst sehr lesenswert und gut geschrieben Faustisch.
Rezension nach Bauchgefühl: 3 Sterne. Hab 3 Monate gebraucht, obwohl ich sonst viel lese. Es war einfach nicht der richtige Zeitpunkt. Wende mich dem Roman nochmal zu, wenn ich weniger verkopft und abgelenkt bin.
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